Klaus Allofs

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Meine Frage wie würde sich die Situation wirtschaftlich bei einem Abstieg darstellen, denn man hat dann weniger Kapital zur Verfügung und ich glaube, man müsste die besten Spieler verkaufen um dei Schulden zu tilgen. Wäre es nicht besser gewesen wenn man in die Baustellen der Mannschaft vernünftig investiert hätte um die klasse zu erhalten?????:confused:
ich bin mir nicht so sicher, ob es denn unbedingt die klasse sein muss. klar, in der 1. liga ist das prestige höher und die einnahmen auch. aber gerade diese saison zeigt doch, dass geld nicht notwendigerweise tore schiesst - der mainzer kader kostet 15 mio und nicht 105 mio wie der unsere, und was freiburg oder hannoi ausgeben (können) will wahrscheinlich keiner wissen. der BVB war von 5 jahren pleite und musste neu anfangen - und sieh mal einer guck.

ganz nebenbei interessiert mich wenig, wie der gegner heisst, wenn ich ein spannendes spiel auf hohem niveau sehen kann, und was bringt mir inter mailand, wenn ich das schlachtfest ansehen muss, was die mit uns im hinspiel veranstaltet haben? (rückspiel interessierte doch eh keinen, speziell mourinho nicht - der lässt doch soagr seine spieler gelbe produzieren um der taktik willen).

am montag cottbus vs. hertha, das war ein superspiel, 2. liga hin oder her. hat von der spannung und dem kampf deutlich mehr gehabt als manches unserer spiele diese saison.

insofern könnte ein abstieg auch ein neuanfang sein.
sehen will ich ihn trotzdem nicht.
 
ganz nebenbei interessiert mich wenig, wie der gegner heisst, wenn ich ein spannendes spiel auf hohem niveau sehen kann,...

am montag cottbus vs. hertha, das war ein superspiel, 2. liga hin oder her. hat von der spannung und dem kampf deutlich mehr gehabt als manches unserer spiele diese saison.

insofern könnte ein abstieg auch ein neuanfang sein.
sehen will ich ihn trotzdem nicht.

Du sprichst von hohem Niveau und dass Du den Abstieg nicht sehen willst.
Warum sprichst Du dann von tollem 2.-Liga-Fußball???? :stirn::stirn::stirn:
 
ich bin mir nicht so sicher, ob es denn unbedingt die klasse sein muss. klar, in der 1. liga ist das prestige höher und die einnahmen auch. aber gerade diese saison zeigt doch, dass geld nicht notwendigerweise tore schiesst - der mainzer kader kostet 15 mio und nicht 105 mio wie der unsere, und was freiburg oder hannoi ausgeben (können) will wahrscheinlich keiner wissen. der BVB war von 5 jahren pleite und musste neu anfangen - und sieh mal einer guck.

ganz nebenbei interessiert mich wenig, wie der gegner heisst, wenn ich ein spannendes spiel auf hohem niveau sehen kann, und was bringt mir inter mailand, wenn ich das schlachtfest ansehen muss, was die mit uns im hinspiel veranstaltet haben? (rückspiel interessierte doch eh keinen, speziell mourinho nicht - der lässt doch soagr seine spieler gelbe produzieren um der taktik willen).

am montag cottbus vs. hertha, das war ein superspiel, 2. liga hin oder her. hat von der spannung und dem kampf deutlich mehr gehabt als manches unserer spiele diese saison.

insofern könnte ein abstieg auch ein neuanfang sein.
sehen will ich ihn trotzdem nicht.


Jo, so kann man das auch sehen. Ich empfehle dir den Dorfverein gleich um die Ecke. Dort gibt es das Bier und die Bratwurst zum halben Preis. Der Eintritt ist auch fast geschenkt und neben einem spannenden Fußballspiel gibt es oft aktionreiche Handgreiflichkeiten. Übergriffe auf den Schiri wurden auch schon gesichtet. Außerdem ist man "viel näher dran" und die "Fußballstars" trifft man nach dem Spiel zum Smalltalk an der Theke und nicht im VIP-Bereich. Das Publikum besteht übrigens zu 30% aus sexy Spielerfrauen und eine Bannmeile gibt es auch nicht.

