Ivan "Killer" Klasnic

Soso. Lass mich mal überlegen. Sollte Dimanski eine wie auch immer geartete Schuld nachgewiesen werden können, hielte ich ihn dennoch für weiterhin tragfähig. a) weil auch Ärzte falsch handeln können und b) weil ich Dimnskis Arbeit nicht auf den Fall Klasnic reduziere.
Wir reden hier nur nicht von einer kleinen "Unachtsamkeit", sondern - wenn dem dann tatsächlich so ist - von einem Fehler, der für den Rest seines Lebens, Auswirkungen hat. Und keine sonderlich guten.
Dieser "Fehler" wurde zudem nicht ein mal begannen, sondern mehrfach.

Nun könnte man ja als Gutmensch noch sagen, "tja, jeder macht mal Fehler, passiert halt".

Das große Problem bei der Sache ist nur, daß dies leider tag-täglich in Deutschland passiert und, was das schlimmste ist, ohne Konsequenzen bleibt!
Leider werden unsere Halbgötter in weiß nur in den seltensten Fällen zur Rechenschaft gezogen, da sie entweder von Kollegen gedeckt werden, (den Spruch der Krähe, der der anderen kein Auge...verkeneif ich mir jetzt, kennst Du sicher), oder schlicht eine Art Amnestie genießen.
Habe selbst genügend Erfahrungen mit Verwandten gemacht, die selbst nach offensichtlichsten und grob fahrlässigsten Fehlern am Ende mit der Pappnase dastanden.
Konsequenzen für die behandelnden Ärzte? Nein, keine.
Selbst wenn Arzt A, den deutlichen Fehler des Arztes B erkennt, gab es höchstens angedeutete Hinweise unter der Hand, die keine Fragen offen ließen. Offiziel dürfte er diese allerdings nicht äußern. Schon gar nicht in einem Bericht als objektiv-neutraler (:lol:) Gutachter.
Diese Dinge sind es, die man normalerweise in jedem anderen Beruf als Selbstverständlich erachtet, für Fehler die man macht, grade zu stehen, die mich unendlich aufregen.
Der Fall Klasnic ist letztlich nur ein Fall von vielen, nur finden die in der Öffentlichkeit keinerlei Beachtung.
Ginge es Dir lediglich um die Wahrheit, hättest Du Dir den überflüssigen Part gespart, der noch vor einer Urteilsverkündung lediglich ob eines Berichtes über ein Gutachten ggü. irgendwelchen Usern hier diffus austeilt und diese in eine nebulöse Ecke stellt.
Mir ging es dabi um diejenigen, die bereits von Beginn der Vorwürfe an, in ellenlangen Posts, das Urteil bereits gefällt hatten. Der Urteilsspruch lautete recht oft: Böser Ivan, wie er kann er nur dem Verein so an den Karren pissen!?
Wenn Du Dich damit nicht angesprochen fühlst, lass den Schuh einfach achtlos stehen...
 
Kritik an Dimanski's Behandlungsmethoden gab es ja nicht nur im Fall Klansic, auch bei Womé und Stier kam es wohl zu "Unstimmigkeiten" zwischen Arzt und Partienten. Es kann natürlich sein, daß der eine Fall im Fahrwasser des anderen schwimmt, aber selbst wenn es so sein sollte, so stimmt es zumindest nachdenklich und wirft Fragen über die medizische Abteilung bei Werder Bremen auf.
Bloß gut, daß Womé und Stier nach ihrer Werder-Zeit immer verletzungsfrei waren. Duh.
 
Grandios!

Seit gestern morgen liegt ein neues Gutachten vor, und schon wissen Zeitungen und Fans (und Ivans Anwalt) , dass es 100 %-ig zu Ungunsten Dimanskis ausfällt.

Was ja auch sicherlich leicht festzustellen ist, da solch ein Gutachten selten länger als 2 Seiten ausfällt und in einer Sprache verfaßt ist, die auch dem allterletzten Laien geläufig ist ............

Sämtliche Bewertungen dieses Schriftstücks sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt Geschwafel und - bestenfalls - unseriös.

