Klaus Allofs

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2. Glückspunkt war erst die Verpflichtung von Kuno Klötzer, der einen ruhigen Neubeginn einleitete und danach dann, so schrecklich das klingt, sein Pech mit dem Autounfall, der dann zur Verpflichtung von Otto führte.

Ganz ruhig war der Neubeginn allerdings nicht, zumindest nicht auf den Rängen. Ein Fehlstart mit 1:3 Punkten - die Heimpremiere mißlang mit einem peinlichen 1:2 gegen den 1.FC Bocholt (im Kader der Gäste stand übrigens ein gewisser Manfred Bockenfeld, der neun Jahre später das Werder-Trikot überstreifen sollte) - und spielerische Magerkost des Top-Favorit sorgten trotz mancher Siege für Pfeiffkonzerte im Weserstadion. Deshalb verdonnerte Manager Assauer seine Spieler dazu, an einem trainingsfreien Nachmittag sich zu den Vorverkaufsstellen zu begeben, damit sie merken, daß gute Ergebnisse alleine nicht ausreichen, um die Fans ins Stadion zu locken (ich habe noch das Foto vor Augen, wo Erwin Kostedde hinter dem Tresen in einem Reisebüro steht).

Nach 15 Spielen hatte Werder bereits dreimal verloren und war damit auf Platz 4 abgerutscht, erst dann folgte eine Serie von 21 Siegen und 5 Remis, mit der man am 17. Spieltag die Tabellenspitze erklomm und diese bis zum letzten Spieltag (an dem diese Serie riß) auch nicht mehr abgab.
 
Danke für die Blumen, Mädelz.

Ihr wisst ja, im Altersheim erinnert man sich am besten immer an die Zeit vor dem Krieg :lol::lol:

Den Beitrag von "Bremen" sehe ich als gelungene Ergänzung zu meinem Beitrag, nicht als Widerspruch. Ich hatte ja selber auf das üble Bocholt-Spiel hingewiesen. Danke für den Hinweis mit Bockenfeld, das hatte ich nun wieder gar nicht mehr auf dem Schirm. :tnx:

Und es stimmt, das anfangs der Zweitligasaison der Zuspruch der Fans nach dem Bocholt-Desaster sehr gering war, kann mich an ein Heimspiel danach erinnern, bei dem glaub ich nur so um die 4.000 Fans im Weserstadion waren, davon ca. 2-300 Gäste und ca. 3.000 aus Ostfriesland mit dem Bus angereiste Hardcore-Werderfans (nur der Rest kam aus Bremen) .

Kann mich noch erinnern, dass mein Onkel damals mal meinte: "Die treuesten Werderfans kommen alle aus Oldenburg und Ostfriesland !" und mein Vater antwortete: "Die kommen alle nur deshalb zu den Pleitenspielen, weil sie hinterher in die Helenenstraße gehen. Ihren Frauen erzählen sie dann, sie hätten im Stau gestanden."

Wahrscheinlich stimmte das auch, also das was mein Vater sagte.
 
Den Beitrag von "Bremen" sehe ich als gelungene Ergänzung zu meinem Beitrag, nicht als Widerspruch. Ich hatte ja selber auf das üble Bocholt-Spiel hingewiesen. Danke für den Hinweis mit Bockenfeld, das hatte ich nun wieder gar nicht mehr auf dem Schirm. :tnx:

So wollte ich ihn auch verstanden haben :tnx:

Kann mich noch erinnern, dass mein Onkel damals mal meinte: "Die treuesten Werderfans kommen alle aus Oldenburg und Ostfriedland !" und mein Vater antwortete: "Die kommen alle nur deshalb zu den Pleitenspielen, weil sie hinterher in die Helenenstraße gehen. Ihren Frauen erzählen sie dann, sie hätten im Stau gestanden."

:lol:

Aber da ist durchaus was dran, wenn man sich nach Spielende mit der Straßenbahn oder zu Fuß über die Straße "Vor dem Steintor" Richtung HBF bzw. City begab, sah man schon den einen oder anderen in Werder-Kluft in die Helenenstraße verschwinden.
 
Sicher, irgendwie schon. Allerdings ist das, was wir jetzt erleben, mit den "Senken" der anderen, von mir aufgezählten Vereine noch nicht zu vergleichen. Dass viele Werderaner, auch Du, das so empfinden, zeigt das durch die vielen Erfolge gesteigerte Anspruchsdenken. Das wieder "herunterzuschrauben" ist zugegebenermaßen nicht so einfach.

