Gesamtsituation der Mannschaft

Man kann sogar noch weiter gehen und sagen, die eierlegenden Wollmilchsäue, die in Bremen vorwiegend aus finanziellen Gründen gesucht/geholt und als innovatives Spielkonzept gefeiert werden, sind auf keiner Position richtig gut und senken das Durchschnittsniveau des Teams somit ab. Damit sinkt dann auch die Chance auf Erfolg. Berlin ist nun wahrlich keiner der Übermächtigen der Liga gewesen....aber Werder hat es nicht vermocht, die sich steigernde Sicherheit umzumünzen. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn Kainz gleich zu Beginn seine Bude macht und nicht den Keeper anschießt. Aber Kainz hat für mich immer noch nicht nachgewiesen, dass er die Fußstapfen Gnabrys füllen kann.
 
Man kann sogar noch weiter gehen und sagen, die eierlegenden Wollmilchsäue, die in Bremen vorwiegend aus finanziellen Gründen gesucht/geholt und als innovatives Spielkonzept gefeiert werden, sind auf keiner Position richtig gut und senken das Durchschnittsniveau des Teams somit ab. Damit sinkt dann auch die Chance auf Erfolg. Berlin ist nun wahrlich keiner der Übermächtigen der Liga gewesen....aber Werder hat es nicht vermocht, die sich steigernde Sicherheit umzumünzen. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn Kainz gleich zu Beginn seine Bude macht und nicht den Keeper anschießt. Aber Kainz hat für mich immer noch nicht nachgewiesen, dass er die Fußstapfen Gnabrys füllen kann.
Und wenn man z.B einen Spieler hat, auf dem das Spiel zugeschnitten ist, und der fällt aus oder ist gar nicht mehr da, passiert das, was man momentan in Köln sieht. Dort war Modeste der Heilsbringer.
 
Ohne Modeste scheint Köln den Rhythmus nicht zu finden. Aber Bremen ist im Grunde auch auf Kruse zugeschnitten, der derzeit nicht in der Form seines Lebens ist, mit Bartels eine formschwankende Unterstützung hat und durch einen gebremsten Spielaufbau mehrfach in seinen Möglichkeiten eingeschränkt wird. Ich fordere auch keinen starken Individualisten, auf den das Spiel zugeschnitten werden soll - sondern stelle nur fest, dass Bremen nicht nur gegen Spitzenteams, sondern auch gegen durchschnittliche Mannschaften der Liga noch nicht zum großen Wurf gekommen ist (und dass die Kaderzusammenstellung dafür IMO auch nicht optimal ist).
 
Es wird eine unnötig spannende Saison, wenn man seine Möglichkeiten nicht am Schopfe packen möchte.

Über welche Möglichkeiten verfügen wir denn? Delaney, Bartels und Kruse laufen ihrer Form der letzten Rückrunde noch deutlich hinterher, Moisander und Juno fehlen ebenso wie personelle Alternativen bei Formschwächen und Ausfällen. Soll etwa nur um des Anrennen willen angerannt werden, obwohl das geeignete Personal dafür fehlt bzw. nicht in Form ist und vor allem sich der Fußball weiterentwickelt hat? Die Abwehrreihen werden heutzutage wesentlich häufiger, flexibler und intensiver in den offensiven Spielaufbau mit eingebunden und je mehr ein usprünglich mehr oder weniger statisches "Bollwerk" bewegt wird, desto mehr muß es abgesichert werden, um ein gegnerisches Eindringen in den eigenen Strafraum zu verhindern. Deshalb ist im modernen Fußball eine defensive Grundordnung existenzielle Voraussetzung - nicht um des Mauerns willen, sondern um aus dieser heraus ein Offensivspiel aufzuziehen.

