In einem Atom bzw. in einem Molekül gibt es ja mehrere Elektronen, die da alle rumsausen. Die treffen dann ja ab und zu auch mal aufeinander. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit je nach Zeitpunkt unterschiedlich groß und das führt dazu, dass die Ladungsdichte der Elektronenhülle schwankt. Das hat dann wiederum zur Folge, dass selbst ungeladene Moleküle und Atome sogenannte "temporäre Dipole" sind. Temporär bedeutet ja sowas wie zeitlich begrenzt.
Wenn dann mehrere Atome/Moleküle, also temporäre Dipole, nah beieinander sind, richten sie sich aufeinander aus. Zum Beispiel befindet sich dann die positive Partialladung eines Teilchens nah genug dran an der negativen eines anderen Teilchens. Da entsteht dann also eine Anziehungskraft, die "Van-der-Waals-Kräfte".
Diese Kraft ist die schwächste Bindungskraft zwischen Atomen/Molekülen, die es gibt. Wie groß sie ist, hängt aber auch von der Leichtigkeit eines Teilchens ab.
Da sich diese Bindungen aber oft summieren, werden die Van-der-Waals-Kräfte doch oft bei den physikalischen Eigenschaften der Stoffe deutlich.