Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Ich habe gerade mit großem Interesse einen Artikel über Herrn Filbry in der Kreiszeitung gelesen. Mit der Suche wurde eine renommierte Head-Hunter Agentur beauftragt, der künftige Werder-Manager arbeitet seit Jahren im Sport-Bereich und verfügt über internationale Kontakte. Dass er leitender Angestellter bei Adidas war, ist eine interessante Entwicklung. Die Frage ist, ob Herr Filbry sich mit dem Verein langfristig identifizieren oder ihn nur als Karriere-Sprungbrett benutzen wird.
 
Ich freue mich erstmal drüber, aber ein bißchen komisch ist das schon. Wieso wechselt denn so jemand zu uns?
Kann mir kaum vorstellen das er bei Werder mehr verdient als in seiner vorherigen Position.
 
Ein sehr professionelles Verhalten von Werder. Es wird immer wichtiger für den Fußball, dass Experten im Topmanagement tätig sind und nicht irgendwelche Exprofis ohne jegliche Erfahrung. Die sollen als Assistent der Geschäftsführung oder im Mitarbeiterstab fungieren, aber nicht sofort eine GmbH oder AG führen, wo Millionen umgesetzt werden. Positive Ausnahmen gibt es bestimmt. Aber ich finde die Vorgehensweise von Werder genau richtig: Profil erarbeiten, intern schauen, externe Kandidaten ausloten lassen, analysieren und dann entscheiden. Das es jetzt ein Externer geworden ist, ist bestimmt nicht schädlich. Andere Vereine besetzen solche wichtigen Posten gerne mit dem unerfahrenen Ex-Torjäger oder so.
 
@Blinde Kuh

Seh ich genauso.
Ein renommierter und dennoch noch junger Manager mit den besten Kontakten zur UEFA und FIFA.
Etwas besseres hätte Werder, auf den ersten Blick, doch gar nicht passieren können!

Das sieht wirklich sehr professionell aus wie die Suche abgelaufen ist.

Viel Erfolg Klaus!
 
als ich sein Bild auf der Startseite gesehen hab, dachte ich erst David Copperfield hätte unseren Verein gekauft. :eek:

Bin ich verrückt oder sieht da noch jemand eine Ähnlichkeit?
 
Erstmal spricht dafür, dass man einen Mann, der einen derart eindrucksvollen Lebenslauf vorweisen kann, wohl kaum aus dem direkten Umfeld des Vereins bekommen hätte. Hinzu kommt, dass Impulse von außen gerade bei einem derart ruhigen Club wie Werder eigentlich bei jeder Gelegenheit geholt werden sollten, da die Gelegenheit dazu sich bei uns ja zum Glück nicht so oft ergibt.
Der Nachteil ist natürlich, dass Filbry vermutlich in ein par Jahren eine neue Karrierestation vor Augen haben wird und das so nur eine Mittelfristige Lösung sein dürfte - ein Topmann, der viele Angebote aber keinen echten Bezug zum Verein haben dürfte und sich auch bisher alle drei-vier Jahre ein neues Aufgabenfeld suchte, dürfte sich nicht auf einen allzulangen Aufenthalt an der Weser vorbereitet haben.
Aber besser kurz- bis mittelfristig starke Leute als langfristig Beliebtere mit geringeren Qualifikationen.

Vielleicht kann man Bode ja als Lehrling und Erben jetzt schonmal einbauen. :)
 
Es ist durchaus sinnvoll, Externe zu holen. Jemanden mit großen Bezug zum Verein zu holen, hätte den Kreis an Kandidaten erheblich eingeschränkt und hätte womöglich dazu geführt, dass man auf jemanden mit deutlich weniger Kompetenz hätte zurückgreifen müssen.

Genau deswegen habe ich ja auch eine externe Lösung bevorzugt.
Jemand mit Bezug zu Werder und mit vergleichbarem Lebenslauf hätte höchstens noch aus dem Kreis der Sponsoren kommen können, und die werden wohl alle sehr fest auf ihren Stühlen sitzen.

Erweitert man den Kreis, wird man es in der Tat schwer haben, jemanden mit vergleichbarer Qualifikation und Erfahrung zu finden.

Deshalb war ich auch von vorn heren gegen die Besetzung mit einem Ex-Fußballer. Marco Bode beispielsweise mag zwar Köpfchen und ein abgeschlossenes Studium haben, aber hinreichende Erfahrungen im Managementbereich kann er eben durch nichts ersetzen - so gern ich ihn auch in anderer Funktion gern bei Werder sehen würde.

Ich habe, wie 5vor12 schon schrieb, den Kommentar von Klaus Allofs auch sehr als sehr reserviert aufgefasst und hoffe, dass die neu gebildete Geschäftsführung gut zusammenwächst. Ich habe keine Lust auf Hamburger Zustände, es reicht wenn es in deren Vorstand lichterloh brennt :D
 
Erstmal spricht dafür, dass man einen Mann, der einen derart eindrucksvollen Lebenslauf vorweisen kann, wohl kaum aus dem direkten Umfeld des Vereins bekommen hätte. Hinzu kommt, dass Impulse von außen gerade bei einem derart ruhigen Club wie Werder eigentlich bei jeder Gelegenheit geholt werden sollten, da die Gelegenheit dazu sich bei uns ja zum Glück nicht so oft ergibt
Der Nachteil ist natürlich, dass Filbry vermutlich in ein par Jahren eine neue Karrierestation vor Augen haben wird ...

