Das 2:2 fiel aus dem Nichts bis dato. Dann waren wir irgendwie zornig und enttäuscht und wollten das Spiel noch gewinnen. Guckt Euch an wie schnell wir immer wieder eröffnet haben. Vor allem Wiedwald hat den Drobny gemacht mit seinen Querabschlägen. So spielt keine Mannschaft, die sich dem Wert des einen Punktes bewußt ist. Wir haben immer noch die alten Bremer Tugenden drauf. Wir sind Werder Bremen und wir spielen offensiv bis zum Schluß. Nur diesen Super Kader wie früher haben wir nicht mehr. Gewinnen wollen und Tore schießen um jeden Preis ist Vereinsphilosophie. Unsere Abwehrspieler sind nicht schlechter, sie rennen nur regelmäßig alle nach vorne. Das kann gar nicht sein über Jahre und wechselndem Personal, das das nur an den Abwehrspielern liegt. Das Abwehrproblem ist ein hausgemachtes Vereinsproblem. EINDEUTIG! Deswegen finde ich es gut das Baumann sagt "WIR ARBEITEN DRAN", den das Problem löst man nur als "WIR".
Es ist ja aller Ehrenwert das Werder noch immer so tickt wie wir es lieben. Und ich kenne nicht wenige die sagen "Defensiv???, bloß nich, das können wir nicht". Und genau das ist ein hausgemachstes Problem. Werder kann und will nicht defensiv. VS hat das ein paar mal versucht ne richtige Mauertaktik zu fahren. Dann gabs nur Klatschen. Das ist gegen unserer Philosophie. Wir werden wohl nie Defensive als oberste Vereinsdoktrin implementieren können a la Waldhof.
Ich meine das unser Weg nach wie vor in der Offensive liegt, wir aber einfach mehr der Situation gerecht werden müssen, daß wir den Gegner nicht mehr so dominieren wie unter Özil, Diego, Micoud, Ailton, Klasnic und CO. Wir müssen lernen uns phasenweise zurückzuziehen und "Safety first" zu lernen .... wie eben in der Schlussphase des Augsburg Spiels.
Ohnehin ist es jetzt wichtig, den Respekt vor den Punkten und auch vor einem Punkt aufzubauen. Das Abstiegsgespenst sitzt bereits oben auf dem Flutlichtmast und grinst schelmisch ins Weserstadion. Wir sollten ihm nicht zuviel Futter geben ...........