Gesamtsituation der Mannschaft

Tja, was soll man sagen? Erst gepennt, dann beeindruckt, dann in Unterzahl und dann zu spät. Ist ja schön und gut, daß FK den Nachwuchs fördert, aber bei aller Liebe und das bescheuerte Gegentore außenvor: Wir haben 60 Minuten lang in Unterzahl gespielt. Für den Kopf bestimmt eine gute Sache, für die Ausbildung auch. Wenn es nicht ein gerade 19-Jähriger gewesen wäre hätte man ihn schon nach 30 Minuten auswechseln müssen, aber Sargent bis zur 60. Minute auf dem Platz zu lassen ist für mich nicht nachvollziehbar. Pizarro hatte schon 60 Sekunden nach seiner Einwechselung mehr für das Spiel gemacht als Sargent in 60 Minuten (vielleicht kommen sich die Leute die Sargent bereits vor 6 Monaten gefordert haben jetzt ja wenigstens ein wenig dämlich vor). Letzte Woche hat Kohfeldt die Mannschaft ins Rampenlicht geschoben und wollte mit dem Gezeigten nichts zu tun haben. Diese Woche darf er sich selbst nach vorne stellen und sagen: Sorry Jungs, das war nix was ich da vorgegeben habe. Und das hat nicht nur mit Sargent zu tun sondern auch mit dem Loch im zentralen Mittelfeld in dem zeitweise nicht ein Werderaner zu finden war weil man freiwillig extrem über die Außen ging. Naja, wieder mal selber "besiegt".
 
Aufgrund des letzten Satzes mit dem Hinweis auf den Schiri vermute ich, daß Tony mit "Hertha kopieren" die rustikale Gangart der Berliner meinte und nicht die defensive Spielweise, die, da stimme ich Dir uneingeschränkt zu, zu erwarten war - und wir mit dem aus unserer Schlafmützigkeit resultierenden 0:1 den Spätzles auch wunderbar in die Karten spielten.

Das vermutest du komplett richtig ;) Die Konter kamen ja vor allem weil wir erst nach 15 Minuten oder so aufgewacht sind und überhaupt mitgespielt haben. Das 1:0 war ein klarer Wirkungstreffer. Eigentlich sollte sowas nach so kurzer Zeit nicht passieren, sind ja noch 89 Minuten auf der Uhr und es gibt keinen Grund sich beeindruckt zu zeigen. War aber leider unübersehbar so.
 
Tja, was soll man sagen? Erst gepennt, dann beeindruckt, dann in Unterzahl und dann zu spät. Ist ja schön und gut, daß FK den Nachwuchs fördert, aber bei aller Liebe und das bescheuerte Gegentore außenvor: Wir haben 60 Minuten lang in Unterzahl gespielt. Für den Kopf bestimmt eine gute Sache, für die Ausbildung auch. Wenn es nicht ein gerade 19-Jähriger gewesen wäre hätte man ihn schon nach 30 Minuten auswechseln müssen, aber Sargent bis zur 60. Minute auf dem Platz zu lassen ist für mich nicht nachvollziehbar. Pizarro hatte schon 60 Sekunden nach seiner Einwechselung mehr für das Spiel gemacht als Sargent in 60 Minuten (vielleicht kommen sich die Leute die Sargent bereits vor 6 Monaten gefordert haben jetzt ja wenigstens ein wenig dämlich vor). Letzte Woche hat Kohfeldt die Mannschaft ins Rampenlicht geschoben und wollte mit dem Gezeigten nichts zu tun haben. Diese Woche darf er sich selbst nach vorne stellen und sagen: Sorry Jungs, das war nix was ich da vorgegeben habe. Und das hat nicht nur mit Sargent zu tun sondern auch mit dem Loch im zentralen Mittelfeld in dem zeitweise nicht ein Werderaner zu finden war weil man freiwillig extrem über die Außen ging. Naja, wieder mal selber "besiegt".
Irgendwo habe ich gelesen (BILD?), das der Nationaltrainer USA auf der Tribüne saß, deswegen vielleicht?
 
