Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

...
Bei uns wechseln wir uns mitm Kochen i.d.R. ab, mal ich, mal meine Frau.
Beide in Vollzeit am arbeiten, sie in Schichten (früh + spät) da bleibt gar nix anderes übrig, als das der Haushalt sich, zumindest teilweise je nach Möglichkeiten, geteilt wird. Wäsche machen, Staubsauge, Staubwischen usw. wird ebenfalls geteilt
Ist für mich auch selbstverständlich so.
Würde nur ich arbeiten + (viel) Geld verdien und sie Hausfrau sein, oder auch umgekehrt, Sie viel Geld verdienend und ich als Hausmann, dann wäre die Last zu Hause natürlich anders verteilt, rein weil der tägliche Zeitaufwand das gar nicht anders zuließe, wenn man auch noch Zeit zu zweit haben will.

:top: So ist es bei uns auch!

Gerade, wenn beide in Vollzeit arbeiten und Kinder noch im Haus sind, funktioniert es gar nicht, wenn nicht alle im Haushalt, bei der Gartenarbeit usw. mitanfassen.
 
denn eine Übersättigung an Genderfragen kann dazu führen, dass die wirklich wichtigen Genderfragen nicht die Aufmerksamkeiten bekommen, die für vermeintliche oder tatsächlich notwendiger Reformen erforderlich wären.
:tnx: Das ist für mich neben Verballhornung der Sprache bei zwanghaften Versuchen sie gendergerecht hinzubiegen (gestern gesehen: FahrerInnenflucht :wall:) der springende Punkt, warum ich mich über Sternchen und Co aufrege. Denn wie @Fliegenfänger woanders schrieb, kann man(n) damit immer toll argumentieren, dass etwas getan wird - und die wesentlich relevanteren Ungleichheiten bleiben unangetastet.

Ich brauche als Frau keine Sternchen etc - ich wünsche mir z. B. gleiches Geld für gleiche Arbeit, keine abwartenden Blicke, dass Frau das Team-Weihnachtsessen organisiert oder das Geburtstagsgeschenk für den runden Geburtstag vom Chef. Oder, oder, oder.... Das sind so unendlich viele Kleinigkeiten, in denen sich das alte Rollenbild manifestiert, die kriegt man mit Sternchen und Co. nicht weg, sondern nur mit anders denken - und, mit Blick auf Kinder, anders vorleben.

Wir haben bis vor ein paar Jahren im Team zum Geburtstag Kleinigkeiten verschenkt. Das haben zwei Frauen, eine davon schreibt hier gerade, organisiert, die irgendwann dachten, die Herren dürfen auch mal ran, und die das dann auch kommunizierten. Es fand sich keiner. Also lief das Ganze zum Kalenderjahresende auf Teamebene aus. Wir zwei Mädels machen es seitdem mit Spass noch untereinander. Anmerkungen, wie schade das doch sei oder dass man es wieder starten könnte, kamen wiederholt aus der Männerriege, gerade, wenn sie die kleinen Päckchen bei uns gesehen haben. Gekümmert hat sich von den Betreffenden jedoch keiner, also Pech gehabt....
 
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Wenn z.B. Frauen bei gleichen / ähnlichen Qualifikationen und Leistungen weniger verdienen und über geringere Aufstiegschancen verfügen, dann ist das mMn schon ein berechtigter Grund um sich darüber aufzuregen. Dennoch sollte nicht aus jeder Gender-Mücke ein Gender-Elefant gemacht werden, denn eine Übersättigung an Genderfragen kann dazu führen, dass die wirklich wichtigen Genderfragen nicht die Aufmerksamkeiten bekommen, die für vermeintliche oder tatsächlich notwendiger Reformen erforderlich wären.

Da hast du recht. Nur muss man vorsichtig sein, dass eine hat nichts (nur) mit dem anderen zu tun. "Gender" bezieht sich nicht auf die Gleichstellung von Mann und Frau. Das berühmte Sternchen hat ja was mit Divers zu tun und nicht damit ob es einen Genderpaygap gibt (auch wenn hier in Neusprech wieder das Wort Gender benutzt wird. Ist halt ein Buzzword mittlerweile).
 
