Grundsatzdiskussion: Alte erfahrene Spieler oder junge Talente?

jung ist halt relativ

ich persönlich habe mit 38 bereits 18 jahre berufs und betriebserfahrung
mein älterer kollege erst 3,5 und mein jüngerer 6 jahre

Wer ist jetzt der bessere ?

oder ergänzen wir uns ?

ich denke ergänzen ist das richtige - ich profitiere von neuen sichtweisen (betriebblindheit ) und sie von mir ( Erfahrung )

WB
 
Naja, wichtig ist halt, die Probleme anzugehen, die Defizite der Spieler zu beheben. Ganz egal, wie alt sie sind.

Vieles wird, auch und gerade hier im Forum, auf das Alter der Spieler reduziert. Entweder ist einer über seinen Zenit oder aber noch zu unerfahren. Was man ztw. im Mannschaftsforum lesen muss, ist schon lustig - wenn einer mit 31 schon zu alt ist, für den Profifußball, dann stimmt irgendwas an der Argumentation nicht. Auch ein 30-Jähriger kann eine Formkrise haben und noch dazulernen und auch ein 20-Jähriger kann über einen hinreichenden Erfahrungsschatz verfügen.
 
Man hat es doch im UEFA-Cup Finale gesehen. Alle schauten auf Özil. Ok, der hat es nicht geschafft, seine Leistung zu bringen - Aber Frings, Fritz, Baumann, Pizarro genauso wenig. Die "alten Hasen" haben uns in dem Fall also so gut wie gar nichts genutzt.
 
Ich denke auch, dass die Mischung wichtig ist. Gerade, wenn es nicht so gut läuft, kann es nicht schaden, ein paar erfahrene Spieler auf dem Feld zu haben, an denen sich die unerfahrenen SPieler orientieren können.

Wobei es natürlich bei der Erfahrung nicht unbedingt auf das Alter ankommt, Diego zB ist ja noch relativ jung aber dennoch schon sehr erfahren.

Werder hat immer wieder von der Verpflichtung von älteren Spielern profitiert, wie zB bei Burgsmüller oder Allofs. Die Verpflichtung von Davala war vor dem Double auch sehr wichtig, ich würde mir schon mal wieder eine Verpflichtung einer solch coolen Socke wünschen, der gleich bei der Verpflichtung sagt, was Sache ist (nämlich, dass er gekommen ist, um Titel zu gewinnen). Meistens ist es ja kein Zufall, wenn Spieler in ihrer Karriere schon viele Titel gewonnen haben, deswegen ist so ein Siegertyp wie Ümit echt sehr nützlich.

:tnx: Dem ist nichts hinzuzufügen.
Dass eine "gute" Mischung an sich noch kein Wert ist, sondern es auch auf Form und Klasse ankommt, ist natürlich auch klar. In dieser Saison war es z.B. bei Werder tendenziell so, dass bei den "Älteren" nicht nur die Erfahrung und die Führungsqualitäten durchgeschlagen haben, sondern auch der altersspezifische Formverlust, die Verletzungsanfälligkeit und eine gewisse abngetakelte Spielweise. Bei den jüngeren fiel neben dem Eifer und dem Elan und natürlich dem (für mich unbestrittenen) Entwicklungspotenzial immer wieder die mangelnde Konstanz und die Fehleranfälligkeit ins Gewicht.

Ismael, Davala und besonders Micoud haben uns nicht weitergebracht, weil sie älter waren, sondern weil sie einfach gut waren. Mehr nicht. Micoud hätte uns auch weitergebracht, wenn er nicht 30, sondern 24 gewesen wäre. Bei Ismael und Davala das Gleiche.

Das ist schon richtig, besonders bei Ismael.
Aber bei Davala und bei Micoud war sehr wohl zu sehen, dass ihre Spielweise etwas abgeklärtes, unhektisches und Klares hatte, was man einfach bei erfahrenen, älteren Spielern naturgemäß öfter sieht als bei juingen. Ich würde noch Reinke hinzufügen, der zwar vom rein sportlichen nie über jeden Zweifel erhaben war, aber mit seiner Ruhe m.E. einen großen positiven Einfluss auf das Spiel vor ihm hatte. Auch Davala war, wenn man es rein "leistungstechnisch" betrachtet, im Grunde zu verletzunganfällig und zu langam, aber seine Coolness und Abezocktheit sind im Nachhinein nicht hoch genug einzuschätzen; und diese Qualitäten waren es vor allem, die Werder brauchte, um von einem talentierten, aber unkonstanten Team zu einer Mannschaft zu werden, die Titel holen konnte und wirklich erfolgreich war.
Eine gewisse selbstbewusste Ausstrahlung, das Vermögen, in wichtigen Momenten da zu sein und das richtige zu tun ist in starkem Maße eine Frage der Erfahrung und da ist es schon ein Vorteil, wenn jemand Europapokalsieger oder WM-Teilnehmer war oder längere Zeit bei Vereinen mit anderen Weltklassespielern und mit dauernden Spielen gegen andere Mannschaften mit solchen Spielern gespielt hat.


