Gesamtsituation der Mannschaft

Ich habe nicht gesagt, dass es eine schlechte Saison war, wohl aber, dass mir der Trend nicht gefällt. Seit ST 13 gab es keinen überraschenden Sieg mehr, einen Dreier gegen Bochum und Hertha in der aktuellen Form kann man holen. Das Abfeiern einer 1:2- Niederlage gegen formschwache und stark ersatzgeschwächte Bayern hingegen habe ich nicht verstanden. Auch diese Niederlage zu Hause war verdient. Und ja, der Auftritt auf Schalke war absolut desolat (in der 2. HZ), wo man sich ohne Not von einem direkten Konkurrenten hat die Butter vom Brot nehmen lassen. Diese Niederlage war alles, aber nicht unglücklich. An diesem Tag wollte nur eine Mannschaft wirklich gewinnen und die hieß Schalke 04.
Ich sehe einiges an Positivem,, darunter einen jungen und motivierten Trainer, dem die Mannschaft absolut folgt. Ob er auch lernfähig ist, werden wir sehen. Die nicht vorhandene Entwicklung seit der WM gefällt mir aber überhaupt nicht und das Ausbleiben positiver Ausrutscher wie der Sieg in Dortmund und das klare 5:1 gegen Gladbach ebensowenig. Wäre schön, wenn man so etwas gegen Leipzig oder Union sehen würde, allein der Glaube fehlt.
Sehr gut auf den Punkt gebracht :tnx:
 
Inwiefern sollen andere und ich daran Schuld sein? ;) Oder sind wir hier in der Antike, wo die Überbringer schlechter Nachrichten gerichtet wurden und nicht die Verursacher? ;)

Ja, wir sind Weder Bremen. Doch diese Tatsache ändert z.B. nichts daran, dass wir vor den Folgen von gemachten Fehlern, Irrtümern etc. bzw. der daraus resultierenden Folgen weites gehend immun sind. Die letzten ca. 15 Jahren liefern reichlich Beispiele dafür. V.a. deshalb, weil wir als Werder Bremen in den letzten ca. 15 Jahren zu wenig agierten, was Werder Bremen einst auszeichnete, u.a. weitsichtige Entscheidungen, kluge Transfers, exzellente Nachwuchsförderung etc.

Es ist die Denkweise, die daran Schuld ist.
Schau dir doch mal z.b. Union an, die reden nicht vom Klassenerhalt sondern von Beginn an von 40 Punkte die man so schnell wie möglich erreichen wolle.

Die Teams die unten seit Jahren rum krepseln sprechen nur vom erreichen von Klassenerhalt mehr nicht.

Beides das selbe, das Ziel ist der Klassenerhalt für Taems die 40 Punkte wollen und die von Klassenerhalt reden. Nur es klingt ganz anders es setzt sich ganz anders in den Köpfen ab.
Wenn du um 40 Punkte plus X kämpft dann weißt du wenn du diese erreichst, braucht man nicht mehr rechnen, sondern kann schauen was noch möglich ist. Was Union z.B. macht.

Wenn .an aber sagt wir wollen Klassenerhalt haben dann wird man das auch nie vorzeitig. Dann wird es immer erst sehr spät klappen und nicht früh. Weil irgendwann fängt das rechnen an. Wieviele Punkte werden am Ende schon reichen. Reichen evtl die Punkte aus den direkten Duellen zu denen die man schon hat? Oder reicht das dann noch nicht. Dieses Denken ist ja nicht nur bei den Fans sondern überträgt sich auch auf dem Platz. Fans sind mit Klassenerhalt zufrieden, dann brauchen wir ja auch nicht mehr bringen als das.

Also lasst uns in Zukunft lieber von 40 Punkte reden, dann fängt keiner das rechnen an bevor diese nicht erreicht sind.

Diese Saison können wir immer noch 40 Punkte erreichen. Und erst dann kann man von einen ehrlichen Klassenerhalt sprechen.

Wir müssen uns nicht mit Teams vergleichen, die es schlechter geht als uns, da sind auch welche dabei, die mehr Geld hatten und es verbrannt haben. Last uns doch mal Beispiele finden von Teams die es nach den Wiederaufstieg besser gemacht haben und nicht gleich wieder abgestürzt sind. Das beste Beispiel, das sind wir selbst. Ja, das werden wir so auch nicht mehr erreichen wie in den 80er aber mit einer Kontunierlichen Arbeit kann das gelingen. Und da dient Union als perfektes Beispiel.
Baumann hat viel Verantwortung auf mehr Köpfe verteilt, das zeigt doch, daß man bereit ist an sich zu arbeiten. Geld wird man nicht her zaubern können. Aber mit etwas mehr Selbstvertrauen von uns Fans was dann sich auf die Spieler überträgt kann viel gutes bewirken. Man muss nicht immer nur die eigenen Schwächen sehen sondern die eigenen Stärken und sich darauf Konzentrieren dann kommt alles andere von selbst.
Mach ich im Beruf im übrigen auch so, ich konzentriere mich auf meine Stärken, das bringt mich und mein Team weiter. So ist man Erfolgreich, die eigenen Schwächen fängt jemand anders auf, dem das zu seinen Stärken gehört.
So muss jeder nur in dem besser werden was er am besten kann. So entsteht was gutes aus wenig.
 