Das stimmt, wobei das Anspruchsdenken ja nicht aus der Luft gegriffen ist. Niemand durfte erwarten, dass Werder den Weg nach oben (bis ca. 2007) gehen würde. Das war ein absoluter Glücksfall für Werder (nicht faslch verstehen: nicht der Weg nach oben war glücklich, sondern es war ein Glücksfall für Werder, dass er geklappt hat). Als aber mit den Erfolgen mehr Mittel zur Verfügung standen, ist natürlich die Erwartungshaltung soweit gestiegen, dass man wünschte, dass diese Mittel jetzt auch zum Erhalt des Erreichten genutzt werden (vom weiteren Weg nach oben, sprich: Dauer-Meister, CL-Finale oder gar -Gewinn, haben sicher nur wenige geträumt). Und ich denke, dass diese Erwartungshaltung auch berechtigt war. Wenn nach Aussagen von KA ein Kader für die CL aufgebaut wird, dann kann man nicht mit Platz 13 oder 9 zufrieden sein.
Dass allerdings jetzt, wo die Erfolge ausgeblieben sind und das Tafelsilber verkauft wurde, ohne dass noch groß Geld da sein wird (da gehe ich einfach mal von aus bei dem Verlust des letzten Jahres), die Ansprüche herunter gefahren fahren werden müssen, ist auch keine Frage. Die Frage ist halt, wie weit man sie zurück fahren muss. Ist der Wunsch nach erreichen eines EL-Platzes schon eine zu hohe Erwartungshaltung? Ich weiß es nicht.

Eben DU DENKST damit hätte man verhindern KÖNNEN - Garantie dafür wirst du damals nicht heute und auch in der Zukunft nicht kreigen. Nur das will ich Dir sagen.
Hinterher zu sagen, hätten mir das mal so gemacht, kann jeder.
Was wenn die Flops eingeschlagen hätten? Weiß keiner
Das deutsche nachwuchkicker hier eingeschlagen hätten auch nicht.

Es redet hier niemand von Garantien und dem genauen Wissen, welcher Spieler wann und wo eingeschlagen hätte. Das gibt es im Fußball nicht und wer das von seinem Gegenüber fordert, will damit mMn eigentlich nur jede weitere Diskussion ersticken.
Nein, es geht um Strategien und darum, wie erfolgsversprechend sie sind. Und da ist (nicht nur) meine Behauptung, dass Werder besser gefahren wäre, wenn wir etwas mehr Geld für junge deutsche Talente in die Hand genommen hätten, anstatt viel Geld für internationale "Wundertüten" auszugeben. Beweisen kann man das nicht, aber bei den Ergebnissen der anderen Strategie lehnt man sich nicht zu weilt aus dem Fenster, wenn man davon ausgeht, dass es anders wohl besser gelaufen wäre.

Ich bin vom ansatz her vielleicht pragmatisch und mich ermüden solche Diskussionen halt sehr schnell - das ist auch nicht persönlich gemeint, wenn ich gegen das "Diskutieren im konjunktiv" poste.

Das hat doch nichts mit Pragmatismus zu tun. Wenn du immer Garantien für alles haben möchtest, dann solltest du morgens nicht mehr dein Bett verlassen, da dir niemand garantieren kann, dass du abends lebend wieder hineinkrabbeln wirst. Pragmatisch wäre es, trotzdem aufzustehen, weil nach der Wahrscheinlichkeit schon nichts passieren wird und du außerdem ansonsten wohl auch verhungern oder verdursten würdest. :ugly:
 
:lol:
Aber da ist durchaus was dran, wenn man sich nach Spielende mit der Straßenbahn oder zu Fuß über die Straße "Vor dem Steintor" Richtung HBF bzw. City begab, sah man schon den einen oder anderen in Werder-Kluft in die Helenenstraße verschwinden.

Ja, die mussten dann warten, weil die Ostfriesen schon Schlange standen. :lol::lol::lol:

Wie gesagt: Das waren damals die besten Werderfans ! Unerschütterlich !
Selbst bei fast leerem Stadion war der Busparkplatz vorm Stadion (bei Regen damals noch eine richtige Schlammgrube) so voll mit Kennzeichen aus OL, LER, AUR, WTM usw. wie in der Vorsaison, als die Bayern kamen !
 
Ja, die mussten dann warten, weil die Ostfriesen schon Schlange standen. :lol::lol::lol:

Wie gesagt: Das waren damals die besten Werderfans ! Unerschütterlich !
Selbst bei fast leerem Stadion war der Busparkplatz vorm Stadion (bei Regen damals noch eine richtige Schlammgrube) so voll mit Kennzeichen aus OL, LER, AUR, WTM usw. wie in der Vorsaison, als die Bayern kamen !