Irgendwo habe ich gelesen (BILD?), das der Nationaltrainer USA auf der Tribüne saß, deswegen vielleicht?

Kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube Kohfeldt wollte einfach nur nicht das Debüt von Sargent in der Halbzeit beenden und diesen dann mit hängendem Kopf auf der Bank sitzen haben. Menschlich sehr fein, vielleicht auch mittelfristig hinsichtlich der Ausbildung die richtige Maßnahme (in der U23 würde sich so eine Frage überhaupt nicht stellen), aber kurzfristig war das falsch. Die Idee wird gewesen sein direkt nach Wiederanpfiff endlich das Tempo zu finden und dann zu hoffen, daß Sargent irgendwie die Gasse findet. Das war aber eingedenk der Probleme die Sargent in jeder Hinsicht hatte irgendwie auch utopisch.
 
Kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube Kohfeldt wollte einfach nur nicht das Debüt von Sargent in der Halbzeit beenden und diesen dann mit hängendem Kopf auf der Bank sitzen haben. Menschlich sehr fein, vielleicht auch mittelfristig hinsichtlich der Ausbildung die richtige Maßnahme (in der U23 würde sich so eine Frage überhaupt nicht stellen), aber kurzfristig war das falsch. Die Idee wird gewesen sein direkt nach Wiederanpfiff endlich das Tempo zu finden und dann zu hoffen, daß Sargent irgendwie die Gasse findet. Das war aber eingedenk der Probleme die Sargent in jeder Hinsicht hatte irgendwie auch utopisch.
guckst Du: https://www.bild.de/sport/fussball/...ne-aber-pumuckl-unsichtbar-60309542.bild.html
Wenn es denn stimmt, sehe ich da schon einen Zusammenhang, was für den Jungen in Ordnung war, für die Mannschaft aber nicht.
 
guckst Du: https://www.bild.de/sport/fussball/...ne-aber-pumuckl-unsichtbar-60309542.bild.html
Wenn es denn stimmt, sehe ich da schon einen Zusammenhang, was für den Jungen in Ordnung war, für die Mannschaft aber nicht.

Warum sollte Kohfeldt denn aber dem US-Nationaltrainer den Gefallen tun und Sargent entgegen taktischer Notwendigkeit länger als nötig spielen lassen? Sargent IST doch schon Nationalspieler. Vielleicht war der Trainer ja da weil er vorher mit Werder gesprochen hat und wusste, Sargent würde spielen.
 
Tja, was soll man sagen? Erst gepennt, dann beeindruckt, dann in Unterzahl und dann zu spät. Ist ja schön und gut, daß FK den Nachwuchs fördert, aber bei aller Liebe und das bescheuerte Gegentore außenvor: Wir haben 60 Minuten lang in Unterzahl gespielt. Für den Kopf bestimmt eine gute Sache, für die Ausbildung auch. Wenn es nicht ein gerade 19-Jähriger gewesen wäre hätte man ihn schon nach 30 Minuten auswechseln müssen, aber Sargent bis zur 60. Minute auf dem Platz zu lassen ist für mich nicht nachvollziehbar. Pizarro hatte schon 60 Sekunden nach seiner Einwechselung mehr für das Spiel gemacht als Sargent in 60 Minuten (vielleicht kommen sich die Leute die Sargent bereits vor 6 Monaten gefordert haben jetzt ja wenigstens ein wenig dämlich vor). Letzte Woche hat Kohfeldt die Mannschaft ins Rampenlicht geschoben und wollte mit dem Gezeigten nichts zu tun haben. Diese Woche darf er sich selbst nach vorne stellen und sagen: Sorry Jungs, das war nix was ich da vorgegeben habe. Und das hat nicht nur mit Sargent zu tun sondern auch mit dem Loch im zentralen Mittelfeld in dem zeitweise nicht ein Werderaner zu finden war weil man freiwillig extrem über die Außen ging. Naja, wieder mal selber "besiegt".
Sehr richtig. ich dachte nach der HZ, dass ich nicht richtig sehe, als Sargent noch auf dem Platz war?! Dazu Sahin, der langsam ist und keine Zweikämpfe kann auf den 6er gestellt. Das kann er nicht.
Wiederholt die Frage an FK: was ist der Plan B wenn Kruse aus dem Spiel ist? Flanken in den Strafraum? Auf wen denn? Permanente Positionswechsel?
Und wer uns richtig abgeht, ist Sportskamerad Osako. Der kann mit Schnelligkeit in die Halbräume eindringen.
 