PS: José Mourinho ist Trainer von Real und nicht von Inter!
 
ich bin mir nicht so sicher, ob es denn unbedingt die klasse sein muss. klar, in der 1. liga ist das prestige höher und die einnahmen auch. aber gerade diese saison zeigt doch, dass geld nicht notwendigerweise tore schiesst - der mainzer kader kostet 15 mio und nicht 105 mio wie der unsere, und was freiburg oder hannoi ausgeben (können) will wahrscheinlich keiner wissen. der BVB war von 5 jahren pleite und musste neu anfangen - und sieh mal einer guck.

ganz nebenbei interessiert mich wenig, wie der gegner heisst, wenn ich ein spannendes spiel auf hohem niveau sehen kann, und was bringt mir inter mailand, wenn ich das schlachtfest ansehen muss, was die mit uns im hinspiel veranstaltet haben? (rückspiel interessierte doch eh keinen, speziell mourinho nicht - der lässt doch soagr seine spieler gelbe produzieren um der taktik willen).

Ich meine ja dass man keine millionen für spieler ausgeben soll sondern die spieler holt die fehlen. Bei Werder fehlt ein offeniver spielbestimmender spieler, ein guter Stürmer und auf den außenverteidgerposten. Da ist Mainz und Hannover besser aufgestellt.
Natürlich kann man in der zweiten Liga einen Neuanfang machen, ja es gibt auch dort gute spiele.
Ein Fußballverein ist auch ein Wirtschaftsunternehmen und muss sich wirtschaftlich weiterentwickeln. Es würden Sponsoren abspringen, TV Gelder würden weniger werden. Auch das Personal im Verein müsste abgebaut werden, also Menschen verleiren ihren Arbeitsplatz aus Kostengründen. Für Spieler würde der Verein nicht mehr interessant sein und und und.
Außerdem spielt Hannnover und Mainz über ihre Verhältnisse, Werder umgekehrt.

am montag cottbus vs. hertha, das war ein superspiel, 2. liga hin oder her. hat von der spannung und dem kampf deutlich mehr gehabt als manches unserer spiele diese saison.

i
 
ich bin mir nicht so sicher, ob es denn unbedingt die klasse sein muss. klar, in der 1. liga ist das prestige höher und die einnahmen auch. aber gerade diese saison zeigt doch, dass geld nicht notwendigerweise tore schiesst - der mainzer kader kostet 15 mio und nicht 105 mio wie der unsere, und was freiburg oder hannoi ausgeben (können) will wahrscheinlich keiner wissen. der BVB war von 5 jahren pleite und musste neu anfangen - und sieh mal einer guck.

ganz nebenbei interessiert mich wenig, wie der gegner heisst, wenn ich ein spannendes spiel auf hohem niveau sehen kann, und was bringt mir inter mailand, wenn ich das schlachtfest ansehen muss, was die mit uns im hinspiel veranstaltet haben? (rückspiel interessierte doch eh keinen, speziell mourinho nicht - der lässt doch soagr seine spieler gelbe produzieren um der taktik willen).

am montag cottbus vs. hertha, das war ein superspiel, 2. liga hin oder her. hat von der spannung und dem kampf deutlich mehr gehabt als manches unserer spiele diese saison.

insofern könnte ein abstieg auch ein neuanfang sein.
sehen will ich ihn trotzdem nicht.

Schoener Beitrag, ich sehe das aehnlich. Bei aller Liebe zu Werder muss man einfach einsehen das Fussball und auch das Leben nicht linear verlaeuft. In diesem Sinne ist auch ein Einbruch mal normal.

Natuerlich waere es trotzdem eine Katastrophe abzusteigen, aber prinzipiell ist ein Neuanfang gut und auch normal. Selbst die Bayern hatten schon echte Horror-Saisons. Ich hoffe wirklich das wir nicht absteigen, aber man kann auch von dieser Situation positive Dinge ableiten. Ich sehe es als riesen Chance endlich wieder eine logische Struktur einzubringen, und ausserdem oeffnet diese miserable, schmerzhafte Situation unserem Manager und Vorstand endlich die Augen das der Kader einen totalen Umbruch braucht! :svw_applaus:
 
Wenn das Spielermaterial nicht ausreichen würde, um die Klasse zu halten, dann könnten wir von der Logik her eigentlich auch keinen tollen Spieler mehr verkaufen, da wir ja keine haben.:lol:

So kann man den gesamten Wert von Werder Bremen sehr schnell vernichten:
Z.B. Merte: Vor einem Jahr hätten wir vielleicht noch 12 Mio. EUR für ihn bekommen. Wenn wir ihn jetzt verkaufen wollten, würden wir vielleicht noch 4 Mio. EUR für ihn bekommen. Das ganze kann man beliebig fortsetzen.