Natürlich ist es wichtig nach Ende der Saison in eine Analyse zu gehen. Ein Unterschied zur Hinrunde, wo es besser lief, ist der, dass wir dort weitestgehend von Sperren und Verletzungspech verschont geblieben sind. In der RR gab es kaum ein Spiel, wo man in "Bestbesetzung" agieren konnt, schon gar nicht in Folge. Zunächst diverse Sperren, dann Ausfälle von wichtigen Spielern (Weiser, diverse IVler, jetzt Fülle). Das ist dann schon ein erheblicher Qualitätsverlust für diese Mannschaft.Wenn man dann noch in eine Negativspirale kommt, ist es so noch schwerer, da wieder heraus zu kommen.Dadurch entsteht dann bei vielen Spielern ein Kopfproblem, was wiederum die Fehleranfälligkeit erhöht und das Spielglück bei knappen Spielen beeinflusst. Deshalb hat man in der RR weitaus weniger Spielglück als in der Hinrunde. Letztendlich hat Werder nun mal keinen breiten Kader mit Qualitätsspielern bzw generell wenig Qualitätsspieler für die erste Liga. Das könnte in der Hinrunde aber noch im Kollektiv aufgefangen werden, aufgrund o.g. Faktoren funktioniert das aktuell wenig bis gar nicht. Darauf hat ein Trainer auch nur bedingt Einfluss. Die zweite Halbzeit auf Schalke war sicher nicht so geplant von Ole. Diese Angst und Reaktivität hat sich von Spieler zu Spieler übertragen...ohne Chance auf eine Durchbrechung des Ganzen mMn..
Auch wenn du in einzelnen Punkten grundsätzlich Recht hast, übersiehst du mMn zwei relevante Faktoren:

1. Ist zu berücksichtigen ist, dass höhere Ausfallzahlen in der Rückründe zum Teil nicht ungewöhnliches sind. Denn oftmals sehen Spieler ihre zur Sperre führenden 5. bzw. 10. Gelbe Karte erst in der Rückrunde. Und bei auftretenden Verletzungen muss auch die Art der selbigen berücksichtigt werden, denn wenn sich z.B. in einer Rückrunde muskuläre Verletzungen häufen, kann das durchaus ein Indiz für Überlastung sein; wobei jedoch dann auch die Ursachen zu hinterfragen sind: ist es nur "Pech" bzw. kann es ggf. auch an einer unzureichenden Belastungssteuerung und/oder nicht ausreichenden Athletik liegen? Ohne Frage ist unser Kader in der Breite nicht gut aufgestellt, so dass es hier durchaus zu Überbeanspruchungen kommen kann. Aber durch das frühe Aus in der 2. DFB-Pokalrunde und der Abstinenz von europäischen Vereinswettbewerben bestand / besteht in der Rückrunde auch keine Mehrbelastung.

2. Unsere Probleme nahmen ihren Anfang nicht erst in der Rück- sondern schon in der Hinrunde. In den ersten 9 HR-Spielen hatte die Mannschaft gut gepunktet. In den verbliebenen 8 HR-Spielen holte sie trotz einer weites gehender Verschonung von Verletzungen und Sperren mit 2 Siegen jedoch nur noch magerere 6 Punkte, die übrigen 6 Begegnungen gingen allesamt verloren, u.a. 1:6 in München und 1:7 in Köln. Plus dem Pokalaus in Paderborn. Was sich seinerzeit wie eine Delle anfühlte, waren rückblickend betrachtet die Vorboten auf die Rückrunde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Fresse immer wieder dieses rumreiten auf den letzten 4 Spielen der Hinrunde. Ich hab es schon mehrmals gesagt: Die Zusammenstelkung der Spieltage war äußerst unglücklich diese Saison. Die Top Vereine der Bundesliga zu dieser Zeit an 3 von 4 Spieltagen zu Gast, ja das kann man mal verlieren. Auch ein Ausrutscher gegen Köln ist drin. Scheiss Tag, viel Pech. Daraus irgendwelche apoklyptischen Reiter aus der Vorhölle zu generieren ist doch absolut dummes Zeug.

Wären die Spiele verteilt über 4 Monate verloren worden, hätte da kein Schwanz drüber gesprochen.
 
