Marco Bode

@ syker1983

Alles nachvollziehbar, aber welche Rechtsform-Alternativen hätte denn ein eingetragener Verein ohne die Möglichkeit der Ausgliederung der Profifußballabteilung in eine GmbH & Co KGaA? Die Intension einer solchen Umwandlung war ja nicht nur die Generierung von Geldmitteln bei Erhalt der Unabhägigkeit, sondern auch die Risikominmierung. Denn wird e.V. zahlungsunfähig, haftet zunächst der Vorstand mit seinem Privatvermögen und wenn bei dem nichts (mehr) zu holen ist, werden die Mitglieder in Regreß genommen; in Zeiten von bis zu dreistelligen Mio-Umätzen ein unkalkulierbares Risiko.

Daß Werder bisher keine Kommanditisten auf Aktien aufnahm, liegt (losglöst von der Personalie MB) darin, daß jeder Geldgeber für seine Investtion einen wie auch immer gearteten Nutzen haben möchte, was auch vollkommen legitim ist. EIne (Mit-)Bestimmung im Tagesgeschäft ist seitens Werder nicht gewollt und kann auch nicht das Ziel sein. Alternativ würde sich z.B. ein Posten im Aufsichtsrat für den Geldgeber anbieten, aber von dieser Option ist seitens Werder in den ganzen 17 Jahren seit der Gründung der GmbH & Co KGaA nie ein Wort der Bereitschaft nach außen gedrungen. Ist das auch nicht gewollt, weil man auch im AR die Zügel mehrheitlich in der Hand halten möchte, damit der Werder-Weg nach eigenem Gutdünken fortgesetzt werden kann?

Was die FC Bayern München AG (wie der Namenszusatz sagt eine reine Aktiengesellschaft) eigentlich in Perfektion vormacht. Neben Vertretern der Aktionäre sitzen im AR dazu noch Personen des Hauptsponsors Telekom und von Unicredit.

Wenn man sich an das nach Außen gedrungene Theater erinnert als es um den Verzichts WLs auf den AR-Vorsitz ging, dann hängt das sicher damit zusammen, dass man sich von Außen nicht zu sehr reinreden lassen möchte. Dass aber ein möglicher Investor/strategischer Partner allerdings zumindest eine gewisse Kontrolle haben möchte, ist aus meiner Sicht mehr als verständlich.
 
Was die FC Bayern München AG (wie der Namenszusatz sagt eine reine Aktiengesellschaft) eigentlich in Perfektion vormacht. Neben Vertretern der Aktionäre sitzen im AR dazu noch Personen des Hauptsponsors Telekom und von Unicredit.

Wenn man sich an das nach Außen gedrungene Theater erinnert als es um den Verzichts WLs auf den AR-Vorsitz ging, dann hängt das sicher damit zusammen, dass man sich von Außen nicht zu sehr reinreden lassen möchte. Dass aber ein möglicher Investor/strategischer Partner allerdings zumindest eine gewisse Kontrolle haben möchte, ist aus meiner Sicht mehr als verständlich.
Exakt. Das genau beschreibt es. Und an die Adresse von @Bremen ist diese GmbH & Co KG aA eben ein Zwitter zwischen einer AG und einer Kommanditgesellschaft. Wenn man dann auf DO schaut, was dort mit dieser Konstruktion passiert ist, sollte das allen ein warnendes Beispiel sein.
Ich möchte auch nur an die 90er erinnern, als in der Bundesliga eben im eV Sonnenkönige auf Schalke oder in Dresden nur Unfug getrieben haben, so dass die Umfirmierung ein Gebot der Stunde seitens des DFB war. Das dabei immer einem Modell, welches die 50+1 Regel zementiert, das Wort geredet wird, versteht sich von selbst. Viele Vereine wie S04 sind heute noch eV.
Mit ihren Aktionen letzte Woche und den Außendarstellungen sind sie nun endgültig für Investoren uninteressant. Kein Unternehmer von Format lässt sich doch mit diesen rückwärtsgewandten Leuten aus dem ASR und der GF ein. Ein Mitsprecherecht wollen sie nicht, was Jeder als Geldgeber irgendwo und in irgendeiner Form (ASR-Posten oder Aktien) einfordert. Werder und Bode meinen, dass sie progressiv seien. Das krasse Gegenteil ist der Fall. Das hat mit der Entlassung von Eichin nur bedingt etwas zu tun. Die PK, die Art und Weise, ihre Aussagen das Alles wirft ein schlechtes Licht auf Werder. Sie sehen sich auf der grün-weißen Sonnenseite, dabei ist es längst kalt und schattig.
 