Nun, es mag manchen hier verwundern, dass es tatsächlich möglich ist 9 Seiten innerhalb von 5 Stunden zu lesen und auch noch...Aaaachtung...zu verstehen! Das glaube ich glatt bei dem geistigen Dünnpfiff der von manchen hier verbreitet wird à la "Ärzte sind auch nur Menschen und dürfen Fehler machen" und "der hat ja genug Geld da ist das nicht so schlimm"!! Aber bei den Medien gibt es Leute die beschäftigen sich den ganzen Tag mit nix anderem und auch der Anwalt hat sicher mehr als nur nen Hauptschulabschluss...
Wenn also von mehreren Seiten verbreitet wird, dass das Gutachten GEGEN den Doc spricht, dann steckt da sicher auch ein bisschen was dahinter!
Das einzige unseriöse Geschwafel in der ganzen Diskussion kommt von dir, der einfach mal mehreren Berufszweigen die geistige Fähigkeit abspricht!!!! Schade...
 
@ ChrisSVW

Die Berichterstattung wird aber nicht von Menschen gemacht, die diese 9 Seiten gelesen haben. Sondern bisher ausschließlich von unser aller KNB, der erkennbar nur mit Klasnic geredet hat, der ihm wiederum ausgerichtet hat, was sein Anwalt zu alledem sagt. Werder äußert sich nicht, Dimanski berichtet von sehr vielen offenen Fragen in diesem Gutachten.

Der Artikel (auf den sich alle anderen Artikel aufbauen) ist ein journalistisches Nichts. Und weder KNB, noch jemand von uns hat dieses Gutachten gelesen. Alle Meldungen kann man inhaltlich zurückverfolgen, und sie basieren alle auf den Aussagen von Klasnics Anwalt. Keine weiteren Informationen sind enthalten.

Wenn die Diskussion hier aber nun mal auf die moralische Ebene abgleitet, dann muss ich die für mich entscheidende Frage nochmal wiederholen: Laut Ivan hat schon vor dem Wechsel zu Werder der Vereinsarzt des FC St.Pauli Auffälligkeiten bei den Nierenwerten festgestellt. Mit dem ist er nach eigener Aussage befreundet.

Weshalb nun ist Dimanski moralisch die einzige Instanz, die dafür verantwortlich ist, dass Klasnics Nierenschaden sich verschlimmert hat? Weshalb hat der Pauli-Arzt nicht mal interessiert nachgefragt "Was ist eigentlich mit Deinen Nieren? Was tut Werder?" Und weshalb erfährt Klasnic 2001 von problematischen Nierenwerten und fragt danach mehr als fünf Jahre lang nicht mehr danach? Oder anders: Ist man als nicht völlig verpeilter, normal intelligenter Mensch nicht auch selbst ein wenig für seinen Körper verantwortlich, wenn man Informationen hat, dass etwas nicht stimmt?

Wir können uns alle an Ivans Darbietungen auf dem Rasen in dem Jahr vor der OP erinnern. Er war moppelig, unbeweglich, unfit. Jeder hat das gesehen. Seine Leistungen sprachen in dieser Zeit Bände. Das Gericht klärt, ob Dimanski in diesem Zeitraum etwas hätte besser machen können. Aber muss nicht auch die Frage erlaubt sein, weshalb Ivan selbst in dieser Zeit nicht alles unternommen hat, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen?

Ich hätte das getan.
 
Wir können uns alle an Ivans Darbietungen auf dem Rasen in dem Jahr vor der OP erinnern. Er war moppelig, unbeweglich, unfit. Jeder hat das gesehen. Seine Leistungen sprachen in dieser Zeit Bände. Das Gericht klärt, ob Dimanski in diesem Zeitraum etwas hätte besser machen können. Aber muss nicht auch die Frage erlaubt sein, weshalb Ivan selbst in dieser Zeit nicht alles unternommen hat, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen?
Das ist die Frage, die mich schon set Bekanntwerden von Klasnics Krankheit beschäftigt. Es war meiner Meinung nach offensichtlich, dass mit Klasnic etwas nicht stimmt. Und in welcher Reihenfolge man die Fragen stellt, ist wahrscheinlich egal: Aber sicher war es so, dass da die Eigenverantwortung versagt hat. Aber als Verein und erst recht als Arzt des Vereins hätte ich einen Spieler auch mal unter die Lupe genommen, der relativ unerklärlich so abbaut, denn da sehe ich auch eine Verantwortung des Arbeitgebers gegenüber dem Körper eines Spielers, den er ja auch für sich nutzt.

