Klaus Allofs

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Im Moment liegt das Problem darin, dass man einen Systemwechsel wagte, dafür Spielermatierial verpflichtete und gescheitert ist. Jetzt spielt man wieder das herkömmliche erfolgreiche System, hat aber Spieler, die dort nicht unbedingt ihre Stärken haben.

Mit der Raute wären wir fast abgestiegen. Nicht wegen den 2-3 mal wo wir mal was anderes probiert haben. Wenn man auch nichts anderes Trainiert außer Raute, kann eine kurzfristige Umstellung auf ein anderes System auch nix bringen. Es ist so wie Norge sagt. Man kauft schon seit Jahren Spieler und versucht sie dann um zu erziehen. Man hat nie an einen dauerhaften Systemwechsel gedacht.
 
Mit der Raute wären wir fast abgestiegen. Nicht wegen den 2-3 mal wo wir mal was anderes probiert haben. Wenn man auch nichts anderes Trainiert außer Raute, kann eine kurzfristige Umstellung auf ein anderes System auch nix bringen. Es ist so wie Norge sagt. Man kauft schon seit Jahren Spieler und versucht sie dann um zu erziehen. Man hat nie an einen dauerhaften Systemwechsel gedacht.

Das stimmt so nicht ganz. Wir haben durch die Umstellung auf die Raute mitte/Ende der Rückrunde die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt einfahren. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
 
So schlecht liegst du gar nicht. Seit dem 1-4 in Hannover gab es 11 Spiele, in denen Werder mit 3 oder mehr Toren Unterschied verlor:

Inter - Werder 4-0
Stuttgart - Werder 6-0
Schalke - Werder 4-0
Tottenham - Werder 3-0
Köln - Werder 3-0
HSV - Werder 4-0
Gladbach - Werder 5-0
Bayern - Werder 4-1
Schalke - Werder 5-0
Werder - Mainz 0-3
Stuttgart - Werder 4-1

Richtig. Man kann es auch einfacher zusammenfassen. Seit dem 0:4-Debakel im Pokalfinale gegen die Bayern 2010 hatte Werder in der Bundesliga 33 Auswärtsspiele und hat davon 10 (!), also fast jedes dritte (!!!), mit drei oder mehr Toren Differenz verloren.
 
Richtig. Man kann es auch einfacher zusammenfassen. Seit dem 0:4-Debakel im Pokalfinale gegen die Bayern 2010 hatte Werder in der Bundesliga 33 Auswärtsspiele und hat davon 10 (!), also fast jedes dritte (!), mit drei oder mehr Toren Differenz verloren.

:tnx:

Das ist ein endgültiges Urteil über die Ära Schaaf. Die ist vorbei, wird aber künstlich am Leben erhalten und keiner merkt es. Da fällt mir so einer dieser Schlaumeiersprüche aus der Welt des Managements und der Unternehmensberatung ein:

Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest: Steig ab!
 
:tnx:

Das ist ein endgültiges Urteil über die Ära Schaaf. Die ist vorbei, wird aber künstlich am Leben erhalten und keiner merkt es. Da fällt mir so einer dieser Schlaumeiersprüche aus der Welt des Managements und der Unternehmensberatung ein:

Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest: Steig ab!
:tnx::tnx:
Die Auswärtsbilanz muß man sich tatsächlich mal auf der Zunge zergehen lassen, unglaublich...
Was das künstliche "am Leben ahlten" betrifft, würde ich eher sagen, keiner macht was. "Merken" müsste ich eigentlich auch der nostalgischte mittlerweile, einzig wer soll etwas ändern? :zweifeln:
 
Das Pferd (oder besser: Scha(a)f) ist nicht bloß tot, bei ihm hat längst der Verwesungsprozess eingesetzt. Da gibt es auch keine Wolle mehr zu holen, um es sich für den nächsten Winter kuschlig und warm einzurichten...

Das beste an diesem Schlaumeierspruch ist, dass es tausend Beispiele gibt, wie man tagtäglich in der Welt der Unternehmen (oder bei Werder Bremen) mit toten Pferden umgeht:

Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
Wir führen ein Jahresgespräch mit dem Pferd und erhöhen seine Leistungsanforderungen.
Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
Wir suchen Berater, die uns bestätigen, dass das Pferd noch nicht ganz tot ist.
Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
Wir spannen mehrere tote Pferde zusammen, um ihre Teamfähigkeit zu verbessern.
Wir stellen Vergleiche zwischen unterschiedlich toten Pferden an.
Wir ändern die Kriterien, die besagen, ab wann ein Pferd tot ist.
Wir erstellen eine tolle Power-Point-Präsentation darüber, was das Pferd könnte, wenn es noch lebte.
Wir erklären, dass unser Pferd "besser, schneller und billiger" tot ist.
Wir stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten, und erklären dies zum Normalzustand.

und ungeschlagen:

Wir sagen: "So sind wir schon immer geritten."



Schön zu beobachten hier im Forum.
 
Das stimmt so nicht ganz. Wir haben durch die Umstellung auf die Raute mitte/Ende der Rückrunde die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt einfahren. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?

Letzte Saison hat man 19 mal 4-4-2 Raute spielen lassen, 7 mal ein 4-2-3-1, 4 mal ein 4-5-1 und 2 mal ein 4-4-2 doppel 6, ein mal ein 4-4-2 und ein mal ein 4-3-3 offensiv. Davon auf ein anderes System ernsthaft umzustellen kann also keine rede sein.

