Hertha BSC Berlin

Als wenn die Springer Presse seriöser wäre.
Dass du das jetzt nicht verstehst ist klar. Hat überhaupt nix Springer-Presse zu tun, Niveau hat nix mit Seriösität. Egal auf welcher Seite ich steh, egal für wen ich bin, egal zu welchem Ergebnis ich komme, es geht auf niveauvolle Art oder mit undifferenzierten Stammtischparolen. Hier wird nur mit der emotionalen Schiene argumentiert. Hertha ist doof, ist unsymphatisch, blöde Fans, schlechte Verlierer, habens nicht verdient. Auf die eigentliche Sachlage wird doch garnicht eingegangen.
 

Wenn ich sage der Focus ist der Spiegel für Hauptschüler und dann die anderen Zeitungen, die teilweise Pro Hertha argumentieren, betrachte dann sind die jedenfalls nicht seriöser.

Hier wird nur mit der emotionalen Schiene argumentiert. Hertha ist doof, ist unsymphatisch, blöde Fans, schlechte Verlierer, habens nicht verdient. Auf die eigentliche Sachlage wird doch garnicht eingegangen.

Das spiegelt in dem Moment wohl die Meinung des Autors wieder? Er hat ja nirgendwo behauptet dass seine Meinung Fakt ist. Herthas gesamter Einspruch beruht auf einer Emotionalen und weniger auf einer sachlichen Schiene. Warum also nicht ein emotionaler Kommentar dazu. Andere wiederum sprechen von Randale der Düsseldorfer ohne das ganze sachlich zu betachten.
 
Und WOMLSascha ist nun mal ein Korin... Haarspalter (wenn er ein Wort falsch als Lüge ansieht) und mit solchen Leuten will ich nur in Ausnahmefällen was zu tun haben. Und mehr habe ich zu dir auch nicht zu sagen.

@Schmielitz, lass es einfach, unterhalte dich doch bitte mit Leuten die auf deinem Niveau (also weit über mir anscheinend) angesiedelt sind.
Kein Problem,Campino!
Niveau?Keiner hat dem anderen etwas voraus!
Ich reagiere auf Deine Kommentare nicht mehr und Du läßt mich einfach links liegen,ohne mich zu provozieren oder zu beleidigen.
Ich finde das zwar scheiße,aber wenn Deine Birne so tickt,ja dann zieh deinen Stiefel durch.
 
Wenn ich sage der Focus ist der Spiegel für Hauptschüler und dann die anderen Zeitungen, die teilweise Pro Hertha argumentieren, betrachte dann sind die jedenfalls nicht seriöser.



Das spiegelt in dem Moment wohl die Meinung des Autors wieder? Er hat ja nirgendwo behauptet dass seine Meinung Fakt ist. Herthas gesamter Einspruch beruht auf einer Emotionalen und weniger auf einer sachlichen Schiene. Warum also nicht ein emotionaler Kommentar dazu. Andere wiederum sprechen von Randale der Düsseldorfer ohne das ganze sachlich zu betachten.

wieso? Sachlich gesegen standen Fans 10 Minuten, da wo sie nicht hingehören, ehe sie wohinrannten, wo sie noch weniger zu suchen hatten. Ohne jegliche Emotion mal festgestellt.
 
wieso? Sachlich gesegen standen Fans 10 Minuten, da wo sie nicht hingehören, ehe sie wohinrannten, wo sie noch weniger zu suchen hatten. Ohne jegliche Emotion mal festgestellt.

Das war trotzdem keine Randale und es ist auch nichts, was es vorher nicht gab. Es war vielleicht hochgradig dumm, aber keine Aktion mit gewalttätigem Hintergrund, wie es jezt von Seiten der Hertha dargestellt wird. Hertha baut ihren ganzen Widerspruch auf die Emotinen auf und eben weniger auf die eigentliche Sachlage.

