Gesamtsituation der Mannschaft

Das ist ein ganz entscheidender Punkt den Du da erwähnst. Für einen Verein wie Schalke mit einem überheftigen heterogenen Grundrauschen nahe am Siedepunkt ist ein Baumann phasenweise sogar gut als sortierendes und ausgleichendes Element. Für Werder mit Pulsschlag im kaum wahrnehmenden Bereich und ideologischer Monokultur eher ungeeignet. Und genau das kann man den Bremer Verantwortlichen zur Last legen, immer wieder Leute aus dem eigenen Saft zu holen, unabhängig welche Art und Weise bzw. Skills eigentlich gerade gefragt sind. Beziehungen und Werder Familiensinn geht vor Anforderungsprofil. Aber es ist so wie es ist. Ist ja auch weitreichend bekannt das in Bremen nur Ideologisch Gleichgesinnte eingestellt werden und jahrelange Loyalitätstest Voraussetzung sind.

Ich laß mich da im übrigen auch nicht beirren, .... die restriktive Kommunikationspolitik dient nur dem Schutz der Werder Familie, sonst nichts. Nachteil eines Systems das nicht fordert und den Leistungsgedanken nicht an erster Stelle hat bzw. ihn in der Außendarstellung immer wieder einfordert ist nunmal eine fehlende Grundspannung und Erfolgsausrichtung. Das färbt klar auf die Mannschaft ab behaupte ich. Sehen wir seit Jahren bei Werder. Die Mannschaft hat immer wieder existentielle Krisen. Die Reaktionszeit im Verein ist so lame. Bei anderen Vereinen klingeln die Alarmglocken spätestens nach zwei Niederlagen, bei Werder eher nach 5. Und selbst dann wird noch relativiert. Trainer werden bei Werder vom Management kläglich alleine gelassen. Außer Jobgarantien, die eh nicht halten, weder gute Transfers noch kommunikative Unterstützung. Für mich ungenügend. Deshalb hab ich mich auch nicht über die Leihposse aufgeregt. Das ist bei der eklatanten Führungsschwäche noch das kleinste Problem im Verein.

Kann mich noch gut erinnern als die Mannschaft mit OW knapp vor Europa war und jeder Verein zur Attacke geblasen hätte und vom Verein sozusagen kam, das die Mannschaft die Ziele selber vorgibt. Ich frage mich wofür die in den Chefetagen bezahlt werden, wenn die Arbeit andauernd andere machen. Der Capo fordert die Mannschaft zur Motivation und Leistung auf. Die Mannschaft soll selber die Ziele formulieren. Beides gehört m. E. klar zum Aufgabenbereich des Managements. Aber da scheinen verspätete Transfers einzig in der Stellenbeschreibung verankert zu sein. Man muß nicht vor der Saison großspurig irgendwelche Ziele rausblasen, finde ich auch, aber man muß wissen wann man eben doch situativ den Turbo zündet und in die Offensive geht, um eben die Extra Meile rauszukitzeln (oder die paar Prozent). Das ist eigentlich kleinstes Manager 1mal1.

Ich bleibe bei meiner Meinung glasklar. Der Vorteil des Nicht kommunizierens bringt vielleicht 1 bis 2 Spieltage mehr Ruhe (am Ende geht der Trainer aber doch) und vielleicht eine minimale Absenkung der Erwartungshaltung im Umfeld (das aber trotzdem immer kritischer wird), man bezahlt die unnormale erzwungene Ruhe aber mit fehlender Orientierung im Verein bzw. Schlendrian (keinen Spieler interessieren interne Gespräche, die gibt es jeden Tag vermutlich, erst wenn öffentlich Attention drauf liegt, interessiert es wirklich im Fußballbusiness), läßt den Trainer damit alleine in seiner Führungs- und Motivationsaufgabe und liefert eine unwürdige genügsame Außendarstellung, die kein Erfolgsdenken vermuten läßt.

Vielleicht habe ich ja Wahrnehmungsstörungen, aber so stellt sich das für mich seit Jahren da!

PS ... im übrigen war Werder nicht immer so. Ich fand da Lemke, Born, Fischer, Eichin viel lebendiger, innovativer und mutiger, kommunikativer als alles was ab der Ära Bode/Baumann bis jetzt passiert ist ... sie kopieren es sogar falsch. Und alles kann man nicht mit den fehlenden Finanzen begründen.....
Was soll man schon für Ziele ausgeben,wenn der Kader immer erst 10 Minuten vor Transferende steht....
 
