Marco Bode

Jetzt hat er ja endlich mal was gesagt. Auch wenn es mir nicht gefällt mit der Jobgarantie (mir wäre ein offenes Ergebnis lieber, das erfolgsabhängig ist).

Ohne Not in der jetzigen Situation solch ein Statement abzugeben halte ich für grob fahrlässig von Bode. Dieses ewige "Werderfamilieaufrechterhaltenwollen" ist kontraproduktiv und nostalgisch. Zumal es diese "Wohnzimmeratmosphäre" schon lange nicht mehr gibt.
 
Ohne Not in der jetzigen Situation solch ein Statement abzugeben halte ich für grob fahrlässig von Bode. Dieses ewige "Werderfamilieaufrechterhaltenwollen" ist kontraproduktiv und nostastalgisch. Zumal es diese "Wohnzimmeratmosphäre" schon lange nicht mehr gibt.

Da bin ich ganz bei dir.
Aber immerhin HAT er mal was gesagt. Dieses sich aus allem raus halten und nichts sagen fand ich schlimmer. So wissen wir wenigstens, wo wir dran sind.
 
Auf solche Statements gebe ich nix.
Hat ein gewisser Ex-Trainer Bremens nicht auch Zorniger in Stuttgart nach dem Spiel gg. Augsburg quasi noch eine Job-Garantie gegeben?
 
Wobei ich das so verstanden habe, dass eine Entlassung auch gar nicht das Ziel war. Allerdings wollte Zorniger den Weg (irgendwas mit verbiegen oder gegen seine Prinzipien oder so) nicht begleiten.

Aber klar in der heutigen Zeit egal von wem im Profisport (Spieler/Manager oder Funktionär) gebe ich nichts.
 
Interview mit MB

Heißt das: Der oft beschworene Werder-Weg, die Philosophie Ihres Klubs, wäre nicht mehr vermittelbar, wenn Skripnik irgendwann doch entlassen würde?

Nein, das würde ich nicht sagen. Diese Philosophie ist unabhängig von Viktor Skripnik richtig. Wenn es irgendwann einen anderen Trainer geben sollte, dann sollte auch der in die Philosophie passen. Die Philosophie ist stärker als ein einzelner Trainer. Es geht dabei um gesundes Wirtschaften, das Herausstellen unserer Besonderheiten und gelebte Identifikation mit der Stadt und dem Verein. Dabei spielt die Förderung eigener Talente, die Durchlässigkeit in die Bundesliga eine wichtige Rolle.

Geht es nur mir so, dass da irgendwie der Begriff "sportliche Konkurrenzfähigkeit" fehlt? :confused:

Insgesamt lesenswertes Interview, in dem er recht offen sagt, dass der aktuelle Weg mit den Nachwuschspielern, die zwischen BL und 3. Liga hin- und hergeschoben werden, nicht wirklich optimal ist.
 
Hat er doch ganz klar umrissen:

"Die schwarze Null als Ziel für dieses Geschäftsjahr ist also nicht diskutabel?

Die schwarze Null ist ein Etappenziel, aber kein Ziel, dem wir nachjagen, kein Ziel, mit dem wir etwas erreicht hätten. Wir sind ein Sport-Verein, und für uns geht es darum, Werder mittel- und langfristig auf ein gutes Niveau zu bringen. Wenn wir wirtschaftlich gut arbeiten, können wir auch Gewinne machen und damit die sportliche Entwicklung vorantreiben. Wir streben nach sportlichem Erfolg, nicht nur nach positiven Zahlen."

Insgesamt finde ich seinen Vorschlag bzgl. der "Talente" diskutabel.
Bringt ja auch nix wenn die dann 12 Wochen auf der Bank sitzen oder nicht im Kader sind. Müssen aus meiner Sicht mehr mit Leihen arbeiten um die Entwicklung zu beschleunigen und zu verbessern.
 
Insgesamt finde ich seinen Vorschlag bzgl. der "Talente" diskutabel.
Bringt ja auch nix wenn die dann 12 Wochen auf der Bank sitzen oder nicht im Kader sind. Müssen aus meiner Sicht mehr mit Leihen arbeiten um die Entwicklung zu beschleunigen und zu verbessern.

die entwicklung beschleunigt und verbessert sich aber nicht automatisch durch eine leihe. und da wir durch den aufstieg der u23 den zwischenschritt nach ganz oben erheblich verringert haben, fallen zudem einige potentielle leihkandidaten auch weg.

interessant finde ich, dass bode in dem interview eichin bezüglich neuzugängen im winter widerspricht. könnten sich ja vorher auch mal absprechen.
 
Strategie:
Ich finde es gut, daß er überhaupt Stellung bezieht. Ich finde der Vorschlag der festeren&/befristeten Anbindung an ein Team ist es wert ausprobiert zu werden.

