Gruppe F

Wer gewinnt die Gruppe F?

  • Deutschland

  • Frankreich

  • Portugal

  • Ungarn


Das Ergebnis kann erst nach Abgabe einer Stimme betrachtet werden.
Ich denke nicht, dass es der UEFA primär darum geht, sondern darum den Machthaber der Ungarn nicht zu verärgern und das wäre passiert.
Wiederholt, in der Sache hätten sie Recht aber die ganze Nummer hätte eben aufgrund der Ansichten und Gesetze des Herrn Orban eben doch eine politische Tragweite.
Ich würde Ungarn nicht so hochkochen. Da sind innerhalb des Verbandes ganz andere Kaliber. Schrob ich schon, oder?
 
Ich denke nicht, dass es der UEFA primär darum geht, sondern darum den Machthaber der Ungarn nicht zu verärgern und das wäre passiert.
Natürlich geht es der UEFA nicht um die Bedeutung der Regenbogenfarben, sondern um Orban aufgrund von eigenen finanziellen Interessen bei Laune zu halten. Geld ist das Leitmotiv der UEFA, der FIFA und anderer Sportverbände, nichts anderes. Deshalb habe ich hier ja gestern bereits geschrieben:
Wobei diese Bigotterie sich nicht nur auf Neuer beschränkt, sondern sich bis ganz nach oben in Richtung DFB / UEFA / FIFA und ebenso rüber zu anderen internationalen Sportverbänden erstreckt. Denn einerseits setzen diese Verbände Zeichen gegen Diskriminierungen, aber andererseits werden internationale Titelkämpfe an Länder vergeben, deren Herrscher die Menschenrechte mit Füßen treten.
Wie heißt so zutreffend in Brechts Dreigroschenoper: erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
 
wenn das keine politische Aussage wäre, was dann.

Es wäre 1.) eine gesellschaftliche Aussage und 2.) eine Aussage für die die UEFA dem Schein nach selbst steht. Hier duckt sie sich halt vor einem Mini-Diktator weg. Und versteckt das vor scheinbar politischen Statements die nicht erwünscht sind. Say no to rascism ist übrigens auch ein politisches Statement. Das muss dann bei Spielen gegen Teams/Verbände aus China, Katar, SA und Co. auch verboten werden.
 
Und ich finde es erbärmlich, dass die Schwulenbewegung den Radweltmeistern ihren Regenbogen geklaut hat. :love:
Hach, wie schön, dass es da kleine, aber feine Unterschiede gibt, da wird doch gleich klar, dass die Diebstahlsbehauptung fake news ist. :D
Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogentrikot:
Die Grundfarbe des Trikots ist weiß, auf Brusthöhe befinden sich fünf umlaufende Querstreifen in den Farben blau, rot, schwarz, gelb und grün (von oben nach unten).
Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenfahne:
Das Regenbogenbanner, das in der Lesben- und Schwulenbewegung verwendet wird, unterscheidet sich von der PACE-Fahne in drei Details:
1. Dieses Regenbogenbanner enthält nur sechs Farben.
2. Die Farbtöne sind in umgekehrter Richtung angeordnet, mit den Rottönen oben und den Blautönen unten.
3. ...
 
Es wäre 1.) eine gesellschaftliche Aussage und 2.) eine Aussage für die die UEFA dem Schein nach selbst steht. Hier duckt sie sich halt vor einem Mini-Diktator weg. Und versteckt das vor scheinbar politischen Statements die nicht erwünscht sind. Say no to rascism ist übrigens auch ein politisches Statement. Das muss dann bei Spielen gegen Teams/Verbände aus China, Katar, SA und Co. auch verboten werden.
Wird mir zu spitzfindig, politisch, gesellschaftlich, spielt Beides mit rein mMn.
Ist ne Recht einfache Klamotte in meinen Augen, der DFB (die Bundesregierung) wollte Ungarn einen reinflicken und die UEFA spielt nicht mit.
 