Da hast du recht. Nur muss man vorsichtig sein, dass eine hat nichts (nur) mit dem anderen zu tun. "Gender" bezieht sich nicht auf die Gleichstellung von Mann und Frau. Das berühmte Sternchen hat ja was mit Divers zu tun und nicht damit ob es einen Genderpaygap gibt (auch wenn hier in Neusprech wieder das Wort Gender benutzt wird. Ist halt ein Buzzword mittlerweile).
Das stimmt, nur bleibt es für mich dabei, dass es leicht genutzt werden kann und auch wird, um sich mit tiefer liegenden Problemen nicht zu beschäftigen bzw. beschäftigen zu müssen.

Für mich wirkt das wie ein Thema diverser mir bekannter Arbeitgeber. Die Mitarbeiter bekommen Laufbänder ins Büro gestellt, neue Kaffeemaschinen und jede Menge angeblich toller Gimmicks für eine tolle Arbeitswelt. Viele Teams brauchen aber - seit Jahren schon - mehr Leute, und das wurde wiederholt und deutlich kommuniziert. Neue Mitarbeiter kosten aber, dazu müssen gerade in Konzernen neue Planstellen genehmigt werden etc. Also ist der beschriebene Kleinkram doch wesentlich einfacher umzusetzen und man kann sich im Intranet, auf Jobportalen etc. rühmen, was für ein toller, um seine Mitarbeiter bemühter Arbeitgeber man doch ist.

Sprich, viel Schein und wenig Substanz.
 
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Das stimmt, nur bleibt es für mich dabei, dass es leicht genutzt werden kann und auch wird, um sich mit tiefer liegenden Problemen nicht zu beschäftigen bzw. beschäftigen zu müssen.

Für mich wirkt das wie ein Thema diverser mir bekannter Arbeitgeber. Die Mitarbeiter bekommen Laufbänder ins Büro gestellt, neue Kaffeemaschinen und jede Menge angeblich toller Gimmicks für eine tolle Arbeitswelt. Viele Teams brauchen aber - seit Jahren schon - mehr Leute, und das wurde wiederholt und deutlich kommuniziert. Neue Mitarbeiter kosten aber, dazu müssen gerade in Konzernen neue Planstellen genehmigt werden etc. Also ist der beschriebene Kleinkram doch wesentlich einfacher umzusetzen und man kann sich im Intranet, auf Jobpirtalen etc. rühmen, was für ein toller, um seine Mitarbeiter bemühter Arbeitgeber man doch ist.

Sprich, viel Schein und wenig Substanz.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ..... z. B.. Ist ein beliebtes "Stilmittel", man lässt sich zertifizieren handelt aber nur marginal.
 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf ..... z. B.. Ist ein beliebtes "Stilmittel", man lässt sich zertifizieren handelt aber nur marginal.
Da muss ich fairerweise sagen, ist zumindest mein Brötchengeber gut, keine Ahnung, ob zertifiziert oder nicht. Wir haben sehr flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Co. sind kein Problem. Allerdings fällt mir auf, dass nahezu ausschliesslich Frauen in Teilzeit gehen und dass nur wenige Männer mehr Elternzeit als das Minimum nehmen. Obwohl die Flexibilität ja für Männer und Frauen gleich ist. Und damit sind wir wieder beim Threadthema... ;)
 
Da muss ich fairerweise sagen, ist zumindest mein Brötchengeber gut, keine Ahnung, ob zertifiziert oder nicht. Wir haben sehr flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Co. sind kein Problem. Allerdings fällt mir auf, dass nahezu ausschliesslich Frauen in Teilzeit gehen und dass nur wenige Männer mehr Elternzeit als das Minimum nehmen. Obwohl die Flexibilität ja für Männer und Frauen gleich ist. Und damit sind wir wieder beim Threadthema... ;)

Wollte mit meinem Beitrag auch grundsätzlich nicht ausschließen, dass es AG gibt die sich an diese Vereinbarung halten. Es gibt allerdings
auch sehr große AG die sich dieses Zertifikat auf die Fahne schreiben, es aber dann an der Anwendung hapern lassen.
Das Problem ist allerdings auch, wenn du dich darauf berufen willst gibt es oftmals kein "Messer".
Ich habe auch durchaus berücksichtigt, dass es nicht allen AG möglich ist diese Ansprüche in vollem Umfang umzusetzen.
Meine Erfahrungen sind allerdings eher negativ und werden dem Papier mit welchem man sich dann rühmt nicht gerecht.
 