Joa son Gefühl von ... Verschwörung? Oder wie? Meinst Du die wollen sich einfach die Taschen vollmachen und dann Adé sagen?

Viel einfacher, die können es einfach nicht, machen sich trotzdem die Taschen voll und glauben unentbehrlich für den Verein zu sein. Kognitive Dissonanz nennt man so etwas, gepaart mit einer gehörigen Portion an Selbstüberhebung.
 
Fußball ist eines der wenigen Produkte, den man auch bei durchgängig schlechter Leistung, fanatisierten Menschen als Lifestyle vermitteln kann. Solange eine saturierte Masse das Missverhältnis von Darbietung versus Einsatz eigener Lebenszeit und Geld nicht hinterfragt, solange können sich schwache Gestalten in Führungspositionen einnisten und dabei suggerieren, dies alles ausschließlich im Sinne des großen Ganzen getan zu haben.

Keine Verschwörung, denn die Versager richten den Schaden nicht etwa im Verborgenen, sondern für jeden guten Beobachter leicht ersichtlich, in aller Öffentlichkeit an. Die Werder Führungsriege hätte in einer nach marktwirtschaftlichen Kriterien ausgerichteten Umgebung, niemals auch nur den Hauch einer Chance, verantwortliche Positionen übernehmen zu dürfen.

Wer die Jahresabschlüsse der letzten Jahre verstanden hat, die gezeigten "Leistungen" vernünftig einzuordnen weiß und sich nicht selber in die Tasche lügt, der sieht einen Fußballverein mit großartigen Voraussetzungen, an den Rand des Niedergangs geführt.

Die Zeit der klingelnden Kasse geht vorbei, die Menschen werden zunehmend auf ihr Geld achten müssen und niemand sollte auch nur einen Moment glauben, dass allein dieser Umstand nicht zu argen Problemen führen dürfte. Käme ein nicht unwahrscheinlicher Abstieg hinzu, würde dies Werder auf lange Zeit, wenn nicht final, sämtliche Perspektiven auf eine baldige Rückkehr in das Oberhaus verbauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thioune wird ganz sicher genauso aufstellen wie gegen Heidenheim, um die neue Formation, in der jetzt einige Rollen geklärt sind weiter festigen. Auch die Rollen zunächst auf der Bank sind geklärt ....
 
Das ist ein ganz entscheidender Punkt den Du da erwähnst. Für einen Verein wie Schalke mit einem überheftigen heterogenen Grundrauschen nahe am Siedepunkt ist ein Baumann phasenweise sogar gut als sortierendes und ausgleichendes Element. Für Werder mit Pulsschlag im kaum wahrnehmenden Bereich und ideologischer Monokultur eher ungeeignet. Und genau das kann man den Bremer Verantwortlichen zur Last legen, immer wieder Leute aus dem eigenen Saft zu holen, unabhängig welche Art und Weise bzw. Skills eigentlich gerade gefragt sind. Beziehungen und Werder Familiensinn geht vor Anforderungsprofil.
Korrekt, beim SV Werder Bremen gehört die eigene Geschichte zur Identität des Vereins, was im Grundsatz auch nicht verkehrt ist. Das geht jedoch so weit, dass ehemalige Spieler, langjährige Mitarbeiter und Persönlichkeiten mit „Stallgeruch“ seit Jahrzehnten die Entscheidungsstrukturen an der Weser prägen. Diese Personalpolitik hat viele Vorteile: Identifikation, Loyalität und ein tiefes Verständnis für den Verein. Doch gerade bei der Besetzung von Schlüsselpositionen – v.a. im im sportlichen Management – sollte sich Werder nicht überwiegend bzw, ausschließlich auf das eigene Umfeld verlassen. Eine gesunde Mischung aus internen und externen Kräften ist langfristig die bessere Strategie.

Die Bindung an ehemalige Werderaner hat zweifellos Charme. Wer jahrelang das grün-weiße Trikot getragen oder im Verein gearbeitet hat, kennt die Kultur, die Erwartungen der Fans und die besonderen Mechanismen des Klubs. Entscheidungen können oft schneller getroffen werden, weil Vertrauen bereits vorhanden ist. Gerade in emotional aufgeladenen Phasen – etwa im Abstiegskampf oder bei einem sportlichen Umbruch – kann diese Verbundenheit Stabilität geben.

