Hertha BSC Berlin

Ich hoffe aber, dass nicht nur diese Umstände einbezogen werden, sondern auch, dass der Platz überhaupt gestürmt wird. Ist in meinen Augen ein Unding, auch mit 10 Bier und einem Dutzend Gehirnzellen unter der Kappe muss ich mich in einem Stadion gesittet verhalten und Regeln wie das Nichtbetreten des Innenraums respektieren. Wer das nicht hinkriegt, hat da nichts verloren. Funktioniert in anderen Stadien bei anderen Fans merkwürdigerweise auch.

Jo, selbiges gilt dann aber für jedwede Anwendung von Pyrotechnik, seien es Bengalos oder explodierende wasweissichwas...

Also eigentlich hätte man das spiel nach dem 2:1 abbrechen müssen (ich glaube da gings los). Aber mal eine ernstgemeinte Frage:

Was wäre dann? Neuansetzung, Wertung zu gunsten eines Vereins?
Evtl. kann ja ein Kundiger mal antworten :)
 
@Peggy

Da magst du vielleicht recht haben. Wenn man sich aber dafür entscheidet wieder rauszugehen, und das Spiel beendet, kann man nicht hinterher sagen dass man vor lauter Angst nicht mehr ordentlich gegen den Ball treten konnte. Dann muss man die Konsequenzen (Niederlage und regulär beendetes Spiel) für sein Handeln tragen.

Meiner Meinung nach hätte Hertha bessere Aussichten auf ein Wiederholungsspiel wenn man in der Kabine geblieben wäre. Dann wäre das Argument "Angst" viel druckvoller.

man sollte aber auch bedenken in was für einer Situation diese Entscheidung getroffen wurde. Es war die totale Hektik, es geht um den Verbleib in der 1. Liga und es gab bisher keine vergleichbaren Situationen. Da die logisch richtige Entscheidung zu treffen und abzuwägen was mehr Erfolg hätte, ist hier vom Sofa aus sicher leichter zu treffen als wenn man in diesem Chaos dort drinsteckt.

Ich persönlich finde auch, das in dieser Verhandlung zu sehr auf die Ängste der Herthaner als auf die Begleitumstände eingegangen wird. Aber das ist wohl der Taktik der Hertha geschuldet, sich eben darauf zu berufen.
 
Warum hat Dingert bei der Pizarrogeschichte gelogen?

Weil er da was zu verlieren hatte? Wenn er die Situation sieht, muss er als Schiedsrichter reagieren und sieht verdammt schlecht aus, wenn er sowas offensichtliches falsch entscheidet - wenn er es nicht mitbekommen hat, kann man ihm da auch keinen Vorwurf machen.

Stark hingegen können Spieler, die ihm nichts tun, doch völlig Wurst sein. Wenn er gesagt hätte "die haben sich nach dem Gang Richtung Kabine vorbildlich verhalten" würde er dadurch ja nirgends schlechter dastehen.
 
man sollte aber auch bedenken in was für einer Situation diese Entscheidung getroffen wurde. Es war die totale Hektik, es geht um den Verbleib in der 1. Liga und es gab bisher keine vergleichbaren Situationen. Da die logisch richtige Entscheidung zu treffen und abzuwägen was mehr Erfolg hätte, ist hier vom Sofa aus sicher leichter zu treffen als wenn man in diesem Chaos dort drinsteckt.

Auch damit hast du Recht. Trotzdem bin ich der Meinung dass Hertha hier alles versucht, dem Abstieg zu entgehen, als wirklich die Sorge um die Spieler. Oder anders gesagt: Man versucht diese Platzstürmung einzig und allein für sich zu nutzen, obwohl man selbst mehr Leichen im Keller hat, s. Bengalo werfende Hertha-Fans oder Hertha-Spieler die dem Schiri ans Leben wollen (übertrieben gesagt)
 
Jetzt fangen die Anwälte an mit den Spielchen. Zunächst mal der Düsseldorfer:

17.16 Uhr: Kletke fühlt Janker auf den Zahn: „Was heißt ,Ich mache mir Sorgen um meine Angehörigen’ auf Portugiesisch?“ Der Verteidiger: „Ich spreche leider kein Portugiesisch.“ Widerrum der Anwalt: „Sie sagten, sie haben sich gegenseitig getröstet. Wie konnten Sie das verstehen, ohne Portugiesisch zu sprechen?“ Janker: „Ich kann erkennen, ob einer traurig ist. Und ich habe Angst in ihren Gesichtern gesehen.“ Die Befragung von Janker ist damit beendet. Jetzt kommt Thomas Herrich, Mitglied der Geschäftsführung…

Quelle!
 