Die Zeiten des "Fussball total" mit einer billigenden Inkaufnahme der Vernachlässigung der Defensive sind schon lange vorbei und die Statistik Budesliga Saisontore spiegelt die dahingehende Entwicklungen der letzten 30 Jahre sehr gut wieder: Denn obwohl die 18 in diesem Jahrtausend geendeten Spielzeiten exakt 1/3 aller bisher absolvierten Bundesligajahre ausmachten, steht hiervon mit 13/14 gerade einmal eine Saison unter den 20 Spielzeiten mit den höchsten Torquoten - auf Platz 20. Und dies war ein Außereißer nach oben, denn mit einer Quote von 3,16 Toren / Spiel ist 13/14 seit 30 Jahren auch die einzige Saison, derem Toreschnitt über dem Gesamtschnitt von 3,05 Toren aus 54 Jahren + 3 Partien dieser Saison liegt. Diese Zahlen belegen den sichtbaren Trend, daß die Defensivarbeit immer mehr über Erfolg und Mißerfolg mitentscheidet. Über diesem allgemeinen Trend kann sich - so sehr die Fan-Seele auch Sehnsüchte in die entgegen gesetzte Richtung hegt - kein im Sinne des Vereins verantwortungvoll handelnder Trainer hinwegsetzen; erst recht nicht, wenn das vorhandene offensiv veranlagte Spielermaterial durch Verletzungen und/oder Formschwächen sein Offensivpotential nicht abrufen kann und entsprechende personelle Alternativen fehlen.
 
Berlin ist die letzten beiden Jahre auf Europapokal-Plätzen gelandet und gerade für die Heimstärke bekannt, noch dazu wenn sie erst einmal in Führung gehen.
Trotzdem waren wir gestern mMn. das leicht bessere Team bei denen, nachdem wir mehr oder weniger "erwartungsgemäß" die ersten beiden Spiele verloren haben.
Selbst Mutmaßungen fallen mir daher bislang relativ schwer, ich sehe jedoch ein Team, das mit reichlich Talent gespickt ist, siehe Bauer, Kainz, Eggestein, Veljkovic (!), selbst Delaney und Augustinsson sind sicher noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt, Pavlenka passt in gewisser Weise auch in diese Aufzählung. Nouri hat mich persönlich letzte Rückrunde überzeugen können, nun wird sich zeigen, ob das ganze auch nachhaltiger Natur ist.
Auch wenn ein Punkt aus den ersten 3 Spielen auf den ersten Blick mau aussieht, bin ich gar nicht mal so unzufrieden mit der Leistung insgesamt. Ich bin sehr gespannt was die kommenden Partien bringen werden und muss ehrlich sagen, dass ich seit vielen Jahren nicht mehr so optimistisch war, was die nähere Zukunft des Vereins/der Mannschaft betrifft wie momentan. :)
 
:tnx::tnx: absolut treffend und absolute Zustimmung.
Ist ja schön und gut , wenn man viele Spieler hat, die vermeintlich auf verschiedenen Positionen einsetzbar sind. So aber bekomme ich nur sehr
schlecht die Balance in mein Spiel. Es ist nicht der Weisheit letzter Schluss ständig Leute umzufunktionieren.

Ein Fussballspieler moderner Prägung muss grundsätzlich auf mehreren Positionen eingesetzt werden können. Andererseits werden die Anforderungen der jeweiligen Positionen durch die Vielschichtigkeit des Fussballs immer größer, daß das jede Position ihre Spezailisten erfordert, so daß es immer schwieriger wird, "mal eben" eine erfolgreiche Umstellung eines Spieler von Position A auf Position B durchzuführen. Ein äußert schwieriger Spagat. Unbestritten ist jedoch, daß die Zeiten der "Allzweckwaffen" im modernen Fußball der Vergangenheit angehören, wie z.B. ein Marco Bode, der von Otto Rehhagel bei Spielen gegen die Bayern von 1992-95 als Manndecker für den Bayern-Spieler Jorginho abgestellt wurde, weil warum auch immer kein anderer Werder-Spieler in den Lage war, den Aktionsradius desauf der rechten Außenbahn offensivstarken Brasilianer einzudämmen.
 
Mein Fazit von gestern:

Insgesamt ein ordentliches Spiel gemacht. Vor allem in der 2. Halbzeit auch auf Sieg gespielt und den offenen Schlagabtausch gesucht. Etwas, was ich in Hoffenheim in Halbzeit 2 und gegen die Bayern komplett vermisst habe.
Das Ergebnis geht zu 100 % in Ordnung, dieses Spiel hatte keinen Sieger oder Verlierer verdient. Ein Punkt ist besser als keiner, dürfte auch bißchen Selbstbewußtsein geben, aber so richtig weiter bringt er uns natürlich auch nicht.
Personell hätte ich mir früher (nach einer Stunde) einen neuen Offensivspieler für Bartels gewünscht.

