Jens Pascal

Der Streit scheint beendet zu sein. Ich hoffe, dass die Entscheidung den Eltern hilft, damit "abzuschließen", denn ein monatelanger Rechtsstreit hilft bestimmt nicht bei der Trauerverarbeitung.

Einigung im Streit um BVB-Grabstein
13.11.2012 | 17:16 Uhr

Dortmund. Die katholische Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Dortmund-Bodelschwingh und die Eltern des an einem Hirntumor gestorbenen Jungen Jens Pascal haben sich geeinigt: Der Grabstein für den kleinen BVB-Fans darf das Logo der Borussia tragen.

Der Streit um den Grabstein auf dem Grab des kleinen Jens Pascal aus Dortmund hat ein Ende. Auf Vermittlung der Westfälischen Rundschau trafen sich am Dienstagnachmittag Vertreter der katholischen Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung mit den Eltern des an einem Hirntumor gestorbenen Jungen.

Bei dem Gespräch einigten sich die Beteiligten auf einen Kompromiss. Zuvor klärten beide Parteien, welche Merkmale für sie unverzichtbar seien. Dann kam es relativ schnell zur Einigung. Auf dem Grab des Jungen wird eine 68 Zentimeter hohe Stele stehen. Anders als von den Eltern ursprünglich gewünscht, wird sich kein Fußball auf der Stele befinden.

BVB-Logo kommt auf den Grabstein

In eine Seite der Stele werden das Vereinslogo des BVB und der Slogan "Echte Liebe" eingraviert. Die Kirchengemeinde hatte darauf bestanden, dass ein christliches Symbol den Grabstein zieren muss. Die Eltern hatten die Wahl zwischen betenden Händen, einem Kreuz und einer Taube als Symbol für den Heiligen Geist. Die Wahl der Eltern fiel auf die Taube, die nun ebenfalls in den Grabstein eingraviert werden wird.

Der Fall hatte am vergangenen Wochenende Wellen geschlagen, nachdem er auf Facebook publik geworden war. Zahlreiche Fußball-Fans aus ganz Deutschland sprachen der Familie ihr Beileid für den Verlust ihres Kindes aus und sicherten Unterstützung zu. Der BVB hatte die Verwendung des Vereinslogos auf dem Grabstein genehmigt.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/einigung-im-streit-um-bvb-grabstein-id7289754.html

Eins am Rande...Die Diskussionsdiskultur und der Umgang miteinander im Werderforum waren ja noch nie berauschend, doch besonders bei einer solchen Thematik finde ich es doch etwas unpassend, wie man hier übereinander herfällt und was für Worte zum Teil gewählt werden.
 
Diesen Artikel hatte ich auch gerade gefunden und wollte ihn zur Besänftigung posten.
Abgesehen davon finde ich aber auch, dass eine Sache des Stils ist, einen Grabstein in etwa mit etwas zu versehen, was dem Ort angemessen ist, und ich finde es nachvollziehbar, dass das nicht unbedingt ein Fußball sein muss. Wie Niedersachse geschrieben hat, gibt es ja vielleicht auch Friedhöfe, die weniger konfessionell gebunden sind.
Hier gehört auch von den Hinterbliebenen ein bisschen Respekt vor dem Ort dazu. Man würde ja auch kein Autorennen bei der Beerdigung auf dem Friedhof machen, wenn der Verstorbene Formel 1-Fan war.

MFG dkbs
 
Man kann seine Meinung doch sicher "diskussionsfreudiger" ausdrücken. :wink:

Pöbeleien bei Facebook nennst du "Aktionen" und wenn da jemand einknickt findest du das auch noch "super?" Lässt du dich da nicht bisschen sehr von deiner Meinung blenden? Der Zweck heiligt die Mittel? Überlege doch bitte erst einmal wie das bei Facebook (oder im Internet im Allgemeinen) läuft. Der Junge, der vor einigen Wochen gelyncht werden sollte - das hast du doch sicher mitbekommen, oder?

Es gab auch ganz normale Aktionen, wo gebeten wurde. Beleidigungen, Hetze und ähnliche Sachen missbillige ich! Also unterstelle mir nichts! Ich habe an keiner FB-Aktion teilgenommen!