Sachlich gesehen gab es eine gerechtfertigte Spielunterbrechung und nach ca 20 min wurde weiter gespielt. Die Verantwortlichen von Hertha sind wahrscheinlich gar nicht mal so unglücklich darüber, was dort passiert ist. Der Anwalt stand ja ruck zuck für eine Stellungnahme bereit ;)
 
Falsch, denn laut Aussagen der Unparteiischen war das Spiel unter regulären Bedingungen beendet worden, und keiner wurde beeinträchtigt.

Wenn Düsseldorfer das sagen ist das parteiisch, genauso wenn Herthaner sagen, dass es natürlich irregulär war. Der Schiri ist unparteiisch und ihm bringt die Aussage keinen Vor oder Nachteil.

Damit ist die Frage beantwortet.

Nicht ganz. Nur weil einer Unparteiischer heißt, heißt das nicht, dass seine Darstellung es in jedem Punkt auch ist. Natürlich wird dem Schiri egal sein, ob Hertha oder Düsseldort in der Bundesliga bleibt. Aber er dürfte ein Interesse daran haben, dass ihm kein Regelverstoß unterstellt bzw. nachgewiesen wird.
Das, was Herthaspieler am Rande des Spiels veranstaltet haben, war sicher nicht in Ordnung und wird Konsequenzen haben. Und wie die Verantwortlichen die fragliche Zeit darstellen, ist Folklore, die zu einem Prozess manchmal dazugehört.
Auch die Frage, ob der Platzsturm "Randale" war, mag ganz interessant sein. Aber wenn man das aus gutem Grund verneint, heißt das nicht, dass das Stürmen des Platzes zu regulären Bedingungen für den Rest des Spiels geführt hat.
Entscheidend, juristisch entscheidend bleibt nämlich aus meiner Sicht, ob das Spiel unter regulären Bedingungen durchgeführt und vor allem zu Ende gebracht wurde. Und da ist fraglich ob man sagen könnte: Och, es waren ja nur anderthalb Minuten, die vielleicht irregulär waren.
Und in dem Zusammenhang ist der Schiedsrichter ein wichtiger Zeuge. Aber einer, bei dem man auch überlegen muss, welche Perspektive er hat und welche Interessen ihn leiten.
Wenn man automatisch sagt: Stark muss es wissen, der ist ja schließlich Unparteiischer und hatte den Überblick, dann hätte es jetzt keine Nachverhandlung geben müssen, oder zumindest viel kürzer.
Es hat sie aber doch gegeben.
Man muss sich einfach mal die Frage stellen, was passiert wäre bzw. leicht hätte passieren können, wenn Hertha aus Versehen doch noch ein Tor geschossen hätte oder ein Berliner in der letzten Minute im Strafraum gefoult worden wäre.
Kann man sicher sagen, dass der Schiedsrichter hier unbestechlich auf Elfmeter gegen Düsseldorf hätte entscheiden können??

MFG dkbs
 
So sehr ich Deine Beiträge mag,aber auch erfahrene Juristen machen Fehler!

Die Aussichtslosigkeit würde ich schon gerne näher von Dir begründet wissen.
Kein Richter ist so naiv,daß er nicht schon vorher weiß,wie die Argumente der konträren Parteien lauten werden.
Und jeder Richter fühlt sich gelangweilt,wenn die Argumente zu dick aufgetragen werden.
Ein guter Anwalt weiß das auch,-und ein guter Anwalt zeichnet sich darin aus,daß er um die Ecke denken kann.
Anstatt,wie hier geschehen,die Traumatisierung der Berliner Mannschaft geradezu theatralisch zu inszenieren,wäre es intelligenter gewesen,das Pferd von hinten aufzuzäumen.
Warum hat die Verteidigungsstrategie nicht damit begonnen,die zunehmende Gewalt zum Gegenstand zu machen,die unabhängig eigener begründeter Interessen,es notwendig machen muß,endlich mal ein Exempel zu statuieren.
Das Gericht fragen,welchen Beitrag es zu leisten imstande ist,solchen Übergriffen in der Zukunft mit vertrauenswürdiger Rechtssicherheit zu begegnen.
Dann deutlich machen,daß die eigene Mannschaft aufgrund der widrigen,nicht in ihrem Verantwortungsbereich liegenden Umstände,nicht in der Lage war,die notwendige Konzentration für eine sportlich-faire Beendigung des Spiels aufbringen zu können.Und wegen der psychischen Belastung daher auch nicht in der Lage sein konnte,das Spiel in eigenem Interesse noch zu wenden,obwohl dies objektiv vom zeitlichen Rahmen her noch möglich gewesen wäre.