Die Mannschaft spielt am Limit, mehr ist und war nicht wirklich zu erwarten und immerhin gelang es, die nötigen Punkte gegen den Abstieg zeitig einzufahren. Das Werder-Model bedarf dennoch der Überarbeitung, denn wie wollte man den Abstieg in den kommenden Jahren vermeiden wollen, wenn immer wieder Leistungsträger den Verein verlassen, ohne zeitgleich für entsprechenden Ersatz sorgen zu können.

Auch ist das ewige Spielen gegen den Abstieg kein Option, wie wollte man interessierte Sponsoren motivieren, sich für den Verein zu engagieren ? Die Marke Werder hat noch immer einen positiven Ruf unter Fans und Betrachtern, Sponsoren lassen sich nicht von solchen Gefühlsduseleien blenden. Nicht zu vergessen, dass wir in die größte Wirtschaftskrise aller Zeiten laufen und das Geld nicht mehr so locker sitzen dürfte, außer man unterschriebe bei Blackrock & Co. einen Vertrag und würde seine Seele verkaufen (müssen).

Werder hat Duksch, Füllkrug, Weiser, Stark, Stage und ein wenig Bittencourt - der Rest ist biederer Durchschnitt. Ohne Erstgenannte, sollten diese wirklich den Verein verlassen, sollte die nächste Saison noch schwieriger werden. Ein neues Konzept muss her, andernfalls sehe ich für Werder keine Zukunft in der Bundesliga.
 
Naja, erstmal vorweg: wenn du die 4 Spieltage der Hinrunde dazu rechnest, muss man fairerweise auch sagen in der Hinrunde haben an 13 ST 21 Punkte geholt und wären dann in der Hinrundentabelle irgendwo in den Top 5. Mit demselben Trainer und denselben Spielern.
Danke für die ausführliche Antwort, viele deiner Punkte sehe ich auch. Zwei Dinge gefallen mir aber nicht: in dem zitierten Absatz hast du natürlich recht, daher schrieb ich auch „wir kamen mit der Power des Aufsteigers“ und dass sich die Gegner zunehmend auf Werners immergleiches System einstellen konnten, es sei denn, sie waren spielerisch und von der Kaderzusammensetzung noch schwächer (Bochum und Hertha). Und da hoffe ich, dass Werner in der nächsten Saison dazulernt. Zweitens ist doch gerade das Trainerteam für die Fitness Hauptverantwortlich und das Argument mit dem Alter sehe ich nicht. Keiner vom Stammpersonal hat doch die 30 signifikant überschritten (außer Groß und warum der immer wieder zum Stamm gehört, verstehe nicht nur ich nicht, wenn man gleichzeitig dabei ist, mit Gruev einen vielversprechenden Spieler zu vergraulen). Lücke meinetwegen noch und dessen Auftritte in dieser Saison und in der Nationalelf fand ich so schlecht nicht.
 
Auch wenn du in einzelnen Punkten grundsätzlich Recht hast, übersiehst du mMn zwei relevante Faktoren:

1. Ist zu berücksichtigen ist, dass eine höhere Ausfallzahlen in der Rückründe zum Teil nicht ungewöhnliches sind. Denn oftmals sehen Spieler ihre zur Sperre führenden 5. bzw. 10. Gelbe Karte erst in der Rückrunde. Und bei auftretenden Verletzungen muss auch die Art der selbigen berücksichtigt werden, denn wenn sich z.B. in einer Rückrunde muskuläre Verletzungen häufen, kann das durchaus ein Indiz für Überlastung sein; wobei jedoch dann auch die Ursachen zu hinterfragen sind: ist es nur "Pech" bzw. kann es ggf. auch an einer unzureichenden Belastungssteuerung und/oder nicht ausreichenden Athletik liegen? Ohne Frage ist unser Kader in der Breite nicht gut aufgestellt, so dass es hier durchaus zu Überbeanspruchungen kommen kann. Aber durch das frühe Aus in der 2. DFB-Pokalrunde und der Abstinenz von europäischen Vereinswettbewerben bestand / besteht in der Rückrunde auch keine Mehrbelastung.

2. Unsere Probleme nahmen ihren Anfang nicht erst in der Rück- sondern schon in der Hinrunde ihren Anfang. In den ersten 9 HR-Spielen hatte die Mannschaft gut gepunktet. In den verbliebenen 8 HR-Spielen holte sie trotz einer weites gehender Verschonung von Verletzungen und Sperren mit 2 Siegen jedoch nur noch magerere 6 Punkte, die übrigen 6 Begegnungen gingen allesamt verloren, u.a. 1:6 in München und 1:7 in Köln. Plus dem Pokalaus in Paderborn. Was sich seinerzeit wie eine Delle anfühlte, waren rückblickend betrachtet die Vorboten auf die Rückrunde.