Das hat auch etwas mit der "Treue zum Verein" zu tun, die in einem jeden ostfriesischem Dorf vorgelebt wird. Einmal Werderfan, immer Werderfan. :grinsen:
 
Man kann aber eben diskutieren, bei welchen Spielern die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass sie einschlagen. Und die hängt eben von gewissen Faktoren ab. Nichts anderes macht Allofs doch auch vor Transfers - er wägt Wahrscheinlichkeiten ab. Warum sollen wir das dann nicht tun?
Aber wenn man so etwas nicht diskutieren darf, kann man das Forum auch ganz dicht machen. ;)

Deinem letzten Satz, dem wächst ein Bart :zzz:. Frag Dich doch mal inwieweit das denn noch diskutieren ist, was Du und andere Mitstreiter, die dir beipflichten, tun.

Wenn du die Wahrscheinlichkeit des "Einschlagens", bei welchen Spielern auch immer, so beurteilen kannst, wie du mit deinem Post andeutest, dann hör hier auf mit diskutieren, sondern werd endlich Sportdirektor. ;) Dir entgehen jede Menge Chancen, mein Gütster!
 
@Norge
Du sagst es doch wiedermal selber, daß du etwas behauptest. Und du sagst auch, das man nirgendwo Garantien für etwas bekommt. Also sagst du doch dasselbe wie ich.

Die Spieler, die bei anderen Vereinen einschlugen, die Strategie die andere Vereine fuhren - während es bei uns seit zwei Saisons und 7 Spielen mies läuft - bedeuten nicht, das es bei uns besser gelaufen wäre, wenn wir die Spieler gehabt hätten, statt denen, die wir hatten und eine Strategie gefahren hätten, die anders war als die, die wir fuhren.

Das ist hätte, wenn und aber Diskussion. Das kann man mal kurz nach einer Niederlage in der S-Bahn irgendwem ins Ohr labern, damit man seinen Frust los ist.

Was du zu Garantien sagst stimmt - aber das mußt du nicht mir sagen. Pragmatismus heißt für mich mit einer Situation klar zu kommen und sein leben trotzdem zu leben- welche Situation es auch ist.
 
Du tust aber so, als sei es ausschließlich eine Fügung des Schicksals, ob sich ein Spieler gut oder weniger gut entwickelt.

Es gibt aber Faktoren, die letzteres beeinflussen und diese hat Norge unter anderem auch aufgezählt und du behauptest weiterhin, dass das alles ja keine Rolle spiele und Spieler weiterhin scheitern können.

Natürlich können sie das. Es geht aber darum, die Wahrscheinlichkeit hierfür zu minimieren und das ist sehr wohl möglich
 
Es ist keine Fügung des Schicksals - sonst müßten alle guten Spieler bei jedem Verein den sie spielten gut gewesen sein. sind sie das? Das gilt für die ausnahmekünstler und auch bei denen nur selten.

Es sind soviele Faktoren die von Verein zu Verein, Trainer zu Trainer, Spieler zu spieler dazukommen oder nicht vorhandenkommen, das man das die genau sagen kann,ob der Spieler uns statt der andere spieler besser gestanden hätte.

man muß allerdings mit der stuation leben können. Alberto hat nicht eingeschlagen, Ekici auch noch nicht, Arni auch nicht so richtig, marin nicht, und so weiter. Damit müssen wir halt ein stückweit leben und nciht nur wir. Der Verein noch viel mehr als wir.

Wenn ich deswegen seit 2 1/2 nen flunsch ziehen sollte? Geschenkt. Ich muß deswegen auch nicht zweieinhalb jahre erst zaghaft und dann immer merhr vehement den Kopf des Trainers fordern. Ichkann abwarten: Es wird entweder mit schaaf ins Laufen kommen oder vielleicht nicht, dann vielleicht mit nem andern.

Da mach ich mir keinen harten, das es schon wieder aufwärts gehen wird. zeitpunkte kann ich euch nicht versprechen.

Und wegen deines letzten Satzes: Ja ist es. Habe ich nie bestritten. Auch mit Schaaf ist das möglich. Und mit Klaus` Einkaufspolitik.
 
Wenn man mal eine Fachwerkstatt für das Pimpen von Passats braucht, kann ich von der "Sky90" nur abraten. Die haben dort gestern versucht, in KAs Karre das Navi mit Kaffeesatz upzugraden. Und nebenbei noch eine Anhängerkupplung für Trainergespanne angeklebt. Avoid Wasserziehr!
 
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