Ich weiß nicht was du hast.
Das einzige wirklich korrekte bei dir sind die roten Abschnitte und die sind jetzt eher für meine Position von Vorteil.
1. Ich sagte "fast" bei der Hinrunde. Bis zur WM hatten wir 21 Punkte nach 13 Spielen. Das entspricht 1,6 Punkten im Schnitt. Hochgerechnet auf 34 Spieltage wären das 54 Punkte gewesen. Wäre in der letzten Saison Platz 6 gewesen. Das "oder höher" nehme ich zurück. Das war ohne Berechnung geschätzt. Ein Schnitt von 1,6 Punkten pro Spiel ist aber definitiv EL-Niveau.
2. Keita ist kein großes Risiko. Er kostet keine Ablöse und auch wenn er nicht viel spielt, wird er uns für eine Ablöse wieder verlassen, die mindestens sein Gehalt wieder einspielt. Das einzige Risiko ist der besetzte Kaderplatz. Das Spielt aber eher keine große Rolle.
3. Was die Zugänge angeht: Ist mir auch ein Rätsel derzeit, aber spielt hier keine Rolle. Es ist auch erst der 2. Spieltag. Die werden ihre Einsätze schon noch bekommen. Zumindest mal will ich hier keine Weissagungen anstellen, wie oft die spielen werden.
4. Bei der Rückrunde verdrehe ich nichts. Die Spiele waren fast alle so wie am Wochenende gegen Freiburg. Gutes Spiel gemacht mit sehr viel Aufwand, am Ende unglücklich die Punkte liegen gelassen. Das ist zwar durchaus ein Qualitätsmerkmal(in negativer Hinsicht), ändert aber nichts an meiner Aussage, dass es gute Spiele waren mit unglücklichem Ausgang.
5. Ob die Niederlage gegen Bayern vorhersehbar war oder nicht, spielt doch keine Rolle. Es bleibt ja negativ. Es ist lediglich eine Frage, wie sehr man diese Niederlage gewichtet.
Unsere Probleme haben sich nicht geändert. Wir sind zu sehr ausrechenbar für die Gegner. Jeder weiß wie Ole Werner spielen lässt und im Prinzip braucht der Gegner nur warten bis wir uns verausgabt haben oder die Schlüsselspieler wie Weiser ausgewechselt werden.
Hier frage ich mich auch, wozu wir andere Systeme einstudieren, diese aber nicht spielen lassen. Aber wie gesagt, Spieltag 2. Das Problem ist so offensichtlich, dass es wohl kaum an den Verantwortlichen vorbeigehen wird.
Ich habe ein Problem, wenn ein User an der Realität vorbei argumentiert.
Zu 1: Wenn man schon die Hinrunde bewertet, sollte man eine realistische Position einnehmen , um glaubhafter zu wirken.
Ein "Fast" ändert da gar nichts, denn wer Werder in der Hinrunde auf EL-Niveau levelt bewegt sich auf naiven und nicht
fundiertem Niveau. Da helfen insbesondere auch deine Berechnungen sowie die daraus resultierenden Hochrechnungen
nichts. Besonders dann nicht, wenn man den Einbruch im Oktober und den folgenden Monaten bis zum Ende der Vorrunde
vor den Augen hat.
Hätte, wenn und aber helfen da nun mal nicht und wo das hinführt wenn man keine klaren Analysen herausstellt
sehen wir wiederholt oder warten wir wieder bis zum 33. Spieltag?
Ein "
anfänglich ordentlicher Beginn und dann abfallenden Leistungen" hätte eine objektiven Leistungsbewertung
glaubhafter gemacht.
Zu 2: Zunächst ist Keita kein Risiko, was die Ablöse betrifft. Das Risiko besteht eben darin, wenn er nicht oder nicht viel spielt.
Bei allen Qualitäten die er hat, muss er sie hier zunächst nachweisen. Problem könnte sein, wenn er immer nur sporadisch,
wegen Verletzung/Afrika-Cup spielt, es Abstimmungsprobleme geben kann. Bei ca. 3 Mio. Jahresgehalt kostet er in Summe
sehr wohl eine Menge Geld. Wenn er seine drei Jahre absitzt, freut sich der aufnehmende Verein!! Sollte er nur sporadische
Einsätze für sich verbuchen wird seine Aktie/TW sehr schnell und stark fallen. NK wird bei Vertragserfüllung 31 Jahre alt sein
plus einer solchen fiktiven Entwicklung wohl kaum interessant sein für potentielle Abnehmer und jetzt komme mir nicht mit
den Saudis. Der Kaderplatz ist wirklich ein Problem, führt es doch dazu, dass Gruev etc. und sonstige Spieler allein vor dem
Namen ins zweite Glied rücken. Ich will damit sagen, dass NK zunächst einmal den Nachweis erbringen müssen.
Zu 3: Was die Zu- und Abgänge angeht spielt es sehr wohl eine Rolle und zwar u. a. der Faktor Zeit. Selbst die Verantwortlichen
haben am Ende der Saison 22/23 sich glücklich geschätzt, dass man endlich mal wieder eine relativ konzentrierte Saisonplanung
vornehmen könne und wie wichtig diese eben sei, um ein Team gut vorbereitet (mit welchen Zielen auch immer) auf die neue
Saison vorbereiten kann.
Zu 4: Wieder dieses "fast", lege dich doch mal fest! Da haben wir wahrscheinlich jeweils eine andere Sichtweise auf die
Definition der Note Gut. Genau diese undifferenzierte und oberflächliche Betrachtung hegen wahrscheinlich auch die
Verantwortlichen, gepaart mit einer selbstverschuldeten desolaten Finanz- und Personalpolitik
Zu deinem letzten Absatz: Wie wahr, neben anderen Faktoren, dann aber wird wieder relativiert und festgehalten, dass wir ja
erst den 2. Spieltag haben und das Problem so offensichtlich ist und die Verantwortlichen offenbar
nicht darüber hinwegsehen können. Das sehe ich aufgrund der letzten Jahre deutlich anders.
Meine rot gekennzeichneten Abschnitte enthielten eine Spur von Ironie und kann man nur bedingt auf das operative Geschäft
beziehen, da die Gelder in andere Pipelines fließen. Personalkosten Schuldentilgung etc..