Die Situation, dass ein Aufsteiger eine gute Hinserie spielt und in der Rückrunde "nach unten durchgereicht" wird, ist ein Phänomen, das man, überspitzt formuliert, schon 100 Mal in der Geschichte der Bundesliga beobachten konnte.

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Kontrahenten irgendwann auf den bis dato noch neuen Gegner, dessen Spielstil, seine Ideen einstellt.

Umso wichtiger für mich, dass man, auch als Aufsteiger, die eigene Spielidee variabel gestaltet. Darin sehe ich derzeit die größten Defizite des Werder-Spiels der zweiten Saidonhälfte. Ole Werner hat zu starr an seinem 5-3-2, zu starr auch an seinem Stammpersonal festgehalten. Es konnte zu selten mal ein neuer Akzent gesetzt, der Gegner überrascht werden. Ich denke da an den damals so fulminanten Auswärtssieg in Dortmund, der durch beherzte Auftritte von Enwechselspieler wie Buchanan und Burke in der Endphase der Partie erzwungen wurden. Solche "Impulse von aussen" hat man in der Rückrunde kaum noch beobachten können.

Dass wir als finanziell leidender Aufsteiger keinen breiten Kader vorhalten können, wussten wir vor der Saison. Dass der sportliche Erfolg hauptsächlich von den Aktionen der wenigen Überdurchschnittlich agierenden Akteuren wie Füllkrug, Ducksch und Weiser abhängen würden, war von Beginn an klar.

Was mich beschäftigt, ist aber auch die von @mezzo19742 angesprochene Entwicklung, der Leistungs-und Mentalitätsabfall, die geringe Gegenwehr, die sportliche Bilanz seit der WM 2022. Die seitdem gezeigte Leistung reicht nicht für die Bundesliga und lässt mich nachdenklich in die neue Saison blicken.
 
Meine Fresse immer wieder dieses rumreiten auf den letzten 4 Spielen der Hinrunde. Ich hab es schon mehrmals gesagt: Die Zusammenstelkung der Spieltage war äußerst unglücklich diese Saison. Die Top Vereine der Bundesliga zu dieser Zeit an 3 von 4 Spieltagen zu Gast, ja das kann man mal verlieren. Auch ein Ausrutscher gegen Köln ist drin. Scheiss Tag, viel Pech. Daraus irgendwelche apoklyptischen Reiter aus der Vorhölle zu generieren ist doch absolut dummes Zeug.

Wären die Spiele verteilt über 4 Monate verloren worden, hätte da kein Schwanz drüber gesprochen.
Und was du danach in der RR noch Tolles gesehen? Zwei souveräne Siege gegen absolut desolate Gegner aus Bochum und Berlin, okay. Und sonst? Siege gegen Stuttgart und damals ebenso noch hart angeknackste Wolfsburger. Wäre schön, wenn heute mal wieder eine positive Überraschung folgen würde, dann könnte ich deine positive Sichtweise auch teilen. Alles andere als eine Niederlage würde mich sehr wundern.
 
Werder hat Duksch, Füllkrug, Weiser, Stark, Stage und ein wenig Bittencourt - der Rest ist biederer Durchschnitt. Ohne Erstgenannte, sollten diese wirklich den Verein verlassen, sollte die nächste Saison noch schwieriger werden. Ein neues Konzept muss her, andernfalls sehe ich für Werder keine Zukunft in der Bundesliga.

Sollten im schlimmsten Fall alle Spieler die du genannt hast, den Verein verlassen, wird es in der Tat schwer. Auch wenn für jeden der genannten Frühzeitig Ersatz kommen sollte, wobei Frühzeitig kann man ja schon mal streichen :ugly: Dauert es auch eine Zeit bis sich eine neue Mannschaft gebildet hat. Eine neue Spielphilosophie, ich schreib extra nicht von Spielsystem, muss dann auch noch auf das neue Team abgestimmt werden.

Würde also heißen, das man sich am Anfang der Saison sich irgendwie durchwurschteln müsste. Ich hoffe das wird nicht passieren, wir müssen etwas dauerhaft aufbauen. Die Mannschaft muss verstärkt werden, keine Frage. Wenn der eine oder andere von den genannten gehen sollte, das ist das aber auch ok. Das wird man auch nicht verhindern können. Aber der Kader muss in der Qualität breiter werden.

Die Mannschaft muss sich auch selbst mehr zu trauen, dann kann diese auch in Zukunft mehr erreichen als Bestenfalls Platz 12. :wdance:
Wenn die Mannschaft das nicht von selber schafft, dann müssen wir Fans eben dafür sorgen, wir müssen an diese Mannschaft glauben, denen das Vertrauen schenken. Und dieses Vertrauen in die Mannschaft muss im Stadion auf dem Platz spürbar sein. Und da kommt zu wenig.