Und die Facebookaktion "Mord in Parkhaus": was ist das für ein Vergleich! Übrigens auch eine Aktion, die ich verachte! Und es ist schlimm genug, dass genügend Leute aus meinem Wohnort dort teilnahmen! Das war ganz schön traurig!

Lt Nachrichten im TV ist es nun durch. Grabstein wie gewünscht mit religiösem Zeichen...
 
Es gab auch ganz normale Aktionen, wo gebeten wurde. Beleidigungen, Hetze und ähnliche Sachen missbillige ich! Also unterstelle mir nichts! Ich habe an keiner FB-Aktion teilgenommen!

Und die Facebookaktion "Mord in Parkhaus": was ist das für ein Vergleich! Übrigens auch eine Aktion, die ich verachte! Und es ist schlimm genug, dass genügend Leute aus meinem Wohnort dort teilnahmen! Das war ganz schön traurig!

Lt Nachrichten im TV ist es nun durch. Grabstein wie gewünscht mit religiösem Zeichen...
Ich habe mich eben in eine Facebook-Aktion reingelesen. Und es ist wie man erwarten konnte: "Kirche ist anmaßend, unverschämt", "soll sich lieber um Kirchen-Kram kümmern", "hat doch genug eigene Probleme", etc... Natürlich gibt es auch Leute, die einfach nur einen guten Wunsch äußern. Aber je mehr Leute darauf aufmerksam werden, desto weiter ufert das aus. Dazu auch der Hinweis auf die andere Facebook-Hetze. Aktion will ich sowas gar nicht nennen.

Es ist einfach unfassbar, wie ignorant und anmaßend (hier passt der Begriff besser...) dort wirklich gehetzt wird. Tatsache ist, dass es ein Kirchenfriedhof ist. Wenn es jedem Menschen in Deutschland frei steht wie er einen geliebten Menschen beisetzen möchte und wenn sich die Kirche auf ihre Gesetze beruht, wie kann man dann von "unverschämt" sprechen? Das Gegenteil ist doch der Fall, weil hier - eindeutiger geht's doch nicht! (sorry, wenn ich jetzt immer gefühlskälter rüberkomme) - eine Verfehlung von Seiten der Eltern vorliegt. Wenn hier eine Forderung am Ende anmaßend ist, dann nur eine - und ganz sicher nicht die Friedenstaube.

Wenn die Eltern sich so gegen ein religiöses Zeichen wehren - und eine Taube finde ich als Symbol sehr schön, btw - warum lassen sie ihr Kind auf einem katholischen Friedhof bestatten? Sie haben die Sache mindestens "unbeabsichtigt provoziert", dann Forderungen gestellt und sich selbst mithilfe von BILD und Co. zum Opfer gemacht.
 
Ich finde es schon recht dreist von den Eltern, ihren nicht getauften Sohn (wenn ich das richtig verstanden habe) auf einem katholischen Friedhof begraben lassen zu wollen und dann auch noch Forderungen zu stellen.


Dass der Junge nicht getauft war ist für die kirchliche Beisetzung gar nicht relevant. Die Taufe hat eine theologische Bedeutung, läuft aber in erster Linie nicht in den Kirchenbeitritt hinaus, wenngleich die Grenze zwischen "Gemeinschaft Gottes" und "weltlicher Kirche" oft verwischt.
Kirchenmitglied kann man auch sein, wie man Vereinsmitglied ist: Jährliche Beitrage und nicht hingehen. Das geht gemeindeabhängig auch ungetauft.

Inwieweit Nicht-Gemeindemitglieder/ keine Mitglieder der Kirche auf deren Friedhof bestattet, kirchlich getraut etc. werden obliegt den einzelnen Gemeinden bzw. ihren Kirchenvorständen und kann sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Kommt v.a. auf das Profil an.
 
@cornholio: es gibt genügend Aktionen, die einfach nur die Likes sammeln...

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Was andere darunter schreiben, das ist auf deren Mist gewachsen und zeugt von deren IQ...

Solche Aktionen kamen ua von Stuttgart. Sogar Schalker beteiligten sich im positiven Sinne. Frei nach dem Motto "erfüllt ihm seinen letzten Wunsch"

Das sind gute Aktionen!
 
