1/3 der Saison liegt bereits hinter uns, Zeit für eine kleine Zwischenbilanz
Der vergleichsweise "leichte" Saisonauftakt hat uns in die Karten gespielt und Werder (bis jetzt) eine (immer noch) ordentliche Tabellen- und Punktesituation verschafft.
Nach einem wirklich guten Saisonstart ist es nun aber auch endlich an der Zeit auch mal Klartext zu reden im Team und zwischen FloKo und Baumi.
FloKo und Baumi sollten reden UND handeln, denn FloKo hat ein paar vermeidbare Fehler gemacht, die einige Punke gekostet haben (könnten) und, was noch schlimmer ist, der Mannschaft die gewisse "Grundsicherheit" für das Teamgefühl "Wir können gemeinsam etwas wichtiges erreichen" etwas genommen hat. Es steht immer das Team im Vordergrund und NICHT das Wohlbefinden des einzelnen Spielers. Im Zweifel MUSS halt mal hart durchgegriffen werden und AUSGEWECHSELT oder AUF DIE BANK GESETZT werden. Bei richtiger, offener Kommunikation dürfte das auch für jeden Spieler verständlich sein und nicht das aus bedeuten, sondern eben nur eine vorübergehende Pause.
FloKo und die Spieler sollten reden UND handeln, über Ziele und Möglichkeiten diese zu erreichen (ich nenne jetzt keine Namen, da jeder weiß wen ich meine ... und ich hier grundsätzlich niemanden schlecht rede, der selbst weiß dass er sch ... spielt, momentan bzw. in einzelnen abgelaufenen Spielen).
Werder ist (noch) kein Spitzenteam. Wir haben aber weiter das Potential zu einem solchen Team zu werden. Was hierfür dringend erforderlich ist:
- Wir können und dürfen uns keine individuellen "Total"ausfälle leisten, denn das kostet nicht nur entscheidende Punkte sondern schwächt dadurch auch die Siegermentalität im Team
Wir haben eine gute Bank und die MÜSSEN wir bei Bedarf und Spielverlauf auch konsequent und rechtzeitig nutzen!!!
- 11 Gegentore in 3 Spielen (und 3 Niederlagen hintereinander - mit allerdings unterschiedlichen Ursachen!!!) sind deutlich zuviel. Bitte dringend die Ursachen abstellen.
- Alle Mannschaftsteile sollten auf Stärken und Schwächen durchleuchtet werden und entsprechend ...
jeder Spieler auf die bisherigen Leistungen und die in ihn gesetzten Erwartungen überprüft werden
- Nur wenn jeder Spieler seinen Stärken entsprechend auf der für ihn bestmöglichen Position eingesetzt wird, dann stärkt er auch das Team
Experimente mit "Nebenpositionen" sind etwas für Testspiele und nicht für die BuLi
- Es darf keine "Wir stehen ja noch gut, paßt schon so-Mentalität" entstehen!
- Die zentrale Achse schwächelt ab und zu bedenklich - hier muss für diese Saison nachjustiert und ggf. auch im Hinblick auf die nächste Saison nachgebessert werden. Dies gilt insbesondere für die Innenverteidigung, wenn im Verlaufe der Saison keine Stabilisierung eintritt.
Was bisher gut lief:
- Werder hat gezeigt, dass das Team an einem guten Tag auch verdient gewinnen kann.
- Junge Spieler werden nach und nach weiter eingebunden in das BuLi-Team und ältere Spieler funktionieren immer noch gut. Beides ist keine Selbstverständlichkeit und insbesondere auch der Verdienst von FloKo!
- Die Verletzungssituation im Kader ist - zum Glück - überschaubar. Die sportmedizinische Abteilung macht einen guten Job.
- Im DFB-Pokal wird überwintert (zumindest bis zum Spiel gegen den BVB im nächsten Jahr - an einem sehr guten Tag könnte auch gegen den BVB etwas drin sein, dass ist aber eher nicht zu erwarten und von daher vielleicht auch unsere kleine Chance)
- Wo schon der BVB genannt wurde: Hinter den Bayern, dem BVB, der anderen Borussia und Leipzig ist Werder immer noch ein Team mit Chancen auf Europa. Dafür müssen wir aber konsequent, effektiv und stabil in die BuLi-Spiele gehen und immer 90 + x Minuten konzentriert agieren.
Ein "weiter so" - bezogen auf die letzten Niederlagen - darf es aber (das gilt für Mannschaft, Einzelspieler und Trainer) nicht geben, sonst geht es deutlich abwärts in der Tabelle und das wäre auch für die zukünftigen Kaderplanungen mehr als suboptimal.
An FloKo, Baumi und Co:
Bitte nutzt die anstehende Pause zum Nachjustieren, damit Werder nachhaltig weiter lebt und das Team und wir alle den Spaß am Fußball behalten.