So,und jetzt bist Du dran!

Sorry, mein Beitrag zielte auf den von Peggy76, die dem Anwalt eine falsche Strategie vorwarf.
Dieser Anwalt ist hoch angesehen auf dem Gebiet des Sportrechts und sollte sich eigentlich erheblich besser mit der Materie auskennen wie Peggy76 oder ich.
Ich maße mir wirklich nicht an, beurteilen zu können, welche Strategie die beste gewesen wäre. Weil ich von solchen Dingen zugegebenermaßen viel zu wenig Ahnung habe.

Zur Aussichtslosigkeit: Dieses Spiel ist regulär zu Ende geführt worden, zwar in den letzten Minuten unter erschwerten Bedingungen, aber es ist zu Ende geführt worden. Daher gehe ich zu 95 % davon aus, das es KEIN Wiederholungsspiel geben wird. Und das wäre auch richtig so.

Gruß vom
Werder-Oldie
 
Es wurde hier schon mal geschrieben ,
für mich gab es einen entscheidenden Fehler, der hier irgendwie untergeht.
Schiri Stark hätte das Spiel unterbrechen müssen in dem Moment, wo die Zuschauer beginnen die Tribüne zu verlassen, und sich an der Seitenlinie sammeln.
Warum lief das Spiel hier weiter , bei so einem brisanten Spielstand?
Klarer grober Patzer des sonst so gelobten Stark.


Mir geht es auch so, dass ich subjektiv der hertha hier nichts gönne, aber man stelle sich vor , unser SVW wäre in deren Situation, also ich würde mich auch klar benachteiligt fühlen.
Schwieriger Fall!!
 
Es wurde hier schon mal geschrieben ,
für mich gab es einen entscheidenden Fehler, der hier irgendwie untergeht.
Schiri Stark hätte das Spiel unterbrechen müssen in dem Moment, wo die Zuschauer beginnen die Tribüne zu verlassen, und sich an der Seitenlinie sammeln.
Warum lief das Spiel hier weiter , bei so einem brisanten Spielstand?
Klarer grober Patzer des sonst so gelobten Stark.

Ist das echt so? Also klar, in dem Moment wo das Spiel durch äußere Umstände klar gestört wird, muss er unterbrechen. Aber, dass die Fans von den Tribünen gekommen sind ging ja auch nicht innerhalb von 2 Sekunden oder so. Und solange am Spielfeldrand halt noch genug Platz ist (also bis kurz vor Eskalation quasi) konnte er ja noch weiterspielen lassen. Aber ist nur meine Meinung.

Ansonsten sehe ich das so:
Herthas Argument mit der Angst der Spieler kann ja nun echt nicht ganz ernst sein. Teile der Spieler attackierten den Schiedsrichter und versuchten ihn einzuschüchtern. Dann wird immer davon gesprochen, dass die Südamerikaner Angst um ihre Familien hatten. Saßen die Familien auf der Trainerbank? Also wieso hat man Angst um seine Familie, die wahrscheinlich recht weit oben auf der VIP Tribüne sitzt, wenn Fans unten aufs Spielfeld laufen um zu feiern?

Die Beeinflussung des Spiels war zwar vorhanden, aber mal ehrlich: wenn Fans anfangen, die eigenen Spieler mit Pyros zu bewerfen und dadurch das Spiel unterbrochen wird - ist das nicht auch eine Beeinflussung des Spiels? Erst dadurch ist dann die lange Nachspielzeit entstanden mit dem Ende, das wir alle kennen. Also gab es im Prinzip zwei beeinflussende Dinge in dem Spiel, die einmal eher von Hertha und einmal von Düsseldorf ausgelöst wurden.

