Gesamtsituation der Mannschaft

Das stimmt so nicht. Die Stärke von Ducksch liegt nicht darin sich Füllkrug-Style mitten in die Innenverteidiger zu werfen, sondern den richtigen Laufweg zu finden. Und das kann er wie kein zweiter bei uns. Das ist bei Eckbällen sowieso die Kunst, abseits von Flipperbällen.

Ducksch und Laufwege? Bei seinem Tempo würde ich es eher als Gehweg titulieren wollen *LOL*
 
Habe ich dir ja erklärt. Einerseits problematisch, wenn diese Leute gar nicht auf dem Platz stehen, andererseits sind es zu wenige.
Es sind ja nur Stage und Njinmah unter den Stammspielern. Das ist schon sehr wenig. Bei Standards sind es dann nur zwei Kopfballspieler auf die der Gegner achten muss. Der Rest trifft eh nicht. Jetzt mal überzogen ausgedrückt. Und bei Flanken ist keiner von beiden üblicherweise im Strafraum. Stage noch eher als Njinmah.
Wie viele kopfballstarke Spieler sollen den deiner Meinung auf dem Platz stehen? 4? 5? Oder gar noch mehr? Kann man so machen, aber unser Kader ist auch in der Breite nicht so gut aufgestellt, dass dies nicht zu Lasten der Manpower bei anderen ebenso wichtgen Fähigkeiten gehen kann.


Generell muss man aber sagen, dass wir zu wenig Tore machen. Gemessen an unserer Spielweise müssten wir eigentlich locker mal 20-30% mehr Tore machen. Wir schaffen es ja sogar, Mannschaften wie Frankfurt oder Dortmund an die Wand zu spielen beim Ballbesitz. Da müsste eigentlich mehr bei rauskommen.
1899% Zustimmung :tnx:


Zumal mehr eigene Tore auch zu weniger Gegentoren führen.
Das ist ein gerade im Werder-Bremen-Land weitverbreiteter Trugsschluß. Denn umsonst heißt es "Offense wins games, defence wins championchips." Denn Offensivfußball kann nur aus einer geordneten Defensive heraus funktionen. In dem Buch "Der König und sein Spiel", welches sowohl eine Biographie von Johan Cryuff als auch eine detaillierte Darstellung seiner Philosophie vom Offensiv-Fußball ist, ist das sehr gut beschrieben. Sehr empfehlenswerte Lektüre. :)
 
Zitat von Bremen:
Das ist ein gerade im Werder-Bremen-Land weitverbreiteter Trugsschluß. Denn umsonst heißt es "Offense wins games, defence wins championchips." Denn Offensivfußball kann nur aus einer geordneten Defensive heraus funktionen. In dem Buch "Der König und sein Spiel", welches sowohl eine Biographie von Johan Cryuff als auch eine detaillierte Darstellung seiner Philosophie vom Offensiv-Fußball ist, ist das sehr gut beschrieben. Sehr empfehlenswerte Lektüre. :)
Anders formuliert: Manche Gegentore fallen nicht, wenn du ein Spiel früh in die richtige Richtung lenkst. Beispiel: Du führst 1:0 bis zur 80. Minute und kassierst kurz vor Schluss den Ausgleich, weil der Gegner noch die Chance gewittert hat.
Bei einer klaren Führung wäre das Tor möglicherweise nicht gefallen.

Und um deine Frage oben zu beantworten:
Zumindest mal mehr als 2. Gerade beim letzten Spiel hatten wir halt genau 0 auf dem Platz.
Und selbst mit Stage und Njinmah - zwei Spieler rauszunehmen ist sehr einfach.
Ich denke aber, dass des Rätsels recht simpel ist. Unsere eigentlich kopfballstarken Verteidiger, inklusive Weiser, müssen hier einfach treffsicherer werden bei Standards.
 
