Homophobie im Fußball

Wo genau werden Schwule denn noch diskriminiert, mal abgesehen von vereinzelten Pfosten?

In Dortmund und Leverkusen! Und auch in Bremen, wenn Dortmund oder Leverkusen zu Gast sind.

Wenn man bedenkt was in Dortmund oder Leverkusen abgeht, da würde auch ich mich nicht als aktiver Profi outen wollen. Das wär ein gefundenes Fressen für die massenweise primitiven Homophoben aus Dortmund oder Leverkusen.

Im ersten Moment dachte auch ich "interessant, mutig sein outing"

Im zweiten Moment fand ich es aber genau so spektakulär als wenn berichtet worden wäre, das Hitzlsperger sich geoutet hat, auf dunkelhaarige Frauen zu stehen"
 
Ach als ob. Und die Mitspieler sehe ich auch nicht als das große Problem an. Diese echten harten Männer gibts doch heutzutage kaum noch, stattdessen laufen da blondierte Typen rum, die offen zugeben Justin Bieber zu hören. Meinst du etwa in so einer Atmosphäre müsste ein schwuler Spieler Angst haben?

Naja Hitzelsperger wird sich das nicht ausgedacht, dass es auch in der Kabine zu Anfeindungen kam.
Denn Hitzlsperger berichtet in dem Interview mit der "Zeit" auch von "Aufforderung zur Ausgrenzung und zur Gewalt" in der Kabine.
http://www.gmx.net/themen/sport/fussball/sonstiges/46b0ebu-thomas-hitzlsperger-vorbild
 
In Dortmund und Leverkusen! Und auch in Bremen, wenn Dortmund oder Leverkusen zu Gast sind.

Wenn man bedenkt was in Dortmund oder Leverkusen abgeht, da würde auch ich mich nicht als aktiver Profi outen wollen. Das wär ein gefundenes Fressen für die massenweise primitiven Homophoben aus Dortmund oder Leverkusen.

Im ersten Moment dachte auch ich "interessant, mutig sein outing"

Im zweiten Moment fand ich es aber genau so spektakulär als wenn berichtet worden wäre, das Hitzlsperger sich geoutet hat, auf dunkelhaarige Frauen zu stehen"

Ich denke man hat eine grösseres Problem, wenn man schwul ist aber für Doofmund oder Leberhusten spielen will...das sind doch keine Vereine! Das sind Clubs!
 
Ich finde die Spekulation der Bild ziemlich albern und, obwohl sie scheinbar in die Zukunft gerichtet ist, in Wahrheit sehr rückwärts gewandt.
 
Moin!

Hitzlsperger wird mit Sicherheit nicht unter Diskriminierung leiden müssen, sondern er wird sogar eher davon profitieren können.

Heutzutage ist es doch eher so, dass jeder seine "Vorzeigeschwulen und -lesben" zumindest im entferntesten Bekanntenkreis hat, um damit seine Toleranz zu zeigen.
Ebenso kann man heute höchste politische Ämter bekleiden, wenn man öffentlich seine Homosexualität bekannt gibt. Jede Partei braucht ein paar, deren Homosexualität bekannt ist, damit die Gesellschaft sieht, dass die bei denen nicht benachteiligt werden.

Dass Hitzlsperger nun negative Diskriminierung erfährt, ist kaum anzunehmen. Seine aktive Karriere ist vorbei, seit ungefähr einem halben Jahr...
Nun wird er erstmal von fast allen Seiten großes Lob für seinen "Mut" erfahren. Er ist schließlich sowas wie ein Vorreiter.
Gut möglich ist auch, dass ihm der Einstieg in andere Positionen bei vielen Clubs erleichtert wird. Es ist jedenfalls gut denkbar, dass manche Clubs schon darüber nachdenken, ihm einen Posten zu übergeben, um an ihrem Image als weltoffener, toleranter Club zu feilen. Man hätte die Chance, als erster Club einen Ex-Profi zu beschäftigen, der sich als homosexuelle geoutet hat. Das gibt garantiert gute Presse.