Von diesen "harten" Argumenten mal abgesehen, finde ich es moralisch echt krass, dass man nach solchen Vorkommnissen gegen den Schiri von den eigenen Spielern, noch versucht, die Spielwertung zu kippen. Ein bisschen Anstand würde auch dem Fußball gut tun.
 
Die Beeinflussung des Spiels war zwar vorhanden, aber mal ehrlich: wenn Fans anfangen, die eigenen Spieler mit Pyros zu bewerfen und dadurch das Spiel unterbrochen wird - ist das nicht auch eine Beeinflussung des Spiels? Erst dadurch ist dann die lange Nachspielzeit entstanden mit dem Ende, das wir alle kennen. Also gab es im Prinzip zwei beeinflussende Dinge in dem Spiel, die einmal eher von Hertha und einmal von Düsseldorf ausgelöst wurden.

Und bei 2 oder 3 Minuten Nachspielzeit wären die Düsseldorfer Fans dann nicht auf das Spielfeld gestürmt oder wie?

Der Platzsturm wäre so oder so eingetreten. Das hat mit der langen Nachspielzeit nichts zu tun. Dann wären die Leute halt schon in der 89. oder 90. Minute über die Tribünen geklettert.
 
Eben das kann man als Fehler von Stark werten, dass er da nicht kurz unterbrochen hat. Das wars dann aber auch. Die Hertha ist im Endeffekt selbst Schuld.

Mal davon abgesehen, dass die vermutlich eh kein Tor mehr geschossen hätten.

:tnx::tnx::tnx:

Übrigens bin ich ja nun alles andere als ein Freund von Preetz, aber mir ist es sympathischer, wenn ein Verein und seine Verantwortlichen für ihr(e) Recht(e) kämpfen, als wenn der Verein auch die ungerechtesten Entscheidungen ohne Widerspruch ständig hinnehmen.

Zitat von [SVW]Andi;2219325:
Warum bauen beide Mannschaften scheiße? Das waren die Fans. Für die Pyroaktionen werden beide Vereine bestraft werden. Der Knackpunkt ist, dass die Düsseldorfer nicht in der Lage waren, den Innenraum frei zu halten. Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich bin weder pro Hertha, noch pro Fortuna. Ich bin lediglich für einen sportlich fairen Wettkampf. Wenn der gastgebende Verein nicht in der Lage ist, für die nötige Sicherheit zu sorgen, sodass deutlich vor Spielende eine große Menschenmasse von einheimischen Fans im Innenraum ist, ist die Sicherheit, vor allem für die Gastmannschaft, nicht mehr gewährleistet und somit ein sportlich fairer Wettkampf nicht mehr möglich.

In Unkenntnis der bisherigen Diskussion sage ich, dass es aus meiner Sicht nachvollziehbar wäre, ein Wiederholungsspiel anzusetzen.
Natürlich heucheln die Berliner jetzt rum von Todesangst und so. Und es wird aufgebauscht ohne Ende. Und natürlich war der Eingriff verhältnismäßig klein, wahrscheinlich wäre Hertha unter regulären Bedingungen auch abgestiegen.
Aber aus meiner Sicht ist ganz klar, dass das Ende des Spiels nicht unter regulären Bedingungen stattgefunden hat, Todesangst hin oder her. Bei Formfehlern sind schon ganz andere Dinge korrigiert worden. Ich denke mir zudem, dass - ganz abgesehen davon, dass Hertha sehr wahrscheinlich kein Tor mehr geschossen hätte - die Bedingungen nicht so waren, dass ich mir gern vorstellen möchte, dass Hertha doch noch ein Tor geschossen hätte. Oder hätte sich der Schiedsrichter getraut, in den anderthalb Minuten einen Elfmeter für Hertha zu geben? Der Schiedsrichter wird sagen: Ja klar. Aber ich bezweifle es.