Anders formuliert: Manche Gegentore fallen nicht, wenn du ein Spiel früh in die für sie richtige Richtung lenkst. Beispiel: Du führst 1:0 bis zur 80. Minute und kassierst kurz vor Schluss den Ausgleich, weil der Gegner noch die Chance gewittert hat.
Bei einer klaren Führung wäre das Tor möglicherweise nicht gefallen.
So kann es passieren, klar. Impliziert aber keinen Automatismus. Frag mal die Hopps. Die haben im Spiel gegen uns früh in die für sie richtige Richtung gelenkt. Klare 3:0-Führung nach gerade einmal 12 Minuten. Und trotzdem haben sie, begünstigt durch den Platzverweis, am Ende 3:4 verloren, weil sie ihre Defensivarbeit nicht in den Griff bekamen. Oder der HSV am letzten Zweitligaspieltag: 2:0-Führung nach 23 Minuten gegen Schalke, in der 74. kassierten sie den Treffer zum 2:2 Endstand; auch hier kollektives Versagen in der Defensivarbeit.
 
So kann es passieren, klar. Impliziert aber keinen Automatismus.
Nicht generell, nein. Aber ich würde mit dir wetten (wenn es denn beweisbar wäre), dass viele Tore auf die Saison gesehen weniger Gegentore bedeuten. Wird nicht in jedem Spiel so laufen, aber insgesamt dürfte es sich bemerkbar machen.
Gibt ja auch noch andere Beispiele. Andersherum kann man das nämlich auch sagen. Der Gegner geht 3:0 in Führung, wir schießen kein Tor mehr, geben uns auf und kassieren noch zwei Tore. Genauso können viele Kantersiege das Selbstbewusstsein so pushen, dass man insgesamt nicht nur besser verteidigt, der Gegner aber auch wesentlich mehr Respekt hat und anders auftritt. Hier ist Bayern ein sehr gutes Beispiel. Die meisten Vereine sch.eissen sich in die Hose bei den Bayern und deswegen kassiert Bayern dann auch weniger Gegentore.
 
Nicht generell, nein. Aber ich würde mit dir wetten (wenn es denn beweisbar wäre), dass viele Tore auf die Saison gesehen weniger Gegentore bedeuten. Wird nicht in jedem Spiel so laufen, aber insgesamt dürfte es sich bemerkbar machen.
Gibt ja auch noch andere Beispiele. Andersherum kann man das nämlich auch sagen. Der Gegner geht 3:0 in Führung, wir schießen kein Tor mehr, geben uns auf und kassieren noch zwei Tore. Genauso können viele Kantersiege das Selbstbewusstsein so pushen, dass man insgesamt nicht nur besser verteidigt, der Gegner aber auch wesentlich mehr Respekt hat und anders auftritt. Hier ist Bayern ein sehr gutes Beispiel. Die meisten Vereine sch.eissen sich in die Hose bei den Bayern und deswegen kassiert Bayern dann auch weniger Gegentore.

Da brauchen wir nur mal in unsere Ruhmreichen Jahre Anfangs diesem Jh. Schauen. In den Jahren wo wir häufiger höher gewonnen haben, brauchten wir auf die Defensive kaum Wert legen, uns das dann die Offensive Power immer mehr abhanden gekommen ist. Und wir trotzdem weiter nur vorne spielen wollten, ist unsere Defensive mehr und mehr überspielt worden und wir sind mehr und mehr ins Straucheln gekommen.

Jetzt fehlt uns noch die Durchschlagskraft und die Mittel zumindest gegen kleine Teams ein Offensive Feuerwerk zu zünden. Da fehlt es noch an das glauben an die eigene Stärken.
 
Mich interessiert ergebnistechnisch die kommende Woche mit dem Spiel Stuttgart, Pokal DA und dann Bochum. Es stehen drei richtungsweisende Spiele an. Gewinnen wir die, schwimmt Werder auf einer Euphoriewelle. Verlieren sie wiederum kommen hier Diskussionen hoch, die nicht schön sein werden.
 
Nicht generell, nein. Aber ich würde mit dir wetten (wenn es denn beweisbar wäre), dass viele Tore auf die Saison gesehen weniger Gegentore bedeuten. Wird nicht in jedem Spiel so laufen, aber insgesamt dürfte es sich bemerkbar machen.
Unter der Voraussetzung, dass die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt, ist deine These richtig. Das ist auch das, was ich dir erklärt habe. Aber alleine wird eine starke Offensive viele Gegentore auf Dauer nicht verhindern können, so dass es öfters zu "Eishockeyergebnissen" kommt. Siehe z.B. letzte Saison die Hopps, die zwar 66 Tore schossen, aber ebenfalls 66 Tore kassierten.