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...Allerdings fällt mir auf, dass nahezu ausschliesslich Frauen in Teilzeit gehen und dass nur wenige Männer mehr Elternzeit als das Minimum nehmen. Obwohl die Flexibilität ja für Männer und Frauen gleich ist. Und damit sind wir wieder beim Threadthema... ;)

Wie so oft in solchen Fällen:
Entsprechende Erziehung / Elternhaus + Umfeld und die damit verbundene Erwartungshaltung: Frau kümmert sich um die Familie, Mann geht arbeiten.
In Beziehungen, wo das verteilter läuft, kommt nach meiner Erfahrung oft einer oder beide aus den östlichen Bundesländern, wo es zu Zeiten der DDR üblich war, das Mann UND Frau arbeiten müssen. Da ist es auch, immer noch, um ein vielfaches besser was die Kinderbetreuung in Kitas / Kindergärten / Schulen (Ganztags und nicht nur von 8-15h oder so). Macht derlei Probleme auch ein wenig einfacher. Teilzeit? NIcht zwingend notwendig.

Solange (im Westen) die Damen, du beschreibst das ja ganz gut und richtig, "Kleinigkeiten nebenbei" wie die Organisation von Geschenken zu, Geburtstag usw. übernehmen (gut, das ihr das nicht mehr macht und die Jungs da auflassen lasst), die Schriftführung bei Besprechungen usw. wird sich da auch nichts ändern.
Da hilft keine neue Sprache, da hilft in erster Linie Erziehung - der Töchter und Söhne, entsprechendes Verhalten eben NICHT vorzuführen, nur weils immer so war. Die Mädels müssen sich eben auch durchsetzen können und wollen und wissen, das sie die gleichen Rechte haben wie Männer bzw. umgekehrt. Ich kenne (nicht persönlich, nur über lesen / schreiben) , aus anderen Foren, Paare wo die Männer seine 2 Monate Elternzeit direkt in den ersten 2 Monaten parallel zur Frau nehmen. Ergebnis: Frau kümmert sich ums Baby und Mann geht Party machen.
Yeah, großes Kino.
Das Frau sowas mitmacht, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Die meisten der darauf angesprochenen finden das dann doof vom Mann, aber haben doch volles Verständnis, weil ist ja langweilig mit Baby...
 
Also ich finde es gut, dass wir in Deutschland keine wichtigeren Probleme haben, als das gendern.
So ein Sternchen und die damit verbundene Änderung der Sprache und der Menschen hat halt Priorität.

Was sind dagegen die ganzen wirtschaftlichen Probleme, die uns durch die Pandemie noch entstehen werden?
Oder die ganzen Rückstaus in der Infrastruktur und beim Schutz der Bevölkerung, wie uns das Hochwasser gezeigt hat? Ein Klacks!
Wichtig ist das gendern. Das (!) ist das wahre Problem in diesem Land.