Doch ein System, das sich zu stark aus sich selbst speist, birgt auch Risiken. Eines davon ist die sogenannte Betriebsblindheit. Wer über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnten in denselben Strukturen und dabei auch oft mit denselben Menschen arbeitet, übernimmt häufig unbewusst bestehende Denkmuster und Abläufe. Probleme werden dann eher innerhalb der bekannten Logik gelöst, statt grundlegend hinterfragt zu werden. In einer Branche wie dem Profifußball, die sich taktisch, wirtschaftlich und organisatorisch ständig weiterentwickelt, kann das schnell zum Nachteil werden.

Gerade in Bereichen wie Datenanalyse, Scoutingstrukturen oder sportwissenschaftlicher Betreuung entstehen Innovationen oft dort, wo unterschiedliche Erfahrungen zusammentreffen. Externe Fachleute bringen andere Perspektiven mit: Sie haben in anderen Vereinen gearbeitet, andere Organisationsformen erlebt und möglicherweise neue Methoden kennengelernt. Dieses Wissen kann helfen, festgefahrene Strukturen aufzubrechen und den Blick für Verbesserungen zu schärfen.

Hinzu kommt ein zweiter wichtiger Faktor: Netzwerke. Der moderne Profifußball lebt von Kontakten – zu Spielern, Beratern, Trainern, Analysten oder internationalen Märkten. Wer ausschließlich aus dem eigenen Kosmos rekrutiert, greift auch immer wieder auf ähnliche Netzwerke zurück. Externe Entscheidungsträger erweitern dieses Geflecht automatisch. Sie öffnen Türen zu neuen Spielermärkten, zu innovativen Trainern oder zu Kooperationspartnern, die bisher nicht im Fokus standen.

Das bedeutet keineswegs, dass Werder seine Identität aufgeben sollte. Im Gegenteil: Die Vereins-DNA ist ein zentraler Wert, der bewahrt werden muss. Doch Identität entsteht nicht nur dadurch, dass ehemalige Spieler Schlüsselpositionen besetzen. Sie entsteht auch durch klare Werte, eine stabile Strategie und eine gemeinsame Vision. Externe Kräfte können diese Werte übernehmen – und gleichzeitig neue Impulse einbringen.

Die erfolgreichsten Organisationen, nicht nur im Fußball, setzen daher auf Balance: Menschen mit tiefen internen Kenntnissen arbeiten mit kompetenten Fachleuten zusammen, die von außen kommen und neue Ideen mitbringen. Interne kennen die Tradition, Externe hinterfragen sie konstruktiv. Genau aus einem solchen Spannungsfeld entstehen häufig die besten Lösungen.

Für Werder Bremen sollte genau diese Mischung der Schlüssel sein: Die grün-weiße Identität bewahren, ohne sich ausschließlich auf sie zu verlassen. Wer Tradition und frische Perspektiven verbindet, schafft die Grundlage dafür, dass der Verein auch in einem immer komplexeren Fußballgeschäft konkurrenzfähig bleibt.
 
Korrekt, beim SV Werder Bremen gehört die eigene Geschichte zur Identität des Vereins, was im Grundsatz auch nicht verkehrt ist. Das geht jedoch so weit, dass ehemalige Spieler, langjährige Mitarbeiter und Persönlichkeiten mit „Stallgeruch“ seit Jahrzehnten die Entscheidungsstrukturen an der Weser prägen. Diese Personalpolitik hat viele Vorteile: Identifikation, Loyalität und ein tiefes Verständnis für den Verein. Doch gerade bei der Besetzung von Schlüsselpositionen – v.a. im im sportlichen Management – sollte sich Werder nicht überwiegend bzw, ausschließlich auf das eigene Umfeld verlassen. Eine gesunde Mischung aus internen und externen Kräften ist langfristig die bessere Strategie.

Die Bindung an ehemalige Werderaner hat zweifellos Charme. Wer jahrelang das grün-weiße Trikot getragen oder im Verein gearbeitet hat, kennt die Kultur, die Erwartungen der Fans und die besonderen Mechanismen des Klubs. Entscheidungen können oft schneller getroffen werden, weil Vertrauen bereits vorhanden ist. Gerade in emotional aufgeladenen Phasen – etwa im Abstiegskampf oder bei einem sportlichen Umbruch – kann diese Verbundenheit Stabilität geben.

