Handhabung der Talente

Ja Talente gibt es überall, aber Leute die es zu echten Fussballprofi packen, gibt es halt nicht soviele!
Ein Schulz und ein Borowski waren zufreffende Fälle, aber Ihr Abgang war legitim nach 12 Jahren Werder.
 
Leute ich glaube ernsthaft ihr liest nicht was ich schreibe.
Es geht mir nicht um die Situation JETZT, sondern um die GESAMTENTWICKLUNG unseres Nachwuchses.
Ich komme auf ganze 3 Spieler, die es in den letzten 10 Jahren geschafft haben sich in Deutschlands höchster Spielklasse zu etablieren. Das sind Rolfes, Schulz und Borowski. Seien wir mal großzügig und nehmen Hunt dazu. Dann komme ich auf 4 Spieler in 10 Jahren, die Bundesligatauglichkeit bewiesen haben. Ich rede nicht von Topleuten. Lediglich, dass sie bewiesen haben, dass sie gut genug für die Bundesliga sind.
Ihr könnt mir sagen, was ihr wollt, aber das ist eine miserable Quote.
Und genau darum geht es mir. Ich habe diesen Thread eröffnet, um mit euch zu analysieren, woran es liegt.
Natürlich liegt es auch an den Spielern selbst. Aber es kann doch nicht ausschließlich an den Spielern liegen. Wenn aber doch, muss man sich fragen, ob es Sinn macht so viel Geld in die Jugend zu investieren oder ob man nicht irgend etwas ändern muss.
Und genau das ist der Sinn dieses Threads.

Ich geb Dir den Tip, den Thread im WORUM zu eröffnen, da gehen die Leute auf Dich ein. Du hast die Situation schon richtig erfaßt, aber hier wirfst Du Perlen vor die Säue. Von 5 Forumsseiten sind 4 1/2 Blablablubb. Ja, die Quote der letzten 10 J. ist miserabel, man bildet allenfalls Spieler für Dritt- u. gelegentlich Zweitligisten aus, nur nicht für den eigenen Bundesliga-Kader. Und wenn, sinds allenfalls Mitläufer, keine Leistungsträger. Spieler, die vom eigenen Spielsystem ausgebildet worden sind, sollten der Mannschaft regelmäßig Blutauffrischung bringen. Dies ist aber leider nur beim Hallenturnier oder im Trainingslager der Fall.
 
werder hat es geschafft, in jeder saison mindestens einen jungen neuzugang zu etablieren. naldo, diego, mertesacker, oezil - um die prominentesten der letzten jahre zu nennen.

ganz genau. und darum finde ich es auch nicht so wichtig, ob jetzt jedes jahr einer von den eigenen amas dazukommt oder nicht. wir haben eben gestiegene ansprüche, die nicht nur mit norddeutschen talenten erfüllt werden können.
 
@WeRdEr4LiFe

Ich finde die Quote der letzten 10 Jahre nicht so schlecht:
Stalteri, Valdez, Schulz, Hunt, Borowski, M.Friedrich, u.U. Rolfes, der undankbare Walke nicht zu vergessen Bischoff, evtl. auch Harnik.
Ob Polenz den Sprung geschafft hat, hab ich nicht verfolgt.

Und ich frage, auch mal ganz generell, in die Runde, wie eine Analyse von etwas geführt werden soll, ohne fundierte Daten, bspw. von einer Zeitung wie der Bild oder so, an denen man arbeiten kann. :D
 
@WeRdEr4LiFe

Ich finde die Quote der letzten 10 Jahre nicht so schlecht:
Stalteri, Valdez, Schulz, Hunt, Borowski, M.Friedrich, u.U. Rolfes, der undankbare Walke nicht zu vergessen Bischoff, evtl. auch Harnik.
Ob Polenz den Sprung geschafft hat, hab ich nicht verfolgt.


Was hat denn M. Friedrich in dieser Liste zu suchen?
Der kam von Mainz, war dann Dauerverletzt hat dann rummgeheult und ist wieder abgehauen. :confused: Der ist ja vieles aber keiner unserer Talente!

Polenz spielt in Aachen mit, fällt aber auch nicht auf.
 
Einfach mal einen schlechten Stammspieler Zeit zum nachdenken auf der Bank geben und einen Amateur bringen, mehr erwarte weder ich noch die Amateure. Wenn es schlecht läuft, sehen wir den Spieler vielleicht nie wieder. Wenn es gut läuft, dann weiß was man wen man im Kader hat und den kann man weiter aufbauen. Aber wenn man die Spieler jahrelang in der U23 aushungern lässt ohne das sie jemals eine reele Chance bekommen bei den Profis zu spielen, dann muß man sich nicht wundern wenn 0,00000000000% der Spieler des Jahrgangs jemals bei Werders Profis spielen werden.


So damit hast du dich gerade eigentlich selber disqualifiziert. Genau das ist doch das Problem, dass wenn man eine jungen Spieler ins kalte Wasser wirft.
Wenn er als z.B. 18jähriger zwei Speile verhaut sagt das nichts über seine Qualität an sich aus. Aber wenn das passiert, kommen doch gleich solche Leute wie aus der Ecke und vordern den rauswurf des besagten weil er nicht Buli tauglich ist.
KATS habe hier schon den Plan. Sie stzen jungen Spieler ein wenn dies weit genug oder weiter sind und besonders wichtig: Sie setzen die Spieler ein wann man es sich leisten kann und es für die Jünglinge am besten ist.
Wenn ich jetzt eine jungen Spieler einsetze wo es schlecht läuft und die Manscchaft verliert, dann lastet doch sofort ein ungeheurer Druck auf dem Spieler und wenn er auch nur einen Fehler macht wird er von dir oder den Medien gegrillt. Setze ich jedoch eine Spieler ein wenn es gut läuft und der spielt scheiße juckt es niemanden TS wäscht ihm den Kopf und er kann sich ohne Druck gesund weiterentwickeln.

Das was Werder im Jugendbereich macht ist totale Geldverschwendung wenn man ihnen nicht die Chance gibt sich zu zeigen, da kann man den Jugendetat gleich in goldene Wasserhähne für die neuen Toiletten investieren

Hierzu kann ich wieder nur mal das sagen, was man leider häufig zu deinen Post sagen muss. BILD lässt grüßen.
 
Ich glaube gar nicht mal das es an der fehlenden Klasse der "Nachwuchsspieler" liegt sondern eher an der mangelnden Bereitschaft des Trainerstabes jungen Leuten eine Chance zu geben (sofern man von Chance sprechen kann). Dieser Umstand, gepaart mit einem gehobenen Anspruchsdenken vieler Fans, führt zu der unglücklichen Situation das man einen halbwegs unerfahrenen Spieler nicht so ohne weiteres dem Publikum quasi zum Fraß vorwerfen kann. Ich unterstelle TS mal das notwendige Verantwortungsbewußtsein. Daraus resultiert unweigerlich das er abwägen muß ob so ein Nachwuchsspieler der zweifelohne die fußballerische Klasse besitzt, auch die psychische Stärke hat mit offener, teils unfairer Kritik umzugehen. Das solche Situationen immer wieder entstehen, konnte man in jüngster Vergangenheit bei Prödl beobachten......und der ist immerhin schon etwas gefestigter als so mancher Jungspund aus der U23.
Ob dieser Weg des Vereins der richtige ist vermag ich nicht zu beurteilen. Auffällig ist aber schon das in der Ära Rehagel fast regelmäßig zu den "Top Neuzugängen" auch ein junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Weg in den Kader der Profis gefunden hat.
Aber wie gesagt...Verantwortung des Trainers bei steigenden Ansprüchen spielte damals vielleicht keine so große Rolle.
Über die selbsternannten U23-Talente die ungeduldig nach Einsätzen in der ersten 11 schreien, sich beleidigt einen anderen Verein suchen weil es in Bremen nicht schnell genug geht, muß man nicht diskutieren!
Mir mir fällt kein Spieler ein der den Verein verlassen hat um woanders sein verkanntes Talent und Können zu zelebrieren, der auch tatsächlich den absoluten Durchbruch schaffte. Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Regel. Genauso absurd ist es einen guten Paß oder ein geniales Tor in irgendeinem x-beliebigen Spiel als Garant für dauerhaft gute Leistung zu nehmen. Auch wenn z.B ein Max Kruse ein gutes Spiel gemacht hat und er maßgeblich an einem Tor beteiligt war...........entscheidend ist das Gesamtpaket und dazu gehört nun einmal mehr als der eine gute Moment. Fußball auf dem Niveau von Werder Bremen ist Leistungssport mit allem was dazu gehört. Auch der unbedingte Wille sich durchzusetzen und daran beharlich zu arbeiten (auch über einen längeren Zeitraum). Beleidigt den Schwanz einziehen und den Weg des geringeren Widerstandes zu gehen macht mittelfristig auch keinen Sinn.
 
Sie setzen die Spieler ein wann man es sich leisten kann und es für die Jünglinge am besten ist.

Das ist in meinen Augen einer der wichtigsten Aspekte in so einer Diskussion. Der Einbau eigener Talente hängt immer auch von den sportlichen Perspektiven einer Mannschaft in einer bestimmten Saison und dem entsprechenden Saisonverlauf ab.

Mann kann weder einen jungen, unerfahrenen Spieler von 0 auf 100 ins kalte Wasser werfen, noch bringt es ihm was, in 34 Saisonspielen 20mal in der 80 Minute eingewechselt zu werden. Man muss diese jungen Talente behutsam aufbauen, es gab schon so viele in der Vergangenheit, denen so viel Talent zugesprochen wurde, die heute in der Versenkungen verschwunden sind, und das bei allen Vereinen. Da müssen alle Seiten Geduld haben: Der Spieler, die Trainer, die Fans. Wenn eine Mannschaft vor einer Saison ohne jeden Druck in die Spielzeit geht, ist es relativ einfach, mal Experimente zu machen, vor allem, wenn es besser läuft als vorher alle gedacht haben. Das ist auch das beste für alle Talente: Ohne Druck mal über längere Spielzeiten auflaufen zu können.

Nun haben wir in den letzten fünf Jahren jedes Jahr das Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen. Einige (nicht unsere Verantwortlichen) stellen uns da sogar schon auf eine ähnliche Stufe wie die Bayern. Sollten wir dann nicht vielleicht auch mal bei einem solchen Thema hier einen Vergleich zu den Bayern ziehen? Welches junge Talent haben denn die Bayern hervorgebracht und integriert? Lahm lasse ich nur bedingt gelten, der wurde nach Stuttgart geschickt, um in der BuLi Fuss zu fassen - erfolgreich. Kross hat seine dauerhafte Bundesligatauglichkeit noch lange nicht nachgewiesen. Fällt mir nur Schweinsteiger ein, der aber auch nicht durchgängig Stammspieler war und dem schon in mehreren Fällen während einiger "Schaffenskrisen" die Tauglichkeit abgesprochen wurde - nicht unbedingt für die BuLi, aber international. Wenn ich jetzt aus den letzten Jahren jemanden vergessen habe, dann nehme ich Korrekturen gerne an.

Was ich damit sagen will: Je höher die Ansprüche, desto größer der Druck an die Verantwortlichen, diese umzusetzen. Wenn Du da nicht tatsächlich ein Jahrhundertalent im erweiterten Kader hast, der von 0 auf 100 sofort einer kompletten Mannschaft weiterhilft, dann wirst Du hinterher für Deine Experimente verdammt. Und solche Spieler gibt es selten - auch ein Rolfes hat den schwierigen Weg durch die zweite Liga gewählt. Ich wage zu behaupten, dass er uns, wenn er nach der Double-Saison sofort zum Stammspieler gemacht worden wäre, nicht hätte weiterhelfen können so wie Baumann. Er hätte weiterhin langsam herangeführt werden müssen. Dass es dann Spieler gibt, denen das zu lange dauert, muss nicht unbedingt mit Ungeduldigkeit zu tun haben, sondern kann auch ein gewisser Ehrgeiz sein. Bei Rolfes hat es geklappt, sein Vertrauen in seine Fähigkeiten war gerechtfertigt. Bei vielen anderen hat es nicht funktioniert. Ich bin auf die Entwicklung von Diekmeier gespannt.
 
Ich geb Dir den Tip, den Thread im WORUM zu eröffnen, da gehen die Leute auf Dich ein. Du hast die Situation schon richtig erfaßt, aber hier wirfst Du Perlen vor die Säue. Von 5 Forumsseiten sind 4 1/2 Blablablubb. Ja, die Quote der letzten 10 J. ist miserabel, man bildet allenfalls Spieler für Dritt- u. gelegentlich Zweitligisten aus, nur nicht für den eigenen Bundesliga-Kader. Und wenn, sinds allenfalls Mitläufer, keine Leistungsträger. Spieler, die vom eigenen Spielsystem ausgebildet worden sind, sollten der Mannschaft regelmäßig Blutauffrischung bringen. Dies ist aber leider nur beim Hallenturnier oder im Trainingslager der Fall.

Dann nenne mal ein- oder sagen wir zwei Bundesligaklubs, in den gefilden in denen sich Werder REGELMÄßIG bewegt, die in den letzten 5 - 10 Jahren bessere Jugendarbeit geleistet hat...

Der HSV?
Schalke? Bayern?
Leverkusen?
 
kennt jemand danny fütterer heute noch?? alle die jenigen, die werder vorwerfen, zu schlampig mit talenten umzugehen (siehe z.b. diekmeier, wo allofs durchs dorf getrieben wird, da der kerl geht), machen sich bitte mal über diesen begnateten fußballer schlau
 
Es sollte wohl noch differenziert werden zwischen Einsätzen etwaiger Talente oder dem Aussbilden/Hervorbringen von solchen.
Außerdem verpflichtet Werder zumeist (das warum sollte jedem klar sein) junge hochkarätigere Talente, die dann die Positionen schon besetzen.
 
Ist aus dem Bilel Ifa-Thread im Neuverpflichtungsabteil und passte so schön in diesen hier, dass ich ihn mal hierher zitiert habe.
Das die Jugend unter Schaaf keine Chance hat, ist ein Maerchen, welches auch nach vielfacher Wiederholung immer noch ein Maerchen bleibt.

Wenn man kurz oder lange zurueckschaut, kann man klar das Gegenteil erkennen.

Da wurde z.B. ein Valdez dem Europameister Charisteas vorgezogen. Schulle, Boro, Hunt, Valdez, Stalteri, Borel(nicht zu vergessen, auch wegen der Folgen)... haben alle den Sprung zum Profi geschafft.

Im letzten Jahr hat Schindler in einem sehr wichtigen Uefa Cup Spiel eine Chance bekommen, und Harnik in einem Krisenspiel gegen Nuernberg. Ohne Schaaf wuerden die meisten diese beiden Spieler nicht kennen.

Hunt wird zum Grause vieler immer wieder gebracht. Auch Boenisch und Oezil bekommen hier mehr Chancen als auf Schalke.

Es ist nunmal ein sehr weiter Sprung von der 3. Liga in den Kader einer CL Mannschaft. So was schaffen nur Ausnahmespieler.

Zu behaupten, TS wuerde jungen Spieler keine Chance geben, bedeutet eines von zwei Moeglichkeiten:

1) TS erkennt die bessere Qualitaet der jungen Leute im Training, bringt Sie aber trotzdem nicht, oder

2) Er schaut diesen Spielern ueber Monate zu, erkennt allerdings die bessere Qualitaet nicht.

Beides ist natuerlich absurd. Wenn man nur ein wenig Respekt vor dem Trainer haette, wuerde man so was natuerlich nicht behaupten. Es ist doch total kontraproduktiv bessere Spieler nicht zu bringen, und selbst ein Durchschnittstrainer ist in der Lage, gute von schlechten Spielern zu unterscheiden.

Mal angenommen, dieses Maerchen wuerde allerdings in der Tat stimmen, und TS ignoriert ueber Jahre immer die hohe Qualitaet der jungen Spieler, dann wuerden sie ja sicherlich nach Abgang ihre Qualitaet bei anderen Mannschaften zeigen. Erstaunlicherweise ist dies, bis auf Rolfes, allerdings nicht zu sehen. Was ist denn mit Banecki, Polenz, Walke, Rockenbach, Moehr, .... passiert? Wenn man schon Arsenal erwaehnt, die sich natuerlich ganz andere Talente leisten koennen, dann frage ich mich, warum Bischoff immer noch nicht gespielt hat? Ist bei Arsenal nicht die halbe Mannschaft verletzt?

Es ist auch komisch nach U23 Spielern zu schreien, wenn doch gerade diese Spieler ein Spiel nach dem anderen zwei Klassen tiefer verlieren. Man koennte nun natuerlich behaupten, dass zwei drei besser sind als der Rest, und der Rest Schuld ist, am schlechten Abschneiden, doch spiegelt sich das nicht unbedingt in irgendwelchen Artikeln oder Noten wieder. Ich habe noch keinen U23 Artikel gelesen, wo drin stand, Artmann, Kruse, oder Diekmeyer spielen nun schon seit Monaten super, und haetten einen Einsatz bei den Profis verdient.

Um den Sprung von der 3. Liga in den Profikader zu schaffen, muss man ein Ausnahmespieler sein. Logischerweise gibt es die nicht sehr oft. Wenn wir einen haetten, wuerde er ueber kurz oder lang bei den Profis spielen. Das hat die Vergangenheit schon gezeigt, und wird die Zukunft wieder zeigen. Wenn wir solche Ausnahmespieler im Moment in der U23 haetten, wuerden die nicht auf dem Abstiegsplatz in der 3. Liga stehen.

Damit moechte ich natuerlich nicht sagen, dass einige den Sprung nicht schaffen koennen, ich finde es nur absurd zu sagen, diese Spieler haetten keine Chance bei uns.

Es liegt alleine bei ihnen.
 
Schon erstaunlich. Kaum steht ein Transferfenster offen, gibt es scheinbar keinen akuten Diskussionsbedarf über die "Handhabung der Talente" bei Werder. :rolleyes: Da rücken wohl doch andere Dinge in den Vordergrund, z.B. die überlebensnotwendige Verpflichtung von "Spielern, die uns sofort weiterhelfen!"

Darüber kann dann wieder hitzig debattiert werden, wenn die sportliche Leitung in diesem Kernfeld ihrer Unfähigkeit, selbige einmal mehr unter Beweis gestellt haben wird. Hat man ja dann auch viel mehr Anlass zu. ;)
 
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