Das Problem mit der 2. Liga ist, dass unsere Umsatzerlöse stark zurückgehen würden. Dies kann man entsprechend auffangen, indem man bei den Spielergehältern stark einspart. Wenn man sogar dann noch einige Spieler gut verkaufen kann, kann man sogar in der Zweiten Liga Gewinn machen.
Ein Problem könnte sein, dass man Personalaufwand aufgrund von Verträgen oft nicht so schnell senken kann, wie nötig. Einen Vranjes oder Silvestre müsste man dann theoretisch weiterbezahlen usw.
Allerdings müssten wir als Zuschauer dann auch Top-Spiele gegen Cottbus ansehen, statt gegen Inter Mailand.
Das will natürlich niemand.

Von daher gehe ich mal davon aus, dass KATS vorhaben ruhig durch unruhiges Fahrwasser zu fahren.
Sie gehen davon aus, dass unser Kader stark genug ist, um die Klasse zu halten (was ja auch nicht ganz abwegig ist, da wir teilweise auch noch ganz gut gespielt haben mit vielen dieser Spieler).
Außerdem trainiert TS die Mannschaft jetzt ganz energisch und versucht auf diese Weise nocheinmal alles rauszuholen.
Wenn wir jetzt einen Helmes für 8 Mio. EUR geholt hätten, würden wir dieses Jahr sicher Verlust machen. Das passt nicht zu unserem soliden Geschäftsmodell.
Und wenn wir Pech haben verletzt sich dieser Spieler dann, insbesondere, da er verletzungsanfällig ist.
Von daher handelt KA hier richtig.
Das Problem ist, dass Spieler wie Wagner oder Huse zu weit von der ersten Elf entfernt sind.

Aber ich will jetzt auch nicht alles schönreden. Ist schon klar, dass bei uns irgendwo der Wurm drin steckt...

Ist alles einsichtig. Ich meine ja nicht dass man gleich einen Spieler für 8 oder 10 Mill. verpflichtet. Das Risiko ist zu groß. Aber jedes wirtschaftsunternehmen muss in die Zukunft investieren um das Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. Wenn man immer mit alten Maschienen arbeitet und nicht in hochmoderne computergesteuerte Maschinen investiert und wenn man keine neuen Produkte entwickelt dann ist man nicht mehr konkurrenzfähig und geht pleite.
Eben dies sehe ich bei Werder so. Man fährt weiter auf derselben Schiene wie vor 10 Jahren ohne jegliche Veränderungen. Es fehlt an Ideen, ein neues System. Das ist es ja gerade Schaaf versucht einen Systemwechsel hat aber nicht die nötigen Spieler dazu, deshalb geht dies schief. Ich verlange von KATS und von der Vereinsführung neue Ideen, Veränderung, dass man konkurrenzfähig bleibt. Dies ist leider nicht der Fall. Der FC Bayern hat dies vollzogen dies in der den letzten 10 Jahren mehrmals. dies ist auch der Erfolg des Vereins und nicht weil sie das meiste Geld haben, sondern weil sich die Struktueren in dem Mannschaftsgefüge ändern.
 
Aber dass Hugo 3 Tore gegen Pauli gemacht hat (das war unser letzter klarer Sieg ohne Glück), darf man nicht überbewerten. Stürmer Nummer 3 hinter einem verletzten Pizza und dem Saftladen-Kicker...:thumb:

In vielem sprichst Du ja die Wahrheit, nur hast Du anscheinend übersehen, wie viel Glück (bzw. Unvermögen von Pauli) den Sieg ermöglicht haben. Erst nachdem die bei den Spielständen 0:0, 1:0 und 2:0 einige teils hundertprozentige Chancen nicht gemacht hatten, so das man den Eindruck bekam, die schießen im Weserstadion nie ein Tor, hat ihnen das 3:0 dann den Zahn gezogen.

So unsicher unser Haufen damals schon war würde ich keinen Zloty darauf wetten, das wir auch nach einem 0:1 oder 1:1 oder einem Anschlusstreffer durch Pauli zum 2:1 noch gewonnen hätten.
Und da darf man dann schon von Glück sprechen.
Glück hatten wir auch beim zweiten klaren Sieg, dem 1:4 Auswärtssieg in Gladbach. Zu dem Glück kam ein überragender Mielitz hinzu.