Die UEFA ist mittlerweile genauso widerlich wie die FIFA. Finde fast noch schlimmer wie sie vor der aktuellen Corona Lage in England volle Stadien rauspressen. Einfach Geldgier in Reinform. Frage mich, welche Fußballspiele ich demnächst überhaupt noch gucken kann, CL seit längerem nicht mehr, WM in Katar scheidet auch aus... :(
 
"der DFB (die Bundesregierung) wollte Ungarn einen reinflicken und die UEFA spielt nicht mit."
Das halte ich für eine grob vereinfachende Sichtweise. Schade.
 
"der DFB (die Bundesregierung) wollte Ungarn einen reinflicken und die UEFA spielt nicht mit."
Das halte ich für eine grob vereinfachende Sichtweise. Schade.

Ich glaube einfach nicht daran, dass es dem Oberbürgermeister von München oder sonst irgendwem in so einer Position primär darum geht für die Rechte der Schwulen und Lesben zu kämpfen, das ist wenn überhaupt ne bessere Promoaktion in meinen Augen oder glaubst du dass Schwulenhasser aufhören Schwulenhasser zu sein weil ein Stadion bunt leuchtet?
Ich finde es trotzdem richtig dass Toleranz größer geschrieben wird aber das ist mir zu sehr mit dem Holzhammer.
Das Thema ist nun größer auf dem Tableau aber das muss es in Deutschland nicht wirklich sein mMn, ich finde hier hat sich dahingehend schon Einiges getan, kann das aber nur aus meiner Warte als Nichtschwuler betrachten.
Es geht um Länder wie Ungarn aber die werden an ihrer Sichtweise nichts ändern, befürchte ich, ob du ein Stadion anmalst oder nicht.
Bewusstsein werden die auf diese Art auch nicht entwickeln, da geht es nur über Sanktionen mMn.
Erinnern darf man sie natürlich trotzdem gerne.
 
Keine Ahnung, ich glaube aber kaum, dass ein kleiner Oberbürgermeister so nen Alleingang mit solchen Konsequenzen fährt.
Kann natürlich auch sein, weiß ich nicht.
Wir leben in einem föderalen Staat, wo die Bürgermeister / Parlamente von Städten und Gemeinden über ein größeres Entscheidungsspektrum verfügen als in zentralistischen Ländern wie z.B. Frankreich. Somit kann auch keine Landes- oder gar Bundesregierung formell darauf Einfluss nehmen, wenn ein "kleiner Oberbürgermeister" der 1,5-Mio-Menschen-Metropole München das größte Stadion der Stadt mit Regenbogenfarben beleuchten möchte. ;)
 
Warum nicht gleich der Deep State? Davon abgesehen ist München kein unbedeutendes Provinznest sondern eine der reichsten und wirtschaftlich-technologisch führenden Standorte in Deutschland. Dem Bürgermeister erzählt keiner was, schon gar nicht die CDU geführte Bundesregierung.
Er macht das also ganz von sich aus ohne den DFB zumindest mal von der Nummer in Kenntnis zu setzen?:denk:
 
Vergiss bitte nicht den sicherlich bei etlichen auftretenden 'pschükologischen' Faktor, sich selbst besser fühlen zu können beim Aufsatteln auf die Empörungswelle! Tatsächlich geht es bei dieser gesellschaftlichen Debatte m.E. auch um den europäischen Rahmen - und in einem Europa, welches nach den Vorstellungen der Visegrad-Staaten 'funktioniert', würde ich nicht gerne leben wollen.

Zielführender ist sicherlich, wie die EU es macht: Auf juristischem Weg gegen menschenfeindliche diskriminierende Gesetze vorzugehen.
Aber die ausgelöste Debatte hat mehrere Nebeneffekte: Für die, die es sehen wollen, wurde die Bigotterie der geldgierigen UEFA mal wieder demaskiert. Gleichzeitig wirkt diese Debatte auch nach innen, wie du hier an den teils Welten auseinander liegenden Kommentaren erkennen kannst. Darüber hinaus wirkt es auch auf die, die unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren mitbestimmen: Die Jüngeren. Für uns ist es ein Lernprozess, Achtsamkeit, Empathie, Respekt für Lebensumstände und Lebensentwürfe, die es zu unserer Schulzeit kaum bis gar nicht gab in der Öffentlichkeit.
Das ist so ein bißchen wie zu Zeiten unserer Großeltern, bei der Einführung von Gaslichtern: Für einige war es faszinierend, toll, aufregend, andere befürchteten einen Weltuntergang. Für die Generation unserer Eltern war es dann schon eine Selbstverständlichkeit... (Ersetze ggf. Gaslichter durch Elektrizität, oder nimm das Beispiel Eisenbahn).
 
