Klaus Allofs

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Vergleicht doch einmal die Transfers von Mainz 05 mit den unsrigen. Auch für die kommende Saison mit Müller (Fürth), Stiebel (Aachen) usw erscheint mir das sinnvoller, als einen Pasanen offiziell zu verabschieden, um ihn dann wieder einzustellen? Klar, werden die Kritiker jetzt wieder nicht unberechtigt einwenden: wartet ab, was Mainz 05 nächste Saison auf die Kette kriegt. Vom Investionsvolumen allerdings eher unseren Kadervorstellungen ensprechend?
Mag sein, dass wir (ich) die ganzen Transfers nicht richtig einschätzen können?! Aber dieses Verhalten: Jensen quasi unehrenhaft aus dem Kader gestrichen, Vranjes dito, Pasanen weg und doch wieder nicht(?), Testroet wegen Facebook richtig abgemahnt, Ekici als den Königstransfer verkaufend (KA: "Ekici ist jetzt schon weiter als MÖ, als der zu uns kam."
Erwartungen ² damit verbunden) Frings ohne Vertragsangebot entsorgt usw...
KA und TS Vertragsende 2012, Lemke sibellinisch 17.5.2011 in der KZ: "Er sei auch mit manchen Entscheidungen unzufrieden. Saisonziel Platz 5-7 2012, Abgänge von arrivierten Stars noch in der SP zu erwarten etc."
Ist der Umbau, auch an der Spitze, vielleicht nicht radikal genug???
 
Ich muss ganz ehrlich sagen, so toll klappt das bei KA nicht mehr mit den Transfers. Scheinbar findet er keinen IV, Ekici war recht teuer (5 MIO ist definitiv viel Geld), unsere letzten Neuzugänge waren auch recht teuer (Wesley, Arnautovic) oder nicht BL-tauglich (Samuel). Und Avdic für 2,5 Mio, naja.

Als Allofs neu hier war hat er es regelmäßig geschafft, sehr gute spieler sehr kostengünstig oder Ablösefrei zu holen (Baumann, Ernst, Krstajic, Ismael, Micoud, Davala) oder große Talente (Klasnic). Davon ist in den letzten Jahren gar nichts zu sehen gewesen, beste Transfer war noch Özil, und der hat auch einige Mio. gekostet.

Vielleicht liegt es auch an unseren Scouts und wir brauchen ein neues Scoutingsystem?

Nö, es liegt einfach daran dass sich die Zeiten und die Preise geändert haben...
 
Nö, es liegt einfach daran dass sich die Zeiten und die Preise geändert haben...



Es ist natürlich immer einfacher, Schuld/Ursachen/Fehler bei anderen oder den sich geänderten Gegebenheiten ansatt bei sich selbst zu suchen.

Auch wenn sich die Zeiten (denen man zwangsläufig anpassen muß, auch wenn sie für das eigene Streben kontraporduktiv sind) und die Preise sich geändert haben, sagt das dies noch lange nichts über die Qualität eines Neuzugangs aus; diese wird anhand seiner sportlichen Leistung ermittelt und nicht an seinem Preis, an diesem wird er höchstens gemessen.

Agesehen davon sind Dinge wie Kampf, Einsatz, Laufbereitschaft, Siegeswillen oder Teamgeist keine Frage von Ablösesummen, Gehältern oder Handgeldern.


Tante Edit:

Die geänderten Preise u. Zeiten haben auch ihren Teil dazu begetragen, aber man darf auch nicht versgessen, daß durch die kontinuierliche Steigerung von Investitionssummen jede aktuelle Epoche die jeweils teuerste war, so daß auch vor bzw. in den Jahren 2003-08 keine Baisse auf dem Spielermarkt herrschte...
 