Dazu Sahin, der langsam ist und keine Zweikämpfe kann auf den 6er gestellt. Das kann er nicht.

Immerhin kann er die berühmten Pässe aus der Tiefe spielen und hat das auch einige male anständig gemacht. Aber ja, ihn als alleinigen 6er, das ist immer ein Risiko.

was ist der Plan B wenn Kruse aus dem Spiel ist?

Rashica. Ich glaube der durfte deswegen aus allen Lagen feuern weil Kruse ihm gewissermaßen den Rücken freigehalten hat. Ich fand auch nicht, daß Kruse gänzlich aus dem Spiel war, wenn es gefährlich wurde war er mal wieder in irgendeiner Form beteiligt.


Ich weiß nicht ob es die von dir angesprochene Schnelligkeit ist, aber Osako ist so ein Schleicher zwischen den Reihen dem du völlig bedenkenlos immer den Ball geben kannst. Ob per Kopf oder mit dem Fuß, irgendwas stellt er damit schon an.
 
@CK82

DANKE für diesen Beitrag, der sicherlich nicht nur mir aus der Seele spricht:tnx::tnx::tnx:




Ich habe jüngst ja schon geschrieben, daß schon das Testspiel gegen Villarreal die Schwächen offenbarte, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen und auch gestern wieder zu sehen waren. Spielerisch hat Mannschaft sich weiterentwickelt, aber wo ist die Weiterentwicklung bei der Mannschaft und auch beim Trainerteam, wenn die eigenen spielerische Mittel nicht mehr ausreichen? In solchen Situation fällt der Mannschaft nichts anderes ein als mit Jogi-Löw-Gedächnis-Quergeschiebe, der für die Zuschauer noch einschläfender ist als die Galeerengesänge der Utras, dem Gegner dazu zu verhelfen, daß er seinen Abwehrriegel aufbauen und ohne große Mühen halten kann, statt mit Überraschungsmomenten dort für Unruhe zu sorgen. FK ist eigentlich ein weit- und vielschichtig denkender Trainer, aber was das angeht, legt er eine Sturheit an den Tag, die schon fast an die von TS in seinen letzten Jahren hier erinnert. Oder liegt es daran, daß FK ein Plan B gegen tief stehende Gegner fehlt?

Positiv ist, daß wir keines der bisherigen Rückrundenspiele verloren haben. Aber: der Start in die Hinrunde verlief trotz eines relativ leichten Programms ähnlich holprig, wobei seinerzeit der Mannschaft zugute gehalten werden konnte, daß sie sich erst einmal einspielen musste. Jetzt ist die Truppe eingespielt bzw.sollte es sein, und trotzdem haben wir in der Rückrunde gegen die bisherigen Gegner ein Punkt weniger geholt. Auch wenn 1 Punkt nicht viel ist, so ist daß keine Weiterentwickung, sondern eine Stagnation.




Es war gestern beleibe nicht das erste Mal in dieser Saison, in der FK vor einem Spiel von einer erfolgshungrigen Mannschaft sprach bzw. mahnte, daß ohne 100%ige Präsens auf dem Platz Erfolge nicht möglich sind, und die Mannschaft genau das vermissen ließ. wovon der Coach zuvor sprach. Der Auftritt gestern war dahingehend ein GAU. Am Tag vor dem Spiel spricht FK noch davon, daß man ohne ans Limit zu gehen Spiele nicht gewinnen kann und tags darauf pennt die Truppe dermaßen, daß es nach 61 Sekunden (!) 0:1 steht und es dank der Kombination aus Pavlenka und Chancentod Gomez nach 9 Minuten nicht so 0:2 stand. Umfassbar!!! Dieses desolate wie indiskutable Auftreten in der Anfangsphase trotz der vorherigen Worte von FK lässt fast nur noch im Trappatoni-Style mit "WAS ERLAUBEN MANNSCHAFT? HABEN GESPIELT WIE EINE FLASCHE LEER!" beschreiben.