Wir haben diese Saison in meinen Augen überhaupt nur 2 Siege ohne Glück dabei gehabt: Das 4:2 gegen Köln in der Hinrunde, das einzige Spiel, das an das Werder von früher erinnerte, und das erzwungene 3:2 in der Hinrunde gegen den HSV, bei dem wir uns durchgebissen haben, nachdem der Gegner Glück hatte, u.a. bei dem Glücksschuss von Pitroipa.
 
So kann man den gesamten Wert von Werder Bremen sehr schnell vernichten:
Z.B. Merte: Vor einem Jahr hätten wir vielleicht noch 12 Mio. EUR für ihn bekommen. Wenn wir ihn jetzt verkaufen wollten, würden wir vielleicht noch 4 Mio. EUR für ihn bekommen. Das ganze kann man beliebig fortsetzen.

*SCHERZMODUS AN* Hast Du 'ne Badezimmerarmatur offen ? Wenn wir Merte jetzt abgeben, müssen wir noch 'ne Million drauflegen :lol:
*SCHERZMODUS AUS*

Das man das (fast) beliebig fortsetzen könnte, stimmt allerdings. :D
 
Der FC Bayern hat dies vollzogen dies in der den letzten 10 Jahren mehrmals. dies ist auch der Erfolg des Vereins und nicht weil sie das meiste Geld haben, sondern weil sich die Struktueren in dem Mannschaftsgefüge ändern.

Nja, der FC Bayern hat aber auch die finanziellen Möglichkeiten, um einen Umbau der Strukturen im großen Maße anzugehen, ohne die Gefahr zu laufen, bei einem Fehler gleich finanziell mit dem Rücken an der Wand zu stehen.
 
Deutsche Nationalspieler haben im Moment einen guten Ruf und einen starken Marktwert. Da kannst Du 3 Jahre wie ein Amateur spielen und bist trotzdem 20 Millionen Wert (Poldi). ;)

Ich denke Mertesacker würde immernoch gute 8 Millionen bringen. Dafür war er die letzten 6 Jahre einfach zu stabil + StammIV Nati.
 
Nja, der FC Bayern hat aber auch die finanziellen Möglichkeiten, um einen Umbau der Strukturen im großen Maße anzugehen, ohne die Gefahr zu laufen, bei einem Fehler gleich finanziell mit dem Rücken an der Wand zu stehen.

Ich habe ja gesagt Struckturänderungen im Mannschaftsgefüge hat nichts mit viel Geld zu tun man kann auch mit weniger Geld aber mit neuen Ideen eine gute Mannschaft aufbauen. siehe Hoffenheim oder seht euch Hannover an oder Mainz. Slomka hat mit den Spielern die er in Hannover zur Verfügung hat das richtige System gefunden und die vorhandenen Spieler auf den Platz gestellt wo sie am wirkungsvollsten sind. Deshalb ist der Platz wo jetzt Hannover steht kein Zufallsprodukt. Man hat mit Yakonnan einen Stürmer geholt den keiner kannte aber optimal ins System passt.
dies konnte früher auch KATS aber dies ist ihnen abhanden gekommen. Deshalb muss mit einer anderen sportlichen Leitung einen Neuanfang gemacht werden.
 
Ich habe ja gesagt Strukturänderungen im Mannschaftsgefüge hat nichts mit viel Geld zu tun man kann auch mit weniger Geld aber mit neuen Ideen eine gute Mannschaft aufbauen. siehe Hoffenheim oder seht euch Hannover an oder Mainz. Slomka hat mit den Spielern die er in Hannover zur Verfügung hat das richtige System gefunden und die vorhandenen Spieler auf den Platz gestellt wo sie am wirkungsvollsten sind. Deshalb ist der Platz wo jetzt Hannover steht kein Zufallsprodukt. Man hat mit Yakonnan einen Stürmer geholt den keiner kannte aber optimal ins System passt.
dies konnte früher auch KATS aber dies ist ihnen abhanden gekommen. Deshalb muss mit einer anderen sportlichen Leitung einen Neuanfang gemacht werden.

