Klaus Allofs

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Nein, er war in London, um den Leuten vom Chelsea FC auf die Schultern zu klopfen, wie die ihren Ballast beim HSV abgeladen haben :ugly:
 
Mal was anderes: Gegen Leverkusen standen 6 Neuzugänge dieser Saison, eigentlich 7 (wenn Rosenberg zählen würde) in der Startelf. So schlecht kann der Klaus da diesmal nicht gearbeitet haben. Seine beste Transferperiode seit 4 oder 5 Jahren. Zumindest KA hat begriffen, welche Spieler Werder in dieser Zeit weiterbringen.
 
Mal was anderes: Gegen Leverkusen standen 6 Neuzugänge dieser Saison, eigentlich 7 (wenn Rosenberg zählen würde) in der Startelf. So schlecht kann der Klaus da diesmal nicht gearbeitet haben. Seine beste Transferperiode seit 4 oder 5 Jahren. Zumindest KA hat begriffen, welche Spieler Werder in dieser Zeit weiterbringen.
Grundsätzlich schon, es ist beeindruckend wie effizient Allofs wieder arbeitet sobald kein Geld mehr da ist. Dass er solide Verstärkungen holt anstatt teurer, systemfremder Individualisten von denen man hofft, dass sie uns irgendwann vielleicht mal ins CL-Viertelfinale schießen könnten, erinnert stark an den Kurs vor 2006.

Allerdings sehe ich manche Entscheidungen auch zwiespältig, bzw. habe sie im Sommer schon so empfunden und betrachte sie mittlerweile aus einem anderem Blickwinkel.

Ich hatte im Sommer primär auf die Verbesserung der Spieleröffnung in der Innenverteidigung und des strategischen Elements auf der Sechs gehofft. Dass stattdessen Wolf, Sokratis und Trybull (ohne Zweifel hochveranlagt, aber sehr langfristig angelegt) kamen fand ich enttäuschend, wurde der Fokus ja offensichtlich mal wieder eher auf einen 10er gelegt, der "etwas Besonderes" zeigen können soll und nicht wirklich in das System passt (siehe Ekici-Thread). Im Nachhinein wirkt es nun aber doch eher so, als hätte KA mal wieder recht gehabt. Sokratis ist sofort eingeschlagen und hat hohe Qualität, Wolf war ja sowieso ein Notkauf und nach seinen Verkauf wurde jetzt auch gleich ein spielstarker Innenverteidiger mit Affolter geholt. Und Trybull schein die 6er Rolle in Schaafs System perfekt ausfüllen zu können, besser womöglich als alle anderen Kandidaten die auf dem Markt waren.

Kritisch sehe ich nur noch Ekici (wurde oft genug thematisiert) und sogar Ignjovski. Bei dem Frage ich mich nämlich, mit welcher Ambition er geholt wurde. Klar: jung, talentiert, günstig, guter Charakter, passt ins Mannschaftsgefüge und zeigt die richtige Einstellung. Aber um das am Ende in fertige Qualität umzumünzen, muss man ihm noch "Schaafisch" beibringen. Wie soll das nun denn aber gehen, wenn er ein halbes Jahr hin und her geschoben wird und seine Idealposition in unserem System immer noch unklar ist: Reicht sein Spielverständnis (gerade offensiv) für die Halbposition, oder könnte man ihn zum Rechtsverteidiger umschulen? Sechser scheint für ihn in der Raute ähnlich wie bei Bargfrede schwierig zu sein.

Bleibt letztendlich festzuhalten, dass er, um unsere Spielweise zu lernen, auf einer festen Position spielen müsste (meinetwegen Halbposition) und sich dort daran gewöhnen muss. Dann bleibt aber die Frage, ob man ihm bei der Konkurrenz in unserem Kader die notwendige Spielzeit zugestehen kann. Ich hoffe es, aber ich bin auch skeptisch.
 
Zumindest KA hat begriffen, welche Spieler Werder in dieser Zeit weiterbringen.

Zitat von Touch of Brilliance:
Grundsätzlich schon, es ist beeindruckend wie effizient Allofs wieder arbeitet sobald kein Geld mehr da ist. Dass er solide Verstärkungen holt anstatt teurer, systemfremder Individualisten von denen man hofft, dass sie uns irgendwann vielleicht mal ins CL-Viertelfinale schießen könnten, erinnert stark an den Kurs vor 2006.

Es sollte weiterhin öfter mal erwähnt werden, dass es sicherlich nicht KAs alleinige Entscheidung ist, welche Spieler geholt werden sollen. Das kommt mir hier manchmal etwas zu kurz, sowohl bei den positiven, als auch den negativen Kritiken.
 

