Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Man kann auch einfach falsche Rückschlüsse ziehen um Personen geschickt ans Bein zu pinkeln.

Wichtiger als gendern wäre für mich: das man Personen, die nicht der gleichen Meinung sind, versucht abzuwerten.
Er zieht genau die richtigen Schlüsse.

Der Punkt ist doch, dass das Thema Gendern völlig banal ist. Niemandem schadet es, aber Leute fühlen sich aus irgendwelchen Gründen bedroht.
Die Frage "Haben wir denn keine anderen Sorgen?" wird dazu gerne gestellt und passt ebenso perfekt auf die Fragesteller selbst. Menschen fühlen sich bedroht, weil sich etwas verändert. Das gilt ganz besonders für die Altersklasse Ü50, die mehr als jede andere Alterklasse Veränderungen ablehnt (prinzipiell nicht unverständlich), Stichwort: Das haben wir immer so gemacht.
Und um seine eigene Argumentation gegen so etwas Banales zu rechtfertigen, werden völlig hanebüchene Bedrohungen aus dem Hut gezaubert, die niemals der Realität entsprechen werden. Das sieht man nicht nur bei diesem Thema.

Traurig an der ganzen Geschichte ist, dass ein Großteil der Protestwähler angibt, dass Themen wie Gendern oder vegane Ernährung der Grund für den Schritt zur AfD sind. Das ist dann an Absurdität kaum zu überbieten, denn diese Themen sind wirklich so klein in einer Welt, die wirklich gerade große Probleme hat.
 
Man muss es doch nicht kompliziert machen.
Mit Mitarbeiter ist einfach jeder Mitarbeiter gemeint, egal welches Geschlecht er hat.
Alles nur ein durcheinander - es gibt wichtigere Probleme.
Will man es 100% korrekt machen ist es einfach unnötiger Aufwand.
Es hört sich einfach komisch an und sieht komisch aus, ändern tut es aber nichts.
Nö, eben nicht.
Aber mal ganz ehrlich, warum hört sich Mitarbeitende anstelle von Mitarbeiter komisch an?
Und solche Sachen gibt es wirklich häufig, ohne dass man das * auspacken müßte.
Da muss man aber halt vorher drüber nachdenken und das wollen viele Leute schlicht nicht.
 
Er zieht genau die richtigen Schlüsse.

Der Punkt ist doch, dass das Thema Gendern völlig banal ist. Niemandem schadet es, aber Leute fühlen sich aus irgendwelchen Gründen bedroht.
Die Frage "Haben wir denn keine anderen Sorgen?" wird dazu gerne gestellt und passt ebenso perfekt auf die Fragesteller selbst. Menschen fühlen sich bedroht, weil sich etwas verändert. Das gilt ganz besonders für die Altersklasse Ü50, die mehr als jede andere Alterklasse Veränderungen ablehnt (prinzipiell nicht unverständlich), Stichwort: Das haben wir immer so gemacht.
Und um seine eigene Argumentation gegen so etwas Banales zu rechtfertigen, werden völlig hanebüchene Bedrohungen aus dem Hut gezaubert, die niemals der Realität entsprechen werden. Das sieht man nicht nur bei diesem Thema.

Traurig an der ganzen Geschichte ist, dass ein Großteil der Protestwähler angibt, dass Themen wie Gendern oder vegane Ernährung der Grund für den Schritt zur AfD sind. Das ist dann an Absurdität kaum zu überbieten, denn diese Themen sind wirklich so klein in einer Welt, die wirklich gerade große Probleme hat.
Du hast recht, niemand kommt zu Schaden, niemand wird bedroht; oder doch? Es ist die Vehemenz, mit der dieses Thema durchgedrückt werden soll. Presse, Funk und Fernsehen fühlen sich berufen, die Ansprachen durch diverse (da isses wieder ) Zeichen inmitten des Wortes bzw. künstliche Sprechpausen zu manifestieren, Abschlussarbeiten werden bei Missachtung der aufgestellten, nicht rechtlich gültigen, Regeln, die selbstverständlich nicht durchgängig frei gewählt sind, schlechter bewertet, um nur ein Beispiel zu nennen.
Obwohl ich Ü50 bin, fühle ich mich durch diese unfreiwillige Komik nicht bedroht, nicht zuletzt deshalb, weil ich schon einige (Ver)änderungen in Wort und Schrift durchlebt und erfahren habe, daß nichts so heiß gegessen wird, wie gekocht.
Ich weiß nicht, was euch reitet, Menschen, @sergeant_mumm nennt das charmant "..besonders in der Gruppe der lebensälteren Männer..", Frauen kommen nicht vor (Hauptsache, wir schließen niemanden aus) :D, zu unterstellen, sie wären veränderungsresistent, und schwebten im ewig gestrigen. Dumm tüch sagt der Ur(alte)-Bremer.
 