Der Rest fällt unter marginal. Und das hat Werder richtig erkannt. Sportliche und wirtschaftliche Probleme müssen bei einem solchen Thema zwingend zurück stehen!
Woher kommt diese Polemik? Wovor hast Du so eine Angst? Wer sagt denn, dass Gendern das wahre Problem sei? Und wieso wird so eine Kleinigkeit wie Gendern häufig so hochgebauscht, indem man suggeriert, dadurch würde anderswo etwas weggenommen? Das ist übrigens eine wie ich finde gar nicht mal so seltene Argumentationsstrategie, die man auch bei vielen anderen Themen vom - meiner Wahrnehmung nach häufig - gleichen Personenkreis wiederfindet. Welche Brücke oder welches Haus ist denn schon eingestürzt weil eine Pilotin auf ihrem Flug "ihre Flugreisenden" angesprochen hat, statt "Liebe Passagiere"? Welche Corona-Hilfen verzögern sich bisher bei der Auszahlung, weil wegen der vielen Doppelpunkte auf öffentlichen Schreiben nun das Geld in der Staatskasse fehlt? Das sind doch keine miteinander zusammenhängende Probleme! Ich kann doch höflich sein UND gleichzeitig gut in meinem Beruf. Oder nicht? Oder um es mal wieder auf Werder Bremen zu münzen: Die wichtigeren Probleme im Verein werden in keinster Weise dadurch beeinträchtigt, wenn auf der Anzeigetafel modernes Deutsch verwendet wird.

Und ein Eigentor wird aus Deiner Argumentation, wenn diejenigen Politiker (in der Tendenz zumindest), die pro Gendern und pro Gleichberechtigung stehen, dieselben sind, die auch für Hochwasserschutz stehen, die auch für Klimaschtutz stehen. Einige können halt das eine und das andere - andere verzichten auf das eine und nehmen dann das andere als Vorwand, warum beides nicht geht. Wenn es nicht so traurig wäre, könnten wir jetzt alle lachen.
 
Ich bin im Westen in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem sich meine Eltern die Hausarbeit geteilt haben und erwarte das von einem potenziellen Partner.

Lustig war es, als meine Fast-Schwiegermutter völlig entgeistert war, als ihr Sohn einen Besen in der Hand hatte (sie hatte uns im Urlaub in unserer Ferienwohnung besucht). Mein Ex hatte, schon allein, weil er eine eigene Wohnung hatte, nie ein Thema damit, Hausarbeit zu verrichten. Seine Mutter dagegen war offenbar der Auffassung, dass er davon befreit werden müsste, sobald eine Partnerin da war. Und das ist ein Riesenthema. Mindestens so sehr wie Mädchen ermutigt werden müssen, das klassische Rollenbild zu durchbrechen, liegt es in der Hände der Mütter, auch Jungs schon früh einfache Hausarbeiten zu übertragen, und wenn es mal Geschirr abtrocknen ist.
 
Seine Mutter dagegen war offenbar der Auffassung, dass er davon befreit werden müsste, sobald eine Partnerin da war.
Tja, ein anhaltendes Thema, eine immer wieder auftauchende Frage: Wer erzieht Männer zu Männern (und auch mal zu Frauenhassern), wer erzieht Frauen zu Frauen (die mit den 'Reizen der Frauen' in einer männerdominierten Welt ihren Weg machen)?
Collien Ulmen Fernandes hat da als Medienschaffende mal versucht, ein bißchen Bewusstsein zu schaffen, aber das ist eher ein mikrolitergroßes Tröpfchen auf einen immer noch heißen (harten) Stein...
 
Tja, ein anhaltendes Thema, eine immer wieder auftauchende Frage: Wer erzieht Männer zu Männern (und auch mal zu Frauenhassern), wer erzieht Frauen zu Frauen (die mit den 'Reizen der Frauen' in einer männerdominierten Welt ihren Weg machen)?
Collien Ulmen Fernandes hat da als Medienschaffende mal versucht, ein bißchen Bewusstsein zu schaffen, aber das ist eher ein mikrolitergroßes Tröpfchen auf einen immer noch heißen (harten) Stein...
In einer Welt wo Orbans, Trumps, Kim Jongs, Putins, Erdogans das Sagen haben wirst du da mit Windmühlen kämpfen, was nicht heissen soll dass es sich nicht zu kämpfen lohnen kann.
Wie du schon sagst, sind es Tropfen auf einen heißen Stein.
Wird mal Zeit, dass so etwas wie gesunder Menschenverstand und Gerechtigkeit regieren, leider definiert das jeder anders.
Ist wohl auch utopisch gedacht, ich lege mich jetzt auch wieder hin in meinem "Luxus" für den ich nicht wahnsinnig hart arbeiten musste.
 
