Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Man muss es doch nicht kompliziert machen.
Mit Mitarbeiter ist einfach jeder Mitarbeiter gemeint, egal welches Geschlecht er hat.
Alles nur ein durcheinander - es gibt wichtigere Probleme.
Will man es 100% korrekt machen ist es einfach unnötiger Aufwand.
Es hört sich einfach komisch an und sieht komisch aus, ändern tut es aber nichts.
Das ist der Punkt. Auch wenn ich nicht zwingend dem Rest zustimme. Aber künstlich geschaffene Gleichberechtigung in der Sprache führt ja ganz offensichtlich nicht zu gelebter Gleichberechtigung.
 
Ja klar, in der Fax/Papierwelt ist das so. Aber warum sollte man im 21. Jahrhundert darauf Rücksicht nehmen? In der modernen Welt kostet die Umstellung der Templates etwa 1 Minute (einmalig zentral, nicht jeweils).
Das verstehe ich generell nicht. Corona hätte wohl noch länger dauern müssen, damit die Digitalisierung nicht wieder in den Schubladen der Deutschen verschwindet. Bevor hier das letzte Fax-Gerät eingemottet wird, haben Menschen in anderen Länder schon USB-Steckplätze hinterm Ohr. :D
 
Aber künstlich geschaffene Gleichberechtigung in der Sprache führt ja ganz offensichtlich nicht zu gelebter Gleichberechtigung.
Zumindest nicht sofort. Denn das kann durchaus ein über Jahre / Jahrzehnte dauernder Prozess sein.

Denn ähnlich wie heutzutage übers Gendern diskutiert wird, so wuchs z.B. in der Gesellschaft der 1960er Jahre die Zahl derer, die die aus Kaisers Zeiten stammende Anrede Fräulein für nicht mehr zeitgemäß hielten, weil dies in jenen Jahren mit sich veränderten Hierarchien, Geschlechterrollen etc. immer mehr herablassend wirkte. Anfang 1972 wurde aufgrund eines Erlasses des seinerzeitigen Bundesinnenminister Genscher die Anrede Fräulein im Grundsatz aus dem Amtsdeutsch gestrichen - was jedoch nicht gleichbedeutend damit war, dass in der Gesellschaft die Anrede Fräulein umgehend keine Anwendung mehr fand, denn bis in die frühen 1990er Jahre hinein war Fräulein eine nicht seltene Anrede.

Oder anders ausgedrückt: eine gelebte Anpassung an Sprachveränderungen kann nur mit entsprechendem individuellen Willen in den jeweiligen Köpfen der Menschen funktionieren.
 
Das ist der Punkt. Auch wenn ich nicht zwingend dem Rest zustimme. Aber künstlich geschaffene Gleichberechtigung in der Sprache führt ja ganz offensichtlich nicht zu gelebter Gleichberechtigung.
DAS ist der springende Punkt. Wirken wir, jeder für sich nach seinen Möglichkeiten, auf unsere Kinder/Kindeskinder sowie andere nahestehende Personen ein, vielleicht kann man so etwas bewegen.
 
DAS ist der springende Punkt. Wirken wir, jeder für sich nach seinen Möglichkeiten, auf unsere Kinder/Kindeskinder sowie andere nahestehende Personen ein, vielleicht kann man so etwas bewegen.
Also weil wir unsere Sprache gendern bringen wir unseren Kindern Toleranz bei?
Das funktioniert nicht mit eine Sprache zu verschandeln, sondern Toleranz vorzuleben.
Vielfalt ist gut - aber dafür muss man nicht immer das Geschlecht in die Sprache einbauen, sondern einfach das Selbstverständnis, es muss nicht extra betont werden, sondern es ist einfach so das ein Wort für alle Geschlechter nicht bedeutet ein Geschlecht zu bevorzugen oder zu benachteiligen.

Ich gendere nicht, ich behandle einfach alle Geschlechter und "Typen" gleich.
Unsere Gesellschaft ist gern politisch korrekt und dann hinten rum gern anders. Das sollte man ändern.
Aber nicht indem man eine Sprache unnötig kompliziert macht.

