Wenn das wirklich stimmt, dass die Geschäftsführung Petri Pasanen nun doch wieder einen neuen Vertrag anbieten will, obwohl er schon verabschiedet wurde, dann ist KA bei mir endgültig unten durch.
Alle Gründe die jetzt doch für eine Verlängerung sprechen (Verletzungen etc.) waren vor einigen Wochen auch schon bekannt.
Konsequentes Handeln sieht anders aus.
Na Du brauchst ja scheinbar keinen großen Auslöser, um mit jemandem abzuschließen
Zugegeben, ich habe bei der Personalie zuerst auch ein wenig die Stirn gerunzelt. Aber im Nachhinein macht die Vorgehensweise für mich sogar Sinn.
Sicherlich ist es gut und richtig, sich als Sportdirektor früh genug zu positionieren, wie zukünftig das Gesicht der Mannschaft aussieht. Jetzt sollen es halt tiefere Einschnitte sein als in den letzten Jahren - so weit so gut. Zum frühzeitigen Weichen stellen gehört dann auch, dass man den betroffenen Spielern gegenüber mit offenen Karten spielt und eben Leuten wie Pasanen mitteilt, dass mit ihnen nicht mehr geplant wird.
Das ist zunächst einmal den Spielern gegenüber die fairste Lösung, weil man ihnen noch viele Wochen Zeit gibt, sich einen neuen Verein zu suchen.
Andererseits kann man sich aus Vereinssicht im Grunde genommen erst von Spielern trennen, wenn man entsprechenden Ersatz verpflichtet hat. Da sich hier oftmals aber erst nach dem Trainingsauftakt Möglichkeiten anbieten, ist dies nicht immer möglich. Die möglichen Abgänge müssen natürlich früh genug Klarheit haben, denn Mitte Juli sind sie kaum noch vermittelbar und würden neben den Neuzugängen weiterhin das Budget belasten.
Wenn man dann einen Pasanen in der Hinterhand hat und ihn einige Wochen warmhalten kann, dann macht das die Suche nach einer geeigneten Defensivkraft doch etwas entspannter. Zwar wird sich Pasanen aufgrund der eigenen Planungssicherheit nicht ewig hinhalten lassen, aber wenn sich in den nächsten Wochen z.B. herauskristallisiert dass Werder einige Wunschkandidaten nicht bekommen kann, dann kann es Sinn machen auf alt bewährte Kräfte zurückzugreifen anstatt auf dem Transfermarkt allzu große Kompromisse einzugehen.
Angenommen die ersten 3-4 Defensivkräfte von der Wunschliste lassen sich aus verschiedensten Gründen nicht verpflichten und man könnte danach nur noch Perspektivspieler aus der 2. Liga oder aus schwächeren ausländischen Ligen bekommen, dann könnte man mit Pasanen noch eine Saison überbrücken und wüsste ziemlich genau, wie man das Leistungsvermögen einzuschätzen hat. Ein Neuzugang als Plan D oder E wäre da riskant, also die berühmte Katze im Sack - und ein Scheitern würda KA mit Sicherheit stärker angelastet werden als die jetzige Hängepartie mit Petri Pasanen.