Klaus Allofs

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Natürlich wäre ein Mäzen besser. Nur! Den bekommt Werder nicht. Selbst der HSV mit seinem Kühne scheint ja drauf zu legen?

Ein langfristiger Investor mit einem moderaten Zinsniveau wäre nicht schlecht. Vielleicht einer, der gleichzeitig eine Imagekampagne für sein Unternehmen mitgestaltet (nicht Wiesenhof) etc.
Ein Stadionverkauf oder andere Überlegungen haben eines gemeinsam: Wunsch nach externem Geld.
Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen, was sie derzeit nicht tun. Selber Geld aufzunehmen und Zinsen zu bezahlen, ist immer noch die letzte Lösung.
 
Nein! Was Du beschreibst, ist ein klassischer Hedge-Fond, der viel Geld investiert, hohe Renditen erwartet und dann beim Ausstieg evtl. alles in Scherben hinterlässt.
Dem Investor bei hohen Investitionen die Mitbestimmmung per Dekret zu untersagen, ist naiv. Wenn ich mir ein Schiff kaufe, will ich auch bestimmen, wohin es fährt.
Was man immer bei den wahren Fussfans heraushört, ist die gute alte Vereinsstruktur als Personengesellschaft. Dabei haben eigentlich alle (?) Buli-Vereine ausgelagerte KGs. D.h., dass sie längst dem Kapitalmarkt, der FiBu und deren Steuergesetzen unterliegen. Warum also nicht den nächsten, dann aber kontrollierten Schritt machen?

Ja das wäre typisch für einen Hedge Fond. Typisch für einen Investor der kein Mäzen oder Sponsor ist und den Verein nicht gleich als Marketingabteilung betrachtet ( Wolfsburg, RBL) ist allerdings das er sich an dem laufendem Gewinn bedient und in dem Beispiel das ich erwähnt habe hätte ein Investor tatsächlich bei einer Beteiligung von lediglich 2 mio ein Vielfaches mehr an Geld aus dem Verein herausgezogen und das ohne ein Hedge Fond zu sein.

Ein Investor investiert idR um Profit zu machen. Wenn man große Gewinne erzielt dann sollte man lieber zum Darlehen greifen im Endeffekt wäre das um einiges günstiger. Ein Investor hätte Werder ab 2004 finanziell geschadet.

Eine Personengesellschaft in der Dimension eines Bundesligaclubs unterliegt gem. § 141 AO denselben Bedingungen. Eine KG ist eine Personengesellschaft. Die KGaA allerdings nicht. Die KG ermöglicht den Bundesligavereinen Investoren aufzunehmen ( als Kommanditist) ohne ein Mitspracherecht in der GF zu gewähren.
 
Ein langfristiger Investor mit einem moderaten Zinsniveau wäre nicht schlecht. Vielleicht einer, der gleichzeitig eine Imagekampagne für sein Unternehmen mitgestaltet (nicht Wiesenhof) etc.
Ein Stadionverkauf oder andere Überlegungen haben eines gemeinsam: Wunsch nach externem Geld.
Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen, was sie derzeit nicht tun. Selber Geld aufzunehmen und Zinsen zu bezahlen, ist immer noch die letzte Lösung.

Hmmm

Ein Investor mit moderatem Zinsniveau? Was hat denn ein Investor mit Zinsniveau zutun? Ein Investor beteiligt sich an der Aufbringung von Eigenkapital und ist entsprechend am Gewinn beteiligt. Ein Investor ist ein Mitunternehmer. Die Imagekampagne würde ja auf eine Art Mischverhältnis aus Sponsor (Werbepartner) und Investor hindeuten.

Du meinst eigentlich wohl eher eine Art Darlehen?!
 
Hmmm

Ein Investor mit moderatem Zinsniveau? Was hat denn ein Investor mit Zinsniveau zutun? Ein Investor beteiligt sich an der Aufbringung von Eigenkapital und ist entsprechend am Gewinn beteiligt. Ein Investor ist ein Mitunternehmer. Die Imagekampagne würde ja auf eine Art Mischverhältnis aus Sponsor (Werbepartner) und Investor hindeuten.

Du meinst eigentlich wohl eher eine Art Darlehen?!