Du beschreibst in weiten Teilen Deines Beitrag sehr gut und richtig, wie sich die Mannschaft seit der Saison 2008/2009 verändert hat. Dabei sieht man, dass, zumindest in der ersten 11, gar nicht so viele Veränderungen zu verzeichnen sind. Der Abgang Diegos konnte, nach meinem Dafürhalten, durch Özil einigermaßen gut kompensiert werden. Das Karriereende Baumanns hinterließ vor allem menschlich und kameradschaftlich eine Lücke, sportlich eher weniger. (In dem Zusammenhang habe ich schon einmal vor geraumer Zeit gemutmaßt, dass Torsten Frings als Kapitän diese integrativen Fähigkeiten eines Frank Baumanns abgingen und seine "Motzereien" die explosive Stimmung im Herbst 2010 eher noch genährt haben). Im Tor, in der Abwehr ist die Mannschaft nahezu unverändert geblieben, bzw. nur durch Verletzungen vorübergehend verändert worden, nicht aber durch Abgänge langfristig geschwächt. Der Sturm wurde durch Wagner und vorübergehend Moreno ergänzt. Dass Almeida über die Jahre ein zuverlässiger Stürmer war, der uns zuverlässig Tore geliefert hätte, kann ich nicht erkennen. Am seinem Abgang kann ich nur kritisieren, dass er, mitten im Abstiegskampf der letzten Saison, nicht gleichwertig ersetzt wurde. Aber, wie gesagt, über den Substanzverlust in der abgelaufenen Saison sind wir uns scheinbar einig. In den Jahren davor aber sehe ich den kaum.

Schön, dass wir uns in diesem Bereich einig sind - zumal es der wohl entscheidende Punkt ist, wenn es darum geht, von einer negativen Tendenz in der Kaderplanung zu sprechen.

Wir sind uns einig, dass der Abgang von Diego durch Özil kompensiert wurde, und ich denke, dass wir auch Einigkeit darüber erzielen werden, wenn ich sage, dass Marin in der vergangenen Saison den Özil der Saison 2008/09 kompensieren konnte. Dieser Umstand ermöglichte es, trotz der Abgänge von Baumann und Diego in der Saison 2009/10, dafür aber ausbleibendem Verletzungspechs, wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen.

Während es in besagter Saison gelang, zumindest den kreativen und qualitativen Verlust, der durch den Abgang Diegos erlitten wurde, ebenso aufzufangen, wie es zumindest teilweise in der Personalie Baumann gelang, erlitt man bei dem Versuch, den Abgang Özils zu kompensieren, völligen Schiffbruch. Insofern stimme ich absolut mit Dir überein, wenn Du sagst, dass...

man sich fragen (muss), ob es nicht auch an Özil gelegen hat.

Auch, wenn vielen diese Frage nicht gefällt und einige in ihr ein Kramen in der Vergangenheit sehen, so kann, muss und sollte man diese Frage ehrlich mit Ja beantworten, zumal durch den Abgang von Özil der sportliche Wert Marins für die Mannschaft eklatant gemindert wurde.

An selber Stelle, wo er mit Özil (und Hunt) noch dafür verantwortlich war, dass der qualitative Verlust Diegos aufgefangen werden konnte, war Marin plötzlich in einer Situation, die ihm nicht zuletzt aufgrund des zumindest bis heute nicht wirklich glücklichen Wesley-Transfers über den Kopf wuchs.

In diesem Bereich wurden grobe Fehleinschätzungen getätigt, was die Entwicklung von Spielern wie Marin und Hunt, aber auch die Qualitäten von Spielern wie Wesley betrifft. Man verlor mit Diego und Özil zwei Spieler, die den Kopf der offensiven Bemühungen darstellten, bekam mit Marin und Wesley jedoch "nur" zwei talentierte "Zulieferer", die auch gemeinsam nicht dazu in der Lage waren, den Kopf im Mittelfeld zu bilden, während Hunt (einmal mehr) in seiner Entwicklung stagnierte.

Kurzum: Der Spieler, der andere besser macht, wurde in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mehr oder weniger ersatzlos abgegeben - und die wahre Qualität derer, die von diesen Ausnahmespielern profitierten, kam knallhart zum Vorschein, was durch das gerade zu Saisonbeginn ständige Variieren des Spielsystems noch deutlicher zum Tragen kam, als es nötig war.


