@ syker1983
Alles nachvollziehbar, aber welche Rechtsform-Alternativen hätte denn ein eingetragener Verein ohne die Möglichkeit der Ausgliederung der Profifußballabteilung in eine GmbH & Co KGaA? Die Intension einer solchen Umwandlung war ja nicht nur die Generierung von Geldmitteln bei Erhalt der Unabhägigkeit, sondern auch die Risikominmierung. Denn wird e.V. zahlungsunfähig, haftet zunächst der Vorstand mit seinem Privatvermögen und wenn bei dem nichts (mehr) zu holen ist, werden die Mitglieder in Regreß genommen; in Zeiten von bis zu dreistelligen Mio-Umätzen ein unkalkulierbares Risiko.
Daß Werder bisher keine Kommanditisten auf Aktien aufnahm, liegt (losglöst von der Personalie MB) darin, daß jeder Geldgeber für seine Investtion einen wie auch immer gearteten Nutzen haben möchte, was auch vollkommen legitim ist. EIne (Mit-)Bestimmung im Tagesgeschäft ist seitens Werder nicht gewollt und kann auch nicht das Ziel sein. Alternativ würde sich z.B. ein Posten im Aufsichtsrat für den Geldgeber anbieten, aber von dieser Option ist seitens Werder in den ganzen 17 Jahren seit der Gründung der GmbH & Co KGaA nie ein Wort der Bereitschaft nach außen gedrungen. Ist das auch nicht gewollt, weil man auch im AR die Zügel mehrheitlich in der Hand halten möchte, damit der Werder-Weg nach eigenem Gutdünken fortgesetzt werden kann?
Was die FC Bayern München AG (wie der Namenszusatz sagt eine reine Aktiengesellschaft) eigentlich in Perfektion vormacht. Neben Vertretern der Aktionäre sitzen im AR dazu noch Personen des Hauptsponsors Telekom und von Unicredit.
Wenn man sich an das nach Außen gedrungene Theater erinnert als es um den Verzichts WLs auf den AR-Vorsitz ging, dann hängt das sicher damit zusammen, dass man sich von Außen nicht zu sehr reinreden lassen möchte. Dass aber ein möglicher Investor/strategischer Partner allerdings zumindest eine gewisse Kontrolle haben möchte, ist aus meiner Sicht mehr als verständlich.