Das Fazit auf Werder.de gibt es gut und richtig wieder: Weder zufrieden noch unzufrieden...

Trifft auch auf mich zu. Nun mal schauen, ob und was gegen S04 und in Wolfsburg geht.

Von beiden Spielen will und werde ich nichts mitbekommen, ich werde jetzt meinen wohlverdienten Urlaub bei über 30 Grad und wolkenlosem Himmel im sonnigen Süden GENIESSEN, und das lasse ich mir auch von Werder nicht verderben...Bis danach...
 
Wenn sie am Ende Fünfter sind, dann sind sie es aber. Das gibts kein `Für mich gilt blabla`. Man weiss es am Anfang der Saison eben noch garnicht, wo die Teams diese Saison stehen.

Vergangene Saison durchaus....aber ob sie es diese Saison wieder sind? Wenn Du von der Abschlusstabelle ausgehst, ist Bremen auch achter....aber der Platz wurde mit einem anderen Kader erreicht als er in der jetzigen Saison vorhanden ist. Auch in Berlin gab's Änderungen.
 
Vergangene Saison durchaus....aber ob sie es diese Saison wieder sind? Wenn Du von der Abschlusstabelle ausgehst, ist Bremen auch achter....aber der Platz wurde mit einem anderen Kader erreicht als er in der jetzigen Saison vorhanden ist. Auch in Berlin gab's Änderungen.
Welcher Stammspieler der RR ist nicht mehr da?
Grillitsch, Gnabry (der die meiste Zeit der RR verletzt oder nicht berücksichtigt wurde), Wiedwald. Wer noch?
 
Ich habe vom Kader geredet und nicht von der Startelf. Wenn man allein die Startaufstellungen betrachtet, waren Moisander und Juno sicher ein Unterschied (im Vergleich zu Kainz/Bauer).
 
Wie Du sagst: Aktuell zwar nicht. Das hätte gestern vielleicht abhelfen können. Und im Verlauf einer Saison kommt der Kader zum Großteil auch zum Einsatz. Auch der von vielen ungeliebte Gnabry war erfolgreich auf dem Platz, jetzt ersetzt durch Kainz. Über die Effizienz entscheidet jeder selbst.

Und sonst: Die Abgangsliste findest Du hier.
 
Vergangene Saison durchaus....aber ob sie es diese Saison wieder sind? Wenn Du von der Abschlusstabelle ausgehst, ist Bremen auch achter....aber der Platz wurde mit einem anderen Kader erreicht als er in der jetzigen Saison vorhanden ist. Auch in Berlin gab's Änderungen.
Überall gab ist Änderungen. Schlussfolgere ich dann so: Es gibt weltweit derzeit keine überdurchschnittliche Mannschaft und wohl auch KEINE Spitzenmannschaft. . .
 
Vergangene Saison durchaus....aber ob sie es diese Saison wieder sind? Wenn Du von der Abschlusstabelle ausgehst, ist Bremen auch achter....aber der Platz wurde mit einem anderen Kader erreicht als er in der jetzigen Saison vorhanden ist. Auch in Berlin gab's Änderungen.
Meine Güte, ist es so schwierig mal zwei Sätze richtig zu lesen und zu verstehen? Ich weiss, gleich zwei Sachen aufeinmal, aber vielleicht könnte man es ja mal versuchen.
 
Aus gegebenem Anlass muss hier offenbar nochmal König Otto zitiert werden: "Modern ist, wer gewinnt"!

Nachtrag :.... nicht, wer aufgrund eines womöglichen Abwehrbollwerks seine Offensive vernachlässigt oder zu früh auf Remis spekuliert.

Zu modernem Fußball gehörte seit eh und je das Zusammenwirken sämtlicher Mannschaftsteile. Wie schon immer, muss auch heute noch die Balance zwischen ihnen stimmen, um erfolgreich zu sein.

Das ist bei uns heuer noch nicht der Fall. Insofern ist das Attribut "modern" hier derzeit völlig unangebracht.
 
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