Klaus-Dieter Fischer (Ehrenpräsident)


Ich muss sagen, dass mich dieses Interview wieder ein wenig versöhnt mit KDF. Das klingt doch schon wieder etwas vernünftiger und er gesteht auch interne Fehler ein. Geht doch.

Das Interview war inhaltlich gut und stimmig.

Genau so kann man die Lage unseres Vereins einschätzen.

Das Interview mit Fischer ist sehr interessant! Ich finde, er hat hier einen guten Eindruck hinterlassen und stellt viele Dinge so dar, wie ich es auch interpretieren würde:

Die Hauptaussagen für mich:

Es geht nicht darum, dass Schaaf ein schlechter Trainer sei, sondern, dass die vielen "Risiko-Verpflichtungen" der letzten Jahre nicht mehr erfolgreich waren. Dass die jahrelang erfolgreiche "Spekulation" also nicht mehr aufging. MMn hört man da auch heraus, warum Allofs letztendlich auch gegangen ist. Schließlich haben diese Transfers auch einen Großteil der Gesamtverluste zu verantworten.

Es geht darum, dass die handelnden Personen, die beiden sportlichen Leiter, aber auch die Geschäfsführung an den Erfolgen Werders durch die mehrmalige CL-Teilnahme gewissermaßen selbst "berauscht" waren. Dadurch hat man schon damals Fehler gemacht (Vernachlässigung der Jugend, hochriskante Verpflichtungen), unter denen man heute zu leiden hat. Eine "Rückbesinnung" auf die Kernkompetenzen Werders ist der einzig richtige Weg!

Es geht auch nicht darum, was viele hier dem Presse-Interview vor einigen Tagen entnahmen, den Medien den "Schwarzen Peter" zuzuschieben. Das war mMn eine in der Tat "unüberlegte Aussage", aber eben nur eine von mehreren. Der Hauptgrund für diese Aussage wurde von mola gut beschrieben. Neben der zusätzlich erkennbaren persönlichen Bindung Fischers zu Schaaf sollte mMn in der Aussage damals auch zum Ausdruck kommen, dass Werder Bremen in der Regel Verträge einzuhalten pflegt. Dass ein anderer Grundsatz Werders, sich durch Medien nicht beeinflussen zu lassen, dadurch quasi ad absurdum geführt wurde, steht ja außer Frage. Ist jetzt im Telefoninterview aber mMn auch wieder etwas relativiert worden.

Es geht für Werder jetzt darum, mit "neuen Impulsen" von außen den "Umbruch" zu komplettieren. Mit diesen Aussagen kann, glaube ich, jeder leben. Sei es jemand, der, wie ich, Schaaf für einen nachwievor guten Trainer hält, oder jemand, der unbedingt einen Wechsel auch auf der Trainer-Position wollte.

Dieses Interview Fischers kann vielleicht dazu beitragen, dass niemand, auch hier im Forum, "sein Gesicht verliert"!
 
Ich werde jetzt lieber nicht antworten, welche Indikatoren ausserhalb Werders dafür auch eine Rolle spielen. Wart mal ab, wie Maddin und Konsorten hier jetzt die schützende Hand heben werden oder ein Lutscher vielleicht doch mal ins Nachdenken gerät.

Wieso? Du hast doch Deine Begründung für die Entlassung von Deinem Schaaf gefunden. Ich kann ja nicht für Dich nachdenken.
 
Klaus-Dieter Fischer wirkt auf mich in dem aktuellen Interview wieder etwas vernünftiger.
Ich könnte mir auch vorstellen das er in dem Interview in der Kreiszeitung etwas übermütig, voreilig und vielleicht auch noch etwas geknickt von der Schaaf-Trennung war.
 
Was ja einige User vehement geleugnet haben, gelle mola:

„Ich will das sehr deutlich sagen: Wir haben in der Zeit der Champions League insbesondere in der sportlichen Leitung vergessen, unsere guten jungen Leute zu halten“, sagte er und meinte Talente wie Max Kruse (SC Freiburg), Dennis Diekmeier (HSV) und Martin Harnik (VfB Stuttgart), die unter der Ägide von Thomas Schaaf und Klaus Allofs alle das Weite gesucht hatten. (KZ von heute)
 
Was ich da gelesen habe finde ich gut. Hut ab, dass Herr Fischer sich korrigiert hat und Fehler eingestand. Ich hoffe, dass auch er nun dazu beiträgt dass ein Wandel im Verein stattfindet und mit der Zeit Werder zu seiner alten Stärke zurückfindet. Dies kann nur mit neuen unverbrauchten Leuten gesschehen die neue Ideen und Konzepte haben. Diese müssen auch dann unterstützt werden wenn der Erfolg sich nicht gleich einstellt.
Mir sind solche Leute wertvoller als sogenannte Stars die nur auf den schnellen Erfolg aus sind und nur Flickschusterei betreiben, so wie es KATS in den letzten 3 Jahren betrieben haben.
 
Zitat von Kreiszeitung:
[...]Den „größten Vorwurf“, den sich die Geschäftsführung machen müsse, sei aber, zu lange „an dem Gedanken, Werder Bremen ist eine Champions-League-Mannschaft, festgehalten“ zu haben: „Wir haben immer noch von der Champions League geträumt. Wenn ich mir überlege, dass wir Spieler wie Elia und Arnautovic auch mit dem Hinblick, das sind Spieler, die uns nach oben bringen können, verpflichtet haben, dann waren das unsere Fehler.“[...]
Klick

:tnx: So isses.
 
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