Allerdings denke ich, es wird eher kein Wiederholungsspiel geben. Wenn gibt es irgendeine Wiedergutmachung, möglicherweise unter der Hand. Der DFB wird sich auf die Tatsachenentscheidung zurückziehen, weil er den Rattnenschwanz fürchtet, der an einer anderen Entscheidung hängen würde. Und ehrlich gesagt: Wirklich beschweren dürfte sich Hertha nicht. Sie hatten lang genug Zeit, den Abstieg vor den letzten anderthalb Minuten der Saison zu vermeiden.

MFG dkbs

Der Artikel macht den selben Fehler wie viele User hier: Er vermengt verschiedene Tatbestände, die zum Teil nicht mal gegenstand des heutigen Verfahren waren bzw. diese Verfahrens sind.

Die Pyro-Aktionen beider (!) Fanlager werden nochmals gesondert bewertet. Und hoffentlich entsprechend bestraft.

Die "Attacken" der Spieler auf Schiedsrichter Stark werden für jeden einzelnen Spieler ebenfalls noch ein Sportgerichtsverfahren nachsichziehen und es werden auch da sicherlich harte Strafen folgen.

Aber es dreht sich eigentlich den ganzen Tag schon darum, dass man offensichtlich nicht verstehen will, dass es hier um die Frage ging, ob das Spiel unter regulären Bedingungen zu Ende gespielt wurde. Und dies ist rein regeltechnisch spätesten ab der 86. Minute nicht mehr der Fall gewesen. Nun hat Wolfgang Stark als Schiedsrichter Spielleitung und hat sich entschieden die Partie weiterlaufen zulassen und auch nach dem Platzsturm erneut anzupfeiffen. Allerdings lief, dass dann eben unter Bedingungen, die nicht mehr den Durchführungsbestimmungen entsprachen.

Es ist auch im Block der Fortuna gezündelt worden. Also hätte auch dort der Ordnungsdienst verstärkt werden müssen. Mal vollkommen davon abgesehen, dass es allein ein Unding, dass diese Unmengen an Pyrotechnik ins Stadion verbracht werden konnten. Hatte glaube ich am Mittwoch schon geschrieben, dass man ja noch verstehen kann, wenn da mal fünf, sechs oder vielleicht auch zehn Bengalos durch die Kontrollen geschmuggelt werden können, aber diese Mengen? Deutet daraufhin, dass der Ordnungsdienst schlicht nicht funktioniert hat.



Also weil sich Herr Preetz oder Herr Lell daneben benehmen, sind natürlich die Aussagen von Herrn Niemeyer gleich unglaubwürdig? Das ist doch Quatsch! Die sind zwar alle Angestellte des selben Clubs, aber dennoch noch unterschiedliche Menschen.

Achja im übrigen wusste ich auch noch nicht, dass Herr Stark Psychologe ist und daher beurteilen wie sich ein Mensch benimmt, wenn er Angst hat. Da reagieren Menschen nämlich auch völlig unterschiedlich. Daher sind seine Schlussfolgerungen aus dem Verhalten der drei oder vier Berliner Spieler auch mehr als fragwürdig.

Edit: Letzter Absatz gilt auch für "Der Werderaner".

Achja noch eine kleine Anmerkung eben zu deinem Beitrag. Wenns auch lange her ist, so habe ich im Bio-LK eben irgendwann mal, vor grauer Vorzeit, gelernt, dass in Angst- /Stresssituationen in zweifacher Hinsicht reagiert werden kann. Entweder flüchtet man oder man greift an. "fight-or-flight" nennt sich das Phänomen glaube ich.

