Und der Blick zurück ist oft so lähmend; die Sentimentalität verklärt den Blick für völlig andere Voraussetzungen, die heute gelten.
Vom vergangenen Ruhm zu schwärmen und diesen zum Maßstab des Heute zu machen - damit sind schon ganz andere derbe auf die Fresse gefallen. Als abschreckendes Beispiel sei hier dezent auf den FCK hingewiesen. Auch dort gab es Missmanagement beim Träumen von Gestern. Und in die gleiche Richtung geht es m.E. in Bremen; das unglückliche Wirken von Mr. Phlegma FB ist, neben dem Geld verbrennen seiner Vorgänger nach 2004, ein zentraler Bestandteil der Abwärtsbewegung.
M.E. wird Werder mindestens noch 10 Jahre brauchen (wohlwollend geschätzt), um den Blick auf die einstelligen Tabellenplätze richten zu können.
Natürlich haben wir heute ganz andere Verhältnisse, welche man sich in Teilen aber auch selbst auferlegt hat.
Ich glaube aber nicht das
@Bremen mit seinem Post einer gewissen Sentimentalität verfallen war sondern lediglich auf die Umstände und was
daraus geschaffen wurde hinweisen wollte. Werder war zu Beginn dieser Ära nicht reicher, aber vielleicht kreativer im Finanzgebaren.
Den eigentlichen Erfolg jedoch hatte man einem Trainer mit hoher Kompetenz zu verdanken. Erst diese Kombination ermöglichte Werder diese
erfolgreichen Jahre. Zur damaligen Zeit wurden zielgerichtete Transfers (ohne hohe Ablösesummen) getätigt, dies war möglich weil Otto ein
gutes Gespür für Talente besaß und die Mannschaft führte.
Mit dem Blick zurück ist es so eine Sache und zwar dann, wenn man nur zurück schaut und nicht analysiert, um etwaige Schlüsse/Verhaltensweisen
daraus zu ziehen ist es m. E. ausschließlich Sentimentalität. Also ist mMn der Blick zurück nicht grundlegend verkehrt sondern entscheidend ist,
wie schaue ich zurück mit welchen machbaren Zielen.
Mit Blick auf die letzten Jahre (Baumann) stimme ich dir absolut zu.
Werder wird zunächst 10 Jahre brauchen um sich finanziell und sportlich zu erholen, wobei derzeit aus meiner Sicht eher die Gefahr besteht,
dass man noch weiter sportlich an Wert und Interesse verliert. Perspektivspieler (Nachwuchs) sind kaum vorhanden und wenn, dann sind sie
so gut und müssen verkauft werden oder aber sportlich nur Mittelmaß (wenn überhaupt) und die Konkurrenzfähigkeit leidet.
Ja richtig, Freiburg stellt da derzeit ein anderes Bild dar und zeigt was möglich ist. Die haben aber einen funktionierenden Nachwuchs, eine
gesunde Struktur sowie einen kompetenten Trainer. Heidenheim fährt hingegen mit einem kompetenten Trainer eine andere Philosophie, mangels
Nachwuchs integriert man Zielspieler (Sichtung) über Leihe oder eben zu günstigen Konditionen.