Homophobie im Fußball

http://www.11freunde.de/artikel/nach-den-reaktionen-auf-hitzlspergers-coming-out


So absurd es ist, wenn man zu diesem Thema heute noch »Wir stehen hinter«-Kommentare schreiben muss, so wundersam es erscheinen mag, wenn man Postings liest, in denen wildfremde Menschen Thomas Hitzlsperger »viel Kraft« oder »viel Glück« wünschen, schließlich wähnte man sich doch längst in einer Zeit, in der die sexuelle Orientierung einer Person nicht von Belang ist. So traurig es ist, dass das Thema lange nicht in der vermeintlichen »Normalität« angekommen ist – es wird niemals dort ankommen, wenn darüber schweigt, es ignoriert oder sagt: Na, und?

Dass ist es, was ich gestern schon unter anderem versucht habe zu erklären. Es sind eben nicht selten die Wohlmeinenden (manchmal auch als Gutmenschen bezeichnet), die etwas Normales erst zu etwas Abnormalen machen. Nicht selten entsteht, dann eben daraus, die von mir angesprochene "Opferindustrie". Selbst die Illner hat ihr Programm deswegen jetzt umgestellt. Und genau DAS ist der falsche Weg. Und die Facebookkommentare kommen jetzt, weil alle meinen im Zuge einer falschen pc, Hitzlsperger jetzt "beistehen" zu müssen!? Warum eigentlich? Weil Medien sagen, dass er mutig sei? Er ist einfach nur homosexuell! Das ist nichts besonderes und geht auch kein Schwein irgendetwas an. Interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. Mich hat auch nicht interssiert mit wem welcher Werderprofi wann angeblich irgendwo im Auto gev***gelt hat. Und man hört solche Geschichte hier ständig.


Zitat von Stürmerbraut;2885879:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/i...ema.84ecacfe-3c5e-41a3-8019-af30739c2170.html


In Baden-Württemberg gibts es sogar Gegner, die Homosexualität als Unterrichtsgegenstand ablehnen, und dagegen eine Petition verfasst haben.

Das dazu, dass es "in der breiten Bevölkerung" schon sehr viel Akzeptanz gibt. :roll:

Die Verfasser und Unterstützer dieser Petition sind der kirchlichen Szene zuzuordnen (Pietisten).






Ich könnte :kotz:

Und? Es gibt Menschen, die wollen die Evolutionslehre aus dem Unterricht streichen lassen. Es gibt Menschen, die wollen nach Geschlechtern getrennten Sport- und/oder Schwimmunterricht.

Es gibt halt überall Wirrköppe. Die lassen sich im übrigen auch nicht mit noch so tollen und überteuerten Programmen aus der Gesellschaft entfernen. Ich hatte da ja vor der Wahl 2011 in Bremen eine ganz tolle Diskussion. Fragte man mich, was meine Partei gegen Diskriminierung machen wolle. Da hab ich dann gefragt, was denn bitte dagegen machen soll, wenn irgendwelche Leute wirre Gedanken haben? Gedanken kann man nicht verbieten! Das ist nun mal ein Fakt. Ich kann nur selbst tolerant Leben und diese Einstellung an mein(e) Kind(er) weitergeben. Da helfen aber keine blöd gegenderten Texte, die bis zur Unlesbarkeit entstellt sind, doer irgendwelche Quote. Da fragte mich dann eine junge Mitdsukantin, ob ich denn auch gegen die Frauenquote sei, und ich sagte, dass ich selbstverständlich auch dagegen sei. Ihre Reaktion war darauf bezeichnend: Ohne die Quote hätte sie ihren Job heute nicht. Innerlich traf mein Kopf in diesem Moment die Tischplatte und ich verlor unwillkürlich ein gehörige Portion Respekt vor der Mitdiskutantin!
 
...Da fragte mich dann eine junge Mitdsukantin, ob ich denn auch gegen die Frauenquote sei, und ich sagte, dass ich selbstverständlich auch dagegen sei. Ihre Reaktion war darauf bezeichnend: Ohne die Quote hätte sie ihren Job heute nicht. Innerlich traf mein Kopf in diesem Moment die Tischplatte und ich verlor unwillkürlich ein gehörige Portion Respekt vor der Mitdiskutantin!