Doch ein System, das sich zu stark aus sich selbst speist, birgt auch Risiken. Eines davon ist die sogenannte Betriebsblindheit. Wer über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnten in denselben Strukturen und dabei auch oft mit denselben Menschen arbeitet, übernimmt häufig unbewusst bestehende Denkmuster und Abläufe. Probleme werden dann eher innerhalb der bekannten Logik gelöst, statt grundlegend hinterfragt zu werden. In einer Branche wie dem Profifußball, die sich taktisch, wirtschaftlich und organisatorisch ständig weiterentwickelt, kann das schnell zum Nachteil werden.

Gerade in Bereichen wie Datenanalyse, Scoutingstrukturen oder sportwissenschaftlicher Betreuung entstehen Innovationen oft dort, wo unterschiedliche Erfahrungen zusammentreffen. Externe Fachleute bringen andere Perspektiven mit: Sie haben in anderen Vereinen gearbeitet, andere Organisationsformen erlebt und möglicherweise neue Methoden kennengelernt. Dieses Wissen kann helfen, festgefahrene Strukturen aufzubrechen und den Blick für Verbesserungen zu schärfen.

Hinzu kommt ein zweiter wichtiger Faktor: Netzwerke. Der moderne Profifußball lebt von Kontakten – zu Spielern, Beratern, Trainern, Analysten oder internationalen Märkten. Wer ausschließlich aus dem eigenen Kosmos rekrutiert, greift auch immer wieder auf ähnliche Netzwerke zurück. Externe Entscheidungsträger erweitern dieses Geflecht automatisch. Sie öffnen Türen zu neuen Spielermärkten, zu innovativen Trainern oder zu Kooperationspartnern, die bisher nicht im Fokus standen.

Das bedeutet keineswegs, dass Werder seine Identität aufgeben sollte. Im Gegenteil: Die Vereins-DNA ist ein zentraler Wert, der bewahrt werden muss. Doch Identität entsteht nicht nur dadurch, dass ehemalige Spieler Schlüsselpositionen besetzen. Sie entsteht auch durch klare Werte, eine stabile Strategie und eine gemeinsame Vision. Externe Kräfte können diese Werte übernehmen – und gleichzeitig neue Impulse einbringen.

Die erfolgreichsten Organisationen, nicht nur im Fußball, setzen daher auf Balance: Menschen mit tiefen internen Kenntnissen arbeiten mit kompetenten Fachleuten zusammen, die von außen kommen und neue Ideen mitbringen. Interne kennen die Tradition, Externe hinterfragen sie konstruktiv. Genau aus einem solchen Spannungsfeld entstehen häufig die besten Lösungen.

Für Werder Bremen sollte genau diese Mischung der Schlüssel sein: Die grün-weiße Identität bewahren, ohne sich ausschließlich auf sie zu verlassen. Wer Tradition und frische Perspektiven verbindet, schafft die Grundlage dafür, dass der Verein auch in einem immer komplexeren Fußballgeschäft konkurrenzfähig bleibt.
Amen ... in Spiritus sanctus
 
Korrekt, beim SV Werder Bremen gehört die eigene Geschichte zur Identität des Vereins, was im Grundsatz auch nicht verkehrt ist. Das geht jedoch so weit, dass ehemalige Spieler, langjährige Mitarbeiter und Persönlichkeiten mit „Stallgeruch“ seit Jahrzehnten die Entscheidungsstrukturen an der Weser prägen. Diese Personalpolitik hat viele Vorteile: Identifikation, Loyalität und ein tiefes Verständnis für den Verein. Doch gerade bei der Besetzung von Schlüsselpositionen – v.a. im im sportlichen Management – sollte sich Werder nicht überwiegend bzw, ausschließlich auf das eigene Umfeld verlassen. Eine gesunde Mischung aus internen und externen Kräften ist langfristig die bessere Strategie.

Die Bindung an ehemalige Werderaner hat zweifellos Charme. Wer jahrelang das grün-weiße Trikot getragen oder im Verein gearbeitet hat, kennt die Kultur, die Erwartungen der Fans und die besonderen Mechanismen des Klubs. Entscheidungen können oft schneller getroffen werden, weil Vertrauen bereits vorhanden ist. Gerade in emotional aufgeladenen Phasen – etwa im Abstiegskampf oder bei einem sportlichen Umbruch – kann diese Verbundenheit Stabilität geben.