Nicht ganz. Nur weil einer Unparteiischer heißt, heißt das nicht, dass seine Darstellung es in jedem Punkt auch ist. Natürlich wird dem Schiri egal sein, ob Hertha oder Düsseldort in der Bundesliga bleibt. Aber er dürfte ein Interesse daran haben, dass ihm kein Regelverstoß unterstellt bzw. nachgewiesen wird.
Das, was Herthaspieler am Rande des Spiels veranstaltet haben, war sicher nicht in Ordnung und wird Konsequenzen haben. Und wie die Verantwortlichen die fragliche Zeit darstellen, ist Folklore, die zu einem Prozess manchmal dazugehört.
Auch die Frage, ob der Platzsturm "Randale" war, mag ganz interessant sein. Aber wenn man das aus gutem Grund verneint, heißt das nicht, dass das Stürmen des Platzes zu regulären Bedingungen für den Rest des Spiels geführt hat.
Entscheidend, juristisch entscheidend bleibt nämlich aus meiner Sicht, ob das Spiel unter regulären Bedingungen durchgeführt und vor allem zu Ende gebracht wurde. Und da ist fraglich ob man sagen könnte: Och, es waren ja nur anderthalb Minuten, die vielleicht irregulär waren.
Und in dem Zusammenhang ist der Schiedsrichter ein wichtiger Zeuge. Aber einer, bei dem man auch überlegen muss, welche Perspektive er hat und welche Interessen ihn leiten.
Wenn man automatisch sagt: Stark muss es wissen, der ist ja schließlich Unparteiischer und hatte den Überblick, dann hätte es jetzt keine Nachverhandlung geben müssen, oder zumindest viel kürzer.
Es hat sie aber doch gegeben.
Man muss sich einfach mal die Frage stellen, was passiert wäre bzw. leicht hätte passieren können, wenn Hertha aus Versehen doch noch ein Tor geschossen hätte oder ein Berliner in der letzten Minute im Strafraum gefoult worden wäre.
Kann man sicher sagen, dass der Schiedsrichter hier unbestechlich auf Elfmeter gegen Düsseldorf hätte entscheiden können??

MFG dkbs



Sehr schpne Beiträge.



Meine Einschätzung ist, dass dem Mob eine untergeordnete Rolle beigemessen wird und ich bin gespannt darauf, welche Wirkung das Urteil auch ansonsten entfaltet, da hier ein Präzedenzfall geschaffen wird. In Zukunft ist es kein Problem mehr den Innenraum zu stürmen und bei Bedarf in den letzten 10 Minuten kann dann einfach mal das Spielfeld gestürmt werden.

Sind doch alles nur friedliche Fans, die nur etwas frühzeitiger feiern wollen und schonmal vorsorglich den Innenraum besetzen.

Davon darf sich das gegnerische Team aber nicht beeinflussen lassen. Sind ja schließlich alle Profis, die nichts zu befürchten haben.

Ich würde gerne mal einen Borowka dazu hören, der damals wohl in einem jeden Stadion ziemlich verhasst war. Aber das nur mal so am Rande.

Wie hier einige wirklich allen Ernstes sich dafür aussprechen, dass genau diese Situaion jetzt durch den DFB geheiligt werden solll ist mir schleierhaft.
Mir kommt es teilweise so vor, als wäre es vielen nicht bewußt, dass durch dieses Urteil etwas geschaffen wird, auf dass sich ein jedes Bundesligateam berufen kann. In Zukunft hat ein jeder Schiedsrichter eine solche Partie ordnungsgemäß zu beenden. Schließlich gibt es dann einen Fall, auf den man sich berufen kann.


Es ist immer ein Prima-Plan, wenn man vor dem Mob kapituliert oder besteht die Möglichkeit einer Lex-Düsseldorf?
 

:tnx::tnx::tnx:

Schiedsrichter Stark war keiner einfachen Situation. Das eigentlich spätestens ab der 70. Minute. Allerdings gibt er auch kein gutes Bild als Zeuge ab. Genauso wie übrigens der Verantwortliche vom DFB und von der DFL. Zumindest wenn man die Fetzen der Aussagen betrachtet, die über die verschiedenen Ticker veröffentlich wurden.