Die Häufigkeit der öffentlichem Appelle von FK, daß nur mit 100%iger Präsenz Spiele gewonnen werden können bzw. die Mannschaft erfolgshungrig sei, ist mittlerweile auffällig hoch. Dies lässt natürlich Raum für die Spekulation zu, daß FK diese Nachlassigkeiten, um nicht zu sagen Schlampigkeiten, ziemlich auf den Sack gehen,so daß er neben seinen internen diesbezüglichen Ansprachen der Truppe damit zusätzlich signalisieren will, daß er mit ihrer physischen und psychischen Präsenz nicht zufrieden ist. Hierbei ist besonders seine Äußerung zu Rückrundenbeginn zu beachten, daß er nicht mehr über Entwicklungen reden will, sondern Siege verlangt(!); in Anbetracht der sonst öffentlich diplomatischen Rhetorik von FK über seine Mannschaft war dieses "verlangt" ein ziemlich deutliches Indiz für seine dahingehende Unzufriedenheit. Und ebenso auffällig ist es daß die Truppe nach diesen Worten genau die Tugenden vermissen lließ (auch wenn es nur Phasen waren, die jedoch ausgereicht haben, um die gewünschten Resultate zunichte zu machen) die FK 1-2 Tage zuvor noch angemahnt bzw.erwähnt hatte. Warum lässt die Truppe ihren Coach dahingehend im Stich? Befinden zu viele Schönwetterspieler im Kader, die nur dann 100% Leistung bringen, wenn es läuft oder gegen einen sog. großen Gegner geht? Haben wie ein qualitatives und/oder quantitatives Problem bei den Häuptlingen im Team? Oder ist es gar ein Autoritätsproblem in der Wohlfühloase Werder Bremen?




Korrekt. Der Schiri war mit Verlaub schlecht, was auch erwähnt werden darf. Jedoch sollte man zuerst auf seine eigenen Leistungen achten, denn dort sich reichlich Baustellen vorhanden, die behoben werden müssen. Der nach verschenkten Punkten geäußerte verbale Katzenjammer bzw. die Lippenbekenntnisse, daß es beim nächsten Spiel besser laufen muß - sowohl von sportlicher Leitung - als auch von Spielern, reichen alle nicht aus. Und ebenso wenig reichen ein oder zwei gute Spiele in Folge auch nicht aus, nach denen die Truppe inkl. dem dafür durchaus verdienten lobt wieder dazu neigt, die Zügel schleifen zu lassen. Um eine Äußerung von Otto Rehhagel umzuformulieren: Punkte holt man nicht mit dem Mund.

Ich bestätige an dieser Stelle ebenfalls den CK 82 Post und gebe auch deinem Post volle Zustimmung.
FK sollte die zukünftigen Pressekonferenzen vielleicht etwas weniger ausschweifend, wie auch emotionale
Wertungen betreffend der Mannschaft klar enger fassen, denn seine Formulierungen driften in theoretische
Floskeln ab und laufen Gefahr unglaubwürdig zu werden. Dies liegt deutlich an der Einstellung der Mannschaft.
Ich habe auch das Gefühl, er überfordert mit seiner Spielphilosophie und taktischen "Überbordung" das
taktische, spielerische , wie auch die körperlichen und mentalen Möglichkeiten.
Wenn man die von einigen Usern hier seit Beginn (wiederholt) bestehenden Mängel heranzieht, sind einige
Leistungen nicht verwunderlich. Stagnation ist hier Grundlage, nur wenige Spieler individuell kann man da
ausnehmen.
Das Fatale an der Sache wird sein, dass wenn diese Spielweise so weiter geht, talentierte/begehrte Spieler den
Lockrufen folgen könnten und unter der Betrachtung das ein Drittel des Kaders jenseits der 30 sich befinden,
wir im Sommer vor einem Neuaufbau stehen werden. Wenn ich unter der Woche lese …
haben keinen außerordentlichen Handlungsbedarf in der hinteren Linie (ein NM wohl fester Bestand)
…. dann weiß ich nicht welche Analysen gezogen werden. Ist natürlich schwer wenn man einem 33er
einen Dreijahresvertrag schenkt.
 