Du hast recht, niemand kommt zu Schaden, niemand wird bedroht; oder doch? Es ist die Vehemenz, mit der dieses Thema durchgedrückt werden soll.
Ist dem so? Wohl eher gefühlt. Da wird eher das Thema LGBTQ+ in den Medien (vor allem Filmen) vehement durchgedrückt, was aber ein anderes Thema ist und gut so. Ich persönlich merke da nicht viel von "durchdrücken". Es wird halt genutzt und wenn man da nicht gerade eine Antipathie entwickelt hat, dann stört es einen auch nicht. Es wird niemand dazu gezwungen zu gendern, also verstehe ich den Punkt wirklich nicht.
Gezwungen wird man höchstens vom Arbeitgeber, wenn der das durchsetzen will. Ist halt vor allem bei Medien ein Thema, aber das wäre dann ja das Problem der Angestellten dort und nicht deines. Und "Problem" ist hier wirklich nicht das richtige Wort.

Abschlussarbeiten werden bei Missachtung der aufgestellten, nicht rechtlich gültigen, Regeln, die selbstverständlich nicht durchgängig frei gewählt sind, schlechter bewertet, um nur ein Beispiel zu nennen.
Wirklich, Einzelfall oder Mythos? Ich weiß es wirklich nicht.

Ich weiß nicht, was euch reitet, Menschen, @sergeant_mumm nennt das charmant "..besonders in der Gruppe der lebensälteren Männer..", Frauen kommen nicht vor (Hauptsache, wir schließen niemanden aus) :D, zu unterstellen, sie wären veränderungsresistent, und schwebten im ewig gestrigen. Dumm tüch sagt der Ur(alte)-Bremer.
Momentchen. Getroffene Hunde und so. ;) Ich sagte, dass es vor allem die Altersklasse Ü50 ist, weil dem so ist. Das gilt aber nun nicht für alle.
Wer sich da angesprochen fühlt, ist selbst schuld. Es ist nun einmal ein Fakt, dass die Generationen GenY und GenZ relativ wenig Probleme mit diesem Thema haben, ganz besonders GenZ (auch hier gibt es Ausnahmen). Unsere Generationen sind mit diesen Veränderungen aufgewachsen. Zu meiner Kindheit war Homosexualität z.B. noch ein sehr verpöntes Thema, wurde aber in den 90ern (meiner Jugend) langsam präsenter in den Medien. Genauso wurde die sexuelle Identität jetzt in den 2000ern präsenter. GenZ ist komplett damit aufgewachsen. GenX und Boomer stammen noch aus Zeiten, in denen sexuelle Orientierung und Identität - und sogar Frauenrechte z.T. - komplett tabu waren und waren schon erwachsen, als sich das veränderte. Selbst wenn man selbst tolerant aufgewachsen ist, so ist man dennoch nicht damit aufgewachsen und u.U. irritiert über diese Veränderungen.
 
Es ist die Vehemenz, mit der dieses Thema durchgedrückt werden soll.

Die Vehemez ergibt sich mEn aus der Gegnerschaft. Wenn alle einfach mit den Achseln zucken würden, was wäre dann? So wie das Beispiel mit dem Fräulein. Heute juckt es kein Schwein, warum auch? Und woher diese Angst, vor allem von alten weißen Männern, dass ihnen etwas genommen werden könnte, nur weil eine kleine Gruppe Menschen ohne nennenswerten Aufwand besser gestellt wird als bisher?