Nein! Fehler von mir.
Was ich meinte, dass bei dieser GmbH & C0 KGaA Werder sehr wohl Aktien an einen Investor/Interessenten ausgeben könnte. Nur laut Statuten kann Werder max. 49% an einen Interessenten ausgeben, der natürlich Dividende sehen will. Nur wird man keinen finden, der 49% eines Unternehmens erwirbt und dabei die Geschicke des Unternehmens nicht massgeblich beeinflussen kann.
Die Buli hat mit WOB und Lev zwei Ausnahmetatbestände geliefert. Wenn man ehrlich wäre, gehört auch die TSG dazu, wo ein Herr Hopp als Mäzen auftritt, aber sehr wohl in die Belange und Geschicke des Vereins entscheidend eingreift.
Daher halte ich die Diskussion in der DFL für bigott. Es gab mehrere juristische Kommentare dazu, die alle inhaltlich eines bestätigten, nämlich dass vor dem EuGh diese 50 +1 Regel gekippt würde.
Daher meine Forderung, dass man diese Regel abschafft und stattdessen DFL-Richtlinien für pot. Investoren aufstellt, um einem Wildwuchs und Ausbluten eines Vereins im Vorfeld entgegen zu wirken.
Damit bekommt man Geld in ein System, nur sollte es kontrolliert sein.
 
Ist doch ohnehin hirnrissig, da sowas doch kein Fan ernsthaft haben will. Oder möchtet ihr einen reichen Mäzen oder sich einmischende Investoren, nur damit auf Teufel komm raus der Erfolg gekauft wird?
Lieber graue Maus als sowas. Und zum Glück macht das bei Werder auch niemand.
 
Die Buli hat mit WOB und Lev zwei Ausnahmetatbestände geliefert. Wenn man ehrlich wäre, gehört auch die TSG dazu, wo ein Herr Hopp als Mäzen auftritt, aber sehr wohl in die Belange und Geschicke des Vereins entscheidend eingreift.

Nur, dass es sich bei VW, Bayer und Hopp um Geldgeber handelt, denen es nicht darum geht, eine entsprechende Rendite für ihr Geld zu bekommen, sondern bei denen der sportliche Erfolg des Vereins an erster Stelle steht. Das könnte (und würde) bei anderen Investoren sicher anders aussehen ... und deswegen halte ich die 50+1-Regel für sehr sinnvoll.

Ist doch ohnehin hirnrissig, da sowas doch kein Fan ernsthaft haben will. Oder möchtet ihr einen reichen Mäzen oder sich einmischende Investoren, nur damit auf Teufel komm raus der Erfolg gekauft wird?
Lieber graue Maus als sowas. Und zum Glück macht das bei Werder auch niemand.

Ich sehe das auch so, aber ich denke, dass das nicht für alle gelten wird. In Chelsea z.B. hat man sich ja wohl recht gut an Herrn Abramovich gewöhnt. :confused:
 
Da würd ich mich auch dran gewöhnen.

Wenn man mir so geile Leute wie Drogba hinstellte und die die CL gewännen, dann wäre mir aber sowas von wurscht, ob die Kohle von Abramovitsch kommt. Profisport ist Entertainment und schlechter Sport ist schlechtes Entertainment.
 
Wenn man mir so geile Leute wie Drogba hinstellte und die die CL gewännen, dann wäre mir aber sowas von wurscht, ob die Kohle von Abramovitsch kommt. Profisport ist Entertainment und schlechter Sport ist schlechtes Entertainment.

Och, ich muss schon sagen, dass es mir in den erfolgreichen Jahren sehr gut gefallen hat, dass man mit selbst erwirtschafteten Mitteln eine solche Mannschaft ins Rennen schicken und die Großen ärgern konnte.
 
Wenn ich sowas wollte, wäre ich Bayern-Fan. Ich mag die Rolle des Underdogs, nicht nur bei Werder, sondern auch wenn ich Fußball spiele. Mit Starensembles kann ich nix anfangen, weswegen ich auch Barca und co. nicht sonderlich sympathisch finde.
 
Aber gegen teure Spieler, "Kracher", Erfolge und tollen Fußball hat niemand etwas einzuwenden. Das mit dem Mäzen ist so wie mit der Modell-Freundin: Wenn man es nicht haben kann, dann braucht man es auch nicht. Sagt man zumindest.
 
Alles in einem gewissen Rahmen. Irgendwo ist eine Grenze. Ich will auch kein Millionär sein, sondern nur soviel Geld verdienen, wie ich zum Leben brauche, bzw. um mir gewisse Dinge wie Familie, Eigenheim etc. irgendwann leisten zu können. Alles was darüber hinausgeht, will ich auf keinen Fall haben. Ich sehe derzeit schon bei meinen geringen Verhältnissen wie sehr sowas Familien und Freundschaften zerstören kann. Muss ich nicht haben. Und irgendwo ist auch bei meinem Fandasein eine Grenze, bei der ich mich nicht mehr mit dem Verein identifizieren könnte.
 