Tja, ein anhaltendes Thema, eine immer wieder auftauchende Frage: Wer erzieht Männer zu Männern (und auch mal zu Frauenhassern), wer erzieht Frauen zu Frauen (die mit den 'Reizen der Frauen' in einer männerdominierten Welt ihren Weg machen)?
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Die Eltern, Großeltern, Freunde, deren Familien, Medien (obs die "sozialen" sind oder die "normalen")...
Da spielen viele Faktoren eine Rolle, aber die Verhaltensmuster der Eltern werden eben doch oft kopiert.
Und wenn das nicht hinterfragt wird, sondern als gegeben angesehen wird...

Sehe ich gerade bei dem Sohn meiner Schwägerin. Zu Hause gabs, als der Erzeuger regelmäßig, Vater will ich den nicht nennen, viel Krach, Gewalt gegen meine Schwägerin usw. Alkohol, Drogen...
wie das manchmal so ist.
Hilfe wollte sie nicht annehmen. Egal.
Das Kind, 9, fängt in der Schule langsam damit an, genau so wie sein Erzeuger mit seiner Mutter umgegangen ist, auch mit Mitschülerinnen umzugehen.
Erst provozieren und auf das Echo der Mädels dann entsprechend körperlich reagieren.
Noch isses "nur" an den Haaren ziehen. Aber so fängt das halt an, wenn dem zu Hause (und das wirds nicht so wie es müsste) kein Riegel vorgeschoben wird...


Erziehung fängt im Kleinen, schon als Vorbild auf der Straße an.
Rennen alle Leute bei Rot über die Straße und Kinder sehen das, machen die das nach.
Hab hier vor ein paar Jahren mal ein paar Jungs eine Bedarfsampel erklärt.
Die waren davon hellauf begeistert, deren Vater war der Meinung die Ampel ist kaputt.
Jetzt nutzen die beiden Kinder die Ampel und rennen nicht mehr so rüber. Da freue ich mich immer, wenn ich die sehe. Genug andere, Erwachsene mit Kinderwagen + Handy in der Hand rennen hier so quer rüber. Passiert ist bis jetzt zwar nur bekloppten Fahrradfahrern etwas, die meinen in einer Kurve quer über die Straße brettern zu müssen ohne die Ampel zu benutzen :crazy:
Aber irgendwann ist immer das erste Mal und dann ist das Geschrei groß.
 
die Verhaltensmuster der Eltern werden eben doch oft kopiert
Ja, eine zentrale Erkenntnis aus den letzten 20 oder 30 Jahren Erziehungswissenschaft/Kognitionspsychologie und verwandter Fachbereiche liefern sozusagen die wissenschaftliche Bestätigung für das, was reflektierende Erziehende bemerken: Kinder lernen in den erste 7-9 Jahren vor allem und zuerst durch Imitation bzw. das Nachmachen dessen, was die engsteb Bindungspersonen ihnen im Alltag vorleben.
Kognitives Lernen (durch Verstehen) beginnt erst danach, wobei die Übergänge sicher fließend bzw. 'verzahnt' sind.
 
Es ist doch Privatsache. Jedes Paar darf und muss es für sich selbst entscheiden, und das ist gut so.
Die einen sagen, Mann und Frau sind zu gleichen Teilen mit der Hausarbeit beschäftigt. Andere sagen, der Mann geht Geld verdienen und die Frau kümmert sich um Haus und Kinder.
In einer freien Gesellschaft sind beide Wege und viele andere gleichermaßen zu akzeptieren.
Nichts ist besser oder schlechter als das andere.
 
Also ich finde es gut, dass wir in Deutschland keine wichtigeren Probleme haben, als das gendern.
So ein Sternchen und die damit verbundene Änderung der Sprache und der Menschen hat halt Priorität.