Über die Transfers von Özil und Neuer möchte ich ehrlich gesagt an dieser Stelle nicht weiter sprechen, das sie uns in der Sache auch nicht wirklich weiterbringen. Wir werden hier nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, aber ich behaupte einfach mal, dass das weder sein muss, noch den einen oder anderen belastet... ;)

Zu Schalke: Da werden wir auch unterschiedlicher Meinung bleiben. Bei Schulden von ca. 230 Mio Euromss man sich fragen, wem das von Dir geschilderte "Tafelsilber" gehört?! Trotzdem könnte man Dir recht geben, wenn man nur die Struktur der Mannschaft betrachtet. Im Gegensatz dazu aber haben wir in Bremen über viele Jahre lang Ruhe im Club, haben mit einer relativ günstigen Mannschaft viele Erfolge gefeiert, haben eine eigene Vereinsphilosophie, die seit Jahren reüssiert. Das sind Punkte, um die uns viele Clubs, auch Schalke 04 beneiden.

Natürlich, die wirtschaftliche Situation auf Schalke ist alles andere als schön, in letzter Konsequenz allerdings hauptsächlich auf den seinerseits extrem teuren Neubau der ausschließlich aus privaten Geldern finanzierten ArenaAufSchalke zurückzuführen.

Objektiv betrachtet sieht die Situation analog zu der in Dortmund so aus, dass spätestens mit dem Abbezahlen der letzten Raten für das Stadion mit einem raschen und rapiden Abbau der Schulden zu rechnen ist, da zweifellos ebenso mit stabilen Zuschauerzahlen bei Spielen des FC Schalke 04 zu rechnen ist, wie mit stabilen Buchungen der Arena für Konzerte und Events, gleichzeitig jedoch die Belastungen für den Club Geschichte wären.

Von daher ist es zwar richtig, dass der aktuelle Eigner von Stadion und Tafelsilber die Finanziers sind, letztlich jedoch ist das unerheblich, da die wirtschaftliche Entwicklung des FC Schalke 04 für die kommenden Jahre von renommierten Wirtschaftsprüfern als absolut positiv prognostiziert wird.

Dennoch will ich nicht in Abrede stellen, dass die allermeisten Clubs der Liga Werder jahrelang um die Ruhe innerhalb des Clubs, die Souveränität von sportlicher Leitung und Geschäftsführung, Kaderplanung und Transferaktivitäten, sowie Außendarstellung beneidet haben, wie sie es auch um die Art und Weise taten, mit der Werder auf dem Platz agierte.

Wie Du einräumen musst, gehört die Vorreiterrolle Werders in vielen dieser Punkte der Vergangenheit an und hat mit den aktuellen Zuständen nur noch wenig gemein.

Um die Art und Wiese, wie auf dem Platz agiert wird, wurde Werder bestenfalls noch in der vergangenen Saison, und das auch eher sporadisch (bei den 6:0-Siegen in Freiburg und Frankfurt, etc.) beneidet. Das Wort, das auf die gerade abgelaufene Saison zutrifft, ist nicht "Bewunderung" oder "Neid" der Konkurrenz, sondern eher "Mitleid".

Mitleid wird es wohl auch sein, das einige Werder gegenüber empfinden, wenn sie daran denken, dass Werder sich Marko Arnautovic ins Nest legte. Bewundert oder gar beneidet für seine Kaderplanung und Transferaktivitäten wird Werder von der Konkurrenz schon lange nicht mehr.

Das aktuelle Vorbild in diesen drei Punkten dürfte wohl Borussia Dortmund heißen - und ich denke, dass es keine Schande ist, das neidlos anzuerkennen.

Dass leider auch die Ruhe innerhalb des Clubs und die Souveränität von sportlicher Leitung und Geschäftsführung der Vergangenheit angehören, dürfte angesichts der Suspendierungen von Jensen und Testroet, den Verbannungen von Vranjes und Husejinovic, dem Ärztestreit mit Klasnic, den Arnautovic-Eskapaden und einigen anderen Dingen ebenfalls außer Frage stehen, so dass man bei aller Liebe zu dem Schluss kommen muss, dass Werder als Vorbild für andere Clubs zur Zeit leider alles andere als tauglich ist.
 
Nö, es liegt einfach daran dass sich die Zeiten und die Preise geändert haben...

Blödsinniges Totschlagsargument! Die Zeiten haben sich PRO Werder verändert - niemals hatten wir eine so lange Periode so hoher Geldzuflüsse. Günstige talentierte Spieler gibt es nach wie vor (sie Dortmund, Mainz, Freiburg, etc.).