So kühl betrachte ich weder meine Beziehungen, meine finanziellen Wünsche noch meine Liebe zu Werder. Ich kann nicht sagen, wann ich mich mit Freunden, Bekannten, Familie oder meinem Verein ich mich nicht mehr identifizieren könnte oder wie viel Geld für mich "genug" wäre.
 
Werder soll in die CL?!
Werder soll in die EL?!
Werder soll attraktiven Fussball spielen?! Neue Spieler sollen kommen?!

Wer soll das bezahlen? Der Fan mit seiner Bratwurst im Stadion kann es nicht bezahlen. Warum sind denn die Logen entstanden?

Wenn man hier einfach nur Fußball sehen will und zwar unabhängig von den Resultaten, ist diese Einstellung OK. Da klingt mir sehr viel Sozialromantik a la Willi Lemke heraus. Damals war alles besser, die Spieler haben nicht so viel verdient, usw. Geld schießt sehr wohl Tore im übertragenen Sinne.
 
Lemke hat als erster BL-Manager Logen eingeführt und bei Werder mit einer Vermarktung überhaupt erst begonnen.
 
Das Problem ist das viele Werder einfach finanziell viel zu stark eingeschätzt haben. Wenn man mal die CL Einnahmen und die Transfereinnahmen ausser Acht lässt also nur sozusagen das Grundpotenzial Werders betrachtet dann ist es aufgrund des relativ kleinen Stadions und des schlechten Sponsorenumfeldes ohne Investor und ohne Mäzen sehr schlecht. Da befindet man sich nunmal im unteren Mittelfeld der Bundesliga. In den letzten Jahren hat sich dieser Nachteil noch verschärft dadurch das Vereine wie Hoffenheim und Wolfsburg nun auch weit mehr Geld zur Verfügung haben. Grundsätzlich also erstmal schlechte Vorraussetzung für Werder. Dennoch hat Werder sich über Jahre einen der teuersten Kader der Bundesliga erlaubt. Man war in den Jahren vor den Einsparungen durchgängig die Nummer 2 - 4 in den Gehaltsranglisten. Das Werder keine hohen Gehälter gezahlt hat ist also ein Märchen. Dies war nur möglich mit Hilfe der CL Gelder und der Gelder aus Transferübeschüssen. Nebenbei hat man es geschafft keine neue Verbindlichkeiten aufzunehmen ( ausgenommen die Weserstadion GmbH) und dabei sich noch ein finanzielles Polster anzufressen. Aber im letzten Jahr ist ein guter Teil dieses Polsters vermutlich aufgezehrt worden und zudem hat Werder eine Bürgschaft über 10 mio € für die Weserstadion GmbH übernommen. Werder muss also jederzeit 10 mio verfügbar haben um gegebenfalls anstatt der Weserstadion GmbH zahlen zu können.

Zielvorgabe der Vereinspolitik ist es momentan Werder ein Stück unabhängiger vom sportlichen Erfolg zu machen. Die Verpflichtung Akpalas wäre ein Schritt in die andere Richtung wenn auch ein Minischritt. Also sollte man sich sicher sein das er tatsächlich eine sinnvolle Verstärkung ist. Wenn man da noch Zweifel hat dann sollte klar sein das dass Pokalaus nunmal die Finanzsituation noch ein bisschen schlechter macht und somit sich die Wagschale gg die Verpflichtung noch ein Stückchen weiter neigt. Wenn man von dem Transfer absolut überzeugt ist dann wird man ihn realisieren ob mit oder ohne DFB Pokal.

Ist es wirklich so?

Wurde nicht viel mehr der Fehler gemacht, dass man von der Politik der leistungsorientierten Zahlungen abging und zu dem quasi jeden Spieler zu für den Verein immer schlechteren Konditionen zu binden?

04/05 hatte man eine Bilanzsumme von 32 Mio. und einer Eigenkapitalquote 28,8 %. 10/11 liegt die Bilanzsumme 71 Mio und eine Eigenkapitalquote von 53,7 %. Man kann also feststellen, dass das Eigenkapital von 9 Mio auf 32 Mio gesteigert werden konnte.


Man hat zwar keine Reichtümer angehäuft, aber ist eben bezüglich Fremdmittel sehr, sehr konservativ. Du wirst mich ja sicher korrigieren, wenn ich falsch liege, aber eine EKQ von 54 % ist schon sehr ungewöhnlich und ich denke, eine um die 35 % wäre auch noch solide, oder? Sollte man sich entscheiden Fremdmittel entsprechend zu beschaffen und für Transfers aufs Festgeldkonto zu packen, würde man bei knapp 50 Mio sitzen...rein theoretisch. Aber Du weisst, was ich meine.