Letzter Satz wegen Kleinkrieg gelöscht. Das Mod Team
 
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Die Vehemez ergibt sich mEn aus der Gegnerschaft. Wenn alle einfach mit den Achseln zucken würden, was wäre dann? So wie das Beispiel mit dem Fräulein. Heute juckt es kein Schwein, warum auch? Und woher diese Angst, vor allem von alten weißen Männern, dass ihnen etwas genommen werden könnte, nur weil eine kleine Gruppe Menschen ohne nennenswerten Aufwand besser gestellt wird als bisher?
Keine Ahnung ob man das Angst nennen sollte, ist mMn ein zu großes Wort.
Sicher gibt es immer eine gewisse Vorsicht vor Veränderungen, da nehme ich mich nicht aus, vor Allem dann nicht, wenn diese Veränderung mir nicht plausibel erscheint.

Was mich betrifft, mich nervt einfach dieser Duktus der Bevormundung,und die ganze Art, von oben herab den "dummen" Menschen die Welt erklären zu müssen.
Das stößt bei mir per se auch schon erstmal auf Ablehnung.

Wegen Kleinkrieg im Zitat und Parteipolitik im Beitrag bearbeitet. Das Mod Team
 
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Keine Ahnung ob man das Angst nennen sollte, ist mMn ein zu großes Wort.
Sicher gibt es immer eine gewisse Vorsicht vor Veränderungen, da nehme ich mich nicht aus, vor Allem dann nicht, wenn diese Veränderung mir nicht plausibel erscheint.

Was mich betrifft, mich nervt einfach dieser Duktus der Bevormundung,und die ganze Art, von oben herab den "dummen" Menschen die Welt erklären zu müssen.
Das stößt bei mir per se auch schon erstmal auf Ablehnung.
Jo, geht mir ähnlich.


Wegen Parteipolitik im Zitat bearbeitet. Das Mod-Team
 
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Was mich betrifft, mich nervt einfach dieser Duktus der Bevormundung und die ganze Art, von oben herab den "dummen" Menschen die Welt erklären zu müssen.
Das stößt bei mir per se auch schon erstmal auf Ablehnung.
Das ist halt manchmal auch einfach notwendig. Und das meine ich nicht despektierlich.
Da geht es nicht um Dummheit, sondern genau um das, was wir hier gerade debattieren. Menschen tun nicht immer das, was sinnvoll wäre, um Veränderungen herbeizuführen. Das trifft wie schon gesagt ganz besonders auf ältere Generationen zu - und vermutlich werden die jüngeren Generationen irgendwann genauso sein - bei anderen Themen. Es ist ebenfalls so, dass Menschen nicht immer den Sinn einer Änderung verstehen oder dies partout nicht wollen. Das sieht man besonders bei diesem Thema. Es geht ja gar nicht darum, ob bei meinem Arbeitgeber soviele nicht-binäre Menschen rumlaufen, sondern um ein generelles Umdenken in den Köpfen der Menschen, was nur durch langfristige Gewöhnung stattfindet.
Ein gutes Beispiel ist da für mich das Thema LGBTQ+ oder Blackwashing in Filmen und Serien. Viele Menschen sind davon unheimlich abgenervt, aber es wird einfach so penetrant durchgezogen, bis alle Menschen gar nichts anderes mehr kennen und sich daran gewöhnen.

Wegen Parteipolitik im Zitat bearbeitet. Das Mod-Team
 
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Die Vehemez ergibt sich mEn aus der Gegnerschaft. Wenn alle einfach mit den Achseln zucken würden, was wäre dann? So wie das Beispiel mit dem Fräulein
Ein anderes Beispiel bzgl. Angst (und daraus resultierend Wut?) bei Veränderungen: Die Einführung der Gurtpflicht.
Hat irgend jemand von den (wütend-)ablehnenden Menschen das aufhalten können?
Bestreitet heute noch irgend jemand die Notwendigkeit dieser Pflicht?
 
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Keine Ahnung ob man das Angst nennen sollte, ist mMn ein zu großes Wort.
Sicher gibt es immer eine gewisse Vorsicht vor Veränderungen, da nehme ich mich nicht aus, vor Allem dann nicht, wenn diese Veränderung mir nicht plausibel erscheint.