@ Gojira

(nur wenn die Infos des Tickers korrekt sind)

1) Mir geht es nicht darum, ob die Sachen so stattgefunden haben, sondern das er Angst hatte und die Tränen zurückhalten musste.
Wieso wird ihm das, gelaubt, Herthaspielern aber nicht.

2) Auch er hat sehrwohl was zu verlieren, es wird darüber entschieden, ob er das Spiel nicht hätte (früher) abbrechen müssen.

3) Bringt Stark seltsame Vergleiche, er spricht allen Herthaspielern die Angst ab, weil einige ihn angegriffen haben sollen..
 
Nach den Aussagen von irgendeinem Schiedsrichterverantwortlichen wohl nicht. Ich berufe mich hier auf Hörensagen. Selbst wenn das nicht stimmt, kann es aber ein Grund sein, dass die Hertha dies geglaubt hat.

Na und? Wenn man die Sicherheit der Spieler ernsthaft in Gefahr glaubt geht man dann ja trotzdem nicht mehr raus. Sportlich war das Spiel schon verloren, ob man dann am grünen Tisch "Doppelverliert" ist ja eigentlich komplett egal. Die Mini-chance auf einen Treffer in 90 Sekunden in Unterzahl versucht man nur Wahrzunehmen, wenn man das Risiko für die Spieler für überschaubar hält.
 
Weil dann wohl die Chance auf einen Protest dahin gewesen wäre.

:tnx:

:tnx:

Habe ich zwei Seiten vorher schon mal versucht zu erklären, aber er will oder kann es nicht verstehen.

:thumb:
Nach dem Ticker(!) geben für mich eher Stark und die Fortuna ein schlechtes Bild ab und die Hertha Beteiligten ein "gutes". Genau kann man das allerdings ohne die vorgelegeten Beweisfotos auch nicht beurteilen.
:tnx:

Nö, im Gegenteil. Dann wäre das Ergebnis anfechtbar gewesen, weil das Spiel abgebrochen worden ist und nicht (wie jetzt) regulär (nach Regeln) beendet wurde.

Du musst mir mal erklären, wie jemand sein eigenes Fehlverhalten anfechten kann. Du zeichnest hier immer abstrusere Möglichkeiten auf, die in der Wirklichkeit nicht existieren.

:tnx::tnx::tnx:

Das ist auch für mich mehr der springende Punkt. Das da Zuschauer überhaupt schon fünf Minuten vor Spielende im Innenraum stehen ist für sich allein schon ein Unding. Mal davon abgesehen, dass bei der Unemenge an Pyrotechnik im Stadion für mich die Fortuna offensichtlich organisatorisch schwerwiegende Defizite aufweist ein Spiel sicher veranstalten zu können. Zum Glück gehen sich ja aller Wahrscheinlichkeit Köln und Fortuna nächste Jahr aus dem Weg.


Düsseldorf hat auf ganzer Linie versagt. Das fängt schon bei den Einlasskontrollen an, wo sie mehr als nachlässig waren und hört da auf, wo sie ihre Zuschauer nicht mehr im Zaum haben.

Interessanter wäre es natürlich, hier hätte Düsseldorf gegen Bremen gespielt. Dann gäbe es hier bei einigen eine 359° Kehrtwende in der Argumentation!
 