Zu Starks Aussage, dass die Spieler keine Angst gehabt haben könnten, weil sie ihn attackierten: Habe tatsächlich noch mal nachgelesen und Angriff kann tatsächlich eine Angstreaktion sein. Der Körper schaltet im Angstzustand entweder auf Flucht- oder Angriffsmodus. Hinzu kommt, dass es eben auch, dass es sich da wohl um vier oder fünf Herthaspieler handelte. Insgesamt waren ja nun aber 10 Herthaner zu dem Zeitpunkt noch auf dem Platz, andere saßen noch auf der Bank. Häufig hörte man in den Aussagen, dass sich gerade die Südamerikaner Sorgen um ihre Familien auf den Tribünen machten. Das kann man, vor dem Hintergrund dessen, was teilweise in südamerikanischen Stadien passiert, nicht einfach von der Hand weisen.

Zu den Aussagen der Leute von der DFL und vom DFB: Auch diese sind, zumindest, wenn man die Aussagefetzen aus den Tickern betrachtet, äußerst fragwürdig. Der eine Sprach davon, dass der Innenraum bei Wiederanpfiff "frei" gewesen sei. Der andere sagte, dass sich dort nur noch vereinzelt Zuschauer aufgehalten hätten. Auch hier muss man sich noch mal die Fernsehbilder vor Augen rufen. Die belegen, dass der Innenraum nicht frei gewesen ist bei Wiederanpfiff. Was man nun unter "vereinzelt" versteht, muss man selbst interepretieren.

Insgesamt wunderte mich wie wenig kritische Nachfragen an diese Zeugen von Seiten des Gerichts kamen. Auch verwunderte mich, dass man die Fernsehaufnahmen nicht als Beweis zugelassen hat. Wobei die Verwunderung ein wenig abgemildert wurde, weil ich schon das Gefühl hatte, dass das Gericht in eine bestimmte Richtung hinarbeitete.

Was nun die Frage der regulären Bedinungen angeht. Habe es gestern ja schon mehrfach gesagt, dass laut Durchführungsbestimmungen keine Personen im Innenraum sein dürfen, die dazu nicht speziell berechtigt sind. Das war seit 86. Minute der Fall. Hier liegt auf dem Papier eine Regelübertretung vor. Ob nun diese Regelübertretung ausreicht, um das Spiel abzubrechen kann ich nicht beurteilen. Hier muss man eben sagen, dass der Herr Stark dies offensichtlich nicht so gesehen hat. Auch hier kann man, wenn man böse ist sagen, dass Stark mit der Fortsetzung des Spiels auch die für sich bequehmste (sicherste) Lösung gewählt hat. In meinen Augen in dem Moment auch die richtige Lösung, da alles andere die Situation hätte eskalieren lassen können. Aber noch von regulären Bedinungen zu sprechen, ohne Eckfahnen, ohne Elfmeterpunkt, mit Zuschauern am Spielfeldrand, halte ich dann doch für sehr fragwürdig.

Insgesamt ist die Situation nicht leicht zu beurteilen. Und ich persönlich komm mir hier im Forum schon ein wenig komisch vor die Seite der Herthaner stärker zu vertreten, da diese eigentlich ebenso wenig mag wie die meisten hier. Allerdings versuche ich die Sache ein wenig neutral zu betrachten. Und da komme ich einfach zu dem Schluss, dass man der Hertha Unrecht tut, wenn ihnen hier Kalkül und Schmierentheater vorwirft. Die Situation in Düsseldorf war in den letzen 12 Minuten (86. - 90. + Nachspielzeit) eine schlichte Katastrophe. Genauso wie rund um die die 70igste. Und ich glaube auch, dass einige Spieler der Hertha stark verängstigt waren. Sicher nicht alle. Aber durchaus einige. Das reicht für mich schon aus, um dieses Argument nicht einfach vom Tisch zu wischen.

Und auch dkbs hat es eben noch mal richtig angesprochen, was wäre wohl passiert, wenn Hertha nach der 86. Minute noch ne Bude gemacht hätte, mit dem Mob da an der Seitenlinie (und bitte zeigt mir jetzt nicht wieder das Foto von den zwei Kids, dass ist genauso albern wie der Begriff "Todesangst").