Naja, bei dieser Art von Bewertungen gibt es natürlich zahllose Meinungsverschiedenheiten.
Zum Autor: Ein sonderlich großer Kenner von Werder scheint er mir ja nicht zu sein...

In meiner Topliste steht ein Spieler unangefochten auf Platz 1 (trotz Pizarro, trotz Naldo, trotz Diego usw.):

JOHAN MICOUD

...und ein Spieler unangefochten auf dem letzten Platz:

CARLOS ALBERTO

Aber auch hier wird es wohl unterschiedliche Meinungen geben...

Gruß vom
Werder-Oldie
 
meines wissens kann die abmeldung auch danach erfolgen... bei den transferlisten geht es schliesslich nur um die anmeldung für die DFL ... kann mich zwar irren aber so habe ich das bisher immer verstanden
Das wird halt immer verwechselt. Die Transferliste und das Transferfenster (also die Anmeldung für die jeweilige Liga) sind zwei verschiedene paar Schuhe. Das Transferfenster für Wechsel innerhalb der Bundesliga ist ja auch bis 18 uhr geöffnet. Hat garnix mit der Transferliste zu tun. Trotzdem müssen ja diese Spieler bis 12Uhr auf die Transferliste sein. Bei der Transferliste gehts nur darum, dass der Transfer frühestens dann stattfinden kann, wenn er auch auf der Transferliste steht. Ich kann kein Spieler beim englischen Verband melden, der noch bei Werder einen Vertrag hat. Wenn die sich um 23uhr einigen, dann ist das schön für den Englischen Verband, aber für den DFB war er zu diesem Zeitpunkt noch Spieler bei Werder Bremen. Der DFB muss den englischen Verband mitteilen, ob das hier alles mit rechten Dingen von statten gegangen ist und der Vertrag auch wirklich fristgerecht, ordnungsgemäß aufgelöst wurde. Für die Einhaltung dieser Fristen dient die Transferliste.
zb die leihe von Le Tallec steht zb auch nicht auf der heutigen Transferliste
Der wechselt doch ablösefrei, Vertrag wurde aufgelöst. Der Transferfrist endet ja auch nicht überall heute. Spanien, türkey haben meistens paar Tage länger, in einigen Ländern haben die unterklassigen ein paar Tage länger, England verlängert die Frist, wenn der 31.01. auf das WE fällt etc.
 
Naja, bei dieser Art von Bewertungen gibt es natürlich zahllose Meinungsverschiedenheiten.
Zum Autor: Ein sonderlich großer Kenner von Werder scheint er mir ja nicht zu sein...

In meiner Topliste steht ein Spieler unangefochten auf Platz 1 (trotz Pizarro, trotz Naldo, trotz Diego usw.):

JOHAN MICOUD

...und ein Spieler unangefochten auf dem letzten Platz:

CARLOS ALBERTO

Aber auch hier wird es wohl unterschiedliche Meinungen geben...

Gruß vom
Werder-Oldie

Nönö, mein bester, das siehst nich nur Du so! ;-) Weiterhin möchte ich hier mal ne Lanze für Klausi brechen. Er und auch TS scheinen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und die Zeichen der Zeit erkannt zu haben *10 Euronen ins Phrasenschwein wirft*
Die letzte Transferperiode war einfach grandios. Pflegefälle wie Wagner und Wolf wurden abgegeben und dafür neue junge Leute mit Affolter und Junu geholt. Das beste ist: weitere Kandidaten stehen auf der Abgangsliste durch deren generierte Ablöse wir dann im Sommer evtl. noch 1-2 Kracher holen können (siehe Silvestre, Wesley, Marin).
Auch TS scheint nun weniger "Lieblinge" zu haben und fährt ne härtere Linie, die sich sehr positiv bemerkbar macht.
Fazit: Beide Daumen hoch! Da wächst was zusammen! :-)
 
Allerdings sehe ich manche Entscheidungen auch zwiespältig, bzw. habe sie im Sommer schon so empfunden und betrachte sie mittlerweile aus einem anderem Blickwinkel.

Ich hatte im Sommer primär auf die Verbesserung der Spieleröffnung in der Innenverteidigung und des strategischen Elements auf der Sechs gehofft. Dass stattdessen Wolf, Sokratis und Trybull (ohne Zweifel hochveranlagt, aber sehr langfristig angelegt) kamen fand ich enttäuschend, wurde der Fokus ja offensichtlich mal wieder eher auf einen 10er gelegt, der "etwas Besonderes" zeigen können soll und nicht wirklich in das System passt (siehe Ekici-Thread).