Wenn jemand gendert, dann aber bitte komplett und alles, viel Spass dabei.
 
Man muss es doch nicht kompliziert machen.
Mit Mitarbeiter ist einfach jeder Mitarbeiter gemeint, egal welches Geschlecht er hat.
Alles nur ein durcheinander - es gibt wichtigere Probleme.
Will man es 100% korrekt machen ist es einfach unnötiger Aufwand.
Es hört sich einfach komisch an und sieht komisch aus, ändern tut es aber nichts.
Da geht es ja schon los. Mitarbeiter sind eigentlich nur die männlichen und eben nicht alle.

Im Grunde sehe ich es aber auch so, wir haben zu wenig Probleme darum schaffen wir uns neue.
Und die sind keineswegs zu unterschätzen.
 
Da geht es ja schon los. Mitarbeiter sind eigentlich nur die männlichen und eben nicht alle.
Nein, mit Mitarbeiter meint man eben nicht nur die männlichen sondern alle. War schon immer so.

Wir sollten mit dem Wahnsinn aufhören, weil danach kommen andere Probleme.

Was dann kommt? Bitte keine Beleidigungen mehr die Tiere beinhalten, weil es unsere Tiere diskriminiert und falsch darstellt. Dann ersetzen wir die Tiere durch Gemüse, aber erst mal Rücksprache mit den Veganern halten.

Ich persönlich fühle mich gestört das wir den Mond einfach durch den Artikel als männlich deuten, der Mond möchte aber vielleicht lieber als Frau gesehen werden wie die Sonne.

Wir können aber auch Muttermilch endlich durch Menschenmilch ersetzen, das bringt unsere Gesellschaft weiter.
Oder wie lassen es einfach so wie es ist, weil der Wahnsinn keine Grenze hat.
 
Also weil wir unsere Sprache gendern bringen wir unseren Kindern Toleranz bei?
Das funktioniert nicht mit eine Sprache zu verschandeln, sondern Toleranz vorzuleben.
Vielfalt ist gut - aber dafür muss man nicht immer das Geschlecht in die Sprache einbauen, sondern einfach das Selbstverständnis, es muss nicht extra betont werden, sondern es ist einfach so das ein Wort für alle Geschlechter nicht bedeutet ein Geschlecht zu bevorzugen oder zu benachteiligen.

Ich gendere nicht, ich behandle einfach alle Geschlechter und "Typen" gleich.
Unsere Gesellschaft ist gern politisch korrekt und dann hinten rum gern anders. Das sollte man ändern.
Aber nicht indem man eine Sprache unnötig kompliziert macht.

Wenn jemand gendert, dann aber bitte komplett und alles, viel Spass dabei.
Auf Menschen einwirken heisst nicht, ihnen eine Sprechweise aufzuoktroyieren. Einfach selber voran gehen, Beispiel geben, machen anstatt reden, Du bist schon gut dabei, alles gut.
 
Nein, mit Mitarbeiter meint man eben nicht nur die männlichen sondern alle. War schon immer so.

Wir sollten mit dem Wahnsinn aufhören, weil danach kommen andere Probleme.

Was dann kommt? Bitte keine Beleidigungen mehr die Tiere beinhalten, weil es unsere Tiere diskriminiert und falsch darstellt. Dann ersetzen wir die Tiere durch Gemüse, aber erst mal Rücksprache mit den Veganern halten.

Ich persönlich fühle mich gestört das wir den Mond einfach durch den Artikel als männlich deuten, der Mond möchte aber vielleicht lieber als Frau gesehen werden wie die Sonne.

Wir können aber auch Muttermilch endlich durch Menschenmilch ersetzen, das bringt unsere Gesellschaft weiter.
Oder wie lassen es einfach so wie es ist, weil der Wahnsinn keine Grenze hat.
Wie sagte mir einmal ein Dr. der Chemie: "Milch, das Drüsensekret des weiblichen Säugetiers." Das ginge dann auch nicht mehr. :denk:
 
Nein, mit Mitarbeiter meint man eben nicht nur die männlichen sondern alle. War schon immer so.

