Das Pferd (oder besser: Scha(a)f) ist nicht bloß tot, bei ihm hat längst der Verwesungsprozess eingesetzt. Da gibt es auch keine Wolle mehr zu holen, um es sich für den nächsten Winter kuschlig und warm einzurichten...
Das beste an diesem Schlaumeierspruch ist, dass es tausend Beispiele gibt, wie man tagtäglich in der Welt der Unternehmen (oder bei Werder Bremen) mit toten Pferden umgeht:
Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
Wir führen ein Jahresgespräch mit dem Pferd und erhöhen seine Leistungsanforderungen.
Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
Wir suchen Berater, die uns bestätigen, dass das Pferd noch nicht ganz tot ist.
Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
Wir spannen mehrere tote Pferde zusammen, um ihre Teamfähigkeit zu verbessern.
Wir stellen Vergleiche zwischen unterschiedlich toten Pferden an.
Wir ändern die Kriterien, die besagen, ab wann ein Pferd tot ist.
Wir erstellen eine tolle Power-Point-Präsentation darüber, was das Pferd könnte, wenn es noch lebte.
Wir erklären, dass unser Pferd "besser, schneller und billiger" tot ist.
Wir stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten, und erklären dies zum Normalzustand.
und ungeschlagen:
Wir sagen: "So sind wir schon immer geritten."
Schön zu beobachten hier im Forum.