Gestehe, genau diese Befürchtungen hatte ich auch. Um mal zurückzuspringen - es wurde seinerzeit hier schon einmal diskutiert. Wie auch dort.

Im Nachhinein wirkt es nun aber doch eher so, als hätte KA mal wieder recht gehabt. Sokratis ist sofort eingeschlagen und hat hohe Qualität, Wolf war ja sowieso ein Notkauf und nach seinen Verkauf wurde jetzt auch gleich ein spielstarker Innenverteidiger mit Affolter geholt. Und Trybull schein die 6er Rolle in Schaafs System perfekt ausfüllen zu können, besser womöglich als alle anderen Kandidaten die auf dem Markt waren.
Tja, so ist das manchmal. ;)
 
Es sollte weiterhin öfter mal erwähnt werden, dass es sicherlich nicht KAs alleinige Entscheidung ist, welche Spieler geholt werden sollen. Das kommt mir hier manchmal etwas zu kurz, sowohl bei den positiven, als auch den negativen Kritiken.

Erstens ist es auch die Scoutingabteilung die einen Spieler richtig bewerten muss. Zweitens wird Allofs wohl kaum einen Spieler gegen den Willen von Schaaf holen.
 
Es sollte weiterhin öfter mal erwähnt werden, dass es sicherlich nicht KAs alleinige Entscheidung ist, welche Spieler geholt werden sollen.
Sicherlich nicht. Vermutlich ist das so.

Allofs hatte ja im Sommer bekräftigt, dass die Idee beim Ekici-Transfer in erster Linie die war, einen Spieler für die Standards und die Ballverteilung zu holen. In diesem Bereich hat Ekici sicherlich seine Fähigkeiten.

Er ist eine Art Halbspieler, der möglicherweise als 8er oder in einer flachen Offensiv-Dreierreihe funktioniert, also in einer klaren Hierarchie, wo ihn Nebenleute im Wechselspiel unterstützen und seine Schwächen dahingehend kaschieren, dass er seine zweifelsohne vorhandenen Qualitäten zielführend einbringen kann. Dummerweise gibt es sowas bei uns nicht.

Denn was ihm fehlt, ist Dynamik und Handlungsschnelligkeit und das wirkt sich auf der Position, die er in unserem System spielen soll, eklatant aus.

Inbesondere die Zentrale ist der Ursprung der spielerischen Unzulänglichkeiten, die wir bei Werder derzeit bestaunen dürfen. Bargfrede ist außerstande, ein Spiel zu lenken oder zu verlagern, Tempo und Rhytmus zu diktieren. Er spielt aber auf der Position, die das entscheidend erfordert. Ekici bringt vieles mit, ist aber kein zentraler Offensiver in dem Sinne, wie Schaaf das spielen will.

So haben wir in der Kreativ- Vertikale, die imho für Umschaltspiel und Aufbau ganz entscheidend verantwortlich ist, einen 10er, der in einer "Hybrid"-Rolle besser aufgehoben wäre und einen Sechser, der Bälle verteilen und das Spiel eröffnen soll, aber vom Typus her ein reiner Zerstörer und Abfangjäger ist.
Unter diesen Vorraussetzungen versucht Werder ein System zu spielen, welches nahezu ausschließlich Fussball durch die Mitte vorsieht, der dann aber schnell und direkt sein müsste (eigentlich schneller und direkter als noch bei weiland Micoud), weil gerade das Spiel durch`s Zentrum in den letzten 4 oder 5 Jahren aufgrund der Systemwandel und Paradigmenwechsel in den Spielphilosophien extrem schwierig geworden ist.

Kein Wunder, dass wir uns darüber ärgern, weil hier etwas nicht funktioniert. Es hakt nicht primär an der Idee, die bei diesen Transfer´s mitschwang, es hakt an der Umsetzung. Und für die ist (neben den Spielern, die sich selbstredend einbringen müssen) vor allem auch Schaaf verantwortlich, nicht Allofs.
 
[...]
Kein Wunder, dass wir uns darüber ärgern, weil hier etwas nicht funktioniert. Es hakt nicht primär an der Idee, die bei diesen Transfer´s mitschwang, es hakt an der Umsetzung. Und für die ist (neben den Spielern, die sich selbstredend einbringen müssen) vor allem auch Schaaf verantwortlich, nicht Allofs.

