Klaus Allofs

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Wenn man es genau nimmt hatten wir ja schon das Fundament, vor 2 Jahren hat es die ersten Risse bekommen und jetzt ist es eingestürzt.

Sehe ich ähnlich. Schon vor 2 und noch mehr Jahren gab es Spiele mit eklatanten Defiziten in der Einstellung, aber weil man irgendwie trotzdem die eigenen Ziele erreicht hat, wurde diese Anzeichen nicht für so ernst genommen. Das ganze hat sich zu einem Schneeball entwickelt und 2010/11 wurde Werder von der daraus entstehenden Lawine erfaßt.
 
Der Unterschied unsere Meinungen liegt sicherlich auch darin begründet, dass ich der Mannschaft grundsätzlich auch in der jetzigen Formation den Klassenerhalt zutraue.

Ich habe eher den Eindruck, dass das, was wir bei Werder momentan erleben, die eskalierende Bindung an einen Abwärtskurs darstellt. Es besteht eine Art eskalierendes Commitment, ein Strukturkonservatismus, der dazu führt, dass man sich innerhalb seiner Verhaltensstrategien und Handlungsmuster nicht von seinem Kurs abbringen lässt, auch wenn dieser immer mehr in die Irre läuft. Die Finanz- und Personalpolitik, die zur jetzigen Situation geführt hat, soll fortgesetzt und somit die Problemursache gleichzeitig die Lösung des Problems sein. Vielmehr möchte man mit Lichtenberg rufen: „„Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“
 
Wenn man es genau nimmt hatten wir ja schon das Fundament, vor 2 Jahren hat es die ersten Risse bekommen und jetzt ist es eingestürzt.

Wenn man es genau nimmt, kann ein Fundament nicht einstürzen, es kann aber seine "Traglast" verlieren durch die von dir in spiel gebrachten Risse.
Ich sehe unser Fundament noch als vorhanden, finde allerdings, dass der Aufbau etwas wacklig ist.
 
Was habe ich geschrieben? Stand da nicht was von das ich der aktuellen Mannschaft den Ligaverbleib zutraue?
Um deine Frage zu beantworten bräuchte ich detaillierte Kenntnisse der Alternativen. Grundsätzlich gilt es natürlich, den Abstieg zu verhindern, aber eben nicht um jeden Preis.

Doch, um jeden Preis muss der Abstieg zu verhindert werden. Ob Werder den Abstieg verhindern kann - was Du der Mannschaft ja zutraust - wird von Spiel zu Spiel unwahrscheinlicher, wenn auch nicht unmöglich. Auf solch ein Glücksspiel darf sich der Verein nicht einlassen.
 
Ich habe eher den Eindruck, dass das, was wir bei Werder momentan erleben, die eskalierende Bindung an einen Abwärtskurs darstellt. Es besteht eine Art eskalierendes Commitment, ein Strukturkonservatismus, der dazu führt, dass man sich innerhalb seiner Verhaltensstrategien und Handlungsmuster nicht von seinem Kurs abbringen lässt, auch wenn dieser immer mehr in die Irre läuft. Die Finanz- und Personalpolitik, die zur jetzigen Situation geführt hat, soll fortgesetzt und somit die Problemursache gleichzeitig die Lösung des Problems sein. Vielmehr möchte man mit Lichtenberg rufen: „„Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“

Diese Schilderung erinnert mich sehr an die ersten Jahren nach Otto Rehhagel, dort war es ähnlich, bis der Vorstand im Abstiegskampf 1999 die Zeichen der Zeit erkanntr, daß seine Verfahrensweise nicht mehr zeitgemäß war.
 
Ich sag jetzt mal Folgendes: Spieler wie Baumjohann, Jendrissek und Co. ....
sind für mich alles keine Leute, die den Verein sofort verstärken würden. Die Spieler die mMn. von der Wahrscheinlichkeit her nach sofort das Team verstärken könnten ohne große Eingewöhnungszeit zu benötigen, werden sich im 2stelligen Ablösebereich bewegen. Das sind nämlich Spieler die nachweislich über einen langen Zeitraum sich bewiesen haben und über internationale Klasse verfügen. Einen Kranjcar würde ich noch nicht mal dazu zählen, wobei er sicherlich über gute Anlagen verfügt mMn. mehr als o.g Spieler. Ich bezweifel, dass man momentan einen solchen Spieler verpflichten kann, gar nicht zwingend bzw. nicht nur wegen der Ablöse, die könnte man wenn man ins Risiko geht vielleicht noch stemmen, die Frage ist doch eher, welcher Spieler eines solchen Formates hier hin wechseln will. Ich kann mir vorstellen, dass tatsächlich Transfers eines gewissen Kalibers in Betracht gezogen werden, es aber schlicht und ergreifend auch am Wille des Spielers hier her zu wechseln scheitern kann. Des Weiteren muss man sich den Zustand des Teams in der momentanen Situation anschauen. Die Frage ist, selbst wenn eine Verstärkung auf hohem Niveau kommt, ob sie allein das Zeug dazu hat, das Team mitzuziehen oder ob das Team diese Person mit in den Strudel zieht. Und 2-3 Hochkaräter in der WP zu verpflichten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Aufwärtstrend bewerkstelligen können ist nicht nur für Bremen, sondern für eigentlich fast jede Mannschaft unrealistisch. Selbst Schalkes teure Neuzugänge im Sommer lassen den Club nicht viel erfolgreicher in der BL darstehen als Bremen.
 