Die meisten Vereine sch.eissen sich in die Hose bei den Bayern und deswegen kassiert Bayern dann auch weniger Gegentore.
Auch die Bayern haben schon lange erkannt, dass für sie ohne eine entsprechende defensive Grundordnung schwierig wird, ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Während ihrer Serienmeisterschaften war die Balance auch stimmig, jedoch in der letzten Saison nicht, so dass für sie 23/24 in die (Leder-)Hose ging:

Ihre 94 erzielten Tore waren zwar Ligaspitzenwert, sie kassierten aber gleichzeitig auch 45 Tore, die, nur so nebenbei angemerkt, a) die höchste Anzahl an Gegentoren der Top-6 Teams 23/24 gewesen ist und b) die Bayern mehr Tore zuletzt in 95/96 (46) kassierten. Und trotz dieser
phänomenalen +49 Tordifferenz mit 10 Siegen mit 3 oder mehr Toren Unterschied (darunter je 1x 7:0, 8:0 + 8:1 sowie 3 Auswärtserfolgen mit 4 Toren Differenzen) standen sie am Ende mit leeren Händen da. Warum? Vor allem deswegen, weil sie in 13 (!) Buli-spielen mindestens 2 Tore kassierten. Eine solche Häufung an für bajuwarische Verhältnisse vielen Gegentoren ist auch für starke Offensiven ein dickes Brett, welches sich nicht beliebig oft durchbohren lässt. Dementsprechend konnte der FCB von diesen 13 Spielen lediglich 3 für sich entschieden, weitere 3 endeten Remis und 7 (!) gingen verloren.

Dementsprechend hat der FCB im Sommer auf dem Transfermarkt reagiert und holte für 23,5 Mio. € den IV Ito aus Stuttgart sowie für 51 Mio. € den DM Palhinha aus Fulham.
 
Unter der Voraussetzung, dass die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt, ist deine These richtig. Das ist auch das, was ich dir erklärt habe. Aber alleine wird eine starke Offensive viele Gegentore auf Dauer nicht verhindern können, so dass es öfters zu "Eishockeyergebnissen" kommt. Siehe z.B. letzte Saison die Hopps, die zwar 66 Tore schossen, aber ebenfalls 66 Tore kassierten.
Ich würde behaupten, dass dies derzeit bei uns durchaus gegeben ist.
 
Was ist bei uns durchaus derzeit gegeben? Dass die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt oder dass es zu Eishockeyergebnissen kommt?
Ersteres. Darum sag ich ja, dass wir Spiele früher entscheiden oder in unsere Richtung kippen müssen, dann kassieren wir auch weniger Gegentore. Der klassische Fall von "Wenn du das Tor nicht triffst, tut es der Gegner."
 
Was ist bei uns durchaus derzeit gegeben?

Das man mit etwas mehr Selbstvertrauen und dadurch besseres Offensivespiel bei uns Gegentore vermeiden kann.

Viele unsere Gegentore sind diese Saison nicht durch überraschend Starke Angriffspiel zu stande gekommen sondern durch Schwächen im Spielaufbau. Der Gegner hat alle Zeit der Welt freie Räume zu zulaufen und immer weiter nach vorne zu verschieben. Somit brauchen die nur auf einen langsamen Ball warten und schon landet der Ball beim Gegner. Das konnte selbst Kiel gegen uns ausnutzen.

Wenn wir mal schnell spielen, dann kommen wir auch zu unser Offensivspiel. Aber auch nur dann.
 
Die goldenen Zeiten von vor 20 Jahren, standen für vieles aber nicht für eine gute Defensive. Sie belegen eher das Gegenteil.
Wie schon geschrieben. Das kann manchmal trügen.
Wir hatten 03/04 insgesamt 38 Gegentore. In diesem Rahmen bewegten sich die letzten Meister ebenfalls, mit Ausnahme von Leverkusen, die nur 24 Gegentore hatten. Meistens bewegt sich der Meister irgendwo zwischen 30 und 45 Gegentoren.
Die Jahre nach dem Double hatten wir übrigens jeweils 37 Gegentore.
 
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