Doch ein System, das sich zu stark aus sich selbst speist, birgt auch Risiken. Eines davon ist die sogenannte Betriebsblindheit. Wer über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnten in denselben Strukturen und dabei auch oft mit denselben Menschen arbeitet, übernimmt häufig unbewusst bestehende Denkmuster und Abläufe. Probleme werden dann eher innerhalb der bekannten Logik gelöst, statt grundlegend hinterfragt zu werden. In einer Branche wie dem Profifußball, die sich taktisch, wirtschaftlich und organisatorisch ständig weiterentwickelt, kann das schnell zum Nachteil werden.

Gerade in Bereichen wie Datenanalyse, Scoutingstrukturen oder sportwissenschaftlicher Betreuung entstehen Innovationen oft dort, wo unterschiedliche Erfahrungen zusammentreffen. Externe Fachleute bringen andere Perspektiven mit: Sie haben in anderen Vereinen gearbeitet, andere Organisationsformen erlebt und möglicherweise neue Methoden kennengelernt. Dieses Wissen kann helfen, festgefahrene Strukturen aufzubrechen und den Blick für Verbesserungen zu schärfen.

Hinzu kommt ein zweiter wichtiger Faktor: Netzwerke. Der moderne Profifußball lebt von Kontakten – zu Spielern, Beratern, Trainern, Analysten oder internationalen Märkten. Wer ausschließlich aus dem eigenen Kosmos rekrutiert, greift auch immer wieder auf ähnliche Netzwerke zurück. Externe Entscheidungsträger erweitern dieses Geflecht automatisch. Sie öffnen Türen zu neuen Spielermärkten, zu innovativen Trainern oder zu Kooperationspartnern, die bisher nicht im Fokus standen.

Das bedeutet keineswegs, dass Werder seine Identität aufgeben sollte. Im Gegenteil: Die Vereins-DNA ist ein zentraler Wert, der bewahrt werden muss. Doch Identität entsteht nicht nur dadurch, dass ehemalige Spieler Schlüsselpositionen besetzen. Sie entsteht auch durch klare Werte, eine stabile Strategie und eine gemeinsame Vision. Externe Kräfte können diese Werte übernehmen – und gleichzeitig neue Impulse einbringen.

Die erfolgreichsten Organisationen, nicht nur im Fußball, setzen daher auf Balance: Menschen mit tiefen internen Kenntnissen arbeiten mit kompetenten Fachleuten zusammen, die von außen kommen und neue Ideen mitbringen. Interne kennen die Tradition, Externe hinterfragen sie konstruktiv. Genau aus einem solchen Spannungsfeld entstehen häufig die besten Lösungen.

Für Werder Bremen sollte genau diese Mischung der Schlüssel sein: Die grün-weiße Identität bewahren, ohne sich ausschließlich auf sie zu verlassen. Wer Tradition und frische Perspektiven verbindet, schafft die Grundlage dafür, dass der Verein auch in einem immer komplexeren Fußballgeschäft konkurrenzfähig bleibt.
Danke, KI!
 
Korrekt, beim SV Werder Bremen gehört die eigene Geschichte zur Identität des Vereins, was im Grundsatz auch nicht verkehrt ist. Das geht jedoch so weit, dass ehemalige Spieler, langjährige Mitarbeiter und Persönlichkeiten mit „Stallgeruch“ seit Jahrzehnten die Entscheidungsstrukturen an der Weser prägen. Diese Personalpolitik hat viele Vorteile: Identifikation, Loyalität und ein tiefes Verständnis für den Verein. Doch gerade bei der Besetzung von Schlüsselpositionen – v.a. im im sportlichen Management – sollte sich Werder nicht überwiegend bzw, ausschließlich auf das eigene Umfeld verlassen. Eine gesunde Mischung aus internen und externen Kräften ist langfristig die bessere Strategie.

Die Bindung an ehemalige Werderaner hat zweifellos Charme. Wer jahrelang das grün-weiße Trikot getragen oder im Verein gearbeitet hat, kennt die Kultur, die Erwartungen der Fans und die besonderen Mechanismen des Klubs. Entscheidungen können oft schneller getroffen werden, weil Vertrauen bereits vorhanden ist. Gerade in emotional aufgeladenen Phasen – etwa im Abstiegskampf oder bei einem sportlichen Umbruch – kann diese Verbundenheit Stabilität geben.