Was mich betrifft, mich nervt einfach dieser Duktus der Bevormundung und die ganze Art, von oben herab den "dummen" Menschen die Welt erklären zu müssen.
Das stößt bei mir per se auch schon erstmal auf Ablehnung.
Das hat nichts mit einer Bevormundung zu tun, sondern mit Offenheit Veränderungen gegenüber und einer Grundhöflichkeit, wie man anderen Leuten gegenüber auftreten möchte.
Und ich sehe keinerlei Probleme meine Sprache für Leute zu öffnen, die bisher nicht angesprochen wurden, ob nun mit * oder in dem man neutrale Formulierungen wählt.
Mein Problem sind eher so Leute, die meinen man würde ihnen was wegnehmen, wenn man sie bittet, nicht auffordert, sich doch inklusiv zu verhalten.
Es bricht einem kein Stein aus der Krone wenn man man Mitarbeitende anstelle von Mitarbeitern sagt oder schreibt.


Wegen Parteipolitik im Zitat bearbeitet. Das Mod Team
 
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Das hat nichts mit einer Bevormundung zu tun, sondern mit Offenheit Veränderungen gegenüber und einer Grundhöflichkeit, wie man anderen Leuten gegenüber auftreten möchte.

Eine grundsätzliche Offenheit gegenüber Veränderungen impilziert aber doch nicht, dass ich jede Veränderung als sinnvoll erachte, als gut bewerte oder sogar unterstütze.

Und wenn überhaupt sollten gesellschaftliche Veränderungen im Sinne des demokratischen Grundgedankens aus deren Mitte kommen und nicht von irgendwelchen Thinktanks, die uns medial umerziehen wollen. Gendern wird nach wie vor von rund 80% der deutschen Bevölkerung abgelehnt.

Das kann man auch einfach mal so akzeptieren anstatt hier wie der ein oder andere Mitforist zum wiederholten male Hass gegen alte weiße Männer zu verbreiten.

Zuguterletzt kann man nicht von einer bloßen aufforderungslosen Bitte sprechen wenn Arbeitgebern bei nicht gendergerechten Stellenanzeigen seit geraumer Zeit Abmahnungen drohen.
 
Das hat nichts mit einer Bevormundung zu tun, sondern mit Offenheit Veränderungen gegenüber und einer Grundhöflichkeit, wie man anderen Leuten gegenüber auftreten möchte.
Und ich sehe keinerlei Probleme meine Sprache für Leute zu öffnen, die bisher nicht angesprochen wurden, ob nun mit * oder in dem man neutrale Formulierungen wählt.
Mein Problem sind eher so Leute, die meinen man würde ihnen was wegnehmen, wenn man sie bittet, nicht auffordert, sich doch inklusiv zu verhalten.
Es bricht einem kein Stein aus der Krone wenn man man Mitarbeitende anstelle von Mitarbeitern sagt oder schreibt.
Ich habe kein Problem damit mich anzupassen, wenn ich verstehe warum ich das tun sollte und wer das überhaupt von mir verlangt, wenn ich da aber nur Leute sehe, die ich nicht mag oder nicht verstehe warum ich das tun sollte mach ich das einfach nicht.
Ich bin Frauen oder nichtbinären (hab nie eine oder einen oder eines näher getroffen) doch nicht negativ eingestellt, die sollen doch machen was sie wollen aber ich will meine Sprache deswegen nicht ändern, die sind da genau so drin, wie Alle.
 
Es bricht einem kein Stein aus der Krone wenn man man Mitarbeitende anstelle von Mitarbeitern sagt oder schreibt.

Bei manchen Mitforisten denke ich mir hin und wieder, dass sie alt genug sind um damals bitterböse Leserbriefe geschrieben zu haben als Genscher dies hier per Erlass verfügt hat:

„Es ist an der Zeit, im behördlichen Sprachgebrauch der Gleichstellung von Mann und Frau und dem zeitgemäßen Selbstverständnis der Frau von ihrer Stellung in der Gesellschaft Rechnung zu tragen. Somit ist es nicht länger angebracht, bei der Anrede weiblicher Erwachsener im behördlichen Sprachgebrauch anders zu verfahren, als es bei männlichen Erwachsenen seit jeher üblich ist. […] Im behördlichen Sprachgebrauch ist daher für jede weibliche Erwachsene die Anrede ‚Frau‘ zu verwenden

Wegen Parteipolitik und Kleinkrieg bearbeitet. Das Mod Team
 
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Um nochmal dezent darauf hinzuweisen, worum es u.a. auch geht in dieser Debatte:
Uli-Stein-Gef-hle.png
;)
 
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