Und da sehe ich auch bei Verein und Fans ein Problem. Weil die Denkweise noch immer ist: "Wir gehören in die 1. Liga." Was von der Tradition und Vereinshistorie her vielleicht auch nachvollziehbar sein mag, was aber kein Selbstläufer ist. Die Gefahr, im ersten oder zweiten Jahr nach dem Aufstieg wieder abzusteigen, ist groß. Wenn Mannschaft, Fans und Verein (!) nicht vom ersten Spieltag nach einem Aufstieg darauf geeicht sind, sich den Hintern aufzureißen, um gegen den Abstieg zu spielen, kann da im Lauf der Saison ganz fix ein negatives Aha-Erlebnis kommen a la: "Oh mein Gott, wir könnten gleich wieder absteigen... aber das darf doch nicht sein, nach so vielen Jahren in der zweiten Liga..."
Vielleicht sollte sich der HSV mal mit Bochum gut stellen und in die Lehre gehen. Dort kämpft man an 37 Spieltagen gegen den Abstieg. Und das ist allen klar. Sprich: Auch schon vor der Saison bei der Vorbereitung macht man sich bewusst, worum es geht. Und dass man auch mal Rückschläge verkraften muss. Aber das machen sie seit Jahren in einer sehr beeindruckenden Weise wett. Diese Saison sind sie gerade wieder dabei, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. So eine Mentalität - jedenfalls ansatzweise - braucht man in Hamburg. Die Frage ist nur, ob das realistisch ist...