Also ist es besser, wenn Unternehmer nach wie vor Frauen von vornherein ausklammern, weil die "Gefahr des Kinderkriegens" so groß sei, oder das Risiko vor Migräne oder Regelbeschwerden? Obwohl sie vielleicht bessere Qualifikationen / gleich gute als ihre männlichen Mitbewerber haben?



Sorry, aber bei einer solchen Einstellung verliere ich eine Menge Respekt vor dir.
 
Zitat von Fliegenfänger;2885918:
Also ist es besser, wenn Unternehmer nach wie vor Frauen von vornherein ausklammern, weil die "Gefahr des Kinderkriegens" so groß sei, oder das Risiko vor Migräne oder Regelbeschwerden? Obwohl sie vielleicht bessere Qualifikationen / gleich gute als ihre männlichen Mitbewerber haben?



Sorry, aber bei einer solchen Einstellung verliere ich eine Menge Respekt vor dir.


Ich bin ja nun Jurist. Und ich kenne keinen Arbeitgeber, der eine fähige Juristin nicht einem weniger fähigem männlichen Bewerber vorzieht. Spannenderweise ist unter meinen Kolleginnnen nicht eine (wir sind im übrigen lediglich vier Männer, aber elf Frauen), die eine Quote befürwortet. Jemand der Leistung erbracht hat und täglich bringt, so meine Erfahrungen, lehnt eine Quote konsequent ab, eben wegen der Gefahr wegen der Quote nicht mehr an der Leistung gemessen zu werden, sondern nur noch am Geschlecht.
Und wenn mir jemand in einer Diskussion sagt, dass er einen Job nur wegen der Quote hat, dann frag ich mich innerlich, ob da vielleicht auch irgendeine Qualifikation vorhanden ist.

Mir soll wirklich, gerade bei hochqualifizierten Berufen zeigen, wo es da einen mangeln an weiblichen Mitarbeitern gibt. Es gibt eben Berufe, die machen lieber Männer und andere lieber Frauen. Das ist etwas ganz natürliches, weswegen Frauen aber sicherlich heute keine wirklichen Steine mehr weg liegen, ausser eben auch die entsprechenden Leistungen erbringen zu können. Komischerweise - habe die Statistik nicht zu Hand, die ist in meinen Unterlagen - sagen Frauen übrigens viel häufiger ein Problem mit einer Chefin haben als Männer. Ich weiss nicht woran das wirklich liegt.

Im übrigen ist heute auch erwiesen, dass Jungs in den Schulen klar benachteiligt sind. Aber da will keine Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte etwas wissen. Insbesondere in Bremen nicht.

Ansonsten wirst zumindest bei den Juristen, gerade im Staatsdienst, in 10 Jahren sicherlicher deutlich mehr Frauen als Männer finden. Brauchen wir dann ne Männerquote?
 
Ich bin ja nun Jurist. Und ich kenne keinen Arbeitgeber, der eine fähige Juristin nicht einem weniger fähigem männlichen Bewerber vorzieht. Spannenderweise ist unter meinen Kolleginnnen nicht eine (wir sind im übrigen lediglich vier Männer, aber elf Frauen), die eine Quote befürwortet. Jemand der Leistung erbracht hat und täglich bringt, so meine Erfahrungen, lehnt eine Quote konsequent ab, eben wegen der Gefahr wegen der Quote nicht mehr an der Leistung gemessen zu werden, sondern nur noch am Geschlecht.
Und wenn mir jemand in einer Diskussion sagt, dass er einen Job nur wegen der Quote hat, dann frag ich mich innerlich, ob da vielleicht auch irgendeine Qualifikation vorhanden ist.

Mir soll wirklich, gerade bei hochqualifizierten Berufen zeigen, wo es da einen mangeln an weiblichen Mitarbeitern gibt. Es gibt eben Berufe, die machen lieber Männer und andere lieber Frauen. Das ist etwas ganz natürliches, weswegen Frauen aber sicherlich heute keine wirklichen Steine mehr weg liegen, ausser eben auch die entsprechenden Leistungen erbringen zu können. Komischerweise - habe die Statistik nicht zu Hand, die ist in meinen Unterlagen - sagen Frauen übrigens viel häufiger ein Problem mit einer Chefin haben als Männer. Ich weiss nicht woran das wirklich liegt.