MFG dkbs
 
Ganz einfach, die Mischung muß stimmen, denn Mit einer "Rentnerband" hat man i.d.R. genauso wenig Erfolg wie mit einer "Rasselbande", sprich eine homogene Mannschaft braucht junge, hungrige Spieler aber auch Haudegen, die den Jungspunden mit ihrer Erfahrung weiterhelfen. Und weil im Werder-Kader viele junge (mehr oder weniger talentierte) Spieler im Kader stehen, muß bei den Verpflichtungen in der Sommerpause unbedingt auf Stärke, Routine und Führungsfähigkeiten geachtet werden.
 
Allzu viele alte Spieler müssen es gar nicht mal sein.

Ich denke es wäre ausreichend, wenn man in jedem Mannschaftsteil (Abwehr, Mittelfeld, Sturm) einen konstanten, erfahrenen Mann als Stammkraft aufbieten kann.
 
In der Abwehr kann ich nicht erkennen, dass uns dort Erfahrung fehlt. Die meisten Tore haben wir kassiert, weil der Gegner unser DM überfallartig ausgeknockt hat. Da standen aber meist alte Hasen.
Im Mittelfeld haben wir mit Jensen und Frings durchaus erfahrene Spieler, im Sturm mit Pizarro derzeit noch zumindest einen. Erfahrung wird wohl eventuell ein wenig überbewertet, wenn man sich Spieler wie Messi oder Fabregas anschaut.
Ich wäre da eher für die Strategie, Rohdiamanten zu finden und zu schleifen.:svw_schal:
 
ich finde das Konzept von Hoffenheim gar nicht so schlecht.
Dort hat man ausgegeben, nur junge Talente verpflichten zu wollen.
Ich fände diese Vorgabe nicht verkehrt, zumal wir einige Spieler haben, die sich im Alter zwischen 24 und 27 Jahren bewegen, Qualität nachgewiesen haben und Stammspieler sind (Wiese, Merte, Naldo,Almeida).
Diese Spieler halten, vielleicht noch den einen oder anderen guten gestandenen Spieler dazuholen, und dann hauptsächlich auf gute U23 Spieler setzen, wäre nicht verkehrt.
Wenn man dann noch unsere Routiniers dazu nimmt (Fritz,Jensen, Frings, Piza, (hoffe er bleibt)) hätte ich keine Bauchschmerzen, was die Zukunft angeht.

Mir macht es jedenfalls viel Freude, Spieler wie Özil,Hunt(hoffe er bleibt mal über einen längeren Zeitraum ohne Verletzung) und Boenisch in unseren Reihen zu haben, und hoffe, dass sie in ein paar Jahren die nächsten Korsettstangen der Werder- Mannschaft bilden.
 
Wenn es so leicht wäre und man könnte "gut" daran erkennen, dass sie ein gewisses Alter erreicht haben, dann wäre ich der richtige Mann für Werder.

Aber so leicht ist es nicht.
 
Zitat von PicoSchütz;433591:
Das geht aber nicht gut. Die älteren müssen bleiben, sonst schmiert man wie Hoffenheim wieder ab.
Die Mischung muss einfach stimmen.

grünWeisse Grüße PicoSchütz

Vergleich zu Hoffenheim? Ich denke bei denen lag es nicht an den jungen Spielern, dass sie keine gute Rückrunde gespielt haben. Außerdem waren sie insgesamt vor uns, also können junge Spieler nicht so schlecht sein ;)
 
Zitat von PicoSchütz;433617:
Nein schlecht sind junge Spieler auf keinen Fall aber wie schon gesagt, die Mischung muss stimmen.

grünWeisse Grüße PicoSchütz

Stimmt, gut das wir Spieler wie Frings haben, die in jedem wichtigen Spiel mit Leistung vorangehen und Leute wie Özil mitreißen. Ich wette im UEFA-Cup Finale hätte auch ein 22-jähriger die Leistung bringen können.

Was ist denn die Mischung? Wie wird eine gute Mischung ersichtlich?
 
ich denke im mittelfeld sollte neben özil, marin und frings noch ein spieler hin, der etwa mit 20 ist! mind. in einer der ersten europäischen liga spielt.

natürlich kann man nicht pauschal sagen, dass es nur junge oder nur alte spieler sein sollen, aber trotzdem denk ich dass mittlerweile zu viele junge unerfahren spieler in der mannschaft sind, die außer frings (nachdem baumann wegfällt) keinen wirklichen leitwolf haben. Merte könnte das trotz seines jungen alters sein, aber mir kommt der immer etwas zu leise vor! fritz einfach nicht mehr in der form... sonst fallen mri da einfach keine ein.

man hätte mMn in der Vergagngheit auch mal auf "gestandene" spieler setzen sollen anstatt einen niemeyer, tosic oder bönisch zu verpflichten und dafür eben auch mal geld in die hand nehmen sollen
 
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