Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung)

:roll:
Nur weil er sich hier einmal versprochen hat, an seiner Kompetenz zu zweifeln.
GANZ GROßES KINO:applaus:

Das ist symptomatisch für unsere Zeit. Die Leute allgemein halten Personen, die in den Medien charismatisch und redegewandt rüberkommen, automatisch auch für kompetent in allen anderen Bereichen. Was natürlich Unfug ist. Gerade die, die sich selbst nicht so gut verkaufen und nicht so gut schauspielern können, haben ihre Stärken also vermutlich woanders. Während die Blender ja eben genau das eine gut können: darüber hinwegtäuschen, dass sie letztendlich nur Blender sind. Genau aus dem Grund haben wir so viele von den Typen in der Politik. Weil die gewählt werden. Die wahren Fachleute müssen in der zweiten Reihe, verborgen, die richtige Arbeit leisten
 
Zitat von Nordländer;2706398:
Das ist symptomatisch für unsere Zeit. Die Leute allgemein halten Personen, die in den Medien charismatisch und redegewandt rüberkommen, automatisch auch für kompetent in allen anderen Bereichen. Was natürlich Unfug ist. Gerade die, die sich selbst nicht so gut verkaufen und nicht so gut schauspielern können, haben ihre Stärken also vermutlich woanders. Während die Blender ja eben genau das eine gut können: darüber hinwegtäuschen, dass sie letztendlich nur Blender sind. Genau aus dem Grund haben wir so viele von den Typen in der Politik. Weil die gewählt werden. Die wahren Fachleute müssen in der zweiten Reihe, verborgen, die richtige Arbeit leisten

Hey klasse.

Schöne Ausführung.

Mein Urteil leitet aber auch immer einen Faktor an Authentizität ab und da kann der gute Herr seine Arbeit ja gut machen - die Außendarstellung gehört ja aber auch dazu. Und wenn dann noch Lügen verbreitet werden, gibt es doppelt Grund an der Kompetenz zu zweifeln.
 
Zitat von Weser-Kurier:
[...]"Wir müssen sicherlich noch etwas in der Innenverteidigung und für die Außenbahnen oder im Sturm machen", sagt Filbry im Interview mit dem WESER-KURIER.[...]
"Es kann durchaus sein, dass wir noch einen Spieler abgeben werden oder auch zwei. Aber wir sind handlungsfähig und befinden uns nicht in einer Situation wie andere Verein in der Vergangenheit, bei denen es hieß: Man muss erst verkaufen, um auf dem Transfermarkt aktiv tätig zu werden."[...]

:tnx::daumen:
Schön zu hören.
 
Zitat von Nordländer;2706398:
Das ist symptomatisch für unsere Zeit. Die Leute allgemein halten Personen, die in den Medien charismatisch und redegewandt rüberkommen, automatisch auch für kompetent in allen anderen Bereichen. Was natürlich Unfug ist. Gerade die, die sich selbst nicht so gut verkaufen und nicht so gut schauspielern können, haben ihre Stärken also vermutlich woanders. Während die Blender ja eben genau das eine gut können: darüber hinwegtäuschen, dass sie letztendlich nur Blender sind. Genau aus dem Grund haben wir so viele von den Typen in der Politik. Weil die gewählt werden. Die wahren Fachleute müssen in der zweiten Reihe, verborgen, die richtige Arbeit leisten

Es ist aber erwiesenermaßen falsch, dass Menschen, die gut reden können, inkompetenter sind als solche, die das nicht können. Insofern ist es einfach nur Blödsinn, Leute, die gut reden können, als Blender abzuqualifizieren. Das ist so eine Theorie von Leuten, die nicht reden können.
 
Filbry im Interview mit der Kreiszeitung.

Dort heißt es unter anderem:
Zitat von Filby:
Frage: Na ja, Bayern München und Borussia Dortmund lassen es gerade auch ziemlich krachen. Haben Sie keine Sorge, dass diese beiden Clubs den anderen Vereinen auf ewig enteilt sind?