So und wenn die dann auf Zahlen basieren die einen sportlichen Erfolg voraussetzen, ist das in meinen Augen mindestens grob fahrlässig. Ich glaube da sollte der AR schon eingreifen.

Wo würdest du die Grenze ziehen? ALLES bei Werder ist vom sportlichen Erfolg abhängig und letztlich gibt es eine Risikoabschätzung. Eine Grenze wäre: Das Stadion muss finanzierbar sein auch dann wenn Werder die nächsten 5 Jahre nur auf Platz 9 landet. Dann passiert was passiert ist, wir kämpfen 5 Jahre gegen den Abstieg, das Stadion ist erneut unterfinanziert und erneut könnte man das Argument anbringen, hier wäre fahrlässig gehandelt worden. So wie es passiert ist wird man im Traum nicht geglaubt haben, daß Werder derartig kollabiert. Hinterher kann man natürlich immer alles besser wissen aber wer hätte 2007 gedacht, als Werder in seiner besten Phase seit langer Zeit war, daß man den Verein dermaßen vor die Wand fährt? Wäre es 2009-2015 annähernd so weitergegangen wie in den Jahren zwischen 2004 und 2009, dann hätte kein Hahn nach den Stadionkosten gekräht. Das Hauptproblem war dementsprechend in meinen Augen auch nicht das Stadion als solches sondern die Kaderpolitik von Allofs und Schaaf. Und da wird es halt schwierig, in das Tagesgeschäft darf der AR nicht eingreifen, wohl aber hätte man irgendwann die Reißleine ziehen können, wenn nicht müssen, und die Geschäftsführung inklusive Trainer tauschen. Und dann will ich mal den Aufsichtsrat sehen, der einen der zu dem Zeitpunkt angesehensten Manager der Bundesliga mal eben so austauscht. Es wäre rückblickend notwendig gewesen, da bin ich bei dir. Aber grob fahrlässig?
 
Exakt. Das genau beschreibt es. Und an die Adresse von @Bremen ist diese GmbH & Co KG aA eben ein Zwitter zwischen einer AG und einer Kommanditgesellschaft. Wenn man dann auf DO schaut, was dort mit dieser Konstruktion passiert ist, sollte das allen ein warnendes Beispiel sein.

Das was in Dortmund seinerzeit schief lief, war in Managementfehlern begründet und nicht in der Rechtsform der GmbH & Co KG aA. Denn im Gegensatz zu der ursprünglichen Planung bei Werder, Kommanditanteile in Form von Aktien an Investoren zu veräußern, hat der BVB seine Aktien zu 11 € / Stück an die Börse emittiert und sich anschließend u.a. mit teuren Spielerverplfichtungen, Immobiliengeschäftne (inkl. der Eigenanteile am Westfalenstadion), sowie der eigenen Sportartikelmarke gool.de mächtig verhoben, so daß zur Finanzierung des Stadionausbaus Anteile am Stadion wieder veräußert wurden. Auf solche Nachrichten reagiert die Börse bekanntermaßen sehr empfindlich und als in den ersten Jahren nach dem Meistertitel 2002 die sportlichen Erfolge ausblieben so daß der BVB somit in einer (!) Saison (war es 03/04?) einen Verlust von > 60 Mio. € verzeichnete, lag der Wert der Aktie teilweise < 1 €. Diese gemachten Fehler hätten bei einer "klassischen" AG ebenso zu einen finanziellen Waterloo geführt.
 
Das was in Dortmund seinerzeit schief lief, war in Managementfehlern begründet und nicht in der Rechtsform der GmbH & Co KG aA. Denn im Gegensatz zu der ursprünglichen Planung bei Werder, Kommanditanteile in Form von Aktien an Investoren zu veräußern, hat der BVB seine Aktien zu 11 € / Stück an die Börse emittiert und sich anschließend u.a. mit teuren Spielerverplfichtungen, Immobiliengeschäftne (inkl. der Eigenanteile am Westfalenstadion), sowie der eigenen Sportartikelmarke gool.de mächtig verhoben, so daß zur Finanzierung des Stadionausbaus Anteile am Stadion wieder veräußert wurden. Auf solche Nachrichten reagiert die Börse bekanntermaßen sehr empfindlich und als in den ersten Jahren nach dem Meistertitel 2002 die sportlichen Erfolge ausblieben so daß der BVB somit in einer (!) Saison (war es 03/04?) einen Verlust von > 60 Mio. € verzeichnete, lag der Wert der Aktie teilweise < 1 €. Diese gemachten Fehler hätten bei einer "klassischen" AG ebenso zu einen finanziellen Waterloo geführt.
Das ist absolut korrekt, was Du dort beschreibst. DO wollte damals kurzfristig einen hohen Kapitalstock anhäufen, was ihnen auch gelungen ist. Sie haben dabei gravierende Fehler in der Einschätzung der Börse gemacht und sind zudem sportlich nicht erfolgreich gewesen. Das hat zu dem dramatischen Kursverfall geführt. Kein weiterer Verein hat in der Bundesliga jemals das Risiko eines Börsenganges gesucht. Selbst die Bayern nicht. Sie haben meines Erachtens nach die bestmögliche Variante gewählt. Die GmbH & Co KG aA ist keine Standard-KG. Sie wird eher selten angewandt. Ich behaupte, dass DO durch die GmbH gemeint hat, haftungsrechtlich weitestgehend von einem Crash verschont zu bleiben, was natürlich naiv ist. Manager von Henkel und Merck wissen das, Meier und Niebaum mussten es bitter erlernen. Man kann aus jeder KG etwas machen. Nur nehme ich dafür die häufig angewandte KG und nicht eine, die kaum Anwendung findet.
 