Doch, um jeden Preis muss der Abstieg zu verhindert werden. Ob Werder den Abstieg verhindern kann - was Du der Mannschaft ja zutraust - wird von Spiel zu Spiel unwahrscheinlicher, wenn auch nicht unmöglich. Auf solch ein Glücksspiel darf sich der Verein nicht einlassen.
Um jeden Preis den Abstieg zu verhindern hiesse, soviel Kredit aufnehmen wie geht und dies zusammen mit den vorhanden Mitteln dann in den Kader zu investieren.
Folge wäre dann eine mehrjährige Handlungsunfähigkeit. Sollten wir dann wieder in eine änhliche Situation kommen oder es gar dennoch jetzt schon nicht klappen, dann ist das Licht aus.
Da kann ich dich genauso "polemisch" fragen:
Dir ist es also lieber der Verein bricht komplett zusammen?
 
Doch, um jeden Preis muss der Abstieg zu verhindert werden. Ob Werder den Abstieg verhindern kann - was Du der Mannschaft ja zutraust - wird von Spiel zu Spiel unwahrscheinlicher, wenn auch nicht unmöglich. Auf solch ein Glücksspiel darf sich der Verein nicht einlassen.

Um jeden Preis würde ich nicht unbedingt unterschreiben, aber ein Abstieg würde Werder finanziell wesentlich mehr schaden ald die eine oder andere Spielerverpflichtung, die sich im Nachhinein als weiterer Fehleinkauf entpuppt. Werder steht sportlich mit dem Rücken zur Wand, und es wird nicht besser, wenn man sich weiter durch nichtstun seinem Schicksal ergibt.
 
Um jeden Preis würde ich nicht unbedingt unterschreiben, aber ein Abstieg würde Werder finanziell wesentlich mehr schaden ald die eine oder andere Spielerverpflichtung, die sich im Nachhinein als weiterer Fehleinkauf entpuppt. Werder steht sportlich mit dem Rücken zur Wand, und es wird nicht besser, wenn man sich weiter durch nichtstun seinem Schicksal ergibt.

Schliesst das eine das andere aus ? Man verpflichtet jetzt 2-3 Spieler, die sich im Nachhinein als Fehleinkäufe entpuppen aber gleichzeitig bleibt man in der Liga ? Vielleicht verstehe ich diese Aussage auch nicht. Aber für mich ist das logisch nicht nachvollziehbar.
 
Um jeden Preis den Abstieg zu verhindern hiesse, soviel Kredit aufnehmen wie geht und dies zusammen mit den vorhanden Mitteln dann in den Kader zu investieren.
Folge wäre dann eine mehrjährige Handlungsunfähigkeit. Sollten wir dann wieder in eine änhliche Situation kommen oder es gar dennoch jetzt schon nicht klappen, dann ist das Licht aus.
Da kann ich dich genauso "polemisch" fragen:
Dir ist es also lieber der Verein bricht komplett zusammen?

Es geht nicht um den von Dir ins Spiel gebrachten "unendlichen" Kredit, sondern um ca. 10 Mio EUR. Diese Summe würde keine mehrjährige Handlungsunfähigkeit nachsichziehen, zumal am Ende der Saison eine "Bereinigung" des Kaders stattfände. Ein Abstieg würde diesen Verein lähmen und viel mehr Geld kosten.

- Viele Spieler würden verkauft oder gehen
- Hauptsponsoren würde sich zurückziehen oder zumindest die Beträge stark reduzieren
- Fernsehgelder würden auf 2.Liganiveau fallen
- Stadionauslastung würde sich stark reduzieren
- Eintrittskarten / Dauerkarten müssten gesenkt werden
- Personal (nicht Spieler) würden reduziert

usw.