Wenn ich ständig mein System umstelle dann funktioniert das natürlich nicht so gut wie das System was ich schon seit Jahren Spielen lasse.
 
Das beste an diesem Schlaumeierspruch ist, dass es tausend Beispiele gibt, wie man tagtäglich in der Welt der Unternehmen (oder bei Werder Bremen) mit toten Pferden umgeht:

Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
Wir führen ein Jahresgespräch mit dem Pferd und erhöhen seine Leistungsanforderungen.
Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
Wir suchen Berater, die uns bestätigen, dass das Pferd noch nicht ganz tot ist.
Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
Wir spannen mehrere tote Pferde zusammen, um ihre Teamfähigkeit zu verbessern.
Wir stellen Vergleiche zwischen unterschiedlich toten Pferden an.
Wir ändern die Kriterien, die besagen, ab wann ein Pferd tot ist.
Wir erstellen eine tolle Power-Point-Präsentation darüber, was das Pferd könnte, wenn es noch lebte.
Wir erklären, dass unser Pferd "besser, schneller und billiger" tot ist.
Wir stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten, und erklären dies zum Normalzustand.

und ungeschlagen:

Wir sagen: "So sind wir schon immer geritten."



Schön zu beobachten hier im Forum.

:applaus:
 
Eben, man hat sich zu wenig informiert. Man hatte irgendwann Geld und hat Geld ausgegeben in Spieler, die irgendwelche Fähigkeiten hatten, die man für toll hielt, anstatt wie früher systematisch eine Mannschaft aus den benötigten Bausteinen zusammenzusetzen.


Das Problem war doch, dass man dachte, man könne mit Transfers wie Alberto, Moreno, Marin, Wesley und Co. das große Rad drehen. Konnte man aber nicht, man hat das Geld versenkt. Man hätte bei seinen Leisten bleiben und Spieler holen müssen, die verhältnismäßig günstig waren und zu Werder passten. Diese sind aber zu anderen Vereinen gegangen, die uns inzwischen überholt haben.

:tnx: Genau so ist es, genau darin liegt der Ursprung des ganzen Übels!!!

Das sehe ich sogar ähnlich!

Bleibt nur zu fragen:

1) Seht Ihr das ähnlich, wie viele hier in den KATS-Foren innerhalb der letzten 3 Tage, dass dieses Problem in erster Linie TS anzulasten sei, den viele hier schnellstmöglich schassen möchten, und nur bedingt KA, den die meisten unbedingt behalten möchten?

2) Ihr habt das vermutlich alles schon vorher (vor den Verpflichtungen) gewusst ?
 
2) Ihr habt das vermutlich alles schon vorher (vor den Verpflichtungen) gewusst ?

Klares Nein, da ich mich mit Fußball abseits von Werder nur sporadisch befasse (und schon gar nicht beruflich). Darum kann ich Dir überhaupt nicht sagen, was mit mit Spieler xy wäre, wenn er zu Werder käme. Das wäre auch ziemlich vermessen, dies zu behaupten.

Was ich aber sagen kann, ist dass Vereine immer am erfolgreichsten in ihrer "Regalhöhe" einkaufen. Bei Vereinen wie Bayern sind mitelteure Spieler oft Flops, bei Vereinen wie Werder kommen diese Spieler dagegen oft gut an, wogegen es schwieriger wird, im höheren Preissegment zu fischen. Das kann ich nur so allgemein und grundsätzlich (und natürlich abzüglich der bekannten Ausnahmen, die die Regel bestätigen) sagen.

Dass ich zum Beispiel vor seiner Verpflichtung bereits kein großer Fan von Marin war, liegt eher an seiner Spielweise denn an meiner tollen Fachkompetenz, zumal ich ihn nie gezielt beobachtet habe.
 
Klares Nein, da ich mich mit Fußball abseits von Werder nur sporadisch befasse (und schon gar nicht beruflich). Darum kann ich Dir überhaupt nicht sagen, was mit mit Spieler xy wäre, wenn er zu Werder käme. Das wäre auch ziemlich vermessen, dies zu behaupten.

Was ich aber sagen kann, ist dass Vereine immer am erfolgreichsten in ihrer "Regalhöhe" einkaufen. Bei Vereinen wie Bayern sind mitelteure Spieler oft Flops, bei Vereinen wie Werder kommen diese Spieler dagegen oft gut an, wogegen es schwieriger wird, im höheren Preissegment zu fischen. Das kann ich nur so allgemein und grundsätzlich (und natürlich abzüglich der bekannten Ausnahmen, die die Regel bestätigen) sagen.

Dass ich zum Beispiel vor seiner Verpflichtung bereits kein großer Fan von Marin war, liegt eher an seiner Spielweise denn an meiner tollen Fachkompetenz, zumal ich ihn nie gezielt beobachtet habe.

:tnx:

Warum gibst Du den Verantwortlichen keine weitere Cance, obwohl sie doch merklich gegengesteuert haben?
 
Ich gebe Allofs gerne ein Chance und auch allen anderen. An Schaaf glaube ich in Anbetracht von knapp 15 Debakeln in zwei Saisons nicht mehr, Schaaf ist durch. Da kommt nichts mehr.
 
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