Im übrigen ist heute auch erwiesen, dass Jungs in den Schulen klar benachteiligt sind. Aber da will keine Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte etwas wissen. Insbesondere in Bremen nicht.

Ansonsten wirst zumindest bei den Juristen, gerade im Staatsdienst, in 10 Jahren sicherlicher deutlich mehr Frauen als Männer finden. Brauchen wir dann ne Männerquote?



Wenn diese von vornherein ausgeklammert werden, weil es Männer sind, ja.
Gibt genug Beispiele wo besser qualifizierte Frauen das Nachsehen gegenüber geringer qualifizierten Männern haben.
Nach wie vor ist es so, das Frauen für gleiche Arbeit weniger Geld bekommen.

Mag sein, das es bei euch im Unternehmen anders ist, in vielen anderen Branchen / Unternehmen ist es noch längst nicht soweit.


Darüber hinaus sieht auch das jeder anders.
Ich kenne z.B. eine Frau bei einem großen Autobauer arbeitet, die ohne die Quote nie eine Chance bekommen hätte, was ihr Chef im Nachhinein als großen Fehler ansieht, weil sie deutlich bessere Qualifikationen hat und bessere Leistung bringt.

Ihr Chef hat vor der Quote nur Männer eingestellt, weils n Männerberuf ist.


Nur mal so als Beispiel, das die Quote nichts von Grund auf schlechtes ist.
 
Hitzlsperger hat ja auch gesagt, dass er durchaus den Mut gehabt hätte, sich schon vor einigen Jahren zu outen, ihm aber davon einfach abgeraten wurde. Denke mal, dass das sehr häufig so ist.

Bleibt abzuwarten, ob sich diese Ratschläge nach all den positiven Reaktionen vielleicht ändern werden. Oder aber ein Spieler den Mut hat, solche (sicher gut gemeinten und nicht unbegründeten) Ratschläge zu ignorieren.
 
Mich würde ja mal interessieren wie die meisten hier zu sexuellen Orientierungen wie Objektophilie stehen. :D

Das kann von mir aus jeder halten wie er/sie will. Solange der Sexualpartner einverstanden ist, kann man in der Kiste machen, was man will. Und Gebäude haben sicher nichts dagegen, wenn man sich von ihnen angeregt fühlt.

Ich finde es zwar befremdlich, die Berliner Mauer oder das World Trade Center zu heiraten

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51449048.html

beide sind für mich sexuell vollkommen uninteresssant gewesen, aber tolerant bin ich da durchaus.
 
Zitat von Fliegenfänger;2885923:
Wenn diese von vornherein ausgeklammert werden, weil es Männer sind, ja.
Gibt genug Beispiele wo besser qualifizierte Frauen das Nachsehen gegenüber geringer qualifizierten Männern haben.
Nach wie vor ist es so, das Frauen für gleiche Arbeit weniger Geld bekommen.

Das ist ja jetzt alles ein bisschen ab vom Thema.

Aber es gibt seriöse Studien, die bestätigen - muss das irgendwann mal raussuchen - dass Jungs durch unser Schulsystem deutlich benachteiligt werden. Was schlicht daran liegt, dass Jungs größere Probleme in der Pubertät haben, dies aber gerade von Lehrerinnen (insbesondere beispielsweise bei Empfehlungen für eine weitergehende Schule und schon gar nicht im Unterricht) berücksichtigt wird. Dies führt in Deutschland zu erheblichen Nachteilen, dies bis zum Berufsabschluss ziehen. Sollte man diese Nachteile nicht ausgleichen können.

Es mag sein, dass es irgendwo immernoch antiquierte Ansichten gibt. Aber wie gesagt, die findet man überall. Quoten sind aber keine Lösung, wenn beispielsweise an der Uni eine Professorenstelle unbesetzt bleibt, weil aufgrund der Quote ne Frau braucht, aber sich keine passende bewirbt. Ich kenne einen Fall, da war eine Planstelle über zwei Jahre deswegen unbesetzt. Dann ist das ganze über den Fachbereichsrat bis zum akademischen Senat gegangen, dass man dann doch mal von der Quote abweichen könne. Letztendlich hatte man dann neun Bewerber für die Stelle! Alles Männer!
 
Da hab ich dann gefragt, was denn bitte dagegen machen soll, wenn irgendwelche Leute wirre Gedanken haben? Gedanken kann man nicht verbieten! Das ist nun mal ein Fakt.