Du unterstellst den bekannten Schwulen/Lesben, die offen dazu stehen, dass sie dies nur aus persönlichem Opportunismus tun? Was ist denn die Alternative? Sich weiter verstecken, damit nicht angenommen werden könnte, sie wollten etwas für sich herausschlagen?
Und soweit ich mich erinnere waren die bekannten PolitikerInnen, die öffentlich homosexuell leben, bereits in ihren Ämtern, bevor ihre Homosexualität offen diskutiert wurde (z.B. Westerwelle oder Wowereit).

Ich finde diese Argumentation verlogen. Man kann nicht auf der einen Seite sagen, dass es normal sein soll und als normal angenommen werden soll, dass es verschiedene sexuelle Neigungen gibt, und auf der anderen Seite dazu auffordern, das nicht zu thematisieren, damit kein Verdacht des Opportunismus aufkommt.
Mir kommt das ein bisschen so vor wie der Vorwurf an Vergewaltigungsopfer, sie hätten's ja selbst provoziert mit der aufreizenden Kleidung...

Ich übrigens - und ich nehme an der Großteil unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger - hat Schwule und Lesben in seinem Bekanntenkreis, weil es schlichtweg statistisch wahrscheinlich ist. Vorzeigen muss ich von denen keinen, um meine Toleranz zu zeigen, sondern es reicht ein völlig unbefangener und normaler Umgang. Dabei ist die Homosexualität übrigens bei den allermeisten Freunden/Bekannten nie ein Thema gewesen. Man erfährt es einfach irgendwann mehr oder weniger beiläufig, und gut is.

Gruß, gsguitar
 
Schöner Beirag, gsguitar!




Wo genau werden Schwule denn noch diskriminiert, mal abgesehen von vereinzelten Pfosten?


In Frankreich z.B. durch einen ehemaligen brasilianischen Nationaspieler:

http://sport.oe24.at/fussball/PSG-Star-Alex-wettert-gegen-Schwule/127256226

Und in Deutschland durch einen Lehrer, der Unterschriften sammelt, damit Homosexualität, genauer gesagt "Akzeptanz sexueller Vielfalt", nicht im Schulunterrich thematisiert wird

https://www.openpetition.de/petitio...plan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

das hanrbüchen begründet (Schwulsein u.ä. führe zu höherem Alkohol- und Drogenkosum, psychischen Krankheiten und Suizidgefahr) und damit bislang über 65.000 Unterstützer findet.

http://www.stern.de/panorama/baden-...n-homosexualitaet-als-schulthema-2082027.html
 
Das sind doch vereinzelte Pfosten. ;)

Der Punkt ist doch, dass wenn heute einer schwulenfeindlich auftritt, ein Riesenaufschrei auftritt. Besser kanns doch kaum sein. Ich denke auch, dass das in den Kabinen auch durchaus so sein könnte. Gibt genug Profis, die sehr pro gegenüber Schwulen eingestellt sind und auch die Vereine. Homophobie wird zumindest in Deutschland nicht akzeptiert von den Vereinen. Wenn da jemand nach seinem Outing diskriminiert wird, wirds Ärger geben für diejenigen, sowohl von Mitspielern als auch von Verantwortlichen.

Und ja, auch auf den Tribünen wird es eine solche Reinigung geben, ähnlich wie bei Rassismus.
 
Das hoffe ich ja auch. Aber das jemand ein homophober geistiger Dünnbrettbohrer ist sieht man demjenigen ja nicht an, sondern es braucht einen Anlass, das er das nach außen erkennen lässt. Insofern wird es auch nach dem ersten Coming-Out eines aktiven Spielers noch einige Zeit dauern, bis dieser Prozess abgeschlossen sein wird.
 
Ok. Homosexualität wird nicht voll akzeptiert wird gesagt, aber dann nennt mir mal was genau dann akzeptiert wird? Der Bauarbeiter? Der kleine Sachbearbeiter, der Behinderte, der Dicke, die dürre Frau, der Arbeitslose? Wir Menschen akzeptieren generell schwer jemand, der nicht genauso "perfekt" ist wir er selber ....ob schwul oder nicht, jeder hat mit der Akzeptanz zu kämpfen.
 