Ekici wurde geholt, wie beschrieben, um das kreative Loch bei der Ballverteilung zu schliessen. Das er es -noch- nicht vollständig kann, ist sicher auch TS anzukleben.
Schließlich musste eine Entscheidung getroffen werden, ob Ekici verpflichtet wird oder eben nicht. Als Grundlage für diese Entscheidung können nur a) direkte Beobachtungen Ekicis durch (KA)TS, b) Beobachtungen durch Dritte (Scouts) sowie c) "vage Aussagen" durch Dritte (Mehmet Scholl, andere Jugendtrainer von ME, ...) gedient haben. Diese Entscheidungsgrundlage kann niemals als vollständig angesehen werden, soll heissen: Es bleibt bei dem Transfer wie bei jedem anderen auch ein Restrisiko, nämlich: Der Spieler ist für die vakante Position gar nicht oder noch nicht geeignet. Und dieses Risiko ist immer da!
Für mich liest sich Dein Post so, als ob Schaaf es angeblich nicht schafft, den Spielern seine Spielphilosophie zu vermitteln.
Doch zunächst bleibt erst einmal festzustellen, dass Menschen (z.B. Fußballspieler) keine Maschinen sind, die man (z.B. Trainer) planbar und beliebig formen können ("es hakt an der Umsetzung").
Letztendlich ist es die Frage nach dem Huhn und dem Ei: System-Orientierung oder Spieler-Orientierung bei der Aufstellung/Einstellung/Verpflichtung.
 
Ekici hat die Möglichkeit, in diese Rolle hineinzuwachsen. Er ist in seiner zweiten Saison und setzt sich selbst stark unter Druck. Im Training und in den Testspielen fand ich, dass er sein Spiel besser durchbringt, sehe den Fehler weniger bei Allofs oder bei Schaaf, halte Ekici auch für einen guten Kicker. Entweder er wächst an der Erfahrung und geht durch dieses Tief, das viele im zweiten BL-Jahr haben, hindurch - oder er ist für Werder der falsche Mann. Und das sehe ich bei einem intelligenten und vielseitigen Spieler wie Ekici unabhängig von der Position so, der muss da, wo er eingesetzt wird, seine Qualitäten besser durchbringen.
 
Sicherlich nicht. Vermutlich ist das so.

Allofs hatte ja im Sommer bekräftigt, dass die Idee beim Ekici-Transfer in erster Linie die war, einen Spieler für die Standards und die Ballverteilung zu holen. In diesem Bereich hat Ekici sicherlich seine Fähigkeiten.

Er ist eine Art Halbspieler, der möglicherweise als 8er oder in einer flachen Offensiv-Dreierreihe funktioniert, also in einer klaren Hierarchie, wo ihn Nebenleute im Wechselspiel unterstützen und seine Schwächen dahingehend kaschieren, dass er seine zweifelsohne vorhandenen Qualitäten zielführend einbringen kann. Dummerweise gibt es sowas bei uns nicht.

Denn was ihm fehlt, ist Dynamik und Handlungsschnelligkeit und das wirkt sich auf der Position, die er in unserem System spielen soll, eklatant aus.

Inbesondere die Zentrale ist der Ursprung der spielerischen Unzulänglichkeiten, die wir bei Werder derzeit bestaunen dürfen. Bargfrede ist außerstande, ein Spiel zu lenken oder zu verlagern, Tempo und Rhytmus zu diktieren. Er spielt aber auf der Position, die das entscheidend erfordert. Ekici bringt vieles mit, ist aber kein zentraler Offensiver in dem Sinne, wie Schaaf das spielen will.

So haben wir in der Kreativ- Vertikale, die imho für Umschaltspiel und Aufbau ganz entscheidend verantwortlich ist, einen 10er, der in einer "Hybrid"-Rolle besser aufgehoben wäre und einen Sechser, der Bälle verteilen und das Spiel eröffnen soll, aber vom Typus her ein reiner Zerstörer und Abfangjäger ist.
Unter diesen Vorraussetzungen versucht Werder ein System zu spielen, welches nahezu ausschließlich Fussball durch die Mitte vorsieht, der dann aber schnell und direkt sein müsste (eigentlich schneller und direkter als noch bei weiland Micoud), weil gerade das Spiel durch`s Zentrum in den letzten 4 oder 5 Jahren aufgrund der Systemwandel und Paradigmenwechsel in den Spielphilosophien extrem schwierig geworden ist.

Kein Wunder, dass wir uns darüber ärgern, weil hier etwas nicht funktioniert. Es hakt nicht primär an der Idee, die bei diesen Transfer´s mitschwang, es hakt an der Umsetzung. Und für die ist (neben den Spielern, die sich selbstredend einbringen müssen) vor allem auch Schaaf verantwortlich, nicht Allofs.

Denkst du, dass Juno diese Position des Zehners eher ausfüllen kann, wie Schaaf es sich vorstellt?
 