Ich bin mir da nicht wirklich sicher. Schalke ist hauptsächlich eine abwartende und keine Spiel gestaltende Mannschaft, so daß die mMn ähnlich wie beim Liga-Spiel im Oktober versuchen werden, uns aus der Reserve zu locken bzw. auf unsere unsere Defensivschwächen zu spekulieren.

………. sehe ich auch so die gegnerischen Trainer haben unsere Defizite erkannt und stellen sich zunehmend
darauf ein. Bei den Mannschaften aus dem oberen Drittel stellt es sich etwas anders da. Die Mannschaften haben
ihre Spielphilosophie und richten sich nicht komplett nach dem Gegner aus.
 
………. sehe ich auch so die gegnerischen Trainer haben unsere Defizite erkannt und stellen sich zunehmend
darauf ein. Bei den Mannschaften aus dem oberen Drittel stellt es sich etwas anders da. Die Mannschaften haben
ihre Spielphilosophie und richten sich nicht komplett nach dem Gegner aus.
So ist das!
Ich gehe auch mit,dass das was Kohfeldt sagt ja auch Hand und Fuss hat aber das was man auf dem Platz bisweilen sieht eine ganz andere Sprache spricht.
Da wird das Ganze doch nur als graue Theorie entlarvt und wichtige Merkmale wie Zweikamofverhalten ja fast ausgeblendet scheinen.
Wir müssen tatsächlich aufpassen,dass wir in der nächsten Saison nicht wieder fast bei Null anfangen müssen .
 
Kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube Kohfeldt wollte einfach nur nicht das Debüt von Sargent in der Halbzeit beenden und diesen dann mit hängendem Kopf auf der Bank sitzen haben. Menschlich sehr fein, vielleicht auch mittelfristig hinsichtlich der Ausbildung die richtige Maßnahme (in der U23 würde sich so eine Frage überhaupt nicht stellen), aber kurzfristig war das falsch. Die Idee wird gewesen sein direkt nach Wiederanpfiff endlich das Tempo zu finden und dann zu hoffen, daß Sargent irgendwie die Gasse findet. Das war aber eingedenk der Probleme die Sargent in jeder Hinsicht hatte irgendwie auch utopisch.
:tnx:

Wobei die nicht vollzogene Auswechslung nicht nur ein "Welpenschutz" für das Sargent gewesen sein muß. Es kommt ja generell eher selten vor, daß FK einen Spieler in der Pause aus dem Spiel nimmt, selbst wenn dieser einen noch so gebrauchten Tag erwischt. Über die Intension dieses (Nicht-)Handels können wir nur spekulieren, aber mein Eindruck ist, daß FK selbst nach 45 desolaten Minuten eines Spielers an das Gute im Menschen glaubt, sprich dieser Spieler in der 2.Halbzeit den Hebel noch umlegen kann. Weil das aber nicht nur bei uns eher selten der Fall ist, ist es mMn eine naive Vorgehensweise von FK, mit der er der Mannschaft und somit dem Erfolg schadet, weil dadurch mögliche positive Impulse verhindert werden.
 
Erst gepennt, dann beeindruckt, dann in Unterzahl und dann zu spät
Korrekt. Es ist mittlerweile auffällig, daß wir bei Rückständen gegen Top-Teams durchaus in der Lage sind, diese Wirkung abzuschütteln und dem Gegner dann auch noch Paroli bieten können (gegen Bayern, in Leipzig, 2x in Dortmund) , gegen vermeintlich schwache Gegner finden wir danach den Zugriff entweder zu spät oder gar nicht. Ist die Ursache hierfür eine Frage der Einstellung der Mannschaft?