Das einzige was sich verändert hat ist, das Allofs entweder es nicht mehr kann, nicht mehr will oder in seiner schizophrenen Doppelfunktion einfach zu wenig Zeit hat sich mit den Dingen auseinander zu setzen!

Ekici für 5 Mille ist ja ok, aber wenn man dadurch dann auch nen ordentlichen IV, LV und DM verzichten muss und Pasanen (!!!) unser aller Heil darstellt, dann muss man sich fragen, was Werder aus den Jahres des Erfolges noch mitgenommen hat.

Eins ist ganz klar: Für das, was man in 10 Jahren mühevoll aufgebaut hat, braucht es nicht mal 10 Monate, um es kaputt zu machen!

Der UMbruch ist auch in der Chefetage längst überfällig. Was sollen diese ganzen komischen Meldungen um Rauswürde, Eskapaden, Vertragsende-Neuverpflichtungen usw.?

Meines Erachtens haben Leute wie Jensen und Frings mehr Respekt verdeint - rein objektiv gesehn, auch wenn ich die sportliche Entscheidung gutheiße. Pasanen ist zurecht nicht mehr bei Werder und so soll es auch bleiben. Was sind wir mittlerweile für ein Kindergarten und Zirkushaufen?
 
Irgendwie wird es immer absurder was man hier zu lesen bekommt (mit ein paar wenigen Ausnahmen) wenn man KA zum jetztigen Zeitpunkt für Transfers kritisiert bzw. so tut als ob außer Ekici niemand mehr kommt und sich wilden Spekualtionen und Gerüchten ergibt.
Aber wenn es der einzige Ast ist, an dem man sich festhalten kann um über KA zu wettern oder doch noch einen KA Raus zu plazieren...
 
Zitat von Löw der wahre Werder Trainer;1731586:
Umsatz - Ausgaben = Gewinn! :D

Fehler bemerkt zufrieden? :ugly:

Ist nicht ganz so einfach. Wenn man noch die ABschreibungen dazu rechnet (die bilanziell den Gewinn mindern, aber dennoch einen geldwerten Zulauf von liquiden Mitteln kennzeichnen - zumindest bei nicht verschuldeten Unternehmen) dann kommt zuden Bilanzgewinn noch ein erheblicher Batzen Geld dazu, der investiert werden könnte.

Laut offizieller Bilanz von 2009 (neuere sind noch nicht veröffentlicht) hatte Werden einen ausgewiesenen bilanziellen Gewinn nach Steuern von ca 7 Mio inkl. Abschreibungen von ca 17 Mio. Das machen zusammen ca 24 Millionen Euro an liquiden Mitteln, ungefähr der Betrag, der als Cashflow (direkter Nettozufluss liquider Mittel) ausgewiesen wurde.

Dies ist auch in der Vermögenslage ausgewiesen. Zusätzlich dazu stehen ca 27 Mio an langfristigem Vermögen in den Büchern. Zudem werden auch die Rückstellungen von 14 Mio gemeinhin nicht als "Unantastbar" deklariert.

Mit 24 Millionen CASH und weiteren 27 bis 41 Millionen auf der hohen Kante war Werder vor 2 Jahren noch im sehr grünen Bereich.

Davon ausgehend, dass wir in den letzten beiden Spielzeiten zumindest kostendeckend gearbeitet haben (in diesen Zeitraum fallen immerhin neben CL-Geldern auch noch Transferüberschüsse von mehr als 25 Millionen) dann hat es keine Grundlage, dass Allofs stets die Vermutung aufkommen lässt, wir seien knapp bei Kasse.

Oder es ist letztes Jahr etwas gravierendes passiert, wovon aber keiner etwas weiß!

Back to topic: Umbruch heisst nicht Pasanen, Möglichkeiten gibts genug und am Geld darf es nicht scheitern..
 
