Es geht, auch das wird dir bewusst sein, um die weitreichenden Konsequenzen, die mit derart viel Rückgrat verbunden wären: Endlose Presseberichte, viele davon vermutlich 'Schelte', um es mal ganz sanft auszudrücken; wegbrechende Werbeverträge, höchstwahrscheinlich Unmengen von Hass in den sozialen Medien, weil er den 'ach so tollen FC Bauern' verraten hat und noch vieles mehr. Frag dich noch mal in einer stíllen Stunde, ob du selbst das unter solchen Umständen aushalten würdest.
Die Frage dabei ist immer:
Wie wichtig einem das Thema wirklich ist.
Und was man wirklich für Risiken auf sich nehmen würde.
In Deutschland eher weniger.
Social-media-Shitstorm evtl. das wars aber auch schon.
Das Thema ist in den Medien so stark angekommen, ein Neuer oder welcher Fußballer auch immer, würde von den "Mainstreammedien" nichts zu befürchten haben.
Und eine weitere Frage dabei:
Bringt ein Boykott etwas oder nicht?
Da bin ich zwiegespalten, einerseits sicherlich ja, andererseits sicher nein, da so gar keine Berichterstattung und medialer Druck von außen da wäre.
Was mich persönlich froh macht, derartiges nicht entscheiden zu müssen.
Da kann man in seinem Sessel schön schlau schnacken und sich aufregen oder auch nicht

Um es ganz eindeutig zu sagen: Ich fände es toll, wenn der DFB sich dazu durchringen könnte, der FIFA den Mittelfinger zu zeigen und zu sagen: Nicht mit uns, nicht in Katar.
Aber wo willst du realistisch eine Grenze ziehen? Es gibt aktuell circa 12 (!) Staaten, die als wirkliche Demokratie gelten können.
Diese Debatte um M. Neuer und seine Vorbildfunktion geht m.E. am (fauligen) Kern vorbei.
Das hätte man wenn, dann von Anfang an machen müssen.
Jetzt damit zu kommen wäre dann jetzt sehr scheinheilig.
Nu müssen die die Suppe auch auslöffeln und sich überlegen, wie man vor Ort vielleicht schöne Zeichen setzen könnte.

Gut beobachtet (oder gewusst). War mir bis dato so nicht bewusst und werde mal genauer hinschauen.