Ok. Homosexualität wird nicht voll akzeptiert wird gesagt, aber dann nennt mir mal was genau dann akzeptiert wird? Der Bauarbeiter? Der kleine Sachbearbeiter, der Behinderte, der Dicke, die dürre Frau, der Arbeitslose? Wir Menschen akzeptieren generell schwer jemand, der nicht genauso "perfekt" ist wir er selber ....ob schwul oder nicht, jeder hat mit der Akzeptanz zu kämpfen.

Was willst du uns genau damit sagen? Das es halt so ist wie es ist und damit fertig? Und was ist das bitte für eine Einstellung sich selbst als perfekt anzusehen und andere nicht. Niemand ist perfekt und das ist auch gut so. Das Leben wäre sonst auch verdammt langweilig.
 
Was willst du uns genau damit sagen? Das es halt so ist wie es ist und damit fertig? Und was ist das bitte für eine Einstellung sich selbst als perfekt anzusehen und andere nicht. Niemand ist perfekt und das ist auch gut so. Das Leben wäre sonst auch verdammt langweilig.

Ich will damit auch sagen, selbst wenn man die Homosexualität bei einem Menschen akzeptiert , so wird man etwas anderes finden um ihn zu diskriminieren.
 
sorry das finde ich ehrlich gesagt ziemlich erschreckend, weil es impliziert das man bei anderen Menschen immer was sucht um sie zu diskriminieren.:eek:

Ist doch auch so. Ich denke auch nicht, dass sich irgendein Mensch da komplett rausnehmen kann. Jeder Mensch hat irgendwo Vorurteile gegenüber irgendwas. Deswegen diskriminiert man vielleicht nicht gleich direkt, aber es wird gelästert und getuschelt. Homosexualität polarisiert da nur mehr als andere Sachen. Genau genommen wurde ich auch mein Leben lang wegen ADHS diskriminiert. Muss man halt einfach mit leben. Das wird sich vermutlich nie so richtig ändern. So sind die Menschen halt. Der Unterschied ist nur, dass einige Menschen Arschlöcher sind und dies bewusst ausleben und andere nicht.
 
Ist doch auch so. Ich denke auch nicht, dass sich irgendein Mensch da komplett rausnehmen kann. Jeder Mensch hat irgendwo Vorurteile gegenüber irgendwas. Deswegen diskriminiert man vielleicht nicht gleich direkt, aber es wird gelästert und getuschelt. Homosexualität polarisiert da nur mehr als andere Sachen. Genau genommen wurde ich auch mein Leben lang wegen ADHS diskriminiert. Muss man halt einfach mit leben. Das wird sich vermutlich nie so richtig ändern. So sind die Menschen halt. Der Unterschied ist nur, dass einige Menschen Arschlöcher sind und dies bewusst ausleben und andere nicht.

aber ich stell mich doch nicht hin und diskriminiere jeden Menschen wegen irgendwas. :confused:
 
aber ich stell mich doch nicht hin und diskriminiere jeden Menschen wegen irgendwas. :confused:
Ich bin sicher, du hast auch schon mal irgendwen diskriminiert, vielleicht gar nicht mal bewusst. Wie gesagt, der Eine ist ein *********, der Andere nicht. Aber diskriminieren tut jeder Mensch in irgendeiner Form, mal mehr und mal weniger.

Edit: Ah Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) darf man sagen, Ar schloch nicht. :D
 
Ich bin sicher, du hast auch schon mal irgendwen diskriminiert, vielleicht gar nicht mal bewusst. Wie gesagt, der Eine ist ein *********, der Andere nicht. Aber diskriminieren tut jeder Mensch in irgendeiner Form, mal mehr und mal weniger.

Edit: Ah Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) darf man sagen, Ar schloch nicht. :D

Natürlich passiert mir das auch, aber das das ein quasi natürlicher Reflex ist und man bei anderen automatisch Dinge sucht die man diskriminieren kann, hab ich an mir so noch nicht festgestellt. Und auch in meinem Umfeld ist mir das so nicht bewusst. Ich würde mich da wohl auch sehr unwohl fühlen, weil wohl jeder dann eine Angriffsfläche für Diskriminierungen bietet. :confused:
 
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