Filbry:Nein, das glaube ich nicht. Sowohl Schalke als auch Stuttgart, Hamburg oder auch wir werden immer Möglichkeiten haben. Werder Bremen mit Einfallsreichtum. Hamburg und Stuttgart beispielsweise mit der Wirtschaftskraft ihrer Region. Das sind doch schlafende Riesen. ...
Mit dem Unterstrichenen tue ich mich etwas schwer. Ehrgeiz in allen Ehren, aber nach der abgelaufenen Saison von Werders Möglichkeiten im Vergleich zum BVB und den Bayern zu reden, halte ich für etwas deplaciert.
Wenn man solche Ansprüche formuliert, muß man sich - nicht diese Saison, aber in der nächsten oder übernächsten - daran messen lassen. Da wäre es mir tausendmal lieber, daß man sich mit solchen Äußerungen zurückhält. Falls man dann mal mehr erreicht, beschwert sich auch keiner ... !
 
Filbry hat in dem besagten Interview aufgezeigt, dass er willens ist, diesen Verein weiter zu professionalisieren. Ich halte dies für einen sehr guten Weg, da er zukunftsorientiert und intelligent den Gegebenheiten in Bremen entspricht. Diese Reorganisation in fast allen Bereichen wird zukünftig Früchte tragen.
Allerdings muss den meisten Fans klar sein, dass wahrscheinlich erst in drei bis vier Jahren Werder wieder Anschluss an das obere Tabellendrittel bekommen wird. Geduld ist die erste Bürgerpflicht, die den meisten Werderfans leider abgeht.
Auf jeden Fall ist Werder nach dem Abgang von KATS organisatorisch gut aufgestellt. Sportlich dagegen wird es wohl zum jährlichen Überlebenskampf in der Liga werden, was für den echten Werderfan kein Problem darstellen sollte!
 
Filbry im Interview mit der Kreiszeitung.

Dort heißt es unter anderem:

Mit dem Unterstrichenen tue ich mich etwas schwer. Ehrgeiz in allen Ehren, aber nach der abgelaufenen Saison von Werders Möglichkeiten im Vergleich zum BVB und den Bayern zu reden, halte ich für etwas deplaciert.

Wenn Filbry äußern würde, dass der beinahe-pleite-BVB Werder auf ewig enteilt sei, dann würde er fristlos gekündigt gehört. Außerdem spricht er vor allem von Möglichkeiten des HSV, VfB, Schalke und Werder und nicht davon, auf Augenhöhe mit z.B. Bayern zu kommen. Denn das ist etwas, das auf lange Sicht tatsächlich unmöglich sein dürfte, dafür ist Bayern einfach finanziell zu gut aufgestellt.
 
Allerdings muss den meisten Fans klar sein, dass wahrscheinlich erst in drei bis vier Jahren Werder wieder Anschluss an das obere Tabellendrittel bekommen wird

Das ist nicht in Stein gemeißelt. Der Weg ist so eingeschlagen, dass Werder in 3~4 Jahren im oberen Drittel sein MUSS, das heißt aber nicht das man bis dahin darben muss. Der Kader hat weiterhin ein Niveau, dass den aktuellen EL-Teilnehmern in nichts nachsteht. Ich will jetzt für kommende Saison nicht die EL fordern, aber man sollte sich dann doch nicht schlechter machen als man ist.
 
Das ist nicht in Stein gemeißelt. Der Weg ist so eingeschlagen, dass Werder in 3~4 Jahren im oberen Drittel sein MUSS, das heißt aber nicht das man bis dahin darben muss. Der Kader hat weiterhin ein Niveau, dass den aktuellen EL-Teilnehmern in nichts nachsteht. Ich will jetzt für kommende Saison nicht die EL fordern, aber man sollte sich dann doch nicht schlechter machen als man ist.

Von müssen kann nicht die Rede sein. Es wäre wünschenswert und der Historie von Werder geschuldet, wenn es klappt. Aber zwangsläufig ist das nicht. Ich lese aus diesem Statement heraus, dass die Erwartungshaltung an diese Truppe nicht dem tatsächlichen Leistungsstand entspricht.
Fakt ist, dass zwei absolute Leistungsträger gegangen sind und zum einen mit einem Perspektivspieler und zum anderen mit Erfahrung kompensiert worden sind. Die Situation um MA und EE ist bislang in der Schwebe und kann ganz schnell in Richtung Transfer gehen. Sicherlich würde dann noch einmal jemand geholt werden. Aber der würde sich aufgrund der finanziellen Situation nur im unteren Preissegment bewegen, was nicht automatisch mindere Qualität bedeutet. Werder ist den letzten drei Jahren kontinuierlich tabellarisch und spielerisch bergab gegangen. Ein Neuaufbau dauert erfahrungsgemäß mindestens 2-3 drei Jahre.
 

