Alles richtig, aber das erklärt bestenfalls den guten Lauf der Borussen, jedoch nicht, daß am Samstag die Unterscheide im Einsatz um den "zweiten Ball" dermaßen auffällig waren.
Die Unterschiede erklären sich aus der unterschiedlichen Einsatz- und Spielintensität. Die mehr als augenscheinlichen Gründe dafür wurden oben genannt. Insofern sind obige Ausführungen möglicherweise nicht unmittelbare Erklärungen für den Verlust der "zweiten Bälle", aber mindestens mittelbare und absolut einleuchtende.
Wenn es nach dem negativen Druck der Existenznöte ginge, hätten z.B. die Paderborner, Freiburger oder Stuttgarter sich ja schon längst aufgeben müssen! Aber das Gegenteil der Fall, denn dort wird um fast jeden Ball gefightet, womit man den Gegnern den Schneid abgekaufte. Und gerade weil wir spielerisch limitiert sind, wäre es auch unter dem Aspekt des verlockenden Ziels einer möglichen EL-Teilnahme (=> Kopfsache) um so mehr erforderlich gewesen, daß die Mannschaft auf dem Platz so gegenhält, wie sie es zu Beginn des Jahres 2015 tat, als sie sich von den Abstiegsrängen nach oben kämpfte.
Ist das tatsächlich ernst gemeint? Auch der 1. Satz?
Der Leistungsabfall, die Müdigkeit, die Erschöpfung stellen sich, wie fast jeder erwachsene Mensch wissen dürfte, weil nahezu jeder schonmal Phasen von Extrem-Belastung durchgemacht haben dürfte, nicht
während der Belsatungssituation ein, sondern
danach. Das lässt sich medizinisch, mikrobiologisch und auf verschiedene andere Weisen erklären. Das Stresshormon Adrenalin versetzt den Körper in einen Zustand der Alarmbereitschaft, bzw. evolutionär betrachtet, in einen ZUstand der Fluchtbereitschaft. In solchen Situationen wachsen die Athleten manchmal über sich hinaus. Die Kehrseite ist, dass diese Zustände nicht ewig existieren können und dass hinterher eben die große Müdigkeit eintritt.
Das ist aber alles nichts Neues!
Wenn das Argument eines gleichwertigen Kaders für Mönchengladbach gilt, dann sollte es für den der Bayern erst recht gelten. Sicher, die Fohlen hatten nicht so viele Spieler für die WM abstellen müssen, aber dafür beträgt deren Etat auch nur etwa 1/4 von dem des FC Bayern.
Sicher gilt es für Bayern München auch. Interessant, dass Du Dir jeweils immer nur ein einziges von mehreren Argumenten rauspickst. Oft dasjenige, was Dir offensichtlich am ehesten zusagt.
Dass Bayern München derzeit mit massivem Verletzungssorgen zu kämpfen hat und zuletzt hatte, ist Dir sicher nicht verborgen geblieben, oder? Hast Du vor dem Ausscheiden aus DFB-Pokal und CL auch schon einen Spannungsabfall bei denen festgestellt?
Richtig, aber bei uns ging/geht es immerhin noch um die EL-Quali, auch wenn es nach der Hinrunde "nur ein Bonbon" wäre.
Die wenigen Leistungsträger, die es bei uns richten mussten und müssen, sind platt. Der Anreiz einer EL-Teilnahme war offensichtlich nicht so groß wie der, den Abstieg zu vermeiden, was auch absolut verständlich ist! Dass nach dem Erreichen des ersten Ziels und im eigenen Bewusstsein der Leistungsstärke bzw. -schwäche offenbar wochenlang kaum ein Spieler an das Erreichen der EL geglaubt hat, ist mehr als verständlich. Zumal man die Situation eh eher der Schwäche anderer denn der eigenen Stärke zu verdanken hat.
Dass die Mannschaft "am Krückstock" geht, darf niemanden wundern, wenn man weiß, wie dünn unser Kader, insbesodnere in der Offensive, von Beginn der Saison an bestückt war/ist. Im Grunde dürfen wir uns eigentlich glücklich schätzen, dass ein so junger Spieler wie Selke in seiner 1. Bundesliga-Saison so wunderbar "funktioniert" hat.
