Gesamtsituation der Mannschaft

Hoffenheim und Leipzig hatten noch nie eine so lange Pleitenserie.....und ich bin sicher, da würde professionell reagiert, wenn es eine solche Phase in der Andeutung gibt.
Und in außergewöhnlichen Situationen ist es auch angebracht, entsprechend (vulgo: außergewöhnlich) zu agieren. Eine zusätzliche Video-Analyse wird keinen Schaden anrichten. Andere Clubs fahren in solchen Situationen in Kurz-Trainingslager, um den Teamgeist zu stärken. Davon redet hier niemand.
 
Nochmal: Es geht mir nicht darum, was andere besser machen oder was wir jetzt anders machen sollten. Ich bin überzeugt, dass es Video-Analysen gibt. Kurztrainingslager hat Vor- und Nachteile. Abweichung vom normalen Trott, andere Umgebung usw.

Aber davon ab: Freie Tage nach Spielen sind sowohl körperlich und vor allem mental wichtig. Und damit meine ich nicht generell trainingsfrei, sondern "Vereinsfrei". "Arbeitsfrei". Wenigstens einen Tag komplett nichts mit dem Fussball zu tun zu haben. Es bringt absolut keinen Vorteil, wenn man den Spielern diesen Tag nicht zugesteht, der Frust wächst immer weiter und weiter und blockiert dich mehr. Einen Tag mentale Auszeit ist da in der Woche notwendig.
 
@Rantanplan2.0: Du siehst es so, ich bleibe dabei: Außergewöhnliche Situationen erfordern auch außergewöhnliche Reaktionen. Und die verkraftet ein Profi definitiv. Wir kommen da nicht auf einen Nenner. Muss man auch nicht....Werder gibt eh trainingsfrei und liefert somit weiter Futter für die Kritiker. Selbstgemachtes Leiden.
 
Mannschaftssituation hin oder her, seit Jahren erleben wir immer wieder den gleichen Horror: lange sieglose Zeiten und eine gefühlt immerwährende Angst, dass der Abstieg in die 2. Bundesliga immer näher rückt. Das grundsätzliche Problem liegt dabei offen auf auf der Hand: die völlig unzureichende finanzielle Ausstattung dieses Vereins! Meines Erachtens betreibt die gesamte Vereinsführung und insb. ein großer Teil der Fanbase, der immer wieder die totale Unabhängigkeit des Vereins als wichtigste Zielsetzung beschwört, eine gehörige Augenwischerei und nimmt dabei das sehr reale Risiko eines baldigen Abstiegs bewusst in Kauf.
Ein Verein, der dauerhaft nicht in der Lage ist, Spieler aus vorhandenen Mitteln (und eben nicht aus nur Transfererlösen) zu verpflichten, bis zur Vorbereitung das Mannschaftsgerüst beisammen zu haben und zumindest mit vermeintlichen kleineren Vereinen wie Freiburg, Köln oder Mainz zu konkurrieren, hat in der ersten Liga einfach nichts zu suchen. Und zwar unabhängig davon, dass es sich um einen Traditionsverein mit gehörigen Erfolgen handelt. Und auch ungeachtet dessen, dass es für uns zurückliegend zum Ende der Saison immer noch einmal gut ausgegangen ist und wir dem Abstiegsteufel von der Klinge springen konnten. Es ist nur eine Frage der Zeit (und einer schlichten Wahrscheinlichkeitsrechnung), wann das nicht mehr gelingt.

Die Vereinsführung wird nicht umhin kommen, einen strategischen Investor für Werder zu finden. Ob dies sofort geschieht oder - dann allerdings unter sehr viel schlechteren Vorzeichen und demzufolge auch zu deutlich schlechteren Bedingungen - nach einem Abstieg, mögen die Verantwortlichen allein entscheiden. Aber der Weg ist ganz klar aufgezeigt: die englischen Clubs gehen diesen Weg seit Jahren; Real, AC Mailand und Juve, Bayern, Bayer, Wolfsburg, BVB und Schalke haben allesamt über 10 Jahre hinweg und länger vergleichbare Konzepte verfolgt. Hoffenheim, Leipzig, Hannover und der HSV zeigen ebenfalls, was auf diesem Wege möglich ist und was das für die sportlichen Ambitionen der Ewiggestrigen (wie Werder) in der Konsequenz bedeutet.