Doch ein System, das sich zu stark aus sich selbst speist, birgt auch Risiken. Eines davon ist die sogenannte Betriebsblindheit. Wer über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnten in denselben Strukturen und dabei auch oft mit denselben Menschen arbeitet, übernimmt häufig unbewusst bestehende Denkmuster und Abläufe. Probleme werden dann eher innerhalb der bekannten Logik gelöst, statt grundlegend hinterfragt zu werden. In einer Branche wie dem Profifußball, die sich taktisch, wirtschaftlich und organisatorisch ständig weiterentwickelt, kann das schnell zum Nachteil werden.

Gerade in Bereichen wie Datenanalyse, Scoutingstrukturen oder sportwissenschaftlicher Betreuung entstehen Innovationen oft dort, wo unterschiedliche Erfahrungen zusammentreffen. Externe Fachleute bringen andere Perspektiven mit: Sie haben in anderen Vereinen gearbeitet, andere Organisationsformen erlebt und möglicherweise neue Methoden kennengelernt. Dieses Wissen kann helfen, festgefahrene Strukturen aufzubrechen und den Blick für Verbesserungen zu schärfen.

Hinzu kommt ein zweiter wichtiger Faktor: Netzwerke. Der moderne Profifußball lebt von Kontakten – zu Spielern, Beratern, Trainern, Analysten oder internationalen Märkten. Wer ausschließlich aus dem eigenen Kosmos rekrutiert, greift auch immer wieder auf ähnliche Netzwerke zurück. Externe Entscheidungsträger erweitern dieses Geflecht automatisch. Sie öffnen Türen zu neuen Spielermärkten, zu innovativen Trainern oder zu Kooperationspartnern, die bisher nicht im Fokus standen.

Das bedeutet keineswegs, dass Werder seine Identität aufgeben sollte. Im Gegenteil: Die Vereins-DNA ist ein zentraler Wert, der bewahrt werden muss. Doch Identität entsteht nicht nur dadurch, dass ehemalige Spieler Schlüsselpositionen besetzen. Sie entsteht auch durch klare Werte, eine stabile Strategie und eine gemeinsame Vision. Externe Kräfte können diese Werte übernehmen – und gleichzeitig neue Impulse einbringen.

Die erfolgreichsten Organisationen, nicht nur im Fußball, setzen daher auf Balance: Menschen mit tiefen internen Kenntnissen arbeiten mit kompetenten Fachleuten zusammen, die von außen kommen und neue Ideen mitbringen. Interne kennen die Tradition, Externe hinterfragen sie konstruktiv. Genau aus einem solchen Spannungsfeld entstehen häufig die besten Lösungen.

Für Werder Bremen sollte genau diese Mischung der Schlüssel sein: Die grün-weiße Identität bewahren, ohne sich ausschließlich auf sie zu verlassen. Wer Tradition und frische Perspektiven verbindet, schafft die Grundlage dafür, dass der Verein auch in einem immer komplexeren Fußballgeschäft konkurrenzfähig bleibt.

Auf den Punkt genau herausgestellt, danke!

Kleiner Zusatz:
Bei allem Verständnis für eine Identität, sollte doch auch die fachliche Kompetenz eben in diesen zu besetzenden Schlüsselpositionen
Grundlage sein.
 
Das ist kein Mythos, sondern erklärt sich bei nüchterner, objektiven Betrachtung von selbst: Mit Ausnahme von Nick Woltemade, der nach seiner Rückkehr aus Elversberg zumindest zeitweise Vertrauen erhielt, blieben junge Spieler bei Werder Bremen in den vergangenen Jahren meist Statisten. Wenn überhaupt, reichte es für Kurzeinsätze, die nicht ausreichten, um Talente auf Erstliga-Niveau zu hieven.

Sicherlich zählt die Nachwuchsriege bei Werder nach Erstliga-Maßstäben nicht zu den Besten. Doch der pauschale Verweis auf mangelnde Qualität greift mMn zu kurz. Spieler mit dem Profil eines Karim Coulibaly z.B. etwa bringen auf ihren Positionen durchaus vergleichbare Potentiale mit, diese jedoch von den Trainern erkannt und ausgeschöpft werden müssen. Wie beim v.g. Beispiel KC.

