Allerdings handelt es sich um einen Executive Master, also einen berufsbegleitenden, praxisorientierten Master, der speziell für ehemalige Profispieler konzipiert ist. Ich will das nicht abwerten, aber so ein MBA sieht anders aus, als ein üblicher MBA den man an einen BA, Dr., Dipl. oder Sonstiges anhängen kann.
Dann solltest du es auch dabei belassen und nicht abwerten.

Er wird schon eine für den Beruf notwendige Ausbildung genossen haben. Was er dann daraus macht, das ist wieder was anderes. Aber nach so kurzer Zeit kann man kein ernstzunehmdes Fazit ziehen. Er hat nur diesen Sommer zu verantworten. Letztes Jahr hatte er nichts zu tun. Da hatte Baumi schon alles erledigt und der Kader hat nicht wirklich viel benötigt.
Gehen wir davon aus, das Fritz fachlich in der Lage war, die richtigen Entscheidungen treffen zu können, dann verstehe ich nicht, weshalb ihm die schnelle Verpflichtung von Steffen gelang, während die Kaderplanung vollkommen aus dem Ruder lief. Kurz zum zeitlichen Ablauf:
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Ich glaube, das haben Fritzmeyer und auch viele andere schon ausreichend beantwortet. Eigentlich konnte man das sogar sehr gut beobachten.
Dass Werder auf dem Transfermarkt nur handlungsfähig war, wenn vorher Verkäufe auf dem Papier standen, war allen bekannt.
Ausnahme: 100%-Spieler, deren Mehrwert zu 100% sicher ist in den Augen der Verantwortlichen -> Mbangula (und daran gibt es eigentlich auch keinen Zweifel mehr bei 6 Scorern)
Zum Trainingsauftakt war der Kader noch nahezu genau derselbe wie zum Saisonabschluss. Niemand hatte den Verein verlassen außer Burke (Jung und Veljkovic klammere ich bewusst aus, weil wir kein IV-Problem haben). Man versuchte noch eine Einigung bezüglich Köhn zu erhalten, was aber dann scheiterte und man holte Wöber.
Es wurde ein Stürmer gesucht, der Burke ersetzen sollte und man hatte ihn in Asllani gefunden - ging in die Hose. Silva war auch nur ein Kaufthema, weil man bei dem genau wusste, was man holen würde.
Da keine Transfereinnahmen reinkamen, musste man weiter abwarten und konnte niemanden kaufen. Dass man solange abwarten musste, war sicher nicht der Plan, aber nur dadurch hatte man überhaupt eine Chance auf Sugawara, Schmidt, Boniface und Puertas. Mbangula war ein absoluter Zufallstransfer, der nur möglich wurde, weil Juve Geld brauchte.
Das hat alles nicht unbedingt mit Fritz zu tun. Er kann nur mit dem Geld arbeiten, was ihm zur Verfügung steht und wenn keiner unsere Spieler wie Schmid oder Stage kaufen möchte, dann steht er halt da und hat kein Geld.
Keine Frage: Alles auf den letzten Drücker abhandeln, ist nicht der Wunsch von uns oder irgendwem im Verein. Ging aber nicht anders und dafür sind die Transfers echt gut geworden. Dass die alle abbauen nun, das liegt bei Steffen. Dass sie gut sind, das haben sie schon bewiesen.
Über das Thema Stürmer und Boniface kann man eine Abhandlung schreiben. Für mich liegt das Problem nicht am Stürmer, sondern am System. Wir haben mit Grüll, Njinmah, Topp und Boniface vier Stürmer im Kader, von denen sich aber keiner für ein System mit nur einem Stürmer eignet.
Natürlich kann man das Fritz ankreiden, dass er keinen anderen Stürmer geholt hat, aber einerseits hat Steffen die Entscheidung mitgetragen und andererseits -> wen hätte Fritz denn holen soll ohne Transfereinnahmen? Gute Stürmer gibt es nicht per Leihe. Das ist doch das ganze Problem dabei. Ist aber nicht die Schuld von Fritz, dass wir keine Kohle haben.