Irgendwie wird es immer absurder was man hier zu lesen bekommt (mit ein paar wenigen Ausnahmen) wenn man KA zum jetztigen Zeitpunkt für Transfers kritisiert bzw. so tut als ob außer Ekici niemand mehr kommt und sich wilden Spekualtionen und Gerüchten ergibt.
Aber wenn es der einzige Ast ist, an dem man sich festhalten kann um über KA zu wettern oder doch noch einen KA Raus zu plazieren...

Es geht nicht um KA raus. Ich bin sein größer Befürworter, wenn er ordentliche Arbeit leistet. Wenn man aber sowas lesen muss, wie diese Pasanen-Rückholaktion, die im Raum steht, halte ich zumindest leise Kritik für brechtigt. Aber jeder darf da seine Meinung haben.
 
Gegen leise oder auch konstruktive Kritik habe ich gar nichts. Im gegenteil und da gibt es hier ja auch durchaus eine handvoll User mit denen man entsprechen diskutieren kann. Ich habe auch nicht explizit dich gemeint, wobei es auch in Teilen auf dich zu trifft.
 
Es ist doch schlau Pasanen zu halten. Ihm ehrlich zu sagen du bist unser Ersatz bzw. Vertretung für die Verletzten.
Wenn Pasanen das mitmacht gebongt, wenn nicht muss KA weitersuchen.

Ich denke KA kann einschätzen wie lange Prödl noch braucht, hoffentlich auch Naldo und dann noch Schmidt.
Merte muss gehalten werden.

Da kannst du keinen Hochkaräter dazu holen. Oder du setzt Naldo auf die Bank wenn er wieder fit ist. Das geht mal gar nicht...

Also Petri bleibt und wir haben einen soliden (keinen überagenden IV und die Option eines Ersatz AV).

Einjahresvertrag mit beiderseitiger Option für ein weiteres wäre fair
 
Pasanen hat eine ganz, ganz schwache Saison gespielt und ausschliesslich das sollte KA im Hinterkopf haben. Einen radikalen Schnitt sieht unweigerleich die endgültige Trennung von PP aus, zumal KA für diesen Bereich unbedingt nachlegen muss - wir waren die Schiessbude der Bundesliga, schon vergessen.
 
Sollte KA auch in diesem Sommer wieder keine ordentliche Mannschaft auf die Beine stellen, dann kann man ihn nur noch vom Hof jagen... :wall:

Das Gehalt von Lutscher spart man ein, aber Merte will man behalten?
Der ist doch schon lange über seinen Zenit hinaus.
Merte, Marin verkaufen und mit dem Geld einen Neuanfang starten!!!

Wollte man doch auch (also einen Neuanfang starten), warum wird das nun scheinbar wieder nicht? :confused::confused::confused:
 
Sollte KA auch in diesem Sommer wieder keine ordentliche Mannschaft auf die Beine stellen, dann kann man ihn nur noch vom Hof jagen... :wall:

Das Gehalt von Lutscher spart man ein, aber Merte will man behalten?
Der ist doch schon lange über seinen Zenit hinaus.
Merte, Marin verkaufen und mit dem Geld einen Neuanfang starten!!!

Wollte man doch auch (also einen Neuanfang starten), warum wird das nun scheinbar wieder nicht? :confused::confused::confused:


merte ist mit 26 über seinen zenit hinaus :wall: und frings mit 34 natürlich nicht...

wer soll denn für deinen "neuanfang" kommen? wie wäre es mal mit konstruktiven vorschlägen?
 
Unfassbar, was es hier so zu lesen gibt. :lol:

Und das - wohlgemerkt - im Mai. :lol:

...aber immer von den selben Kandidaten, insofern ist das gar nicht mehr überraschend :lol:

Ein Umbruch ist immer eine schwierige Sache.

Einerseits ist er immer eine Frage der Alternativen, die zu haben sind. Da ist es schwer, sich von vorn herein von Spielern zu trennen (Jensen, Pasanan, Frings), ohne dass Nachfolger für deren konkrete Position bereitstehen. Die jetzige Debatte um Pasanen belegt diese Schwierigkeit:
Eigentlich dürfte man erst dann Spieler abgeben, wenn man angemessenen Ersatz verpflichtet hat und die Tinte trocken ist. Dann aber kann der Markt für die abzugebenden Spieler bereits weitgehend dicht sein.