MB und der AR darf sich jetzt messen lassen, an ihrer gemeinsamen Entscheidung. Ich kann es nicht beurteilen, was die ausschlaggebende Gründe waren, die für eine sofortige Entlassung für TE sprachen. Für mich persönlich, ist es schade, weil ich gern TE , nachdem man nicht mehr die Notwendigkeit hatte, Spieler um (für) jeden Preis abzugeben, die weitere Entwicklung von WB mit ihm als GF Sport gesehen hätte. Die Jahre die er hier tätig war, mit den vorhanden Mitteln, war mMn gut.
 
Klingt alles nachvollziehbar, wobei ich gerne mal wüsste wer im AR eigentlich wirklich eine aktive Rolle spielt und wer nur Zahlen prüft (Platz 1 oder 18 egal). Ein Marco Fuchs zum Beispiel steht einem Konzern mit über 2000 Mitarbeitern und fast 800mio € Umsatz vor. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß DER willfährige Marionette von wem auch immer bei Werder sein soll. Es kann aber halt auch sein, daß ihm das Tagesgeschäft, ganz wie es der Auftrag als AR ist, ziemlich egal ist weil es nicht in seinen Kompetenzbereich fällt, nur fragt sich dann wie er sich bei Abstimmungen verhält. Noch extremer: Werner Brinker war bis vor kurzem Vorstandsvorsitzender der EWE AG mit über 9.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 8 Milliarden(!) €. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der sich von anderen herumscheuchen lässt. Allenfalls könnte das selbe gelten wie für Marco Fuchs, so oder so sollte man sich aber hüten zwei solche Schwergewichte als Handlanger eines MB oder WL zu betrachten. Umso mehr stellt sich die Frage, wie es zu dieser 6:0 Abstimmung gekommen ist. Vermutlich werden wir es nie erfahren.:motz:
Das ein Brinker und Fuchs als Nichtinsider dem Fachmann MB folgen, versteht sich von selbst. Bode lädt zur außerordentlichen Sitzung und stellt auf die Agenda die Entlassung Eichins. Auf Nachfrage, wer es denn stattdessen machen soll, wird Baumann genannt. Dann sind die zufrieden und stimmen dem am Ende zu. Warum sollen die denn sich für einen TE einsetzen?
Viel interessanter ist, was KF und HGW als GF dazu gemeint haben? Das Bode und Lemke, der Politprofi, im ASR eine Einstimmigkeit erzielen, dürfte klar sein. KF hat ja sein Bedauern in der SKZ zumindest angedeutet. HGW = Schweigen im Walde.
Was zumindest mir sauer aufstößt, dass HV von RB - als Hofschranze des Vereins - das Ganze als konsequent verteidigt. Was ich vor allen Dingen übel finde, dass die großartige Wonderwall-Aktion als Grund für die TE-Entlassung instrumentalisiert wird. Diese Aktion ist aus tiefer Sorge der Fans über den Klassenverbleib des SVW entstanden. Der Verein hat sich in der Krise nun nicht als Krisenmanager gezeigt. Das Gesicht der Krise war TE. Auch im SC3 gab es ein Interview mit einem der Initiatoren, der auch auf VS angesprochen, zumindest seine Skepsis über eine weitere Zusammenarbeit über die Saison hinaus ihm gegenüber ausgesprochen hat. Wo waren denn MB, KF, HGW als es galt, sich klar zu bekennen??? Antwort: in Deckung. Man versucht etwas zu verklären und wirft dabei Nebelkerzen.
Ich bleibe dabei, das die Entlassung von TE grundsätzlich richtig ist. Der Zeitpunkt, und die Art und Weise bedenklich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das ein Brinker und Fuchs als Nichtinsider dem Fachmann MB folgen, versteht sich von selbst. Bode lädt zur außerordentlichen Sitzung und stellt auf die Agenda die Entlassung Eichins. Auf Nachfrage, wer es denn stattdessen machen soll, wird Baumann genannt. Dann sind die zufrieden und stimmen dem am Ende zu. Warum sollen die denn sich für einen TE einsetzen?
Viel interessanter ist, was KF und HGW als GF dazu gemeint haben? Das Bode und Lemke, der Politprofi, im ASR eine Einstimmigkeit erzielen, dürfte klar sein. KF hat ja sein Bedauern in der SKZ zumindest angedeutet. HGW = Schweigen im Walde.
Was zumindest mir sauer aufstößt, dass HV von RB - als Hofschranze des Vereins - das Ganze als konsequent verteidigt. Was ich vor allen Dingen übel finde, dass die großartige Wonderwall-Aktion als Grund für die TE-Entlassung instrumentalisiert wird. Diese Aktion ist aus tiefer Sorge der Fans über den Klassenverbleib des SVW entstanden. Der Verein hat sich in der Krise nun nicht als Krisenmanager gezeigt. Das Gesicht der Krise war TE. Auch im SC3 gab es ein Interview mit einem der Initiatoren, der auch auf VS angesprochen, zumindest seine Skepsis über eine weitere Zusammenarbeit über die Saison hinaus ihm gegenüber ausgesprochen hat. Wo waren denn MB, KF, HGW als es galt, sich klar zu bekennen??? Antwort: in Deckung. Man versucht etwas zu verklären und wirft dabei Nebelkerzen.

