Gruppe F

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Das Ergebnis kann erst nach Abgabe einer Stimme betrachtet werden.
Das wäre politisch motiviert und ich fände es besser, die Politik aus dem Spiel zu lassen, zumal Neuer schon im Fokus steht Betreff seiner plakativen Armbinde.
Homophobie, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit etc. sind primär gesellschaftliche Probleme und keine politischen. Und was die Binde von Neuer angeht: diese steht ebenso für Vielfalt wie die offizielle UEFA-Binde mit dem Respect- Schriftzug. Somit wäre es widersprüchlich, wenn die Neuer-Binde aufgrund ihrer Botschaft untersagt / sanktioniert werden würde.
 
Somit wäre es widersprüchlich, wenn die Neuer-Binde aufgrund ihrer Botschaft untersagt / sanktioniert werden würde.
zumal der Kniefall der einen oder anderen Nationalmannschaft auch nicht sanktioniert wird, das liegt wahrscheinlich auch daran das dann der Aufschrei in der Öffentlichkeit sehr groß wäre im Gegensatz zu den Regenbogenfarben. Sollte man das tragen der Regenbogenfarbenbinde sanktionieren würde das auch etliche Vereinsteams treffen die schon seit einiger Zeit damit antreten und die Aktionen der UEFA und FIFA bezüglich Rassismus wären dann mehr als scheinheilig
 
Das Tragen einer regenbogenfarbenen Armbinde ist m.E. kein untersagtes und damit im Rahmen der UEFA-Rechtspflegeordnung sanktionierbares Verhalten. Vielmehr kann es - wie schon die genannte respect-Aktion der UEFA - als positive Verstärkung der Regelung aus Art. 11 Abs. 1 dieser Rechtspflegeverordnung bewertet werden. Da steht:
"Wer gemäß Artikel 3 der Disziplinargewalt der UEFA untersteht und eine Person oder eine Gruppe von Personen in jeglicher Form u.a. wegen ihrer Hautfarbe, Rasse, Religion, ethnischen Abstammung, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung in einer gegen die Menschenwürde verstoßenden Weise herabsetzt oder diskriminiert, wird für mindestens zehn Spiele oder auf bestimmte Zeit gesperrt oder anderweitig in angemessener Weise bestraft."
 
Homophobie, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit etc. sind primär gesellschaftliche Probleme und keine politischen. Und was die Binde von Neuer angeht: diese steht ebenso für Vielfalt wie die offizielle UEFA-Binde mit dem Respect- Schriftzug. Somit wäre es widersprüchlich, wenn die Neuer-Binde aufgrund ihrer Botschaft untersagt / sanktioniert werden würde.
Das Stadion so zu beleuchten ist für mich politisch motiviert und berührt die von dir genannten Themen, wenn überhaupt, nur peripher.
Was würde mehr passieren, als das die Gazetten gefüllt würden, die Reporter ihren Sermon dazu geben würden und die sich besser Fühlenden bestätigt fühlten? Aber lasst man das Stadion leuchten, wenn sich der Einzelne dann besser fühlt. Es ist ja nicht verboten, von daher.....
 
Es wird so kommen, wie mit der Gendersprache, die inzwischen mehr als 2/3 ablehnen. Nicht die Intention dahinter, sondern diese ganze aufgesetzte Symbolik.

Einen Homophoben wird man nicht dadurch überzeugen und für den normalen Arbeiter, der andere Probleme für essentieller hält, der wird sicher nicht Hurra schreien, ständig diese Symbolik (Stadion, Armbinde, Logos von Firmen) vor die Nase gesetzt zu bekommen, zumal Scheinheilig.

Einfach nur mal Mercedes Benz Deutschland https://twitter.com/MercedesBenz_DE?ref_src=twsrc^google|twcamp^serp|twgr^author

und Mercedes Benz Middle East

https://twitter.com/mercedesbenzme?lang=de

das Firmenlogo vergleichen und Mercedes ist da bei weiten nicht die einzige Firma mit der Doppelmoral.
 
Im Idealfall sollte aus meiner Sicht Politik gesellschaftliche Themen/Strömungen aufnehmen und in politisches Handeln (vor allem Gesetzgebung) umwandeln. So ist es im Laufe der Jahre seit 1949 ja auch immer wieder passiert, ich denke da bspw. an die Gleichberechtigungsdebatte, an Abtreibung, an den NATO- und EU-Beitritt, die Abschaffung der Wehrpflicht, die Debatte um die Volkszählung und das sich daraus entwickelnde Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und daran anschließend den Datenschutz sowie anderes mehr.
Insofern haben die gesellschaftlichen Themen Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, Hass gegen Andersdenkende, Alt- und Neu-Nationalsozialismus oder rechter, linker oder religiös motivierter Extremismus auch politische Aspekte, ja.
Da unsere Gesellschaft sich, wie z.B. auch unsere Sprache sich in einem permanenten Wandel befindet, im weiteren Wortsinn also 'lebt', ist eine eher bürokratische Aufteilung in mehr oder weniger eindimensionale Kriterien (Schubladen) höchstens eine Art 'mentales Hilfsmittel', um mit der Komplexität einer sich aus ca. 83 Millionen Einzelwesen zusammensetzenden Gesellschaft etwas besser klarzukommen.
In einem gesellschaftlichen Diskurs sind diese Kategorisierungen selten 'hilfreich', finde ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Homophobie, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit etc. sind primär gesellschaftliche Probleme und keine politischen. Und was die Binde von Neuer angeht: diese steht ebenso für Vielfalt wie die offizielle UEFA-Binde mit dem Respect- Schriftzug. Somit wäre es widersprüchlich, wenn die Neuer-Binde aufgrund ihrer Botschaft untersagt / sanktioniert werden würde.