Ich finde das Regenbogen-Arena-Verbot der UEFA vollkommen laecherlich. Wenn eine Regierung, zumal innerhalb der EU, Menschenrechte mit Ansage verletzt, finde ich es mehr als richtig und wichtig, ein klares Zeichen zu setzen. Am liebsten waere es mir, wuerde man die Arena tatsaechlich in Regenbogenfarben anstrahlen. Das wird wohl nicht passieren, aber mMn sollte man so viele Gebaeude wie moeglich - vor allem in Muenchen - in den Farben anstrahlen. Gerne auch ein Wimpel und Stutzen fuer alle DFB-Spieler in Regenbogenfarben, genauso nateuerlich auch wieder die Kapitaensbinde. Da darf man doch keine Ruecksicht auf die Gefuehle eines Autokraten machen. Duckt man sich ein, um ja niemanden zu veraergen ist das doch auch ein Zeichen fuer alle Menschen in der LGBTQI+-Community, naemlich eines, das einem die Gefuehle homophober Autokraten wichtiger sind als die Solidaritaet mit Menschen, die in Ungarn und anderen Laendern systematisch ausgegrenzt und diskriminiert werden, aber auch in Deutschland und uberall anders Benachteiligungen und Herabsetzungen erleben muessen.

Der Regenbogen ist kein Angriff auf Ungarn oder ungarische Buerger*innen, sondern ein Zeichen der Solidaritaet fuer alle Menschen, die diskriminiert werden, zum Beispiel durch die menschenverachtenden Regierungsbeschluesse aus Budapest, aber auch ueberall anders. Es ist ja nicht so, dass alle nicht LGBT-Menschen in Ungarn homophob sind und sich deshalb durch ein Zeichen von Diversitaet und Vielfalt verletzt fuehlen wuerden, aber wenn man aus Ruecksicht auf Ungarn auf den Regenbogen verzichtet, wuerde man aber ja auch das nahelegen.
 
Das Thema ist nun größer auf dem Tableau aber das muss es in Deutschland nicht wirklich sein mMn, ich finde hier hat sich dahingehend schon Einiges getan, kann das aber nur aus meiner Warte als Nichtschwuler betrachten.
Richtig, es hat sich hierzulande dahingehend einiges getan. Aber es reicht bei weitem noch nicht aus. Dazu reicht schon z.B. ein Blick auf die Fraktionsstärken der AfD in den Parlamenten. Denn diese Parlamentarier sitzen nicht dort, weil sie selbst fremdenfeindlich und homophob sind, sondern weil u.a. ihre fremdenfeindlichen und homophoben Parolen in unserer Gesellschaft eine viel zu breite Zustimmung finden.

Sorry für OT
 
I Da darf man doch keine Ruecksicht auf die Gefuehle eines Autokraten machen. Duckt man sich ein, um ja niemanden zu veraergen ist das doch auch ein Zeichen fuer alle Menschen in der LGBTQI+-Community, naemlich eines, das einem die Gefuehle homophober Autokraten wichtiger sind als die Solidaritaet mit Menschen, die in Ungarn und anderen Laendern systematisch ausgegrenzt und diskriminiert werden, aber auch in Deutschland und uberall anders Benachteiligungen und Herabsetzungen erleben muessen.
Exakt :tnx: Auch wenn der nachstehende Vergleich ggf. unverhältnismäßig und provokant erscheint, so hat uns die Geschichte mit der Appeasement-Politik der 1930er Jahre gelehrt, dass Rücksicht auf Autokraten nicht zu dem gewünschten Ziel führt - im Gegenteil, sie fühlen sich dadurch bestärkt. Denn seinerzeit waren Neville Chamberlain & Co. die Gefühle eines Diktators wichtiger als die Solidarität mit der Tschechoslowakei. Wohin das führte, ist bekannt.
 
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