Ich finde 13 Niederlagen ne Menge. Das diese immer knapp waren ist ärgerlich, allerdings waren bei diesen knappen Niederlagen auch Spiele wie gegen Gladbach dabei. Da lag man 3:0 zurück, ehe man noch auf 3:2 erhöhen konnte. Das man da allerdings wirklich eine Chance auf einen Sieg hatte, hab ich leider nicht mehr in Erinnerung.
Deswegen hatte ich ja 3 Spiele ausgeklammert, darunter war natürlich dieses.
Was in dieser Partie
ganz krass auffiel: Es war die erste, in der Diego nach Olympia wieder dabei war. Özil dafür auf der Bank, der in den ersten beiden Spielen (die Remis gegen Bielefeld und Schalke) auf der 10 zu den besten Akteuren gehörte. Sofort hatten wir wieder das alte Lied. Gladbach zog sich zurück, lauerte auf Konter. Werder hatte viel Ballbesitz, aber wenig Ideen, lief sich ständig fest, das Tempo war niedrig. Der Gegner kontrollierte das Spiel, ohne viel für das Spiel zu tun. Und das ist es, was ich
gegen solche Gegner, wo es eben darauf ankommt, schnell zu spielen, um Überraschungsmomente zu erzeugen, immer an der Raute mit Diego auf der 10 meinte. Was uns letztlich auch regelmäßig in der CL-Vorrunde an mittelmäßigen Gegnern (nicht an solchen wie Inter oder Real) scheitern ließ oder daheim gegen Absteiger Punkte kostete.
Sehr interessant ist die Aussage mit dem besser und erfolgreicher. Meiner Meinung nach ist eine Manschaft besser, wenn sie erfolgreicher und effektiver spielt. Ist aber Definitionssache und darüber möchte ich nicht diskutieren, weil ich auch Deine Ansicht einsehe.
Genau das ist eben die grosse Frage. Bis etwa 2006 war ich immer der Meinung, dass der naive Offensivfussball trotz schablonenhafter Niederlagen immer noch besser sei als bspw. der bajuwarische Ergebniskick. Schließlich ist Fussball auch Unterhaltung und schön für die Fans. Aber wenn es dann immer und immer wieder dazu führt, dass wir Platzierungen vergeigen, am schlimmsten 2007, weil es einfach nicht gelingt, so wie die Spitzenclubs, überlegene Spiele in Ergebnisse umzumünzen, frustet das und führt irgendwann zum Umdenken.
Wenn ich dagegen aber Hertha BSC letzte Spielzeit gesehen habe, die, wenns`s hochkommt, vielleicht 5 gute Spiele abgeliefert, dafür aber jede Menge Punkte gesammelt haben, müssen wir natürlich genau nachdenken, ob wir so etwas wollen.
Ups zum Schönreden, jetzt erst gesehen.
Aber ansonsten stimmt das. Hast da bestimmt an die Konter bei Eckbällen gedacht oder?
Nein, das wäre viel zu einfach. Wie folgt,
@Werder-Mick: Wo soll die Schuld liegen, wenn nicht bei den Spielern? Der Trainer wird kaum gesagt haben: "Heute geht es gegen das Fallobst der Liga, da braucht ihr euch nicht anzustrengen! Das gewinnt ihr im Schlaf!"
Hast Du die Debatte zu Beginn der Rückrunde verpasst?
Es ging seinerzeit besonders darum, dass in zehn Jahren bis auf 2004 immer ein ähnlicher Rückrunden-Stotterstart einsetzt. Es waren während dieser Zeitperiode sehr viele unterschiedliche Spieler aktiv, aber die Probleme blieben die selben. Ich kann mich noch erinnern als wir 2002 und 2003 jeweils die Platzierung einer starken Hinrunde im Februar/März komplett verspielten. Vom Frühjahr 2003 ist mir ein Artikel aus dem Kicker daher immer noch sehr bewusst:,,
,,Werder führte die eigene fussballerische Klasse ad absurdum - mal wieder" Also schon damals, noch vor der Meisterschaft 2004. Es kann also kaum die Schuld der Spieler sein.
Was im kompletten Jahrzehnt gleich war: die sportliche Leitung, die ewige Politik der Ruhe, das Umfeld etc.
Ebenso absurd wäre allerdings ein grosser kritischer Rundumschlag in alle Richtungen, denn dafür war diese Zeit einfach zu erfolgreich. Aber es ist ein Grund, weswegen ich den Anteil bei den Spielern als gering ansiedele.
Denn schauen wir uns um: Anderswo gehen Trainer und Manager, es ist permanent Feuer unterm Dach. Bei Werder, wo eine hochdotierte Mannschaft Platz 10 erreichte, passiert praktisch wieder einmal gar nichts. Das große Ausmisten, welches KA im Winter ankündigte, blieb bisher aus. Warum auch, wie ich finde. Dazu ist das nichts Neues, dass solchen Rufen wenig Handeln folgt. Personen stehen überhaupt nicht zur Debatte. Das ist das,
was mich am ehesten beunruhigen würde, weil`s zu oft so war. Aber nicht, ob ein DM fehlt, oder hier und dort nachgebessert werden müsste. Denn ich halte die Qualität in der Mannschaft nach wie vor für hoch genug.
Aber: Thomas Schaaf ist Thomas Schaaf, Klaus Allofs ist Klaus Allofs, das Umfeld ist nun mal so -
und das ist Werder Bremen, mein Verein!:svw_schal::svw_applaus: