Zitat von Hägar;1546382:
Gewogen und für zu leicht befunden.
So pauschal würde ich das nicht sagen, wenngleich es natürlich im Endeffekt zutrifft.
Deutschland hat es nicht geschafft, ansatzweise genug Kontermöglichkeiten zu erspielen und im direkten Positionsspiel waren die Franzosen quasi nicht zu bezwingen. Was als einzige Möglichkeit blieb, waren dann die Brachialwürfe von Kaufmann oder die wenigen versteckten Hinterhaltwürfe von Glandorf oder Kraus. Das lag an der verdammt perfekt aufeinander abgestimmten Organisation Frankreichs.
Unsere Truppe hat ja zu Beginn alles in die Waagschale geworfen, als die Franzosen in den ersten 5-10 Minuten noch ein wenig ungeordnet waren. Hier lag die einzige Chance, an dem Tag was zu reissen. Aber die Kombination Unvermögen-Pech mit vielen Fehlwürfen und 4 oder 5 Pfosten-/ Lattentreffern kannst Du dir gegen so eine Mannschaft eben nicht leisten. Wären sie da mit 5 oder 6 Toren in Front gegangen, hätten sie taktisch anders spielen können. Aber liegst gegen die erstmal ein paar Tore zurück, hast keine Chance, besonders wenn man es zuvor schon bei einer Führung nicht geschafft hat, cleverer und zielstrebiger zu spielen. So war zweite HZ ein Offenbarungseid.
Frankreich ist der Konkurrenz nicht so überlegen, wie es aussieht. Doch wie Spanien im Fussball liegt deren Stärke in der Defensivstrategie. Genau das ist das eigentlich Interessante, wie sich die Dinge in den Mannschaftssportarten ähneln.
Darüber hinaus nervt mich, dass a) wiederum der deutlich schlechtere Torwart der zwei zwischen den Pfosten stand und b) die unglaublichen Phasen der Truppe über mehrere Minuten, wo sie komplett die Konzentration verlieren. b) hatten sie bisher in jedem Spiel und es war auch schon bei den beiden letzten WM`s so. Wo es im Übrigen wichtige Spiele kostete. Da ist Brand gefordert und muss sich hinterfragen. Statt über Ehre und sonstigen Quatsch zu lamentieren.