Letzte Woche hat Kohfeldt die Mannschaft ins Rampenlicht geschoben und wollte mit dem Gezeigten nichts zu tun haben. Diese Woche darf er sich selbst nach vorne stellen und sagen: Sorry Jungs, das war nix was ich da vorgegeben habe. Und das hat nicht nur mit Sargent zu tun sondern auch mit dem Loch im zentralen Mittelfeld in dem zeitweise nicht ein Werderaner zu finden war weil man freiwillig extrem über die Außen ging. Naja, wieder mal selber "besiegt".
Zumal die Lücken im ZM nicht das erste Mal zu einem Mißerfolg beigetragen haben.
 
Ist die Ursache hierfür eine Frage der Einstellung der Mannschaft?

Gute Frage. Ich glaube ein Gegentor wie gestern sorgt vor allem mal für Ernüchterung. Bist kaum auf dem Platz, schon scheppert es und der Matchplan ist hinüber. Und dann ist es kein Gegner wie Dortmund, wo du eh mit Gegentoren rechnest, sondern einer von dem du vorher weißt, das alles andere als 3 Punkte wie eine Niederlage zu werten ist. Frage ist natürlich, wie man nach 60 Sekunden bereits so ein Gegentor kassieren kann. Ich habe mir noch keine Zusammenfassung angeguckt, habe daher immer noch ein Fragezeichen im Gesicht wie um alles in der Welt da unser komplettes defensives Mittelfeld UND die Innenverteidigung so blank sein konnten. Die Antwort ist vermutlich das was sich durch die ersten 20 Minuten gezogen hat, da klaffte eine große Lücke zwischen Offensive und Defensive. Danach war es ja eigentlich über weite Strecken ok, nur halt meist zu langsam. Schon verrückt (und sollte Kohfeldt in Punkto Risiko mal zu denken geben), daß wir die meisten guten (weil schnellen) Spielzüge hinbekommen haben nach Anspielen die den Passempfänger in Bedrängnis bringen und zwingen sofort weiterzuspielen. Die Mannschaft kann das! Man sollte es mMn. daher häufiger forcieren und dann immer heiß sein auf die 2. Bälle wenn es mal nicht klappt. Das sah phasenweise in der 2. Halbzeit zum Beispiel richtig gut aus.
 
Ich bestätige an dieser Stelle ebenfalls den CK 82 Post und gebe auch deinem Post volle Zustimmung.
FK sollte die zukünftigen Pressekonferenzen vielleicht etwas weniger ausschweifend, wie auch emotionale
Wertungen betreffend der Mannschaft klar enger fassen, denn seine Formulierungen driften in theoretische
Floskeln ab und laufen Gefahr unglaubwürdig zu werden. Dies liegt deutlich an der Einstellung der Mannschaft.
Ich habe auch das Gefühl, er überfordert mit seiner Spielphilosophie und taktischen "Überbordung" das
taktische, spielerische , wie auch die körperlichen und mentalen Möglichkeiten.
Wenn man die von einigen Usern hier seit Beginn (wiederholt) bestehenden Mängel heranzieht, sind einige
Leistungen nicht verwunderlich. Stagnation ist hier Grundlage, nur wenige Spieler individuell kann man da
ausnehmen.
Das Fatale an der Sache wird sein, dass wenn diese Spielweise so weiter geht, talentierte/begehrte Spieler den
Lockrufen folgen könnten und unter der Betrachtung das ein Drittel des Kaders jenseits der 30 sich befinden,
wir im Sommer vor einem Neuaufbau stehen werden. Wenn ich unter der Woche lese …
haben keinen außerordentlichen Handlungsbedarf in der hinteren Linie (ein NM wohl fester Bestand)
…. dann weiß ich nicht welche Analysen gezogen werden. Ist natürlich schwer wenn man einem 33er
einen Dreijahresvertrag schenkt.
Aber das wird doch im Forum, explezit auch von mir, schon länger bemängelt, zu jeder Frage wird in epischer Breite geantwortet (überspitzt formuliert). Ich frug mich schon lange, was das soll? Es reicht doch, auf die Frage zu antworten, das geht auch in Kürze. Je weniger ich preisgebe, desto weniger angreifbar bin ich. Während ich das Interview auf Eurosport noch sehr gut fand, da gab es Raum für die Antworten, geht mir das Reden im täglichen Geschäft ein wenig auf den Senkel. Weniger wäre mehr gewesen.
 