Dafür :tnx:
 
Sehr geehrter Herr Bode, bitten treten Sie von Ihrem Amt zurück. Sie haben mit Ihrer Entscheidung einen erfolgreichen Geschäftsführer zu entlassen, mit dem erst wenige Monate zuvor der Vertrag verlängert wurde, um an einem erfolglosen Trainer, der zufällig Ihr Mannschaftskammerad war, festhalten zu können und parallel dazu einen weiteren "Kumpel" in die Geschäftsführerposition zu bringen, nachhaltigen Schaden zugefügt.
 
Das hat heute bereits ein Fan sehr schön gesagt:
Eine arrogante, völlig abgehobene Vereinspolitik - und nichts anderes.

Die geht nämlich seit einiger Zeit völlig am Kunden, und das sind wir, die Fans, vorbei.

Wir verlangen ja nichts Unmögliches, keinen Zlatan und keinen Messi für unser Team.
Wir möchten einfach nur, dass aus dem vorhandenen Potential unseres Teams das Beste herausgeholt wird bzw. zumindest "verantwortungsvoll" damit umgegangen wird.
Nur, das ist für mich unter dieser Führung weit gefehlt.
Die leben da inzwischen mit dem Kopf irgendwo in den Wolken.

Da heißt es für uns, die Fans, die wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen.

An ihren Äußerungen in der Öffentlichkeit und ihren Taten gemessen, müsste man zum Wohle des Vereins gleich 3 Leute feuern:
Skripnik, Baumann und Bode.


Ach soooooo was Dummes aber auch, der AR-Vorsitzende kann sich ja gar nicht entlassen... :popcorn:

Ein Aufsichtsrat sollte ja an sich dafür da sein, die Geschäftsführung zu "kontrollieren".
Nur was macht unser Aufsichtsrat?
Er mischt sich nicht nur in das operative Geschäft der Geschäftsführung ein, sondern er bestimmt das operative Geschäft noch. :D :D
Wo gibts denn sowas???
Den Bock zum Gärtner gemacht. *fg*

Sauber, meine Herren, nur weiter so, ihr schafft das schon noch...:kaffee:
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr geehrter Herr Bode, bitten treten Sie von Ihrem Amt zurück. Sie haben mit Ihrer Entscheidung einen erfolgreichen Geschäftsführer zu entlassen, mit dem erst wenige Monate zuvor der Vertrag verlängert wurde, um an einem erfolglosen Trainer, der zufällig Ihr Mannschaftskammerad war, festhalten zu können und parallel dazu einen weiteren "Kumpel" in die Geschäftsführerposition zu bringen, nachhaltigen Schaden zugefügt.
Eine "Vereinskumpanei" wie zu besten Kölner und Hamburger Zeiten, unfassbar... :mad:

Ich finde das einfach nur noch zum :kotz:
 
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