Sehe ich genau so, die AA würde ich aber aus politischen Gründen so scheinen lassen ;) Davon abgesehen ist es natürlich Bigotterie vom Feinsten wenn der Katar-Stammgast einen auf Respekt und LGBT-Symbolik macht. Hat wohl sein Respect-Shirt zu Hause vergessen...:rolleyes:
 
Du scheinst zu vergessen, dass er ein Angestellter eines Arbeitgebers ist und dieser ein Direktionsrecht hat. Aber nur zu, ruhig weiter vereinfachen, wenn es das Leben leichter zu machen scheint. ;)

@Lübecker trifft hier aber einen Punkt. Neuer lässt sich für Geld in Katar ins Rampenlicht stellen und von (anderen) Diktaturen hofieren und bezahlen. Wenn er wirklich ein Zeichen setzen will, hätte er den jeweiligen Diktaturen den ausgestreckten Mittelfinger zeigen müssen und an Trainingslagern und Showkämpfen dort mit Verweis auf Menschenrechte nicht antreten. Aber so wichtig ist es ihm am Ende doch nicht, geht ja um sein Geld.
 
@Lübecker trifft hier aber einen Punkt. Neuer lässt sich für Geld in Katar ins Rampenlicht stellen und von (anderen) Diktaturen hofieren und bezahlen. Wenn er wirklich ein Zeichen setzen will, hätte er den jeweiligen Diktaturen den ausgestreckten Mittelfinger zeigen müssen und an Trainingslagern und Showkämpfen dort mit Verweis auf Menschenrechte nicht antreten. Aber so wichtig ist es ihm am Ende doch nicht, geht ja um sein Geld.
Es geht letztlich um die vertragsrechtlichen Konsequenzen, Loyalitätspflicht zum Arbeitgeber u.a.; und M. Neuer steht da ja bloß stellvertretend für das 'System'. Ich finde es 'zweifelhaft' und nicht wirklich angemessen, es an einem einzelnen festzumachen, selbst wenn er aus der Masse herausragt.
 
Es geht letztlich um die vertragsrechtlichen Konsequenzen, Loyalitätspflicht zum Arbeitgeber u.a.; und M. Neuer steht da ja bloß stellvertretend für das 'System'. Ich finde es 'zweifelhaft' und nicht wirklich angemessen, es an einem einzelnen festzumachen, selbst wenn er aus der Masse herausragt.

Jein.

Einerseits hat Neuer lange lange schon ausgesorgt, sportlich wie finanziell. Wie schon geäußert wurde, der muss niemandem mehr etwas beweisen.

Andererseits frage ich mich tatsächlich wie die dienstrechtlichen Konsequenzen wären, wenn man sich weigert für eine Diktatur wie Saudi-Arabien Werbung zu machen. Ich habe das selber schon gemacht. Also, natürlich nicht wegen Werbung, nur habe ich -als sich potenziell eine Kooperationsmöglichkeit mit einer sausischen Firma anbahnte, meinem Chef klargemacht, dass er sich dafür jemand anders suchen kann und ich mich weigern werde. Keine Ahnung ob das Konsequenzen hätte haben können. Er hat es akzeptiert und aus der Kooperation ist eh nichts geworden.

Zu deinem letzten Satz: Da stimme ich dir zu, ER wäre dann aber immerhin glaubwürdig.
 
meinem Chef klargemacht, dass er sich dafür jemand anders suchen kann und ich mich weigern werde.
Das ehrt dich, zweifellos. :top:
Nur, du wirst es wissen bzw. dir vorstellen können, was über einen derart prominenten Menschen hereinbrechen würde, wenn...
Es geht, auch das wird dir bewusst sein, um die weitreichenden Konsequenzen, die mit derart viel Rückgrat verbunden wären: Endlose Presseberichte, viele davon vermutlich 'Schelte', um es mal ganz sanft auszudrücken; wegbrechende Werbeverträge, höchstwahrscheinlich Unmengen von Hass in den sozialen Medien, weil er den 'ach so tollen FC Bauern' verraten hat und noch vieles mehr. Frag dich noch mal in einer stíllen Stunde, ob du selbst das unter solchen Umständen aushalten würdest.
Um es ganz eindeutig zu sagen: Ich fände es toll, wenn der DFB sich dazu durchringen könnte, der FIFA den Mittelfinger zu zeigen und zu sagen: Nicht mit uns, nicht in Katar.
Aber wo willst du realistisch eine Grenze ziehen? Es gibt aktuell circa 12 (!) Staaten, die als wirkliche Demokratie gelten können.
Diese Debatte um M. Neuer und seine Vorbildfunktion geht m.E. am (fauligen) Kern vorbei.
 
Dann wäre es doch mal an Neuer, ein Zeichen zu setzen, und nicht in Katar anzutreten, wenn er sich denn so einsetzt gegen Homophobie, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit etc. Sportlich muss er sich doch nichts mehr beweisen.

:tnx:

Wenn ich aber alleine an die Reaktion Neuers auf diese Liedgeschichte denke...
So wichtig scheinen ihm offenbar (öffentliche) Zeichen in die Richtung nicht zu sein, von daher passt sein generelles Verhalten schon irgendwie zusammen.
 
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