Die CL-Mio. sitzen eben vorallem auch hier....(und wären bei einem Finanzpolitikwechsel wieder vorhanden).

Und natürlich auch ein wesentlicher Punkt. Wie oben schon angesprochen!

09/10 lagen die Kaderkosten bei 54 Mio Euro und davon 35 Mio fixen (!) Gehälter. Dass sind fixe Gehaltskosten von 65 %.

06/07 waren es nur 55 % bei 46,5 Mio Kaderkosten...auch hier sieht man die Fehler der Geschäftsführung.

Man hat zu viel (vor allem) Fixgehälter gezahlt und wurde immer handlungsunfähiger.

Was man imo hätte besser machen müssen und was man tun sollte?

Auch meiner bescheidenen Sicht hätte man Frings 2006 ziehen lassen müssen. Man hätte die Jensens, Vranjes, Pasanen, Boros etc. pp nicht verlängern (oder zurückholen) dürfen, sondern man hätte viel früher auf einen kleineren Kader gestützt durch U23 Talente setzen müssen.

Pizzaro hat vier Jahre bei Werder gespielt. Dabei dürfte er Kosten von über 20 Mio Euro erzeugt haben....war er das wert? Vermutlich nicht. Was aber eben auch an Fehlentscheidungen KATS lag.

Seit 2011 und dem Untergang von Beluga hat ja der Mann mit den wenigen Haaren das Kommando bei Werder übernommen....und damit eben eine ultrakonservative Finanzpolitik...
 
Alles in einem gewissen Rahmen. Irgendwo ist eine Grenze. Ich will auch kein Millionär sein, sondern nur soviel Geld verdienen, wie ich zum Leben brauche, bzw. um mir gewisse Dinge wie Familie, Eigenheim etc. irgendwann leisten zu können. Alles was darüber hinausgeht, will ich auf keinen Fall haben. Ich sehe derzeit schon bei meinen geringen Verhältnissen wie sehr sowas Familien und Freundschaften zerstören kann. Muss ich nicht haben. Und irgendwo ist auch bei meinem Fandasein eine Grenze, bei der ich mich nicht mehr mit dem Verein identifizieren könnte.


Lieber reich und gesund als arm und krank. :grinsen:
 
Werder soll in die CL?!
Werder soll in die EL?!
Werder soll attraktiven Fussball spielen?! Neue Spieler sollen kommen?!

Wer soll das bezahlen? Der Fan mit seiner Bratwurst im Stadion kann es nicht bezahlen. Warum sind denn die Logen entstanden?

Das ist ein Unterschied. Bei den Einnahmen durch Logen handelt es sich ganz einfach um ein Angebot, für das (hoffentlich) mehr bezahlt wird und so Mehreinnahmen generiert werden. Selbiges mit Werbepartnern. Bei den Abramovichs und Hopps dieser Welt handelt es sich aber um Geld ohne Gegenleistung, sondern nur, weil die Herren es einfach (übrig) haben und sich ein kleines Spielzeug davon kaufen wollen.

Der Unterschied ist doch ganz einfach gesagt folgender: Werder muss erfolgreich sein, um mehr Geld zu bekommen, Chelsea und Hoffenheim müssen Misserfolg haben, um mehr Geld zu bekommen.
 
Ob sich Pizarro gelohnt hat?? Diese Frage kann nicht ernst gemeint sein und wäre damals Pizarros Ausgleich gegen Donezk nicht fälschlicherweise abgepfiffen worden, man würde - zu recht- von einem der größten Spieler aller Zeiten bei Werder sprechen. Der Fehler liegt nicht in der Verpflichtung eines weltklasse Stürmers sondern darin dass drum herum nicht mehr alles gepasst hat. Vielleicht hat man auch nicht alles rausgeholt, ich weiß es nicht, aber um eine Mannschaft mit Wiese, Naldo, Merte, Frings, Özil, Diego und eben Pizarro haben uns innerhalb und außerhalb Deutschlands viele beneidet. Man hat einfach irgendwann bei Transfers mehrfach ins Klo gegriffen, CA, Wesley, Marin, Arnautovic, alles Spieler die, um KATS zu zitieren, für das Besondere stehen, nur eben leider nicht bei uns. Das waren übrigens auch Zeiten, in denen Allofs nach mittelalterlicher Art aus der Stadt getrieben worden wäre, wenn er es gewagt hätte einem CL-Teilnehmer wie Werder irgendein relativ unbekanntes Talent zu servieren und nicht einen großen Namen nachdem so viele Fans geradezu lechzen...teilweise ja selbst jetzt noch.
 
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