Andererseits ist es nur fair gegenüber den betroffenen Spielern, ihnen früh genug reinen Wein einzuschenken und nicht erst am 30.06. zu sagen: oh, heute läuft ja Dein Vertrag aus. Sorry, aber wir brauchen Dich nicht mehr.

Ein Umbruch ist weitaus schwieriger zu gestalten als sukzessive, punktuelle Verstärkungen so wie sie in den letzten Jahren immer wieder versucht wurden.

Hinzu kommt noch, dass ein Pasanen sich im Falle eines neuen Vertrags im Grunde nur als Notnagel fühlen kann.
 
Ist nicht ganz so einfach. Wenn man noch die ABschreibungen dazu rechnet (die bilanziell den Gewinn mindern, aber dennoch einen geldwerten Zulauf von liquiden Mitteln kennzeichnen - zumindest bei nicht verschuldeten Unternehmen) dann kommt zuden Bilanzgewinn noch ein erheblicher Batzen Geld dazu, der investiert werden könnte.

Laut offizieller Bilanz von 2009 (neuere sind noch nicht veröffentlicht) hatte Werden einen ausgewiesenen bilanziellen Gewinn nach Steuern von ca 7 Mio inkl. Abschreibungen von ca 17 Mio. Das machen zusammen ca 24 Millionen Euro an liquiden Mitteln, ungefähr der Betrag, der als Cashflow (direkter Nettozufluss liquider Mittel) ausgewiesen wurde.

Dies ist auch in der Vermögenslage ausgewiesen. Zusätzlich dazu stehen ca 27 Mio an langfristigem Vermögen in den Büchern. Zudem werden auch die Rückstellungen von 14 Mio gemeinhin nicht als "Unantastbar" deklariert.

Mit 24 Millionen CASH und weiteren 27 bis 41 Millionen auf der hohen Kante war Werder vor 2 Jahren noch im sehr grünen Bereich.

Davon ausgehend, dass wir in den letzten beiden Spielzeiten zumindest kostendeckend gearbeitet haben (in diesen Zeitraum fallen immerhin neben CL-Geldern auch noch Transferüberschüsse von mehr als 25 Millionen) dann hat es keine Grundlage, dass Allofs stets die Vermutung aufkommen lässt, wir seien knapp bei Kasse.

Oder es ist letztes Jahr etwas gravierendes passiert, wovon aber keiner etwas weiß!

Back to topic: Umbruch heisst nicht Pasanen, Möglichkeiten gibts genug und am Geld darf es nicht scheitern..

Absolut richtig. Das bilanzielle sowieso, aber auch die Vermutung über verfügbare Mittel.

Ich denke aber, wenn man unter der Prämisse urteilt, auch mal ein Jahr ohne internationales Geschäft auskommen muss, dann macht auch der ausgewiesene Sparkurs Sinn.

Man muss einfach mal die 15-20 Mio betrachten, die man in der CL-Vorrunde verdienen kann und die Mindereinnahmen aus dem TV-Topf durch den 13. Tabellenplatz - und vergleiche dies mit den kurzfristigen liquiden Mitteln.

Ich bin schon der Meinung, dass man diese Reserven benötigt, wenn man möglichst schnell wieder oben dabei sein will. Entweder hilft es bei einem Umbruch, oder man kann die Leistungsträger im Kader belassen auf die man baut. Man ist einigermaßen frei in der Entscheidung, wen man abgibt und muss nicht aus einem Zwang heraus mehrere Leistungsträger abgeben, um die Personalkosten drastisch zu reduzieren.

Anders wäre es, wenn man Jahr für Jahr den Jahresüberschuss komplett in Beine investiert hätte, so wie es hier viele immer gefordert haben. Auch dann hätte man seinen CL-Platz nicht dauerhaft in Stein gemeißelt, eine ernüchternde Saison wäre ebenso möglich gewesen. Diese hätte einem dann aber durchaus das Genick brechen können, vermutlich hätte man sich sogar einen Ekici-Transfer von der Backe putzen können.

Im übrigen zeichnet es einen guten Kaufmann aus, wenn er in schlechten Zeiten noch Tafelsilber verkaufen hat, welches er in guten Zeiten angehäuft hat.
 
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