Grundsätzlich sollte viel weniger auf irgendwelche likegspickten Shitstorms gehört werden, sondern sich stattdessen nur bei konstruktiven und diplomatischen Ideen bewegt werden.
 
Der WK wurde gestern auch drauf aufmerksam gemacht - also haben die sich in die - ziemlich uninformative Seite - reingelesen.
Als wir abgelehnt haben - mit der Begründung, dass Dortmund leider nicht unsere Region ist und das für eine Regionalzeitung nun mal unabdingbar war - bekamen wir auch Beschimpfungen um die Ohren geknallt.

Mal so viel "zu den guten Aktionen" und das sind "nur Einzelfälle".
Das ist ein sehr emotionales Thema - wo nur so gedacht wird, obwohl hier ein rationaler Gedanke nicht schlecht wär.
Aber sowas will ja niemand hören :roll:
 
Der WK wurde gestern auch drauf aufmerksam gemacht - also haben die sich in die - ziemlich uninformative Seite - reingelesen.
Als wir abgelehnt haben - mit der Begründung, dass Dortmund leider nicht unsere Region ist und das für eine Regionalzeitung nun mal unabdingbar war - bekamen wir auch Beschimpfungen um die Ohren geknallt.

Mal so viel "zu den guten Aktionen" und das sind "nur Einzelfälle".
Das ist ein sehr emotionales Thema - wo nur so gedacht wird, obwohl hier ein rationaler Gedanke nicht schlecht wär.
Aber sowas will ja niemand hören :roll:

Und v.a. zeigt sich ein Phänomen, was sich öfter beobachten lässt, aber insbesondere in der Diskussion im religiöse Themen wieder findet: Viele, die strikt dagegen sind, sind in ihrer Position häufig absoluter und radikaler als die eigentlichen Beteiligten.
 
Hab mal mit hardcore Agnostikern zu tun gehabt aber auch mit Kreationisten. Ist bis zum gewissen Grad interessant. Hatte mich immer so gefragt, was passiert, wenn der Agnostiker von Petrus im Himmel empfangen wird, und der Kreationist als Darwin wiedergeboren wird!
 
@Nicole

Was wäre eigentlich, wenn der Kleine auf dem HSV-Friedhof beerdigt worden wäre. Würdest Du ihm dann auch den Wunsch nach einem BVB-Stein erfüllen wollen?
 
Dass der Junge nicht getauft war ist für die kirchliche Beisetzung gar nicht relevant. Die Taufe hat eine theologische Bedeutung, läuft aber in erster Linie nicht in den Kirchenbeitritt hinaus, wenngleich die Grenze zwischen "Gemeinschaft Gottes" und "weltlicher Kirche" oft verwischt.
Kirchenmitglied kann man auch sein, wie man Vereinsmitglied ist: Jährliche Beitrage und nicht hingehen. Das geht gemeindeabhängig auch ungetauft.

Inwieweit Nicht-Gemeindemitglieder/ keine Mitglieder der Kirche auf deren Friedhof bestattet, kirchlich getraut etc. werden obliegt den einzelnen Gemeinden bzw. ihren Kirchenvorständen und kann sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Kommt v.a. auf das Profil an.

Da ich nicht in der Kirche bin, mußte ich seinerzeit bei unserem Pastor anfragen, ob er die Trauerrede hält. Er hat zugestimmt, hätte aber ablehnen können aufgrund dessen, dass ich nicht in der Kirche bin. Als mein Vater (ebenfalls aus der Kirche ausgetreten) 3 Jahre später starb, war unser Pastor (und langjähriger Nachbar) nicht mehr im Amt. Der Nachfolgepastor wollte es nicht machen, wir mußten einen freiprediger nehmen.

Von daher können die Eltern wirklich froh sein, daß die Kirche aufgrund des medialen Drucks eingelenkt haben, gemußt hätte sie es nicht.

@Nicole

Was wäre eigentlich, wenn der Kleine auf dem HSV-Friedhof beerdigt worden wäre. Würdest Du ihm dann auch den Wunsch nach einem BVB-Stein erfüllen wollen?

Da hätte sich der Betreiber des HSV-Friedhofs wohl schon gegen gesperrt, denn soweit ich weiß, werden dort nur echte HSV-Fans mit allem Schnick und Schnack beerdigt.
 
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