MFG dkbs
 
Das ist die Frage, die mich schon set Bekanntwerden von Klasnics Krankheit beschäftigt. Es war meiner Meinung nach offensichtlich, dass mit Klasnic etwas nicht stimmt. Und in welcher Reihenfolge man die Fragen stellt, ist wahrscheinlich egal: Aber sicher war es so, dass da die Eigenverantwortung versagt hat. Aber als Verein und erst recht als Arzt des Vereins hätte ich einen Spieler auch mal unter die Lupe genommen, der relativ unerklärlich so abbaut, denn da sehe ich auch eine Verantwortung des Arbeitgebers gegenüber dem Körper eines Spielers, den er ja auch für sich nutzt.

MFG dkbs

interessanter Standpunkt. Aber in Deutschland werden die gesetzlichen Regelungen, gerade was die freie Wahl des Arztes betrifft, penibel eingehalten.

Wer ihn behandelt hat, wo und warum, weiß der Mannschaftsarzt schlimmstenfalls gar nicht. Da wird die Krankschreibeung oder das Attest eingereicht und die Behandlung mit dem Verein abgestimmt. Wenn der Spieler sich nicht daran hält, wird das niemand verhindern können.

Wir erinnern uns an die Zeit nach der Nieren OP, als Ivan unbedingt wieder spielen wollte und die Sportärztliche Untersuchung ihm dieses untersagt hat. Was für ein Aufstand von ihm.

Ich vermute, das nach seiner Kreuzband OP trotz alarmierender Werte massiv Schmerzmittel genommen wurden, um schnellstens wieder Fußball spielen zu können.
 
Soso. Lass mich mal überlegen. Sollte Dimanski eine wie auch immer geartete Schuld nachgewiesen werden können, hielte ich ihn dennoch für weiterhin tragfähig. a) weil auch Ärzte falsch handeln können und b) weil ich Dimnskis Arbeit nicht auf den Fall Klasnic reduziere.

So, das ist meine Antwort auf die Frage. Und Deine? :)



Ginge es Dir lediglich um die Wahrheit, hättest Du Dir den überflüssigen Part gespart, der noch vor einer Urteilsverkündung lediglich ob eines Berichtes über ein Gutachten ggü. irgendwelchen Usern hier diffus austeilt und diese in eine nebulöse Ecke stellt.



Geht's Dir noch gut?


Schicksale kann man nicht gegeneinander gewichten, den Umgang mit ihnen selbstverständlich.


Jupp, mir geht es gut. Der Umgang mit dem Fall ist doch in Ordnung. Es ist Klasnics gutes Recht, was er hier macht. Da muss man einfach mal die grün-weiße Brille abnehmen. Schließlich ist es ja nicht so, dass hier einmalig eventuell geschlafen wurde, sondern über Jahre hinweg.
Ich finde es außerdem richtig, dass Klasnic so auf die Trommel haut. Es stellt sich nämlich die Frage, ob die Ärzte in den Bundesligaclubs nicht auch so unter Druck stehen, dass sie die Spieler suboptimal versorgen. Diese Frage wird schon ein Diskussionspunkt sein, wenn der Prozess gelaufen ist.

Die Höhe des Geldes ist mir dabei vollkommen egal. Und so zu tun, als ob Klasnic auch noch froh über sein Schicksal sein sollte, halte ich für absolut unethisch, unreflektiert und dumm. Da spielt es keine Rolle, wie viel jemand in seiner Karriere verdient hat!
 
Wenn die Diskussion hier aber nun mal auf die moralische Ebene abgleitet, dann muss ich die für mich entscheidende Frage nochmal wiederholen: Laut Ivan hat schon vor dem Wechsel zu Werder der Vereinsarzt des FC St.Pauli Auffälligkeiten bei den Nierenwerten festgestellt. Mit dem ist er nach eigener Aussage befreundet.

Weshalb nun ist Dimanski moralisch die einzige Instanz, die dafür verantwortlich ist, dass Klasnics Nierenschaden sich verschlimmert hat? Weshalb hat der Pauli-Arzt nicht mal interessiert nachgefragt "Was ist eigentlich mit Deinen Nieren? Was tut Werder?" Und weshalb erfährt Klasnic 2001 von problematischen Nierenwerten und fragt danach mehr als fünf Jahre lang nicht mehr danach? Oder anders: Ist man als nicht völlig verpeilter, normal intelligenter Mensch nicht auch selbst ein wenig für seinen Körper verantwortlich, wenn man Informationen hat, dass etwas nicht stimmt?