Kann ich nicht ausreichend beurteilen. Weisst Du da näheres?

@maddin
Ich sehe den Spieler genauso in der Pflicht. Aber bei weitem nicht nur. Einem Neuen wird nicht gerade der Einstieg erleichtert, wenn er irgendwie in einem 4er Mittelfeld auf Halbpositionen oder als vorgezogener Zehner hinter den Spitzen spielen soll, wozu er primär nicht wirklich geeignet ist. Noch dazu wenn wie im Sommer Teile der Vorbereitung verpasst wurden und in einer Mannschaft, die noch nie vor guter Raumaufteilung und Ordnung strotzte. Natürlich muss er seine Qualitäten selbst besser durchbringen, aber es ist auch oder vor allem Aufgabe des Trainerteams, diese Qualitäten zielführend zu fördern. Ich habe nicht das Gefühl, dass das bei uns der Fall ist. Viel mehr kommt es mir so vor, dass da irgendwie eine Rautenformation im Rahmen vorgegeben wird und Spieler auf den Platz gestellt werden, denen zu allem Überfluss das taktische Rüstzeug fehlt, und die dann zusehen müssen, wie sie klarkommen. Und am Ende rätseln wir, warum jahrelang eine ganze Reihe von z. T. teuren Spielern darin scheitern. Das kann aber nicht der Weg von Werder Bremen sein.

Ausserdem ist die heutige Spielergeneration meinen Erfahrungen nach anders gestrickt, die bekommst Du nur schwer mit der romantischen Akquise des Selbstlernprozesses hin. Das sind größtenteils unreife Knaben. Und das Fundament an erfahrenen Leistungsträgern auf dem Platz, die neben dem Trainer dafür sorgen könnten, haben wir auch nicht ausreichend.
 
Kann ich nicht ausreichend beurteilen. Weisst Du da näheres?

Ich weiß nur das, was mir ein Freund, der viele europäischen Ligen verfolgt erzählt hat... schussstark, kreativ, offensiv... dafür eher wenig Struktur und defensiv schwach. Klingt alles für mich ein wenig nach Diego, nur eben auch auf den Halbpositionen einsetzbar... darauf stütze ich mich mal, kann es aber selbst nicht beurteilen. Schon gar nicht in der Form, in der du die Spieler beschreibst, dazu müsste ich wohl erst noch zwei drei Jahre eine Mannschaft trainieren :D (JA, das ist als Kompliment und in keinster Weise ironisch/sarkastisch gemeint)
 
Kann ich nicht ausreichend beurteilen. Weisst Du da näheres?

@maddin
Ich sehe den Spieler genauso in der Pflicht. Aber bei weitem nicht nur. Einem Neuen wird nicht gerade der Einstieg erleichtert, wenn er irgendwie in einem 4er Mittelfeld auf Halbpositionen oder als vorgezogener Zehner hinter den Spitzen spielen soll, wozu er primär nicht wirklich geeignet ist. Noch dazu wenn wie im Sommer Teile der Vorbereitung verpasst wurden und in einer Mannschaft, die noch nie vor guter Raumaufteilung und Ordnung strotzte.

Also ich hab von ihm gerade vor seiner Verletzung in zwei Testspielen gesehen, dass er sich oft zurückfallen ließ und von hinten den Spielaufbau koordinierte. Ich glaube kaum, dass ihm das in der Raute verboten ist, das hat Micoud sehr oft gemacht, von Özil hat man es gesehen und sogar von Diego, auch wenn der seine Stärken anderswo hatte. Es ist aber ganz normal, dass ein Verein wie Werder anders spielt als ein Verein wie Nürnberg. Das muss der Spieler umsetzen. Khedira und Özil spielen bei Madrid anders als bei Stuttgart und Werder. Und wenn sie das schlecht machen, spielt ein anderer. So läuft es, und da Werder eher offensiv spielt, muss Ekici lernen, auch weiter vorgezogen mehr Bälle zu behaupten, das ist doch keine unmenschliche Forderung, sondern eine Selbstverständlichkeit für einen Spieler mit solchen technischen Anlagen. Wenn er das nicht kann, hätte er halt immer bei einem Abstiegskandidaten bleiben müssen. Aber er als Spieler hat den Anspruch, bei einem Topteam zu spielen, dann muss er das auf dem Platz beweisen. Schaaf kann ihm dabei vielleicht helfen, aber Schaaf kann nicht ihm das Händchen halten und ihm alles mundgerecht servieren. Wirklich gute Spieler spielen sich im System frei und erkämpfen sich darin ihre Rolle und ihren Platz.
 
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