"Müssen" in dem Sinne, dass der Plan darauf ausgelegt ist spätestens in 3~4 Jahren international wieder dabei zu sein, das also die Arbeit Früchte trägt sowohl im Bereich Nachwuchs, Finanzen wie auch in der Entwicklung der ersten Mannschaft (was einher geht). Schafft Werder dies nicht (also einerseits die Strukturen zu schaffen und andererseits den sportlichen Erfolg zu erzielen), dann kann man den Plan getrost als gescheitert betrachten, Werder wäre dann 6~7 Jahre im grauen Mittelmaß versunken und darum MUSS die Mannschaft spätestens 2016 wieder stabil im oberen Drittel der Tabelle stehen. Daraus kann man aber nicht den Umkehrschluss ziehen, dass dies nicht schon vorher erreicht werden könnte, man kann es eben nur nicht kurzfristig erzwingen, mittelfristig kann man da schon ganz anders planen und arbeiten.
 
Ein Neuaufbau dauert erfahrungsgemäß mindestens 2-3 drei Jahre.

Über was reden wir, wenn wir über "Neuaufbau" diskutieren? Der freie Fall hat bei einem regelmäßigen CL-Teilnehmer begonnen. Ist der Neuaufbau also Rückkehr in die CL? Ok, da wären 2~3 Jahre gut angesetzt. Reden wir über Rückkehr in die EL? Da sind 2~3 Jahre absolute Pflicht! Man sollte trotz der beiden katastrophalen Saisons nicht vergessen, dass der Kader weiterhin über Qualität verfügt. Deutlich vorne weg sind Bayern, Dortmund, Leverkusen, Schalke und vermutlich der VfB. Aber danach sehe ich keine Mannschaft die zwingend vor Werder liegen muss, nicht Mainz, nicht Freiburg, nicht Frankfurt und schon gar nicht Hannover. Bleibt die Wundertüte Wolfsburg aber wie dem auch sei: Werder steht nicht ganz zu unrecht auf Platz 2 der ewigen Tabelle und dieser Historie schuldet man auch schleunigst wieder nach vorne zu kommen. Dafür haben wir auch jetzt schon die Strukturen, die Mär der strukturschwachen Region zieht hier mE. nicht.
 
Filbry hat in dem besagten Interview aufgezeigt, dass er willens ist, diesen Verein weiter zu professionalisieren. Ich halte dies für einen sehr guten Weg, da er zukunftsorientiert und intelligent den Gegebenheiten in Bremen entspricht. Diese Reorganisation in fast allen Bereichen wird zukünftig Früchte tragen.
Allerdings muss den meisten Fans klar sein, dass wahrscheinlich erst in drei bis vier Jahren Werder wieder Anschluss an das obere Tabellendrittel bekommen wird. Geduld ist die erste Bürgerpflicht, die den meisten Werderfans leider abgeht.
Auf jeden Fall ist Werder nach dem Abgang von KATS organisatorisch gut aufgestellt. Sportlich dagegen wird es wohl zum jährlichen Überlebenskampf in der Liga werden, was für den echten Werderfan kein Problem darstellen sollte!

:tnx:

Insgesamt ein guter Beitrag, Syker!

Allerdings würde ich die Formulierung "Überlebenskampf" vermeiden und den Sachverhalt weniger drastisch ausdrücken. Wenn Werder, wie seit Jahren, weiter kontinuierlich seine Vereinsphilosophie verfolgt, sie den Gegebenheiten langsam, sukzessive anpasst, müssten wir mindestens im Mittelfeld der Liga mitspielen können. Wenn Du den Begriff "Überlebenskampf" finanziell interpretierst, stimme ich Dir zu!
 
Über was reden wir, wenn wir über "Neuaufbau" diskutieren? Der freie Fall hat bei einem regelmäßigen CL-Teilnehmer begonnen.

In der Tat. Allerdings stellt sich die Frage, ob die regelmäßige Teilnahme an der Champions League für einen Verein mit den Möglichkeiten von Werder wirklich der Normalfall ist oder ob man nicht doch eher den Start in der Europa League als vorrangiges Ziel sehen sollte mit der Option auf Ausschläge nach oben, wenn es gut läuft. Die mehrfache Teilnahme an der Champions League hintereinander war sicher sehr reizvoll, aber es ist absurd, das als Regelfall vorauszusetzen.
 
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