Krise:
Ich finde weiterhin, wenn wir aus den letzten drei Spielen weniger als 4 Punkte holen. Müssen wir dringend reagieren. Trainer steht dann zur Disposition und Neuzugänge auch. Das die Zukäufe auch ein Wagnis sind, weiß man. Aber trotzdem sollte man es probieren.
 
Das Interview unter der Woche im WK hätte so auch eins zu eins von seinem Vorgänger stammen können.
Er hinterfragt lediglich Kleinigkeiten im sportlichen Bereich. Dass die gesamte Philosophie, an die auch er sich klammert, im Fussballgeschäft des 21-Jahrhunderts gänzlich untauglich sein könnte, auf diese Idee kommt er nicht mal im Ansatz. Die mehr oder weniger ausweichenden Antworten zum Thema Investoren und die klare Stellung zu Skrippo trotz sportlich desaströser Situation, sprechen in meinen Augen Bände.

Ich persönlich hatte mit gehofft, dass mit Bode ein wenig mehr Realismus bei Werder einkehren würde und man sich den gegebenheiten des heutigen Profifussballs endlich stellen würde, aber damit lag ich wohl falsch.
 
Das Interview unter der Woche im WK hätte so auch eins zu eins von seinem Vorgänger stammen können.
Er hinterfragt lediglich Kleinigkeiten im sportlichen Bereich. Dass die gesamte Philosophie, an die auch er sich klammert, im Fussballgeschäft des 21-Jahrhunderts gänzlich untauglich sein könnte, auf diese Idee kommt er nicht mal im Ansatz. Die mehr oder weniger ausweichenden Antworten zum Thema Investoren und die klare Stellung zu Skrippo trotz sportlich desaströser Situation, sprechen in meinen Augen Bände.

Ich persönlich hatte mit gehofft, dass mit Bode ein wenig mehr Realismus bei Werder einkehren würde und man sich den gegebenheiten des heutigen Profifussballs endlich stellen würde, aber damit lag ich wohl falsch.

Ja das habe ich mir auch erhofft.

Mir ist das, ob nun berechtigt oder nicht, zu wenig Unternehmensgeist.

Wenn ich die Situation vergleiche, mit der kapitalistischen Gesellschaft, die insbesondere auch im Profifussball vorherrscht, dann kommt mir im Moment unser Verein, wie das FA vor, die "Dinge" abarbeitet.

Mir fehlt die Inspiration, die ich mir von MB erhofft hatte.
 
Das Interview unter der Woche im WK hätte so auch eins zu eins von seinem Vorgänger stammen können.
Er hinterfragt lediglich Kleinigkeiten im sportlichen Bereich. Dass die gesamte Philosophie, an die auch er sich klammert, im Fussballgeschäft des 21-Jahrhunderts gänzlich untauglich sein könnte, auf diese Idee kommt er nicht mal im Ansatz. Die mehr oder weniger ausweichenden Antworten zum Thema Investoren und die klare Stellung zu Skrippo trotz sportlich desaströser Situation, sprechen in meinen Augen Bände.

Ich persönlich hatte mit gehofft, dass mit Bode ein wenig mehr Realismus bei Werder einkehren würde und man sich den gegebenheiten des heutigen Profifussballs endlich stellen würde, aber damit lag ich wohl falsch.

Dass das Vorgehen Bodes, des ARs und des gesamten Vereins derzeit genau diesem Realismus entspricht, weil man versucht, sich am "Machbaren zu orientieren" statt irgendwelchen Wolkenkuckucksheimen anzuhangen, diese Idee interessiert hier bei einigen offenbar nicht mal im Ansatz.

Unternehmergeist, Inspiration, Innovation muss insbesondere von der dafür teuer bezahlten hauptamtlichen Geschäftsführung eines Unternehmens ausgehen, weniger vom Aufsichtsrat.
 
Der AR ist aber die Institution, die hierfür die Rahmenbedingungen festlegt, d.h. wenn so wie kolportiert der AR sich gegenüber Gegebenheiten des heutigen Profifussballs verschließt, dann kann die Geschäftsführung auch nicht das erforderlicha Maß an Unternehmergeist, Inspiration und Innovation an den Tag legen.
 
Gegenüber welchen "Gegebenheiten des heutigen Profifußballs" verschließt sich unser AR konkret??

Wer hat das kolportiert?
 
Der AR ist aber die Institution, die hierfür die Rahmenbedingungen festlegt, d.h. wenn so wie kolportiert der AR sich gegenüber Gegebenheiten des heutigen Profifussballs verschließt, dann kann die Geschäftsführung auch nicht das erforderlicha Maß an Unternehmergeist, Inspiration und Innovation an den Tag legen.