Ich sehe es ähnlich wie Du, er hat schon viele Aufgaben wahrgenommen. Interessante Positionen ausgefüllt, ich hoffe er sieht Werder nicht nur als "Schnupperkurs" sondern auch als längerfristiges Engagement. Aber andererseits könnte er ja auch Bremen als Chance sehen für ein langfristiges Engagement.

Neue Ideen, neue Blickwinkel im Verein finde ich nicht schlecht. Die Sache mal von jemanden "Externes" zu betrachten hat schon seinen Reiz. Vielleicht ist er nicht jedermans Geschmack, aber der Aufsichtsrat wird schon wissen was er tut´, da sitzen genug Leute drin die ein rautenförmiges Herz haben.

@Sascha79: Ob KA das so reserviert aufgenommen hat. Ich weis nicht, es ist eine Aussage die dadurch geprägt ist, das er den Klaus Filbry nicht kennt und was soll er groß dazu sagen.

Interessieren würde mich, ob mal unser Online-Team nicht mal ein Interview mit ihm führen will. Noch bevor er hier in Bremen seine Zelte aufschlägt.
 
Klaus No. 3 hat ja heuer seine Arbeit aufgenommen. Dazu aus der heutigen Kreiszeitung:


Werder weltweit – mehr als eine Vision?

Für Geschäftsführer Klaus Filbry ist das Ausland die Geldquelle einer Zukunft, die schon begonnen hat

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„Wir werden versuchen, uns internationaler aufzustellen“, formuliert er einen Satz, dessen Bedeutung erst durch weitere Nachfragen klarer wird. Trainingslager nicht mehr nur in der Türkei oder Österreich – nein, Werder müsse raus in die Welt, um sich zu zeigen, sich zu präsentieren. Um Freunde, Fans und Sponsoren zu finden. Um der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu helfen, die noch etwas unterentwickelte Auslandsvermarktung weiter voranzutreiben. Das alles bringt Geld, das deutsche Clubs und damit auch Werder bislang nicht verdient haben. Filbry soll es – etwas salopp gesagt – nun einholen. „Es wird nicht leicht“, sagt er, „aber in Dubai ist schon mal ein positiver Anfang gemacht. Werder wird in dieser Region durchaus wahrgenommen, die Menschen mögen den Verein.“ Und aus Sympathie kann Kaufverhalten werden. Trikots, Fanartikel – all’ das eben, was Gewinn bringt.
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Filbry, durch Studium und Beruf eng mit England und auch den USA verbunden, sieht‘s so: „Die Premier League ist überdominant, eine Liga für sich. Aber die Bundesliga ist auf einem guten Weg, die zweitbeste Liga der Welt zu werden.“ Sie dürfe nur nicht schlafen und Italien, Spanien, Frankreich einfach davon ziehen lassen.

Was Werder tun kann, um das zu verhindern, tut Werder gerade: Präsenz zeigen. Das erste Mal in Dubai – und vermutlich nicht das letzte Mal. Filbry erklärt, wie er sich die Eroberung eines Marktes vorstellt: „Man kann nicht sagen, wir sind jetzt da, sind wieder weg und kommen die nächsten fünf Jahre nicht wieder. Dann bringt es nichts. Man muss eine Strategie entwickeln und eine Nachhaltigkeit schaffen.“
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Vielleicht wird sich Werder für den Mittleren Osten entscheiden, vielleicht für andere Teile Asiens, vielleicht für Nordamerika oder Südafrika. „Das müssen wir noch analysieren“
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„Beim Stadionnamen haben Fans ein Mitspracherecht“


"... Aber ich denke auch, dass es Sinn macht, sich mit dem Thema „strategische Investoren“ zu beschäftigen. Da hat Bayern München mit Audi und adidas einen sehr guten Mittelweg gefunden. Der Verein gibt Anteile ab, hat aber weiter die Hosen an. Für Werder Bremen wird es aber nicht leicht, einen strategischen Investor zu finden. Da kommt niemand dahergeflogen und will mal eben 100 Millionen Euro investieren wie Audi bei den Bayern.“

„Der Name Weserstadion steht für etwas Besonderes. Bevor man ihn aufgibt, sollte man genau die Vor- und Nachteile abwägen. Und auch mit den Fans diskutieren, die haben da durchaus ein Mitspracherecht. Momentan stellt sich das Thema aber nicht. Nur wenige Partner sind bereit, exorbitant viel Geld für einen Stadionnamen zu bezahlen, weil alle wirtschaftliche Probleme haben. Ich glaube also nicht, dass wir mit dem Stadionnamen pro Jahr 20 Millionen Euro erwirtschaften können.“
 
Okay, tausche den Stadionnamen für drei Jahre gegen einen LV und einen zweiten Stürmer sofern die uns im genannten Zeitraum wirklich weiter bringen... ;)
 
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