Da in Bremen besonders hartnäckige Realitätsverweigerer am Werk sind, erwarte ich persönlich bis auf weiteres nichts mehr. Schlimmer noch, weiss ich inzwischen nicht mehr, was besser für den Club wäre: Ein schneller Abstieg und hieraus folgender heilsamer Schock, endlich die Realitäten der 2010er Jahre zur Kenntnis zu nehmen oder erneut nur ein um Haaresbreite verhinderter Abstieg und hieran anschließende lahme Bekundungen der Vereinsführung, dass man die bisherige strategische Ausrichtung konsequent weiterverfolgen wolle und nur hart genug gearbeitet werden müsse, damit sich der Erfolg einstellt. Denn letzteres würde bedeuten, dass ich bis ans Ende meiner Tage weit überwiegend nur noch trostlosen Fussball-Wochenenden entgegensehe. Vielleicht sollte ich über ein Fussballasyl nachdenken..
 

:beer:

Werder gibt eh trainingsfrei und liefert somit weiter Futter für die Kritiker. Selbstgemachtes Leiden.

Lieber Futter für Kritiker, die die Hintergründe anders wahrnehmen, als Spieler mit (noch mehr) blockierten Birnen und noch weniger Lust, weil sie den freien Tag mit Freunden und Familie verlieren... den sie zur mentalen Regeneration dringender brauchen, als nach Siegen.

Ich persönliche sehe in sowas keinen Vorteil, nur Nachteile. Und ob es arbeitsrechtlich haltbar ist, ist nochmal was anderes, aber da kenne ich mich nicht aus.

:beer:
 
Wenn sie denn prämienorientierte Verträge machen würden, wäre das sogar ein günstiges Jahr........aber das Maximum machen Prämien nicht aus.
 
Ohne Worte.

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:XD:
 
Es wird hier immer geschrieben, dass im Falle des Abstiegs ein zweites Lautern drohen würde?! Bei Werders Finanzstruktur gepaart mit seinem viel zu hohen Personalkostenetat und der extremen Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg droht uns das Schicksal des KSC. Und wo der spielt, kann man Herrn Kohfeldt fragen.
Die 2.Liga werden die nicht als Wiederaufsteiger überstehen.
 
Es wird hier immer geschrieben, dass im Falle des Abstiegs ein zweites Lautern drohen würde?! Bei Werders Finanzstruktur gepaart mit seinem viel zu hohen Personalkostenetat und der extremen Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg droht uns das Schicksal des KSC. Und wo der spielt, kann man Herrn Kohfeldt fragen.
Die 2.Liga werden die nicht als Wiederaufsteiger überstehen.

Wenn wir absteigen, war es das auf lange Zeit gewesen. Vielleicht auch für immer. Ohne Geld hinter dem Verein wie bei Stuttgart z.B. ist es völlig utopisch davon auszugehen, dass wir einen direkten Wiederaufstieg schaffen. Irgendwie ist das den Bremern nicht wirklich klar.
 
Ob die momentan geschlagen würden, ist noch die Frage.....

Sehe es auch wie der Syker. Wenn Bremen absteigt, dann für längere Zeit. Und vielleicht rutscht man sogar noch tiefer......dann kommt man erst recht nicht wieder hoch. Deshalb vermisse ich in diesem Verein die Erkenntnis und das Sich-Dagegen-Stemmen, Aktion im Rahmen der Möglichkeiten und vor allem: weniger Ruhe. Ruhe ist im Moment das Letzte, das hilft. Thermik ist angesagt. Wäre in anderen Unternehmen auch auf der Tagesordnung in so einer Lage.
 
Wenn wir absteigen, war es das auf lange Zeit gewesen. Vielleicht auch für immer. Ohne Geld hinter dem Verein wie bei Stuttgart z.B. ist es völlig utopisch davon auszugehen, dass wir einen direkten Wiederaufstieg schaffen. Irgendwie ist das den Bremern nicht wirklich klar.
Im Falle des Abstiegs müssen die ihren Kaderetat wahrscheinlich dritteln? Mit ca 15 Mio€/a liegts du aber selbst in der 2. Liga eher im MF. Dann kommen wieder die kreativen Transfers. Zudem sind die meisten Spieler weg und Herr Baumann wohl immer noch da. Das wird hier richtig interessant werden.
Aber grämt euch alle nicht. TS wird dann hier TD sein, was man selbst im Falle des Abstiegs verkündet hat. Das macht Mut...
 
Schade, dass man es so sagen muss: Ich habe am WE den ersten Absteiger gesehen................

Selbst wenn die Sorgen gross, und die Hoffnung zur Zeit klein sind... Aber für mich ist das ne reine Horrorvision.

Ich glaube nach wie vor nicht, dass wir absteigen, wenn man jetzt bzw nach Köln reagiert.

Nach 9 Spieltagen ist noch niemand abgestiegen. Auch Köln nicht. Entscheidend ist, wie es weitergeht.
 
Welche Laufwege werden eigentlich täglich trainiert? Die zur nächsten Toilette, weil die Buxe voll ist?
 
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