:tnx:

Vor allem scheint sich der AR hier mal wieder zu viel ins tägliche Geschäft einzumischen. Aber das ist ja auch keine Neuigkeit in Bremen. Wenn wenigstens ein Plan ausser dieser ständig beschworenen Kontinuität vorhanden wäre.
 
Hat jemand Marco Bode heute Abend im N3 Sportclub gesehen und kann evtl., wertfrei, berichten, was er da von sich gegeben hat?
 
Gegenüber welchen "Gegebenheiten des heutigen Profifußballs" verschließt sich unser AR konkret??

Investorenbeteiligung, Anteilsverkauf, verbunden natürlich auch in Form von Mitspracherechten/Sitzen im AR, Investitionen auch mit Krediten tätigen etc.

Womit ich aber nicht sagen möchte, das ich diese "Gegebenheiten des heutigen Profifußballs" gut finde, da letztendlich immer mehr Geld in die Taschen der Spieler und deren Berater fließt...:mad:
 
Zitat von neuegrünewelle;3209756:
Investorenbeteiligung, Anteilsverkauf, verbunden natürlich auch in Form von Mitspracherechten/Sitzen im AR, Investitionen auch mit Krediten tätigen etc.

Womit ich aber nicht sagen möchte, das ich diese "Gegebenheiten des heutigen Profifußballs" gut finde, da letztendlich immer mehr Geld in die Taschen der Spieler und deren Berater fließt...:mad:


"Investoren stehen nicht Schlange"

Radio Bremen: Ein Investor könnte frisches Geld bringen und damit auch Erfolg bringen...

Marco Bode: Ein alter Nationalmannschaftskollege und Freund, Jens Jeremies, hat mal gesagt: ´Marco, ich glaub ja Geld schießt keine Tore – außer man hat ganz viel davon`. (lacht) Ich glaube, er hat Recht. Ich bin auch schon immer der Meinung gewesen, dass ein paar Millionen mehr oder weniger nicht darüber entscheiden, ob jemand erfolgreich ist, oder nicht. Wichtig sind Fragen wie: wie baut man ein Team auf, hat man den richtigen Trainer, hat man Kontinuität in der Führung, hat man die richtigen Werte, hat man eine gemeinsame Philosophie – das ist viel wichtiger. Aber zum Thema Investor kann ich sagen, dass nicht ausgeschlossen ist, dass wir auch einen solchen Weg gehen. Es ist nicht so, dass ganz viele Investoren Schlange stehen, aber es ist auch nicht so, dass es kein Interesse gibt. Ich glaube es geht darum in Gesprächen herauszufinden, passt das zusammen und welche Ziele verfolgt jeder. Aber natürlich wollen wir die Dinge immer in der Hand behalten und darüber entscheiden, was für Werder richtig ist. Wir wollen kein Club sein, der seine alten Werte aufgibt.

Radio Bremen: Mussten sie schon Angebote ablehnen, die finanziell verlockend wären?


Marco Bode: Nein. Es ist so, dass wir Gespräche führen. Aber es lag noch kein konkretes Angebot vor, das wir dann abgelehnt haben.

Radio Bremen: Wie sehe denn der richtige Weg mit einem Investor aus?

Marco Bode: Der Weg, den der HSV gegangen ist, ist einer der Chancen bietet, aber eben auch Risiken mit sich bringt. Die Bayern haben das sehr, sehr gut hinbekommen, weil sie langjährige Sponsoren und Partner auch als Investoren an sich gebunden haben. Das ist sicherlich ein ziemlich guter Weg, aber der steht eben leider nicht allen Clubs offen. Wir müssen abwägen und offen bleiben für die Entwicklung. Wir wissen alle nicht, was mit der 50+1 Regel passiert. Es gibt ja jetzt schon die Situation in der Bundesliga, und das sehe ich sehr kritisch, dass nicht alle unter den gleichen Regeln arbeiten. Wir haben die Werksclubs, wir haben mit Hoffenheim und in Zukunft mit Hannover 96 weitere Ausnahmen. Wenn ich mir Vorstelle, wir haben keine 50+1 Regel mehr und wir haben dann Verhältnisse wie in England, ist das keine wünschenswerte Vorstellung. Andererseits wären dann alle unter den gleichen Bedingungen unterwegs
.
 
Hat jemand Marco Bode heute Abend im N3 Sportclub gesehen und kann evtl., wertfrei, berichten, was er da von sich gegeben hat?

Im Prinzip hat er nichts gesagt, was man nicht schon die letzten Tage von ihm gehört hätte. Am Besten hat mir noch gefallen, wie geschickt er den kleinen Fallen ausgewichen ist, die ihm der Moderator gestellt hat, als er nach Kühne und dem HSV fragte. :daumen:
 
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