Bremen
Moderator
Wir wollen ja nicht unter den Tisch fallen lassen, dass mit der Amtszeit des Herrn Hoffmann und Herrn Beiersdorfer, schon ein gut Stück Kontinuität ne ganze Weile am arbeiten ist. Es fehlt doch nur die praktizierende Komponente auf der Bank, die dauerhaft installiert werden muss. Auch das ist möglich. Nur, er muss die Qualität haben und er muss über einen längeren Zeitraum zu halten sein.
@69Tom: Unser Fluch, ist gleichzeitig auch unser Segen. WEIL wir eine hohe Spielerfluktuation haben, haben wir die Kontinuität in der sportlichen Leitung. Da verschleißt so leicht nichts. Die Kritik am Trainer, die hier auch immer wieder durchsickert, hat häufig zwar eine Begründung, aber keine Alternative. Weil Schmolle völlig recht hat, wenn er sagt, dass große Fußstapfen schwer auszufüllen sind, werden wir möglicherweise auch hier wieder ein Problem bekommen, sollte Schaaf eines hoffentlich fernen Tages gehen. Darüber sind sich viele hier überhaupt nicht bewusst.
Die hohe Spielerfluktuation ist ein Produkt unserer schnelllebigen Zeit, die auch vor dem Profi-Fußball nicht halt macht, so daß man dies nicht als Argument für Kontinuität in der sportlichen Leitung verwenden kann, denn Frank Baumann war beim Pokalsieg dieses Jahr der letzte Mohikaner aus der Double-Mannschaft fünf Jahre zuvor, während im 1993er Meisterkader mit Bratseth, Borokwa, Hermann, Neubarth, Reck, Schaaf, Votava und Wolter sogar 8 Spieler dabei waren, die fünf Jahre zuvor unter dem selben Coach Otto Rehhagel schon den Titel geholt haben (nimmt man die 88er Vertragsamateure Bode und Eilts sowie den 1993 dauerverletzten Sauer dazu, waren es sogar deren 11).
Die Fußstapfen von Thomas Schaaf werden wie bei jedem Trainer, der lange und erfolgreich bei einem Verein gewesen ist, nach seinem Weggang sicher schwer zu füllen sein, und so paradox es auch klingt, von der Seite aus bedeutet jedes längere Jahr einen schwierigeren Übergang. Aber aufgrund der Erfahrungen, die man nach dem Wechsel von Otto Rehhagel zu den Bayern gemacht hat, kann man manche Fehler von damals sicher vermeiden, so daß dieser Übergang hoffentlich schmerzarmer wird als der in der Post-Rehhagel-Ära, aber dazu bedarf es auch einer soliden Vereinsführung, denn der HSV, um wieder zum Topic zurückzukehren, hat sich (wenn man die Titel betrachtet) von dem Abschied von Ernst Happel nach 22 Jahren immer noch nicht erholt.