Hoffenheim ist da aufgrund der irrwitzig vielen SAP-bzw. Hopp-Millionen ein ganz falsches Beispiel. Freiburg und Nürnberg sollte man vielleicht statt dessen nennen. Obwohl Freiburg auch wieder auf Deinen Beitrag nicht passt, denn da hat man sich mit Dutt nur einen Trainer gesucht, der genauso kompetent wie Finke ist und die gleiche Strategie weiter verfolgt und damit nun Erfolg hat.

Nürnberg muss man aus mehreren Gründen dazu zählen: Einmal haben die in aller Stille in den letzten 10 Jahren aus einem bis Oberlippe-Unterkante verschuldeten Club ein solide finanziertes Unternehmen gemacht, fast hanseatisch sozusagen. Sie haben sich etwas an die Freiburger Strategie angelehnt und wirtschaften so, das auch ein Abstiegs sie nicht umwirft und sie in aller Regel dann den Wiederaufstieg schaffen. Durch die Wiedereinführung der Relegation blieb ihnen auch ein Abstieg erspart.
Durch viele günstige Leihspieler, die sich beim Club gut entwickelt haben, sind sie ein Magnet für Talente geworden (nicht nur von Bayer04) weil dort sehr viele junge unbekannte Spieler eine Chance bekommen. Der Manager Bader ist mittlerweile gut genug, unbekannte junge Spieler, wie zB. Cohen, aufzuspüren (auch wenn da wohl ein Tipp von dessen ehemaligem Trainer Loddar kam).

Vor allem aber hat Hecking mit seiner Strategie Erfolg: Er läßt die Spieler das spielen, was sie können, m.a.W. er hat sein System nach den vorhandenen Spielern und ihren Fähigkeiten ausgerichtet bzw. er hat mit dafür gesorgt, das man mit Ekici und Gündogan sowie mit Schieber die passenden Spieler günstig bekam. Das Erfolgsmodell ist, für jeden zurück gegebenen Leihspieler wieder ähnlich gute neue Spieler zu kriegen. Von daher hat Nürnberg wohl mit die erfolgreichsten Transfers, weil sie so viele haben. Und das Nürnberger System ist relativ einfach, dafür aber erfolgreich. Sozusagen das genaue Gegenteil von dem, was bei Werder passiert.

Auch zu d4enken gibt mir, das die Teams, die am erfolgreichsten sind, anscheinend auch menschlich die am besten harmonierenden Truppen haben, sozusagen 11 Freunde........... :thumb:
 
insofern könnte ein abstieg auch ein neuanfang sein.
sehen will ich ihn trotzdem nicht.

Könnte... er birgt aber auch immer die Gefahr, daß man eine Fahrstulmannschaft wird.

Mönchengladbach ist da ein warnendes Beispiel, wenn auch mit dem Unterschied, daß deren 1. Abstieg nicht so unerwartet kam wie unsere derzeitige Situation, denn die Fohlen haben in den Jahren zuvor auch schon Bekanntschaft mit dem Abstiegsgespenst gemacht. Aber auch dort glaubte man, daß für den langjährigen und erfolgreichen Bundesligisten (man kann es sich kaum vorstellen, aber nach den Bayern haben die Fohlen die meisten Meisterschaften seit Gründung der Bundesliga geholt) der Abstieg 1999 ein einmaliger Betriebsunfall war; zwölf Jahre später kämpfen sie bereits gegen den 3. Abstieg...
 
Vorsicht Leute. Klar wohnt in jedem Ende auch ein Neuanfang, aber...
Werder ist mit seinen Spielern nie ein kämpfender Verein gewesen. Die versuchen spielerisch, Probleme auf dem Platz zu lösen oder eben nicht, wie diese Saison. 2. Liga heißt aber viel Kampf, wenig Spiel.
Ich behaupte, dass Werder nicht einen direkten Wiederaufstieg hinbekommt, sondern ähnlich dem KSC in der 2.Liga erst einmal ums Überleben kämpfen muss.
Dann wird sich der Stadioneubau bitter rächen, weil es zu Geldmangel kommt. Die Stadt Bremen ist sowieso pleite, also, wo soll denn Geld herkommen in der strukturschwachen Region.
TS wird einen hochdotierten Vertrag in Lev oder WOB bekommen. KA wahrscheinlich in WOB. Die machen immer ihren Schnitt.
 
Werder ist mit seinen Spielern nie ein kämpfender Verein gewesen. Die versuchen spielerisch, Probleme auf dem Platz zu lösen oder eben nicht, wie diese Saison. 2. Liga heißt aber viel Kampf, wenig Spiel.