Auch der Hinweis, OW lasse in Leipzig den jüngsten Kader der Liga auflaufen, taugt nur bedingt als Gegenargument. Denn der Vergleich mit RB Leipzig ist nicht einmal einer von Äpfeln und Birnen, sondern von Johannisbeeren mit Kokosnüssen. Denn die Talente bei den Sachsen werden gezielt rekrutiert, international gescoutet und aufgrund ihres für die jeweilige Altersklasse überdurchschnittlichen Leistungsvermögens verpflichtet. Sie profitieren von einem außergewöhnlichen Talentniveau, so dass ein Trainer weniger als Regulativ eingreifen muss als bei Nachwuchsspielern mit bestenfalls durchschnittlichen Fähigkeiten. Es ist im Prinzip wie in der Schule: Die Klassenbesten brauchen weniger Hilfestellungen als die Schwächeren.

Bei Werder jedoch mangelte es jungen Spielern zuletzt vor allem an einem: nachhaltigem Vertrauen. Eben dieses Vertrauen in die eigenen Talente bildete einst den Wesenskern der Nachwuchsförderung von Werder Bremen, die bis Mitte der 2000er-Jahre zu den vorbildlichsten im deutschen Profifußball zählte. Am Osterdeich jedoch hat man sich dieses Fundament in den vergangenen zwei Jahrzehnten selbst eingerissen – auch wenn sich die Verantwortlichen den Begriff „Ausbildungsverein“ immer wieder gern ans Revers hefteten. Ohne nachhaltiges Vertrauen aber bleibt selbst das größte Potenzial nichts weiter als Theorie. Und ist somit eines der Hauptgründe, warum Werder wieder einmal das Wasser sportlich wie finanziell Oberkante Unterlippe steht.
Wie gesagt, ein Coulibali war letzte Saison noch zu jung und hätte jetzt auch unter OW gespielt.
Alle anderen sind unter Talentemagier Steffen wo genau gelandet? Richtig... Es hatte somit absolut nichts mit einer angeblichen mangelnden Fähigkeit OWs zu tun Talente zu fördern. Du beschreibst es doch selbst in Deinem letzten Absatz und widersprichst Dir damit selbst bzgl. Deiner Einschätzung zu OW, es sind keine Talente da, die man auf Bundesliganiveau bringen könnte, ohne dass man mit deren Dauereinsätzen zur Reife am Ende sang- und klanglos absteigt. Das ist doch exakt das, was OW in seinen Interviews vor seiner Freistellung gesagt hat. Werders Nachwuchsförderung in den Stufen weit vor dem Chefcoach der A-Bundesligamannschaft ist halt seit Jahren nicht auf dem Niveau, das es brauchte, um pro Saison 1-2 Talente bundesligatauglich zu bekommen. Und ja, ich denke und dachte auch, dass OW bzgl Woltemade einen schweren Fehler begangen hatte, dass er ihn nach dem ersten Sieg in München seit 100 Jahren, bei dem NW, der Schmid aufgrund einer Verletzung oder Sperre vertrat, eine entscheidende Figur auf dem Platz war und danach wieder auf der Bank Platz nehmen durfte. Stattdessen durfte Schmid weiter eklatante Ballverluste produzieren. Hatte ich damals nie kapiert, was da in OWs Kopf vor sich ging. NW hätte nach dem Spiel in München gesetzt sein müssen und die sportliche Führung hätte zu jenem Zeitpunkt (wenn nicht schon früher) seinen Vertrag verlängern müssen. Lief beides dilettantisch und am Ende konnte man zusehen wie der VfB die Summe eingestrichen hat, die Werder saniert hätte. Wenn das Fritz' Anhaltspunkt war, zu entscheiden, dass man OW gehen lassen will, hätte er konsequenterweise auch selbst seine Sachen packen müsse. Wie es weiterhin die einzig richtige Entscheidung für den Verein wäre. Aber er klebt an seinem Posten wie niemand zuvor und darf weiter den Kader und Verein verhunzen.
 
So nun sind wir erstmal wieder auf einen nicht Abstiegsplatz und haben zu gleich ein Weiteren Kandidaten an uns heran geholt.

Ja, der Weg ist noch Lang. Jetzt wird sich Zeigen was in der Mannschaft steckt.

Wir haben nun wieder ein Spiel gehabt, wo wir die Tordifferenz aufbessern konnten.

Das sollte uns auch gegen Mainz wichtig sein, das wir auch dort uns eine bessere Tordifferenz erspielen. Wir kommen da jetzt Stück aus den Keller heraus.
 
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