Frage ist natürlich, wie man nach 60 Sekunden bereits so ein Gegentor kassieren kann. Ich habe mir noch keine Zusammenfassung angeguckt, habe daher immer noch ein Fragezeichen im Gesicht wie um alles in der Welt da unser komplettes defensives Mittelfeld UND die Innenverteidigung so blank sein konnten.
Das ist des Casus Knacktus. Gefühlt vor jedem 2. Spiel "predigt" FK in der Pressekonferenz, daß stets 100% erforderlich sind, wir ohne ans Limit zu gehen kein Spiel gewinnen werden etc., und trotzdem verfallen am Folgeabend mit dem Anpfiff einige Spieler in Kollektivschlaf, so daß es nach 61 Sekunden im eigenen Kasten klingelt. So deppert, daß gleich mehrere Spieler die mahnenden Worte des Trainers "vergessen", kann man doch gar nicht sein.
 
Gute Frage. Ich glaube ein Gegentor wie gestern sorgt vor allem mal für Ernüchterung. Bist kaum auf dem Platz, schon scheppert es und der Matchplan ist hinüber. Und dann ist es kein Gegner wie Dortmund, wo du eh mit Gegentoren rechnest, sondern einer von dem du vorher weißt, das alles andere als 3 Punkte wie eine Niederlage zu werten ist. Frage ist natürlich, wie man nach 60 Sekunden bereits so ein Gegentor kassieren kann. Ich habe mir noch keine Zusammenfassung angeguckt, habe daher immer noch ein Fragezeichen im Gesicht wie um alles in der Welt da unser komplettes defensives Mittelfeld UND die Innenverteidigung so blank sein konnten. Die Antwort ist vermutlich das was sich durch die ersten 20 Minuten gezogen hat, da klaffte eine große Lücke zwischen Offensive und Defensive. Danach war es ja eigentlich über weite Strecken ok, nur halt meist zu langsam. Schon verrückt (und sollte Kohfeldt in Punkto Risiko mal zu denken geben), daß wir die meisten guten (weil schnellen) Spielzüge hinbekommen haben nach Anspielen die den Passempfänger in Bedrängnis bringen und zwingen sofort weiterzuspielen. Die Mannschaft kann das! Man sollte es mMn. daher häufiger forcieren und dann immer heiß sein auf die 2. Bälle wenn es mal nicht klappt. Das sah phasenweise in der 2. Halbzeit zum Beispiel richtig gut aus.
Es ist nicht so, dass die Einstellung nach dem Gegentreffer nicht mehr stimmt. Andersherum wird ein Schuh draus: Wir schaffen es selten mal über 70-90 min die Spannung zu halten. Oft ist gerade einmal eine Halbzeit brauchbar, die andere gebraucht (wenn überhaupt). Auch gestern habe ich viele Puzzle-Teile eines schlechten Spieles gesehen: Zu langsam im Kopf. Kruse mehr am Motzen, als am Spielen (und auch er oft mit katastrophalen Aktionen). Im letzten Drittel ungenau und überhastet. Nehmen wir mal Tempo auf, haben wir eine riesen Streuung im Passspiel. Es wirkt selten wirklich einstudiert, sondern eher zufällig.

Das die jungen Spieler nicht immer am Limit spielen, ist klar. Aber gerade die Erfahrenen haben meiner Meinung nach selten mal eine überdurchschnittlichen Form. Einzig Pavlenka ist nahezu immer da. Wir treiben mitunter einen riesen läuferischen Aufwand, weil die Jungs nem Rückstand hinterherlaufen und zudem unpräziese und hanebüchene Pässe spielen. Weniger wäre da oft mehr.
 
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