Wenn, dann Rosenberg abgeben, der von seiner Spielweise nicht zu Werder passt. Rosenberg lauert nur und lebt von seiner Schnelligkeit, er ist ein Konterstürmer. Almeida kann auch was reißen, wenn sich der Gegner hintenreinstellt, er bietet aufgrund seiner Masse einen Anspielpunkt.
Das ist mMn so nicht richtig. Denn gerade gegen Gegner, die destruktiv agieren oder die sehr kompakt im Raum spielen, hat Almeida nicht selten schlecht ausgesehen. Weil dann seine Mängel in puncto Spielverständnis und Ballbehandlung (weswegen er da eben nicht als Anspielpunkt taugt, ausser in Kopfhöhe) grosse Nachteile bringen. Dass er in solchen Spielen aufgrund seiner Wucht manchmal mit der Brechstange erfolgreich ist, passiert auch, geschah aber bisher nicht sehr oft.
Rosenberg passt, weil er diese Fähigkeiten, die HA fehlen, etwas besser beherrscht, eigentlich eher zu der von TS forcierten Spielweise. Ich glaube, es zeigte sich speziell, als Werder in der Rückrunde nicht mehr durchweg so dominant auftrat wie sonst, dass HA der bessere Konterstürmer ist. Und im Umkehrschluß, als Werder noch - wie 2006 bis 2008 - diesen drückenden, bedingungslosen Offensivfussball spielte, dass dort Rosenberg besser in Erscheinung trat. Obwohl MR bei seinen zuletzt gebotenen Vorstellungen weder das eine noch das andere war.
Wenn der sich noch ein wenig geschickter in den Zweikämpfen anstellt, wird er ähnlich wie Grafite(30 Jahre), einer der durchsetzungs-fähigsten Spieler in der Bundesliga. Seine Kopfballverlängerungen sind jetzt schon auf Top-Niveau (siehe gegen AC Mailand) und außerdem trifft er in jedem Wettbewerb.
Sein größtes Problem ist die Ruhe vor dem Tor, aber die kommt mit der Erfahrung, da bin ich sicher.
Hmmm...., was das Durchsetzungsvermögen angeht, ist er tatsächlich nahe dran an Grafite. Aber in vielem anderen nicht, und das sind Dinge, in denen, weil talentabhängig, nicht mehr viel dazugelernt werden kann. Darüber hinaus sind Kopfballverlängerungen kein Maßstab und das kontinuierliche Treffen in allen Wettbewerben - wirklich? Eher viel zu wenig.