In den Heimspielen wo ich da war, habe ich das gegen Bayern und Bayer vermisst. Gegen Bochum, M`gladbach, Wolfsburg wo ich ebenfalls da war, war dieses Vertrauen in die Mannschaft da und das Vertrauen in sich, was die Mannschaft haben muss war auch zu spüren.
 
Es ist die Denkweise, die daran Schuld ist.
Also haben die Denkweisen von kritischen Fans Einfluss auf die Darbietungen der Mannschaft? Wie soll dass den bitte funktionieren? Verfügen die Spieler etwa über telepathischen Kräfte um diese negativen Vibes von einer kritisch denkenden Minderheit aufzunehmen und sich davon schwächen zu lassen? Oder lesen sie hier mit? Oder ist die Truppe etwa die schlechteste Heimmannschaft der Liga, weil sie von Fans von Spielbeginn an ausgepfiffen wurde und wird?
:denk:



Schau dir doch mal z.b. Union an, die reden nicht vom Klassenerhalt sondern von Beginn an von 40 Punkte die man so schnell wie möglich erreichen wolle..
Könnte das Gerede von den 40 Punkten nicht damit zusammenhängen, wie diese grundsätzlich den Klassenerhalt bedeuten? ;) Übrigens: und obwohl Union in den ersten 3 Erstligajahren nicht von großen Abstiegssorgen geplagt war, wurde dort auch für diese Saison das Ziel Klassenerhalt rausgeben. Wenn du bei Google die Suchwörter "Union Berlin", "Ziel" und "Klassenerhalt eingibst, findest zu zahlreiche Artikel, die ab 01.07.22 datiert mit Bezug auf die Saison 22/23 zu finden sind. Stellvertretend nachstehend ein Auszug aus dem in Berlin erscheinenden Tagesspiel vom 02.04.2023:
Auch neben dem Platz zeigen und äußern sich die Berliner meist geschlossen. Bis vor wenigen Wochen sprachen sie stets vom Klassenerhalt als Ziel, nun von der erneuten Europapokalqualifikation.
Genau das ist der richtige Modus Operandi: erst einmal den Klassenerhalt sichern und wenn der geschafft ist, lassen sich immer noch höhere zu setzen. Denn wir haben nicht die Taschen voller Geld, weil wir nicht Bayern München, Borussia Dortmund oder RB Leipzig sind. Denn wir sind Werder Bremen - und waren stets dann am erfolgreichsten, wenn wir die richtige Balance zwischen Selbstbewusstsein und realistischer Bodenständigkeit - und vor allem den dafür qualifizierten Kader - hatten. Denn wohin uns vollmundige Europapokal-Sprüche ohne entsprechende Kaderqualität hinführen, haben wir ja in der Saison 20/21 erlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Situation, dass ein Aufsteiger eine gute Hinserie spielt und in der Rückrunde "nach unten durchgereicht" wird, ist ein Phänomen, das man, überspitzt formuliert, schon 100 Mal in der Geschichte der Bundesliga beobachten konnte.

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Kontrahenten irgendwann auf den bis dato noch neuen Gegner, dessen Spielstil, seine Ideen einstellt.
Richtig, es gibt aber vermutlich eine ähnlich hohe Anzahl an Gegenbeispielen. Zumal, wie auch geschrieben, bei uns das Durchreichen bereits am 10. Spieltag begann. Zum Rest deines Betrags Zustimmung.
 
Also haben die Denkweisen von kritischen Fans Einfluss auf die Darbietungen der Mannschaft? Wie soll dass den bitte funktionieren? Verfügen die Spieler etwa über telepathischen Kräfte um diese negativen Vibes von einer kritisch denkenden Minderheit aufzunehmen und sich davon schwächen zu lassen? Oder lesen sie hier mit? Oder ist die Truppe etwa die schlechteste Heimmannschaft der Liga, weil sie von Fans von Spielbeginn an ausgepfiffen wurde und wird?
:denk:




Könnte das Gerede von den 40 Punkten nicht damit zusammenhängen, wie diese grundsätzlich den Klassenerhalt bedeuten? ;) Übrigens: und obwohl Union in den ersten 3 Erstligajahren nicht von großen Abstiegssorgen geplagt war, wurde dort auch für diese Saison das Ziel Klassenerhalt rausgeben. Wenn du bei Google die Suchwörter "Union Berlin", "Ziel" und "Klassenerhalt eingibst, findest zu zahlreiche Artikel, die ab 01.07.22 datiert mit Bezug auf die Saison 22/23 zu finden sind. Stellvertretend nachstehend ein Auszug aus dem in Berlin erscheinenden Tagesspiel vom 02.04.2023:

Genau das ist der richtige Modus Operandi: erst einmal den Klassenerhalt sichern und wenn der geschafft ist, lassen sich immer noch höhere zu setzen. Denn wir haben nicht die Taschen voller Geld, weil wir nicht Bayern München, Borussia Dortmund oder RB Leipzig sind. Denn wir sind Werder Bremen - und waren stets dann am erfolgreichsten, wenn wir die richtige Balance zwischen Selbstbewusstsein und realistischer Bodenständigkeit - und vor allem den dafür qualifizierten Kader - hatten. Denn wohin uns vollmundige Europapokal-Sprüche ohne entsprechende Kaderqualität hinführen, haben wir ja in der Saison 20/21 erlebt.