Na ja, alle wird man sicher nicht bekehren, aber informieren kann man eben. Einfach, um tatsächlich verwirrten Menschen, nämlich solchen, die nur eine Argumentationslinie (z.B. Kreationismus, Antisemitismus etc.) kennen zu zeigen, wie leicht man das widerlegen kann.
Und insofern sollte Schule schon dazu beitragen, dass "Argumenten" wie "es steht in der Bibel, und außerdem: alle Schwule müssen Windeln tragen, weil vom Analverkehr ihre Schließmuskel ruiniert werden" (das habe ich tatsächlich so gehört, erschreckenderweise sogar von Lehrern) nicht geglaubt wird.
 
Das ist ja jetzt alles ein bisschen ab vom Thema.

Aber es gibt seriöse Studien, die bestätigen - muss das irgendwann mal raussuchen - dass Jungs durch unser Schulsystem deutlich benachteiligt werden. Was schlicht daran liegt, dass Jungs größere Probleme in der Pubertät haben, dies aber gerade von Lehrerinnen (insbesondere beispielsweise bei Empfehlungen für eine weitergehende Schule und schon gar nicht im Unterricht) berücksichtigt wird. Dies führt in Deutschland zu erheblichen Nachteilen, dies bis zum Berufsabschluss ziehen. Sollte man diese Nachteile nicht ausgleichen können.



Absolut sollte man das ausgleichen, ja.

Es mag sein, dass es irgendwo immernoch antiquierte Ansichten gibt. Aber wie gesagt, die findet man überall. Quoten sind aber keine Lösung, wenn beispielsweise an der Uni eine Professorenstelle unbesetzt bleibt, weil aufgrund der Quote ne Frau braucht, aber sich keine passende bewirbt. Ich kenne einen Fall, da war eine Planstelle über zwei Jahre deswegen unbesetzt. Dann ist das ganze über den Fachbereichsrat bis zum akademischen Senat gegangen, dass man dann doch mal von der Quote abweichen könne. Letztendlich hatte man dann neun Bewerber für die Stelle! Alles Männer!


Und ja klar darf man nicht stur an der Quote festhalten, ist auch logisch.
Hat ja auch niemand gefordert.

Aber solange es "altmodische" Gedankengänge bei Unternehmern gibt, Frauen auszuschlißen weil sie weiblich sind, brauchen wir die Quote
damit solche Leute vielleicht aufwachen, wie in meinem Beispiel geschehen.
Seit dem achtet er bzw. seine Abteilung ausschließlich auf die Qualifikation und Leistung und nicht mehr auf das Geschlecht.
Und dahin müssen wir kommen, das das möglichst viele so sehen.

Da sind wir aber nun mal noch nicht, auf einem gutem Weg sind wir, ja, aber eben noch nicht am Ende.

Und wenn auf dem Weg dahin Quoten notwendig sind, bitte.
Dann soll das eben so sein.
Das das nicht die Ideallösung ist, ist wohl klar, aber das es keine Ideallösungen gibt solltest du als Parteimitglied wohl am besten wissen.
 
Na ja, alle wird man sicher nicht bekehren, aber informieren kann man eben. Einfach, um tatsächlich verwirrten Menschen, nämlich solchen, die nur eine Argumentationslinie (z.B. Kreationismus, Antisemitismus etc.) kennen zu zeigen, wie leicht man das widerlegen kann.
Und insofern sollte Schule schon dazu beitragen, dass "Argumenten" wie "es steht in der Bibel, und außerdem: alle Schwule müssen Windeln tragen, weil vom Analverkehr ihre Schließmuskel ruiniert werden" (das habe ich tatsächlich so gehört, erschreckenderweise sogar von Lehrern) nicht geglaubt wird.

Deswegen wird in deutschen Schulen zum Glück auch die Evolutionstheorie gelehrt. Es gibt Sexualkundeunterricht und auch einen gemeinsamen Sport-/Schwimmunterricht.
Das ist doch auch eigentlich gar kein Thema, denn die Lehrpläne sind da heute weitestgehend in Ordnung. Ich frag mich eher wie solche Leute es in den Staatsdienst geschafft haben. :roll:
 
Deswegen wird in deutschen Schulen zum Glück auch die Evolutionstheorie gelehrt. Es gibt Sexualkundeunterricht und auch einen gemeinsamen Sport-/Schwimmunterricht.
Das ist doch auch eigentlich gar kein Thema, denn die Lehrpläne sind da heute weitestgehend in Ordnung. Ich frag mich eher wie solche Leute es in den Staatsdienst geschafft haben. :roll:


Auf dem Papier, ja.
Aber eben nicht überall auch durchgezogen...
 
