Das ist nicht ganz richtig. Die Diskussion begann schon im Jahr 2008/09, als hier im Forum der "Untergang des Werder-Abendlandes" beklagt wurde, noch im festen Glauben an die Richtigkeit der Aussagen des damaligen Geschäftsführers, der Stadionausbau würde den Kader keinesfalls belasten. Schon damals angemeldete Zweifel an der Version wurden dementiert. Die Verantwortung trage allein der Trainer. Am Ende der Saison erreichte Werder 2 Finalspiele, wovon eines gewonnen wurde. Innerhalb darauf folgenden Jahr erreichte man Platz 3 und die CL-Qualifikation.
Schon 2007 war zu erkennen, dass ich der Fussball sich in eine Richtung entwickelte, die nicht mehr zum Schaafschen System passten. Letztendlich hat man ziemlich erbärmlich die Chance zur Meisterschaft verspielt.
Wie man übrigens von einem "Stadionausbau" sprechen kann, ist mir Schleierhaft. Es war genaugenommen ein Stadionrückbau. Wohlwollend ein Umbau. Meines Wissens bietet das Stadion nach dem "Umbau" jetzt weniger Zuschauern in der Bundesliga Platz als zuvor.
Es gab genug Mahner, die diesen Stadionrückbau in der Form und zu diesem Preis als Irrsinn bezeichnet haben. Man hätte entweder die ursprünglichen Pläne eines Ausbaus durchziehen müssen, um letztendlich eine dauerhaft wettbewerbsfähige Spielstätte zu haben. Im Moment passt die größe der Spielstätte genau zu unserer Tabellensituation. Einer Mannschaft irgendwo am Ende der Bundesligatabelle.
Besser noch wäre es gewesen sich ein Vorbild an Gladbach zu nehmen, die für ihre neue Hütte ungefähr das hingelegt haben, was wir für den Umbau latzen mussten und noch müssen.
Auch war jedem klar, dass natürlich der Umbau die Finanzen belasten würde. Der ausbleibende sportliche Erfolg hat sein übriges dazu dann noch beigetragen.
Selbst als man damals einen Ozil mit internem Personal ersetzen wollte und jedem hinsichtlich der finanziellen Situation, trotz einer 25 Mio Einnahme, erstmals alle Augen geöffnet worden sein müssten, wurde ausschließlich der Trainer verantwortlich gemacht.
Ausschließlich stimmt ja nicht. Man verpflichtet schon im Vorgiff auf den Özil-Verkauf Marko Marin. Zudem wurde dann Wesley geholt. Transfers, die eigentlich alle in die Hose gingen. Warum auch immer. Es ist ja nicht so als wenn KA mit den Transfereinnahmen sparsam umgegangen wäre. Seine Millionefehlgriffe sind am Ende der totale Wahnsinn, wenn man sich überlegt was er alles für die Albertos, Marins, Wesleys, Elias oder Akpalas dieser Welt hingeblättert und mit welchen Summen am Ende ein TE die Konsolidierung voran treiben musste. TE hat für alle Transfers in seiner Zeit bei Werder um die 27 Mio Euro ausgegeben. Wenn man die vorgenannten Spieler nimmt, dann haben allein diese fünf ca. 32 Mio Euro gekostet (Alberto ca. 8 Mio, Wesley ca. 7,5 Mio, Marin ca. 8,2 Mio, Akpala ca, 4 Mio, Elia ca. 5 Mio) .
Aber auch hier gilt immer, dass der Trainer natürlich entscheidend bei Transfers mitspricht. Gerade so eng wie KA und TS zusammengearbeitet haben. Die haben sich die Spieler immer gemeinsam angeschaut. Letztendlich haben diese teuren Missverständnisse eben beide zu verantworten. TS war ja auch nicht mehr in der Lage die Spieler entsprechend weiterzuentwickeln.
Irgendwann ist dann bei jedem durchgesickert, dass Allos' Angaben nicht stimmen konnten. Fortan wurden regelmäßig Untergangsszenarien geschmiedet. Demnach hätte der Verein schon 3x abgestiegen sein müssen. Das ist trotz eines "Maskottchen" "Skripnix" und ähnlicher verbaler Entgleisungen bisher nicht passiert.
Wir wären in der Folgezeit auch drei Mal fast abgestiegen, haben fast unser ganzes Eigenkapital verbrannt und können nur froh sein, dass eben einer wie TE kam, der in der Lage war unter den Bedingungen anständige Transfers zustande zu bringen. Will gar nicht wissen wie viele Millionen uns allein dadurch gespart wurden, dass unter seiner Ägide kaum mal das Interesse an einem Spieler frühzeitig durchgesickert ist. Wir wurden fast immer überrashcht von den Transfers. Die waren dann meist schon durch. Ein Wettbieten ist dann unterblieben.
Aber wir hatten unter ihm trotz des finanziellen Konsilidierungskurses immer einen eigentlich für das Bundesligamittelfeld ausreichenden Kader. Leider hat es mit RD nicht geklappt auch wenn er zunächst den richtigen Ansatz verfolgte die Defensive zu stabilisieren. Aber auch mit VS - den TE nicht wollte - ist eine sportliche, taktische, spielerische Weiterentwicklung gänzlich ausgeblieben.
Ich bin gespannt was die Zukunft bringt. Aber wenn wir bei den Transfers nun wieder ähnliche Reibungsverluste erleiden wie unter KA, dann gute nacht. Diese hat der Kollege Eichin doch sehr in Grenzen gehalten.