Las gut sein, du hast mich immer noch nicht verstanden.

Ich habe nichts gegen Kritische Stimmen. Aber du siehst Dinge nicht wie ich. Inhaltlich ist das was du sagst zum Großteil richtig. Aber nicht 1-1.

Von dir kommt kein Positiver Lösungsansatz und das versuche ich dir nahe zu bringen.

Kritisieren, kann man vieles. Auch ich kritisiere hier auch einiges, ich hab auch kritisch über die Mannschafft geschrieben, aber auch die Posiven Sachen herausgestellt.
 
Um mal ganz „low key“ und spezifisch einen Punkt der Gesamtsituation der Mannschaft zu bewerten: ich finde wir machen bei gegnerischen Standardsituationen dieses Jahr einen guten Job und lassen da sehr wenig zu. so wenig Sorgen bei gegnerischen Ecken habe ich mir schon viele Jahre nicht gemacht.

dazu stellen wir ohne falsche Bescheidenheit und nachweislich den besten Sturm der Liga.
aber nur ab und zu, sonst hätten wir 2x augsburg, auf schalke, gegen mainz u.a. gewonnen, so wie gerade der bvb, der ja wohl erwiesenermassen den effektivsten angriff hat - außerdem reicht ein guter sturm nicht für höhere ränge, wenn die abwehr nicht m/m das gleiche niveau hat und das ist ja wohl bei werder schon lange nicht mehr so - im übrigen ist der titel "ruhmreich" von der bedeutung her absolut gerechtfertigt, denn die geholten titel bleiben und der 3. platz der ewigen tabelle auch noch sehr lange, vor allem, wenn hsv nicht und stuttgart schon wieder absteigen sollte! werder ist also die nr.3 nach bayern und bvb und das bleibt auch erst mal so! ist doch auch ein grund zum freuen!
 
Und was du danach in der RR noch Tolles gesehen? Zwei souveräne Siege gegen absolut desolate Gegner aus Bochum und Berlin, okay. Und sonst? Siege gegen Stuttgart und damals ebenso noch hart angeknackste Wolfsburger.
Aus dem Wolfsburg-Thread:
29.10.2022
Wolfsburg : VfL Bochum.4:0 (2:0)
05.11.2022
Mainz 05 : Wolfsburg 0:3 (0:1)
08.11.2022
Wolfsburg : B. Dortmund 2:0 (1:0)
12.11.2022
Hoffenheim : Wolfsburg.1:2 (1:1)
21.01.2023
Wolfsburg : SC Freiburg 6:0 (3:0)
24.01.2023
Hertha BSC : Wolfsburg 0:5 (0:3)
28.01.2023
Werd. Bremen : Wolfsburg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also haben die Denkweisen von kritischen Fans Einfluss auf die Darbietungen der Mannschaft? Wie soll dass den bitte funktionieren? Verfügen die Spieler etwa über telepathischen Kräfte um diese negativen Vibes von einer kritisch denkenden Minderheit aufzunehmen und sich davon schwächen zu lassen? Oder lesen sie hier mit? Oder ist die Truppe etwa die schlechteste Heimmannschaft der Liga, weil sie von Fans von Spielbeginn an ausgepfiffen wurde und wird?
:denk:

Könnte das Gerede von den 40 Punkten nicht damit zusammenhängen, wie diese grundsätzlich den Klassenerhalt bedeuten? ;) Übrigens: und obwohl Union in den ersten 3 Erstligajahren nicht von großen Abstiegssorgen geplagt war, wurde dort auch für diese Saison das Ziel Klassenerhalt rausgeben. Wenn du bei Google die Suchwörter "Union Berlin", "Ziel" und "Klassenerhalt eingibst, findest zu zahlreiche Artikel, die ab 01.07.22 datiert mit Bezug auf die Saison 22/23 zu finden sind. Stellvertretend nachstehend ein Auszug aus dem in Berlin erscheinenden Tagesspiel vom 02.04.2023:

Genau das ist der richtige Modus Operandi: erst einmal den Klassenerhalt sichern und wenn der geschafft ist, lassen sich immer noch höhere zu setzen. Denn wir haben nicht die Taschen voller Geld, weil wir nicht Bayern München, Borussia Dortmund oder RB Leipzig sind. Denn wir sind Werder Bremen - und waren stets dann am erfolgreichsten, wenn wir die richtige Balance zwischen Selbstbewusstsein und realistischer Bodenständigkeit - und vor allem den dafür qualifizierten Kader - hatten. Denn wohin uns vollmundige Europapokal-Sprüche ohne entsprechende Kaderqualität hinführen, haben wir ja in der Saison 20/21 erlebt.