Zitat von Fliegenfänger;2885929:
Das das nicht die Ideallösung ist, ist wohl klar, aber das es keine Ideallösungen gibt solltest du als Parteimitglied wohl am besten wissen.

Ideallösungen gibt es nicht. Aber eine Quote ist ja auch eine Diskriminierung auf der anderen Seite. Nehme wir beispielsweise den Staatsdienst. Um Richter oder Staatsanwalt zu werden muss ich immer bessere Leistungen bringen als meine Kolleginnen. Ist das gerecht? Obwohl heute schon absehbar ist (man braucht nur in einen Refrendargruppen anschauen), dass es im gesamten juristischen Bereich in Zukunft deutlich mehr Frauen geben wird als Männer.

Übrigens wirft man ja meiner Partei immer vor, dass wir keine Frauenquote haben. Tatsächlich sind in meiner Partei die Frauen in Führungsposition (gemessen an der Zahl der weiblichen und männlichen Mitglieder) deutlich überrepräsentiert. Wie gesagt ganz ohne Quote. (Wobei ich mir nicht ganz sicher bin wie sich das vielleicht nach den ganzen Umstrukturierungen verschoben haben könnte. Sind ja zwei Frauen an den Spitzen von Landesverbänden durch Männer ersetzt worden.)
 
Ich bin ja nun Jurist. Und ich kenne keinen Arbeitgeber, der eine fähige Juristin nicht einem weniger fähigem männlichen Bewerber vorzieht. Spannenderweise ist unter meinen Kolleginnnen nicht eine (wir sind im übrigen lediglich vier Männer, aber elf Frauen), die eine Quote befürwortet. Jemand der Leistung erbracht hat und täglich bringt, so meine Erfahrungen, lehnt eine Quote konsequent ab, eben wegen der Gefahr wegen der Quote nicht mehr an der Leistung gemessen zu werden, sondern nur noch am Geschlecht.
Und wenn mir jemand in einer Diskussion sagt, dass er einen Job nur wegen der Quote hat, dann frag ich mich innerlich, ob da vielleicht auch irgendeine Qualifikation vorhanden ist.

Mir soll wirklich, gerade bei hochqualifizierten Berufen zeigen, wo es da einen mangeln an weiblichen Mitarbeitern gibt. Es gibt eben Berufe, die machen lieber Männer und andere lieber Frauen. Das ist etwas ganz natürliches, weswegen Frauen aber sicherlich heute keine wirklichen Steine mehr weg liegen, ausser eben auch die entsprechenden Leistungen erbringen zu können. Komischerweise - habe die Statistik nicht zu Hand, die ist in meinen Unterlagen - sagen Frauen übrigens viel häufiger ein Problem mit einer Chefin haben als Männer. Ich weiss nicht woran das wirklich liegt.

Im übrigen ist heute auch erwiesen, dass Jungs in den Schulen klar benachteiligt sind. Aber da will keine Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte etwas wissen. Insbesondere in Bremen nicht.

Ansonsten wirst zumindest bei den Juristen, gerade im Staatsdienst, in 10 Jahren sicherlicher deutlich mehr Frauen als Männer finden. Brauchen wir dann ne Männerquote?

Absolut richtig!:tnx:
 
Ich wollte mich hier eigentlich nicht einklinken, deshlab weiß ich auch nicht, ob es hier schon gepostet wurde. Aber fand die Aussage von Hitzlsperger (sorry ist auf Englisch) zu den Medien ganz interessant (3:46). Denn genau das Gefühl habe ich auch. :face: Im Prinzip sagt er nur, dass in Deutschland mehr spekuliert wird wer es denn sein könnte, das ganze ein größerer Aufriss ist, während man in England ein bisschen sachlicher an die Sache ran geht.

Ohne die englischen Boulevardmedien in Schutz nehmen zu wollen, die sind auch schlimm, aber das reflektiert irgendwo auch meinen Eindruck.
 
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