Der erste Satz stimmt ja wohl nicht, es ist ist noch gar nicht mal so langer her, daß Werder auch mit kämpferischen Tugenden überzeugen konnte ( z.B. 2. Hälfte der RR 09/10, Heimsieg gegen Real mit einer Rumpfelf), und langjährige Spieler wie z.B. Borowka, Votava oder Eilts standen für Kampf, ohne den die ganzen Wunder von der Weser wohl kaum möglich gewesen wären. Ansonsten stimme ich Dir zu.
 
In vielem sprichst Du ja die Wahrheit, nur hast Du anscheinend übersehen, wie viel Glück (bzw. Unvermögen von Pauli) den Sieg ermöglicht haben. Erst nachdem die bei den Spielständen 0:0, 1:0 und 2:0 einige teils hundertprozentige Chancen nicht gemacht hatten, so das man den Eindruck bekam, die schießen im Weserstadion nie ein Tor, hat ihnen das 3:0 dann den Zahn gezogen.

So unsicher unser Haufen damals schon war würde ich keinen Zloty darauf wetten, das wir auch nach einem 0:1 oder 1:1 oder einem Anschlusstreffer durch Pauli zum 2:1 noch gewonnen hätten.
Und da darf man dann schon von Glück sprechen.
Glück hatten wir auch beim zweiten klaren Sieg, dem 1:4 Auswärtssieg in Gladbach. Zu dem Glück kam ein überragender Mielitz hinzu.

Wir haben diese Saison in meinen Augen überhaupt nur 2 Siege ohne Glück dabei gehabt: Das 4:2 gegen Köln in der Hinrunde, das einzige Spiel, das an das Werder von früher erinnerte, und das erzwungene 3:2 in der Hinrunde gegen den HSV, bei dem wir uns durchgebissen haben, nachdem der Gegner Glück hatte, u.a. bei dem Glücksschuss von Pitroipa.

Das mit den drei Toren von Hugo gegen Pauli war ja auch nur ironisch von mir gemeint. Ich wollte nur deutlich machen, was für einen Quatsch der Fischer da verzapft hat.
Du hast das ganze jetzt nochmal in echt erläutert.
 
Ist alles einsichtig. Ich meine ja nicht dass man gleich einen Spieler für 8 oder 10 Mill. verpflichtet. Das Risiko ist zu groß. Aber jedes wirtschaftsunternehmen muss in die Zukunft investieren um das Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. Wenn man immer mit alten Maschienen arbeitet und nicht in hochmoderne computergesteuerte Maschinen investiert und wenn man keine neuen Produkte entwickelt dann ist man nicht mehr konkurrenzfähig und geht pleite.
Eben dies sehe ich bei Werder so. Man fährt weiter auf derselben Schiene wie vor 10 Jahren ohne jegliche Veränderungen. Es fehlt an Ideen, ein neues System. Das ist es ja gerade Schaaf versucht einen Systemwechsel hat aber nicht die nötigen Spieler dazu, deshalb geht dies schief. Ich verlange von KATS und von der Vereinsführung neue Ideen, Veränderung, dass man konkurrenzfähig bleibt. Dies ist leider nicht der Fall. Der FC Bayern hat dies vollzogen dies in der den letzten 10 Jahren mehrmals. dies ist auch der Erfolg des Vereins und nicht weil sie das meiste Geld haben, sondern weil sich die Struktueren in dem Mannschaftsgefüge ändern.

Genau das ist der Punkt, weswegen wir momentan im Abstiegskampf stecken. Die letzten beiden Jahre haben wir so ziemlich verschlafen.
Wir hätten mehrere junge aufstrebende Spieler z.B. aus der 2. Liga aufbauen müssen und gleichzeitig auch noch ein bis zwei Top-Spieler verpflichten müssen. Das ist nun aber zu spät, da uns die internationalen Einnahmen im nächsten Jahr fehlen werden...
 
Hin und wieder erinnert mich Werder an meinen ehemaligen Reitverein. Im Vorstand jede Menge Klüngelei und die Einstellung: "Wir machen das seit 1960 so, wir machen das auch weiterhin so." Und sich dann wundern, dass die Leute woanders hingehen...

Schon die Evolution hat gezeigt: wer sich veränderten Gegebenheiten nicht anpasst oder/und weiterentwickelt, stirbt irgendwann mal aus.
 
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