Moralisch stehen Ivan und sein befreundeter St-Pauli-Doc neben Dimanski in der Schuld, aber dennoch muß die Frage erlaubt sein, wenn Ivan Klasnic schon zu St. Pauli-Zeiten auffällige Nierenwerte hatte, warum sind diese der medizinischen Abteilung von Werder nicht schon bei der für Neuverpflichtungen obligatorischen sportärztlichen Untersuchung im Jahr 2001 aufgefallen? Und warum wurden diese erst 4 Jahre später, vor einer Bilddarm-OP im Nov. 2005 entdeckt?
 
Es ist unfassbar, wie unkritisch und unreflektiert KNB dem Ehepaar Klasnic nach dem Mund redet und dies in einer großen Zeitung wie der WELT auch noch ungestraft tun darf.

Es gibt längst auch eine Aussage von Dr. Dimanski zu dem erwähnten Gutachten. Journalistisch gehört es zwingend dazu, dies in einem solchen Artikel zu berücksichtigen, zumal es bisher eine lediglich von Klasnics Anwalt geäußerte Behauptung (und keine Tatsache!) ist, das Gutachten würde Klasnic in allen Punkten Recht geben.

Bogena ist ein Gefälligkeitsjournalist, wie er im Buche steht. In der Branche ist das so ziemlich die unterste denkbare Stufe.

In dem Bericht stand nichts anderes, als Radio Bremen auch berichtete.
 
Das fettgedruckte Wort ist aber entscheidend, denn hier scheint es als könnte man nur Dimanski eine Schuld anlasten

Wenn Ivan im Wissen seiner Nierenwerte diese bei der Einstellungsuntersuchung nicht erwähnt hat (unabhängig davon, ob von Werder-Seite die Frage nach Krankheiten, die der Ausübung des Berufes das Fußballprofis einschränken könnnen, gestellt wurde oder eben nicht), dann kann man ihm eine Teilschuld attestieren, aber das dennoch hätte es in der medizinischen Abteilung von Werder in einem Zeitraum von 4 Jahren auffallen müssen, das die Nierenwerte des Spielers Klasnic nicht ok sind.
 
hab jetzt hier nicht alles durchgelesen..

aber hab mal geguckt.. klasnic hat alle 5 spiele von nantes anfang der saison gespielt und 4 davon von anfang an und in allen spielen jeweils 1 tor gemacht.. wieso haben sie klasnic nach so einem lauf dann ausgeliehen an bolton ?
 
...
Nun könnte man ja als Gutmensch noch sagen, "tja, jeder macht mal Fehler, passiert halt".

Naja, mit diesem unsinnigen Kampfbegriff (auf meiner Unwort-Liste auf Platz eins vor political correctness ;)) ist niemandem geholfen - darunter leiden nur Ansätze in Deinen Postings, die ich sogar teile.

Ich sehe die persönliche Verantwortung von Ärzten als sehr hoch, muss aber dennoch kein "Gutmensch" sein, um schlicht zu akzeptieren, dass der Berufsstand nicht unfehlbar ist. Vielleicht tue ich mich in Sachen Dimanski auch schwer damit, von irgendwelchen Fahrlässigkeiten oder Ignoranz ggü. dem Wohl der Spieler auszugehen. Vorstellbar ist für mich viel, aber nicht zwangsläufig wahrscheinlich.

...
Der Fall Klasnic ist letztlich nur ein Fall von vielen, nur finden die in der Öffentlichkeit keinerlei Beachtung.

agree.

...Da muss man einfach mal die grün-weiße Brille abnehmen. ...

*mööp*
Falsche Taste gedrückt.

... Und so zu tun, als ob Klasnic auch noch froh über sein Schicksal sein sollte, halte ich für absolut unethisch, unreflektiert und dumm. ...

Geht mir genauso. Gut, dass dies niemand tut.
 
Und so zu tun, als ob Klasnic auch noch froh über sein Schicksal sein sollte, halte ich für absolut unethisch, unreflektiert und dumm. Da spielt es keine Rolle, wie viel jemand in seiner Karriere verdient hat!
Ja, aber auch nicht dümmer als jedes andere Urteil anhand von Äußerlichkeiten wie Geld und Gesundheit. Genauso dumm, wie zu behaupten, jemandem mit viel Geld müsse es gut gehen, er dürfe keine Depressionen haben usw. ist es zu postulieren, jemand mit einer Spenderniere, einer Behinderung o.ä. müsse kreuzunglücklich sein. Vielleicht ist Klasnic ja tatsächlich froh, dass ihm seine sonstigen Lebensumstände die Möglichkeit geben, sein Leben nach einem Nierenschaden noch zu genießen. Hätte vielleicht auch anders aussehen können.

MFG dkbs
 
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