Was sind dagegen die ganzen wirtschaftlichen Probleme, die uns durch die Pandemie noch entstehen werden?
Oder die ganzen Rückstaus in der Infrastruktur und beim Schutz der Bevölkerung, wie uns das Hochwasser gezeigt hat? Ein Klacks!
Wichtig ist das gendern. Das (!) ist das wahre Problem in diesem Land.

Der Rest fällt unter marginal. Und das hat Werder richtig erkannt. Sportliche und wirtschaftliche Probleme müssen bei einem solchen Thema zwingend zurück stehen!
Und damit ist alles gesagt, die wirklichen Probleme geht man nicht an und diskutiert stattdessen so einen Stuss, sowohl in der Politik als auch bei Werder. Amen.
 
Mindestens so sehr wie Mädchen ermutigt werden müssen, das klassische Rollenbild zu durchbrechen, liegt es in der Hände der Mütter, auch Jungs schon früh einfache Hausarbeiten zu übertragen, und wenn es mal Geschirr abtrocknen ist.
:tnx:
Und das nicht nur hinsichtlich der Gender-Thematik, sondern auch einer fairen Gleichbehandlung von Geschwistern unabhängig von deren Geschlecht.

Manche Eltern reden sich mit dem Erhalt des klassischen Rollenbild damit raus, das sie selbst so erzogen worden sind. Das ist Blödsinn, denn z.B. meine Eltern (bei Anfang der 1940er Jahre geboren) wuchsen in den klassischen Rollenbildern auf und trotzdem haben sie bei der Erziehung von meiner Schwester und mir (beide in der 2. Hälfte der 1960er Jahre geboren) dieses durchbrochen. Ist alles eine Frage des eigenen Willens, aber wie in vielen Dingen des Lebens ist es ja auch in der Erziehung der eigenen Kinder bequemer, die Schuld bei Anderen zu suchen.
 
:tnx:
Und das nicht nur hinsichtlich der Gender-Thematik, sondern auch einer fairen Gleichbehandlung von Geschwistern unabhängig von deren Geschlecht.

Manche Eltern reden sich mit dem Erhalt des klassischen Rollenbild damit raus, das sie selbst so erzogen worden sind. Das ist Blödsinn, denn z.B. meine Eltern (bei Anfang der 1940er Jahre geboren) wuchsen in den klassischen Rollenbildern auf und trotzdem haben sie bei der Erziehung von meiner Schwester und mir (beide in der 2. Hälfte der 1960er Jahre geboren) dieses durchbrochen. Ist alles eine Frage des eigenen Willens, aber wie in vielen Dingen des Lebens ist es ja auch in der Erziehung der eigenen Kinder bequemer, die Schuld bei Anderen zu suchen.
...beide in der zweiten Hälfte der 60er Jahre, gehört da 1968 auch noch dazu?:D
Meine Eltern sind zur gleichen Zeit geboren wie deine, hatten aber das klassische Rollenbild, naja, wenn man das so nennen kann.
Jedenfalls war mein Vater arbeiten und meine Mutter zu Hause.
Ich finde daran auch nichts Verwerfliches, wenn man sich darauf einigt.
 
Es ist doch Privatsache. Jedes Paar darf und muss es für sich selbst entscheiden, und das ist gut so.
Die einen sagen, Mann und Frau sind zu gleichen Teilen mit der Hausarbeit beschäftigt. Andere sagen, der Mann geht Geld verdienen und die Frau kümmert sich um Haus und Kinder.
In einer freien Gesellschaft sind beide Wege und viele andere gleichermaßen zu akzeptieren.
Nichts ist besser oder schlechter als das andere.
Wer behauptet denn sowas? Ich lese da oben Kommentare raus, dass User das für sich persönlich nicht gut finden. Und das ist doch auch zu akzeptieren, oder? Aber nur weil es Privatsache ist, heißt es doch nicht dass man es nicht auch öffentlich diskutieren kann oder sollte. Vor kurzem war zum Beispiel die Vergewaltigung in der Ehe noch ein privates Thema. Gibt auch immer noch Relikte, die das gerne beibehalten hätten. Eines davon wäre fast im Herbst Kanzler geworden.
 
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