:tnx::tnx::tnx:

Zunächst sollte man vielleicht mit Missverständnissen aufräumen. Die hier kritischen Stimmen (sachlich/fachlich fundierte Analysen) zum
Ist-Zustand fundieren auf Erfahrungen (13 Jahre) sowie der Präsentation des Umfeldes und der Verantwortlichen.
Es gibt also ausreichend Belege für diese Kritik und zwar nicht in Form einer Momentaufnahme sondern einem eher kontinuierlichen
Fortschreiten der Negativspirale. Genauer genommen seit der Ära Baumann, ausgenommen von kleinen Zwischenhochs (sportlich
wie auch finanziell 16/17,18/19) wurde in der restlichen Zeit so gut wie alles "vernichtet". Hier meine ich die Finanzen, die sportlichen
Werte sowie kein Voranschreiten (überlebenswichtig NLZ) in der Entwicklung. Selbst wenn man jetzt den Wiederaufstieg und der damit
verbundenen positiven Entwicklung von drei Spielern in die Waagschale wirft, bleibt wenig Handlungsspielraum für selbst bestimmtes
Handeln.
Diese Argument Werder kann ja auch gar nicht oder nur wenig handeln, deshalb .........
Wer ist denn für diese Situation verantwortlich? Genau u. a. Frank Baumann! Seine, auch hier so in Teilen gefeierte bessere Performance
nach dem Abstieg, basiert leider auf den Verkauf von sportlichem "Silberbesteck". Schon vergessen ohne diesen Ausverkauf wären wir Pleite.
Wenn man hier einige Forderungen liest bekommt man den Eindruck einige User vergessen in welchem Dilemma, welches man in großen Teilen
selbst zu verantworten hat, wir hier stecken. Das bezieht sich auf die sportliche und finanzielle Situation bis hin zur Umsetzung/Umgang wichtiger Projekte.
Wenn man das hier anspricht, entspricht es der Realität. Nicht der Realität entsprechend ist die Herangehensweise von "hätte, wenn, aber
und die Anderen" haben ja. Gerade diese Sichtweise ermöglicht mMn keinen sachlichen Blick auf eine entsprechende Schieflage.
Diese Art der Analyse und Krisenbewältigung und entsprechenden Ausgang durften wir ausreichend ertragen.
Mit "hätte, wenn und aber" werden wir immer Meister und steigen aber auch nie ab. Ich glaube bei einer solchen Betrachtung würde es keinen Absteiger geben.
Sportlich haben wir zum jetzigen Zeitpunkt einen Stand der mMn dem bisher gezeigtem Niveau entspricht.
Was ist und bleibt ist die selbstverschuldete und nie geahndete Handlungsunfähigkeit. Im besten Fall können wir weiterhin von der Hand in den Mund leben und von einer kontinuierlichen, sportlichen und finanziellen Entwicklung wie bei Union oder Freiburg nur träumen.
Es sei denn es kommt ein zugewandter Investor oder Mäzen daher. Vor 2024 wird das aber wohl eher nicht passieren (hoffe ich).
 
Zuletzt bearbeitet:
[QUOTE="rudi1980, post: 5628031] In den Heimspielen wo ich da war, habe ich das gegen Bayern und Bayer vermisst. Gegen Bochum, M`gladbach, Wolfsburg wo ich ebenfalls da war, war dieses Vertrauen in die Mannschaft da und das Vertrauen in sich, was die Mannschaft haben muss war auch zu spüren.[/QUOTE]

Das Leistungsvermögen der Mannschaft wurde durch das Publikum schon richtig eingeschätzt und es ist nur zu natürlich, dass die Unterstützung intensiver ausfällt wenn man merkt, hier gibt es etwas zu holen. Übermannschaft Bayern hat Werder in den letzten Jahren zu häufig "verhauen", als dass sich die Zuversicht außerhalb des Platzes rechtfertigen ließe. Unabhängig davon, hat sich die Struktur des Publikums auch verändert, vom "Proletensport" zum Familienausflug, das ist doch die Realität. In England sieht es nicht anders aus, die Stimmung steigt immer dann, wenn die eigene Mannschaft drückt und für Spannung sorgt, ansonsten ist es dort auch sehr ruhig - kein Vergleich zu früheren Jahren. Früher tauchten auch immer wieder neue Fangesänge auf, kämpferisch, laut und zum mitsingen. Heute sind das doch nur noch Pippi Langstrumpf Lieder und ein wenig Gehüpfe in der Ostkurve, Feuer sieht anders aus.