Ich bleibe dabei, dass beide Vereine unabhängig von der Beurteilung dieses Spiels, sehr hart bestraft werden müssen. Auch die Spieler müssen entsprechend bestraft werden.
Mitterlerweile halte ich ein Entscheidungs-(kein: Wiederholungspiel) auf neutralem Platz ohne Zuschauer für die richtige Entscheidung.
 
Wie sollte unter welchen Bedingungen jetzt noch ein Wiederholungsspiel stattfinden????????

Nach all den Vorfällen nach dem Spiel dürfte die halbe Herha-Mannschaft nicht mehr spielen, Lambertz kann zu Hause den Kerzenhalter spielen und die Zuschauer sowieso zu Hause bleiben (was noch das geringste Problem wäre).

Es geht einfach nicht mehr. Hertha wird in Liga 2 bleiben und meckern, mosern, prozessieren. Und braucht ne neue Mannschaft. Und DDorf wird in Liga 1 spielen, obwohl sie nach den Umständen der letzten 2 Minuten nicht verdient hätten.

Und Schiri Stark: er ist, so glaube ich, in einer starken Position. Er hat nicht viel (wenn überhaupt etwas) falsch gemacht. Er hat unterbrochen, als er musste. Er hat angepfiffen, als er sollte / konnte.

Der einzige Knackpunkt war nach dem 2:1, als die erste Unterbrechung war. Da hätte ein viel stärkeres Sugnal kommen müssen, dass das Spiel zu Ende ist beim nächsten Vorfall, wie geartet auch immer. Und das muss dann aber auch mal durchgezogen werden.


Es kann unter gegebenen Bedingungen kein 3. Spiel mehr geben, weil alle Voraussetzungen wie vor Spiel 2 nicht mehr gegeben sind.
 
Ein sehr guter Bericht in der FAZ, der sich dem Vorfall etwas Ganzeheitlicher widmet.

Das DFB-Sportgericht müsste gegen den DFB ermitteln

Man darf vermuten, dass nun konsequenter gegen Randalierer und Zündler vorgegangen wird. Aber gewiss ist auch, dass sich deutsche Fußballstadien nicht in Hochsicherheitstrakte verwandeln dürfen. Auf Dauer hilft nur die Einsicht des Publikums weiter. Verstärkte Kontrollen, so nötig sie auch sein mögen, stoßen immer an Grenzen.

Zuletzt hat das selbst der DFB, der stets die Vereine für das Abfackeln von Pyrotechnik in Haftung nimmt, im eigenen Haus erkennen müssen. Auch beim DFB-Pokalfinale zwischen Dortmund und Bayern brannten Bengalos lichterloh - nun müsste das Sportgericht des DFB gegen den DFB als Veranstalter ermitteln.
Die Frage nach dem richtigen Urteil beantwortet sich von selbst

Dem Urteil über den Einspruch der Hertha gegen die Spielwertung in Düsseldorf kommt Signalwirkung zu. Wenn die Berliner, wie sie behaupten, in der bedrohlichen Atmosphäre nur weiterspielten, weil die Polizei sie aus Sicherheitsgründen dazu aufforderte, um Gefahren für Leib und Leben der Zuschauer im Stadion abzuwenden, dann darf das Spiel nicht gewertet werden. Ein Fußballspiel muss aus sportlichen, nicht aus sicherheitsrelevanten Gründen gespielt werden.

Wie Schiedsrichter Stark die Partie zu Ende gebracht hat, war eine Meisterleistung, aber das besagt nicht, ob die Bedingungen nicht irregulär waren. Und selbst wenn die Hertha-Spieler freiwillig wieder aus der Kabine kamen, muss sich der Deutsche Fußball-Bund fragen, ob er ein Fußballspiel unter solchen Umständen tatsächlich akzeptieren und werten kann. Die Frage beantwortet sich eigentlich von selbst: Das Spiel muss wiederholt werden.

Bitte auch den Rest lesen, weil hier der DFB scharf kritisiert wird. Fußball darf sich eben nicht nur auf Marketing beschränken.
 
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