Na und? Wenn man die Sicherheit der Spieler ernsthaft in Gefahr glaubt geht man dann ja trotzdem nicht mehr raus. Sportlich war das Spiel schon verloren, ob man dann am grünen Tisch "Doppelverliert" ist ja eigentlich komplett egal. Die Mini-chance auf einen Treffer in 90 Sekunden in Unterzahl versucht man nur Wahrzunehmen, wenn man das Risiko für die Spieler für überschaubar hält.

Du vergisst auch, dass die Zuschauer den Innenraum schon betreten haben, als noch ca. fünf Minuten regulär zu spielen waren, hierauf kamen ja noch mal sieben Minuten Nachspielzeit.

Mir geht es hier tatsächlich auch zu sehr um die Spieler der Hertha. Eigentlich müsste es schon ausreichen, dass überhaupt eine solche Masse an Zuschauer den Innenraum betreten kann, obwohl noch einige Zeit zu spielen ist.
 
Auch damit hast du Recht. Trotzdem bin ich der Meinung dass Hertha hier alles versucht, dem Abstieg zu entgehen, als wirklich die Sorge um die Spieler. Oder anders gesagt: Man versucht diese Platzstürmung einzig und allein für sich zu nutzen, obwohl man selbst mehr Leichen im Keller hat, s. Bengalo werfende Hertha-Fans oder Hertha-Spieler die dem Schiri ans Leben wollen (übertrieben gesagt)

Das Verhalten der Herthafans war falsch und gehört bestratft, aber auch dass ist hier nicht das Thema. Genausowenig wie die Angriffe auf den Schiri.
Das Hertha alle wege nutzt ist völlig legitim.

EDIT:

Letztendlich ist es mMn aber völlig egal ob die Herthaner Angst hatten oder nicht.
Allein schon die Tatsache, dass die Fans schon weit vor dem Platzsturm im Innenraum waren (und direkt vor dem Platzsturm auch den Ball mal in der Hand hatten, sollte für den Protest ausreichen.
 
Du musst mir mal erklären, wie jemand sein eigenes Fehlverhalten anfechten kann. Du zeichnest hier immer abstrusere Möglichkeiten auf, die in der Wirklichkeit nicht existieren.

Welches eigene Fehlverhalten? Das Spiel aufgrund der potentiellen Gefahr für die Gesundheit der Spieler nicht mehr fortzusetzen sehe ich nicht als Fehlverhalten an.

Das Hertha alle wege nutzt ist völlig legitim.

Legitim zwar, aber ziemlich charakterschwach. Ist man von Hertha aber nicht anders gewohnt :thumb:
 
Auch damit hast du Recht. Trotzdem bin ich der Meinung dass Hertha hier alles versucht, dem Abstieg zu entgehen, als wirklich die Sorge um die Spieler. Oder anders gesagt: Man versucht diese Platzstürmung einzig und allein für sich zu nutzen, obwohl man selbst mehr Leichen im Keller hat, s. Bengalo werfende Hertha-Fans oder Hertha-Spieler die dem Schiri ans Leben wollen (übertrieben gesagt)

Natürlich versuchen sie das! Ich persönlich finde die Strategie von Hertha auch nicht wirklich klug. Ich hätte mich an deren Stelle auch schon auf die Zeit vor der Unterbrechung berufen, wo schon so viele Zuschauer im Innenraum des Stadions waren. Sie gehen hier zu sehr auf die Angst der Spieler ein! Denn schon davor fand ich die Situationen reichlich komisch, das teilweise noch nicht mal mehr normale Einwürfe möglich waren, weil da Zuschauer und/oder Polizisten im Weg waren.
 
Legitim zwar, aber ziemlich charakterschwach. Ist man von Hertha aber nicht anders gewohnt :thumb:

mMm wäre es Charakterschwach, diese Wege nicht zu nutzen.

Nochmal mein Nachtrag von vorhin, der evtl. untergegangen ist:

Letztendlich ist es mMn aber völlig egal ob die Herthaner Angst hatten oder nicht.
Allein schon die Tatsache, dass die Fans schon weit vor dem Platzsturm im Innenraum waren (und direkt vor dem Platzsturm auch den Ball mal in der Hand hatten, sollte für den Protest ausreichen.
 
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