Erst einmal im Keller angekommen, ist die Rückkehr kein Selbstläufer, schon gar nicht im fragilen Bremer Umfeld.
 
Es geht nicht um den von Dir ins Spiel gebrachten "unendlichen" Kredit, sondern um ca. 10 Mio EUR. Diese Summe würde keine mehrjährige Handlungsunfähigkeit nachsichziehen, zumal am Ende der Saison eine "Bereinigung" des Kaders stattfände. Ein Abstieg würde diesen Verein lähmen und viel mehr Geld kosten.

- Viele Spieler würden verkauft oder gehen
- Hauptsponsoren würde sich zurückziehen oder zumindest die Beträge stark reduzieren
- Fernsehgelder würden auf 2.Liganiveau fallen
- Stadionauslastung würde sich stark reduzieren
- Eintrittskarten / Dauerkarten müssten gesenkt werden
- Personal (nicht Spieler) würden reduziert

usw.

Erst einmal im Keller angekommen, ist die Rückkehr kein Selbstläufer, schon gar nicht im fragilen Bremer Umfeld.

Das große Problem dabei ist, sind die 10 Mio für die man deineserachtens einen Kredit aufnehmen sollte eine Garantie dafür die Klasse zu halten? Das ist meiner Meinung nach das größere Problem:
a) hemmt das Ganze den nötigen Umschwung in der Sommerpause (niedrigeres Budget)
b) sollte es trotzdem nicht zum Klassenerhalt reichen, sitzt die Führung er Recht in der "Sch****"
 
Fußball ist ein Mannschaftssport. Selbst wenn Du jetzt zwei Spieler für das Geld holst (und die Frage ist, ob die dann so eine hohe Qualität haben), ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die sich von einer vollkommen verunsicherten Mannschaft anstecken lassen, als dass sie plötzlich alleine Spiele drehen. Die Spieler, die sowas am ehesten können, kriegst Du ohnehin nicht für 10 Millionen Euro. Ach ja...und dann ist da ja noch das Gehalt und die Spieler müssen auch wollen. Der Spielermarkt ist kein Supermarkt mit unendlichem Angebot, wo man nur noch zugreifen muss.
 
Schliesst das eine das andere aus ? Das wäre ja dann noch schlimmer. Man verpflichtet jetzt 2-3 Spieler, die sich im Nachhinein als Fehleinkäufe entpuppen aber gleichzeitig bleibt man in der Liga ?

Die Einnahmeverluste bei einem Abstieg (TV Gelder, Sponsoren, Eintrittskarten) liegen im zweistelligen Millionenbereich, von daher mußte Werder schon einiges investieren, um Spielerverpflichtungen teurer werden zu lassen als einen möglichen Abstieg.
 
Wieso wird denn hier immer ein Ausbleiben von neuen Spielern mit nichts tun gleichgesetzt? Würde es dann Leute beruhigen,wenn man nachlesen könnte, dass KA alles probieren würde Spieler a la Formate eines Diego, Özil etc. zu verpflichten, aber es aufgrund ieines Faktors dann scheitert?
 
Die Einnahmeverluste bei einem Abstieg (TV Gelder, Sponsoren, Eintrittskarten) liegen im zweistelligen Millionenbereich, von daher mußte Werder schon einiges investieren, um Spielerverpflichtungen teurer werden zu lassen als einen möglichen Abstieg.

auch hier siehst du mögliche Spielerverpflichtungen als Garantie an die Klasse zu halten. Wie YPS oben schon schön sagt. Bei all der Vergötterung gegenüber einzelnen Spieler, das Kollektiv muss die Klasse halten, ich finde einzelne Spieler werden zu "wichtig" bewertet ...
 
Die Einnahmeverluste bei einem Abstieg (TV Gelder, Sponsoren, Eintrittskarten) liegen im zweistelligen Millionenbereich, von daher mußte Werder schon einiges investieren, um Spielerverpflichtungen teurer werden zu lassen als einen möglichen Abstieg.

Ja, das ist mir auch bewusst! Es ging mehr um deine Formulierung ! Hättest du geschrieben, ein Abstieg ist teurer als neue Spieler zu verpflichten, hätte ich es ja verstnden...aber der Zusatz von dir, der macht keinen Sinn für mich, denn falls sich diese Spieler als Fehleinkäufe entpuppen, kann man doch bzw gerade deswegen dennoch absteigen. Dann hätte man ja noch mehr Verluste als wenn man nix getan hätte.
 
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