Köhler zurückgetreten

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Nö, Mitglied der Zählkommission:p

Denke im zweiten Wahlgang wird sich an der Tendenz nicht viel ändern. Im dritten wird sich, da die Linke weiter nicht für Gauck stimmen wird, dann Wulff wohl durchsetzen, aber es ist eine Niederlage für die Bundesregierung. (Zumindest wird es in den Medien so dargestellt und der Öffentlichkeit so wahrgenommen werden).

:tnx:
die anzahl der abweichler ist aus schwarz-gelber sicht schon erschreckend...
mich freuts eher...:D

zum möglichen 3.wahlgang: vor bekanntgabe des ergebnisses sah man bei phoenix rot-grün intensiv mit den linken diskutieren... vllt geht da ja doch noch was...:)
nicht das am ende die 2 nicht erschienenen wahlmänner aus dem rot-grünen lager den ausschlag geben;)
 
Im dritten wird sich, da die Linke weiter nicht für Gauck stimmen wird, dann Wulff wohl durchsetzen, aber es ist eine Niederlage für die Bundesregierung. (Zumindest wird es in den Medien so dargestellt und der Öffentlichkeit so wahrgenommen werden).

Wenn man das Gezänk der Regierungspartien beobachtet und die hohe Zahl der Abweichler sieht, kann man zu so einer Interpretaion kommen. Aber unabhängig davon sollte jedes Mitglied der Bundesversammlung nach ihrem/seinem Gewissen abstimmen und nicht nach dem Parteibuch.
 
Liege ich mit meiner Vermutung richtig, das das Ergebnis vom 2. Wahlgang gegen 17 Uhr verkündet wird? Zwischen 1.Wahlgang und Verkündung hat es 105 Minuten gedauert und die 2.Sitzung beginnt um 15.15 Uhr.
 
Trotzdem stellt sich für die Linken die Frage nach dem "kleineren Übel".

Und das wird eine schwere Entscheidung sein.

Denn anders als oft unterstellt geht es nicht nur um Gaucks Auffassung zur SED-Diktatur. In das Amt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik war er auch mit den Stimmen der PDS gewählt worden.

Aber er nimmt in Wirtschaftsfragen neoliberale, in außenpolitischen Fragen (wie dem Afghanistan-Krieg) konservative Positionen ein. Und deswegen kann ich verstehen, warum es Leuten mit linker Gesinnung schwerfällt, ihm die Stimme zu geben.

Aus Linken-sicht ist es die Wahl zwischen Pest und Cholera - aber diesen Zwiesplat haben sie auch nicht anders verdient.

Womit hat sie Die Linke denn diesen Zwiespalt verdient? Sie hat dargestellt, was aus ihrer Sicht gegen beide Kandidaten spricht und hat daher konsequent eine eigene Kandidatin aufgestellt. Ob die eine gute Präsidentin wäre sei mal dahingestellt, aber die "Schuld" liegt (zumindest aus Sicht der Linken) eher bei den anderen Parteien bzw. deren Kandidaten.
 
Aber letztendlich geht es "nur" um den Job des Bundespräsidenten, der außer Sonntagsreden eh nichts zu sagen hat.

Zu entscheiden hat er sicher wenig (außer der Prüfung, ob ein Gesetz nach den Maßgaben des Grundgesetzes zustande gekommen und damit unterschriftsreif ist.) Aber zu sagen hat er so einiges. Immerhin ist der Bundespräsident immer einer der beliebtesten Politiker, seine Meinung zu relavanten Themen (Finanzkrise, Parteienverdrossenheit etc.) stellt für viele Menschen eine Richtschnur dar.
 
Dieses Kalkül wird Merkel sicher gehabt haben. Jetzt könnte es sein, dass eben dieses sie tatsächlich die Macht kostet, die sie so gerne behalten möchte. (Und die sie anscheinend, was das tatsächliche Regieren angeht kaum überhaupt mal anwendet.)

Aber es ist schon richtig: Mal angenommen, sie träte zurück? Wer würde ihr nachfolgen?


Wieso ist Wulff zu Beginn des zweiten Wahlgangs eigentlich nicht wieder auf seinen Platz zurückgekehrt? Sitzt er noch auf dem Klo und heult?
 
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