Wir sollten mit dem Wahnsinn aufhören, weil danach kommen andere Probleme.

Was dann kommt? Bitte keine Beleidigungen mehr die Tiere beinhalten, weil es unsere Tiere diskriminiert und falsch darstellt. Dann ersetzen wir die Tiere durch Gemüse, aber erst mal Rücksprache mit den Veganern halten.

Ich persönlich fühle mich gestört das wir den Mond einfach durch den Artikel als männlich deuten, der Mond möchte aber vielleicht lieber als Frau gesehen werden wie die Sonne.

Wir können aber auch Muttermilch endlich durch Menschenmilch ersetzen, das bringt unsere Gesellschaft weiter.
Oder wie lassen es einfach so wie es ist, weil der Wahnsinn keine Grenze hat.

Grundsätzlich sehe ich das genauso wie du.
Aber Mitarbeiter kann man trotzdem gendern.
https://www.scribbr.de/gendern/woerterbuch/mitarbeiter-mitarbeiterin/
 
Also weil wir unsere Sprache gendern bringen wir unseren Kindern Toleranz bei?
Das funktioniert nicht mit eine Sprache zu verschandeln, sondern Toleranz vorzuleben.
Toleranz vorzuleben kann ohne eine angemessene Sprache nicht funktionieren. Denn wenn du z.B. deinen Kindern eine Toleranz im Umgang mit intersexuellen Menschen vorlebst, dann sollten sowohl du als auch dein Nachwuchs wissen, mit welchen Worten intersexuellen Menschen das Gefühl vermittelt wird, dass sie vollwertige Teile unserer Gesellschaft sind bzw. welche Formulierungen diese Menschen sich diskriminiert fühlen (könnten).
 
Toleranz: Wird sehr gerne von anderen gefordert. Von anderen.

Nebenbei:
"Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, daß es keinen Sinn hat, sich aufzuregen." :)
Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker​

Es gibt keinen privaten Genderzwang.
Wenn ein Unternehmen beschließt, zu gendern und ich arbeite in solch einem Unternehmen: Da ich dort nicht als Privatmensch arbeite, sondern eine Funktion ausübe und eine gewisse Loyalitätspflicht habe, werde ich nicht einfach so um das Gendern herumkommen.
Gendern ist in meinen Augen auch nicht der (vielbeschworene) Untergang der Zivilisation.
Aber schon Wittgenstein wusste um die Wirkmacht von Sprache:
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
(Wittgenstein, Ludwig, 1922: Tractatus logico-philosophicus, Logisch-Philosophische Abhandlung, Satz 5.6)​
Wenn ich also in meinem Sprachgebrauch fast ausschließlich das Maskulinum benutze, blende ich, bis auf bestimmte Gruppenformen, das Femininum aus. Nicht gewollt/absichtlich womöglich, aber es macht etwas mit meinem Weltbild.
Wenn ich das bemerke, mich damit auseinandersetze und verstehe, dann bin ich vielleicht bereit, meinen eigenen Sprachgebrauch zu überdenken und - schrittweise? - zu verändern. Und eben diese Veränderung löst zunächst womöglich Angst aus. Das ist eine Eigenheit des menschlichen Geistes.
Da wir in einer Gesellschaft leben, in der der Umgang mit Gefühlen - besonders in der Gruppe der lebensälteren Männer - nicht sehr beliebt war und ist und Emotionalität in der (auch noch jüngeren) Vergangenheit Bestandteil vor allem der 'Frauenrolle' war:
Klar kann das zunächst Furcht/Angst auslösen, mich in m einem Selbstverständnis als Mann zu hinterfragen.
Die gute Nachricht:
Die 'biologische' Lösung wird uns alle ereilen; diese Fragestellung wird sich damit für die meisten Männer erledigen. :)
 
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