Wenn ich 65,-- EUR in der Nordtribüne zahle, möchte ich vor allem vollen Einsatz sehen und wenn möglich, sogar noch ein paar spielerische Elemente - das kann mich dann sogar fast begeistern. Man muss spüren, dass die Mannschaft an sich glaubt, dann überträgt sich das auf die Fans von ganz alleine.

Bei Füllkrug kann ich mir nicht vorstellen, dass die Nachfrage in den letzten Wochen gestiegen ist, denke er wird bleiben, mehr Geld bekommen und realisieren, dass der Verein sehr viel Geduld mit ihm aufgebracht hat und dies möglicherweise bei anderen Klubs ganz anders laufen kann. Bliebe Fülle, wäre ein Verbleib von Duksch auch nicht ganz unwahrscheinlich, die beiden passen sehr gut zusammen und erfolgreich wollen mit Sicherheit beide sein.

Ich vermute, dass von den oben genannten Spieler keiner wechseln wird und ich hoffe, man wird sich von einigen Durchschnittsspielern trennen. Gruev für Groß in der nächsten Saison und vielleicht noch einen richtigen 6er, dann wäre man nächste Saison konkurrenzfähig.
 
[QUOTE="rudi1980, post: 5628031] In den Heimspielen wo ich da war, habe ich das gegen Bayern und Bayer vermisst. Gegen Bochum, M`gladbach, Wolfsburg wo ich ebenfalls da war, war dieses Vertrauen in die Mannschaft da und das Vertrauen in sich, was die Mannschaft haben muss war auch zu spüren.

Das Leistungsvermögen der Mannschaft wurde durch das Publikum schon richtig eingeschätzt und es ist nur zu natürlich, dass die Unterstützung intensiver ausfällt wenn man merkt, hier gibt es etwas zu holen. Übermannschaft Bayern hat Werder in den letzten Jahren zu häufig "verhauen", als dass sich die Zuversicht außerhalb des Platzes rechtfertigen ließe. Unabhängig davon, hat sich die Struktur des Publikums auch verändert, vom "Proletensport" zum Familienausflug, das ist doch die Realität. In England sieht es nicht anders aus, die Stimmung steigt immer dann, wenn die eigene Mannschaft drückt und für Spannung sorgt, ansonsten ist es dort auch sehr ruhig - kein Vergleich zu früheren Jahren. Früher tauchten auch immer wieder neue Fangesänge auf, kämpferisch, laut und zum mitsingen. Heute sind das doch nur noch Pippi Langstrumpf Lieder und ein wenig Gehüpfe in der Ostkurve, Feuer sieht anders aus.

Wenn ich 65,-- EUR in der Nordtribüne zahle, möchte ich vor allem vollen Einsatz sehen und wenn möglich, sogar noch ein paar spielerische Elemente - das kann mich dann sogar fast begeistern. Man muss spüren, dass die Mannschaft an sich glaubt, dann überträgt sich das auf die Fans von ganz alleine.

Bei Füllkrug kann ich mir nicht vorstellen, dass die Nachfrage in den letzten Wochen gestiegen ist, denke er wird bleiben, mehr Geld bekommen und realisieren, dass der Verein sehr viel Geduld mit ihm aufgebracht hat und dies möglicherweise bei anderen Klubs ganz anders laufen kann. Bliebe Fülle, wäre ein Verbleib von Duksch auch nicht ganz unwahrscheinlich, die beiden passen sehr gut zusammen und erfolgreich wollen mit Sicherheit beide sein.

Ich vermute, dass von den oben genannten Spieler keiner wechseln wird und ich hoffe, man wird sich von einigen Durchschnittsspielern trennen. Gruev für Groß in der nächsten Saison und vielleicht noch einen richtigen 6er, dann wäre man nächste Saison konkurrenzfähig.[/QUOTE]

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Aufgrund des momentanen Verletzungszustands von Füllkrug das Interesse einiger Vereine zumindest ein wenig abgekühlt ist.
Selbst wenn aus sportlicher Sicht ein Verbleib von Ducksch und Füllkrug am Ende dabei herauskommt, was sicherlich nicht schlecht wäre,
bleibt bei uns die Baustelle MF und um die zu beheben, benötigen wir Transfereinnahmen. Potenziert wird diese Feststellung, dass ein
erheblicher Anteil der Transfererlöse zur Deckung der finanziellen Verbindlichkeiten dringend benötigt wird.
Da haben wir wieder das Dilemma.
 
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