Der könnte bei praktisch jem Klub dieser Welt unterkommen!
Ausgerechnet so ein Plastikklub? Verstehe ich nicht!
Egal, Reisende soll man nicht aufhalten!
Jedem Club auf der Welt? Nicht wirklich, als deutschsprachiger Manager der bisher nur in Deutschland gearbeitet hat dürfte die Auswahl an interessierten Spitzenclubs im Ausland begrenzt sein. Dass man die Landessprache beherrscht und die Liga kennt ist normalerweise Vorraussetzung. In Deutschland würde ihn zwar ausnahmslos jeder Club nehmen wenn sie Bedarf auf der Position haben und er verfügbar ist, aber welche Clubs sind da attraktiv?
Finanziell bessere Grundvorraussetzungen (nicht nur, was über 1-2 Saison möglich ist, sondern was man langfristig aufbauen kann) haben Bayern, Schalke, Dortmund, Leverkusen, Hoffenheim, Hamburg, Köln, Gladbach, Hertha, Stuttgart und Wolfsburg.
Davon fallen Hamburg, Köln, Gladbach, Stuttgart, Hertha und Schalke schonmal raus - langfristiges Arbeiten ist da nicht, das sind nach 3 Niederlagen am Stück schon Schleudersessel. Bleiben Bayern, Hoffenheim, Dortmund, Leverkusen und Wolfsburg. Bei Bayern und Hoffenheim hat man mit Hopp und Hoeneß aber übermächtige Macher im Nacken sitzen anstatt eigenständig ein Projekt zu leiten - kein Vergleich zu Bremen, wo mit Lemke zwar einer im Aufsichtsrat sitzt, der bei den Finanzen vielleicht mal einen Riegel vorschiebt, man aber ansonst sehr frei eigene Visionen verfolgen kann. Bleiben Dortmund, Leverkusen, und Wolfsburg - Dortmund und Leverkusen scheinen vorerst keine freiwerdenden Stellen zu haben, Zorc und Völler sitzen da so sicher im Sattel wie Allofs hier. Dann bleibt eigentlich nur noch Wolfsburg übrig, bei denen er seit Jahren Wunschkandidat ist und wohl ähnlich Großzügig Vertrauen und Freiraum bekommen würde wie Magath ihn hatte - dazu eine satte Gehaltserhöhung.
Werder macht das ganze richtig - erstmal abwarten ob man den Wunschersatz bekommen kann, dann ob die Wunschablöse fließt, und wenn das zusammenkommt kann man über Abschied reden. Wenn das Gesamtpaket nicht passt bleibt Allofs eben und man erwartet professionelles Verhalten, was ich ihm auch zutraue. Das ist ein erwachsener Mann der sich durch hochprofessionelles auftreten über Jahre einen tollen Ruf erarbeitet hat - der wird nicht wie ein trotziges Kind innerlich kündigen und die nächsten 3 Jahre nur noch Murkstransfers tätigen.
Wo ist das Problem vom Aufsichtsrat bzw Allofs, zu sagen:
"Ja , es besteht Interesse an einer Zusammenarbeit zw. VW und KA"
Ist doch legitim
Weil so jeder Verein nach belieben Unruhe bei Werder stiften könnte. Bei manchen Sachen ist es halt geschickter der Presse nicht mehr zu geben als nötig, weil sonst beim nächsten mal jede ausgelassene Information als indirekte Bestätigung der spektakulärsten Interpretation gilt. "Werder äußert sich nichts zu X, aus der Vergangenheit wie bei Beispiel Y wissen wir: Wenn wirklich nichts dran wäre, hätte man längst klar dementiert". Was ist denn, wenn Werder keinen geeigneten Ersatz findet und sich deshalb gegen eine Freigabe entscheidet? Oder was ist, wenn Wolfsburg bei der Ablöse zu knickrig wird? Oder wenn Wolfsburg sich spontan doch für einen leichter zu bekommenden Kandidaten entscheidet? Oder wenn Allofs sich die Angebote erst anhört und dann doch letztlich nicht von einem Wechsel überzeugt ist? Das alles sind doch Möglichkeiten wie sie ähnlich in der Vergangenheit häufig schon passiert sind, da wäre man öfter gut Beraten gewesen die Möglichkeit eines Wechsels gar nicht öffentlich zu diskutieren, da das die weitere Zusammenarbeit erschweren kann.